DE60015136T2 - Verfahren zum schliessen eines rohres - Google Patents
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Landscapes
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Description
- Technisches Gebiet
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einsetzen einer aufblasbaren Sperrvorrichtung in ein Rohr, bei welchem eine Installierungseinheit an der Einsetzstelle der besagten Sperrvorrichtung montiert wird mit Hilfe eines Rohrabzweigstücks mit relativ kleinem Durchmesser, welches zunächst an das Rohr angeschweißt wird, worauf am Ende des besagten Rohrabzweigstücks ein Absperrhahn montiert wird.
- Stand der Technik
- In
ist die Montage einer Positionierungseinheit an einem Rohr zum Einsetzen einer aufblasbaren Sperrvorrichtung in das besagte Rohr geoffenbart. Eine Verschlussklappe stellt sicher, dass nach dem Entfernen der Sperrvorrichtung keine Flüssigkeit aus dem Rohr austreten kann. Offensichtlich kann die Positionierungseinheit nach dem Gebrauch nicht entfernt werden.EP 76 578 - Weiterhin ist in US-PS No. 3 805 844 ein Anschweißen eines Rohrabzweigstücks an die Außenseite eines Rohres geoffenbart, gefolgt vom Anschrauben eines Hahns an das besagte Rohrabzweigstück und ein Einsetzen eines aufblasbaren Bauelements durch besagten Hahn. Der Hahn kann jedoch nach dem Gebrauch nicht entfernt werden.
- Weiterhin ist in US-PS No. 5 400 814 ein Verfahren zum Absperren eines Rohres geoffenbart, bei welchem ein Abzweigstück um das Rohr herum angeklemmt wird, ein Loch in das Rohr gebohrt wird und ein aufblasbares Bauteil von einer Stange getragen durch das Loch in das Rohr eingesetzt wird. Das Entfalten des aufblasbaren Bauteils könnte jedoch fehlerhaft vonstatten gehen.
- In der französischen Anmeldungsveröffentlichung No. 2610080 ist eine Methode der Anordnung eines in Querrichtung verlaufenden Rohrabzweigstücks an einem zu sperrenden Rohr geoffenbart. An dem Rohrabzweigstück ist ein Hahn montiert, und ein erstes und ein zweites Loch werden durch den besagten Hahn in die Rohrwand gebohrt, wobei das zweite Loch dem ersten Loch diametral gegenüberliegend gebohrt wird. Danach wird ein von einer Stange getragenes aufblasbares Bauteil durch das erste und das zweite Loch eingesetzt, wobei das zweite Loch dazu dient, das äußerste Ende der besagten Stange aufzunehmen. Dieses bekannte Sperrverfahren ist mit dem Nachteil belastet, dass es notwendig ist, zwei Löcher in das Rohr zu bohren.
- Kurze Beschreibung der Erfindung
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches Verfahren zum Einsetzen einer aufblasbaren Vorrichtung in ein Rohr mittels einer Installierungseinheit zu schaffen, bei welchem der größte Teil der besagten Installierungseinheit nach dem Gebrauch wieder entfernt werden kann und bei dem die besagte Installierungseinheit wesentlich einfacher aufgebaut ist als die bisher bekannten Installierungseinheiten.
- Ein Verfahren der o.g. Art ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch ein Loch, das durch den Absperrhahn und das besagte Rohrabzweigstück hindurch in die Rohrwand gebohrt wird, wonach eine locker aufgehängte, aufblasbare Vorrichtung mit verstärkenden Mitteln durch den besagten Absperrhahn und das besagte Loch in das Rohr derart eingesetzt wird, dass das besagte Rohr abgesperrt wird und dass die locker aufgehängte, aufblasbare Vorrichtung nach dem Gebrauch durch den Hahn hindurch entfernt wird und dass ein Absperrglied in Form eines Verschluss-Stopfens ebenfalls durch den Hahn hindurch in das Rohrabzweigstück eingesetzt wird, wonach das besagte Hahnelement, falls gewünscht, entfernt werden kann und dass die besagte locker aufgehängte, aufblasbare Vorrichtung mit den verstärkenden Mitteln eine in einen Ballon eingebettete Stange umfasst, die von einem elastischen Mittel umgeben ist.
- Weiterhin kann das Rohrabzweigstück erfindungsgemäß mit einem Außengewinde zum Anschrauben eines Hahnelements versehen sein.
- Weiterhin kann das Rohrabzweigstück erfindungsgemäß ein Innengewinde zum Einschrauben und Festhalten des Verschluss-Stopfens aufweisen.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen ausführlicher beschrieben, wobei in den Zeichnungen
-
1 ein Rohr mit einem daran angeschweißten Rohrabzweigstück zeigt, -
2 einen an das Rohrabzweigstück angeschweißten Absperrhahn zeigt, -
3 eine an dem Absperrhahn montierte Bohrvorrichtung zeigt, -
4 zeigt, wie die Bohrvorrichtung durch den Absperrhahn eingesetzt wird und durch das Rohrabzweigstück hindurch ein Loch in die Rohrwand bohrt, -
5 zeigt, wie die Bohrvorrichtung nach dem Zurückziehen und dem Schließen des Absperrhahns abgenommen wird, -
6 zeigt, wie danach eine Vorrichtung zum Einsetzen einer Sperrvorrichtung montiert wird, -
7 zeigt, wie die Sperrvorrichtung nach dem Öffnen des Absperrhahns eingesetzt wird, -
8 die Sperrvorrichtung im aufgeblasenen Zustand zeigt, -
9 die Sperrvorrichtung nach dem Luftablassen zeigt, -
10 die Sperrvorrichtung nach dem Entfernen und dem Schließen des Absperrhahns zeigt, -
11 zeigt, wie eine Vorrichtung zum Einsetzen eines Verschluss-Stopfens in das Rohrabzweigstück nach dem Abnehmen der Vorrichtung zum Einsetzen der Sperrvorrichtung montiert wird, -
12 zeigt, wie der Verschluss-Stopfen nach dem Öffnen des Absperrhahns eingesetzt wird, -
13 zeigt, wie der Absperrhahn und die Vorrichtung zum Einsetzen des Verschlusselements danach entfernt werden, -
14 zeigt, wie danach ein zusätzlicher Schutzdeckel montiert wird, -
15 zeigt, wie das Rohrabzweigstück unter einem schrägen Winkel zum Rohr angeschweißt werden kann, und -
16 eine besondere Ausführungsform einer Ballon-Sperrvorrichtung zeigt. - Die beste Art der Ausführung der Erfindung
- An das in
1 dargestellte Rohr1 wird ein Rohrabzweigstück3 mit relativ kleinem Durchmesser angeschweißt. Das Ende des Rohrabzweigstücks3 ist mit einem Außengewinde4 versehen. Gemäß3 kann ein Absperrhahn6 auf das Gewinde4 aufgeschraubt werden, wobei der besagte Absperrhahn6 ein drehbares Hahnelement7 umfasst mit einem kreisförmigen Durchgangsloch, dessen Durchmesser im wesentlichen dem Innendurchmesser des Rohrabzweigstücks3 entspricht. Das drehbare Hahnelement7 wird mittels eines herausragenden Handgriffs betätigt. Gemäß3 ist am Ende des Absperrhahns6 weiterhin ein Innengewinde5 zum Einschrauben eines Bohrwerkzeugs8 angeordnet. Wie4 zu entnehmen, kann nach dem Öffnen des Absperrhahns7 das Bohrwerkzeug8 durch den besagten Absperrhahn7 hindurch ein Loch in die Rohrwand1 bohren. Wenn das Loch in die Rohrwand1 gebohrt worden ist und das Bohrwerkzeug8 durch den Hahn7 entfernt wurde, wird der besagte Hahn abgesperrt und das Bohrwerkzeug8 kann abmontiert werden, ohne dass Flüssigkeit aus dem Rohr1 austritt. Nachfolgend kann eine Vorrichtung9 zum Einsetzen einer aufblasbaren Sperrvorrichtung10 in das Ende des Absperrhahns6 eingeschraubt werden. Wenn der Absperrhahn6 wieder geöffnet ist, kann die verstärkte aufblasbare Vorrichtung10 in das Rohr1 eingesetzt und mit Hilfe einer mit ihr verbundenen Druck-Fluid-Quelle in einer solchen Weise aufgeblasen werden, dass der Durchgang durch das Rohr1 abgesperrt ist, wie aus8 zu ersehen. Nach dem Gebrauch der aufblasbaren - Vorrichtung10 wird, wie9 zu entnehmen, der Druck aus ihr weggenommen. Danach kann, wie aus10 zu ersehen, die aufblasbare Sperrvorrichtung10 entfernt und der Absperrhahn6 geschlossen und die Vorrichtung9 abgenommen werden. Dann kann eine Vorrichtung11 am Ende des Absperrhahns6 eingeschraubt werden zum Einsetzen eines Verschluss-Stopfens12 in das Rohrabzweigstück3 . Diese Vorrichtung11 umfasst einen drehbaren Stab14 , und am Ende des besagten Stabes14 ist der Verschluss-Stopfen12 locker befestigt. Der Verschluss-Stopfen12 besitzt einen Durchmesser, der im wesentlichen dem Innendurchmesser des Rohrabzweigstücks3 entspricht. Der Verschluss-Stopfen12 besteht aus einem festen Material, das mit Teflon-Band umwickelt ist und ist an der Stange14 mittels eines speziellen Greifelements befestigt, welches eine unverdrehbare Verbindung zwischen der Stange14 und dem Stopfen12 sicherstellt. Wenn diese Vorrichtung11 montiert ist und der Absperrhahn6 geöffnet ist, kann der Verschluss-Stopfen12 in das Innengewinde des Rohrabzweigstücks3 mittels des drehbaren Stabes14 eingeschraubt werden. Wenn der Verschluss-Stopfen12 befestigt ist, können das Greifelement und der drehbare Stab14 vom Verschluss-Stopfen12 abgenommen werden, wonach der Absperrhahn6 und die Vorrichtung11 , wahlweise in einem Verfahrensschritt, demontiert werden können, wie in13 dargestellt. Anschließend ist es möglich, einen Deckel15 auf das Rohrabzweigstück3 aufzuschrauben, wobei der besagte Deckel als zusätzliche Sicherheitseinrichtung dient. - Vorzugsweise können Dichtungen in Form von O-Ringen an den verschiedenen durch Gewinde realisierten Verbindungen verwendet werden.
- Die Verbindungen können auch durch Kupplungen, wie beispielsweise Bajonett-Verschlüssen oder ähnliche Vorrichtungen, realisiert werden.
- Ein besonderer Vorteil des Verfahrens nach der Erfindung besteht darin, dass der Hahn nach seiner Verwendung entfernt und wahlweise an anderer Stelle wieder verwendet werden kann.
- Wenn es gewünscht wird, das Rohr wiederum abzusperren, muss das Verfahren nur umgekehrt, d.h. in umgekehrter Richtung, durchgeführt werden.
- Das Sperrverfahren nach der Erfindung erleichtert einen Eingriff in und die Wartung eines vorhandenen Rohrsystems ohne die Notwendigkeit einer vorherigen Entleerung.
- Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist das Rohrabzweigstück unter einem schrägen Winkel zum Rohr angeschweißt, wie
15 zu entnehmen, und der aufblasbare Ballon10 wird dann schräg in das Rohr eingesetzt. Das Ergebnis ist, dass der Ballon10 nicht in Kontakt mit möglichen inneren Graten an den Verbindungsstellen des Rohrabzweigstücks und des Rohrs kommt. - Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der Ballon-Sperrmechanismus ausgestaltet wie in
16 dargestellt, in welcher mit21 ein gasführender Schlauch bezeichnet ist, der mit einem Gaszuleitungsrohr23 in Verbindung steht zur Zuführung von Hochdruck-Gas oder einem Druck-Fluid zu einem Ballon25 , der aus mit Kevlar verstärktem Latex besteht. In den Ballon25 ist ein Federsystem24 eingebaut zum Strecken des Ballons in der Längsrichtung und zur Sicherstellung eines korrekten Auffaltens des Ballons25 .
Claims (6)
- Ein Verfahren zum Einsetzen einer aufblasbaren Sperrvorrichtung (
10 ) in ein Rohr (1 ), bei welchem zunächst an der Einsetzstelle der Sperrvorrichtung (10 ) ein Rohrabzweigstück (3 ) angeschweißt wird, wobei das besagte Rohrabzweigstück einen relativ kleinen Durchmesser aufweist, worauf am Ende des besagten Rohrabzweigstücks (3 ) ein Absperrhahn (6 ) montiert wird und durch den besagten Absperrhahn (6 ) und das besagte Rohrabzweigstück (3 ) hindurch ein Loch in die Rohrwand (1 ) gebohrt wird, wonach eine locker aufgehängte, aufblasbare Vorrichtung (10 ) mit verstärkenden Mitteln durch den besagten Absperrhahn (6 ) und das besagte Loch in das Rohr (1 ) derart eingesetzt wird, dass das besagte Rohr abgesperrt wird, und bei dem die locker aufgehängte, aufblasbare Vorrichtung (10 ) nach dem Gebrauch durch den Hahn (6 ) hindurch entfernt wird und ein Absperrglied in Form eines Verschluss-Stopfens (12 ) ebenfalls durch den Hahn (6 ) hindurch in das Rohrabzweigstück (3 ) eingesetzt wird, wonach das besagte Hahnelement, falls gewünscht, entfernt werden kann, und bei dem die besagte locker aufgehängte, aufblasbare Vorrichtung mit den verstärkenden Mitteln eine in einen Ballon eingebettete Stange umfasst, die von einem elastischen Mittel umgeben ist. - Ein Verfahren, wie in Anspruch 1 beansprucht, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Mittel in die aufblasbare Vorrichtung eingebettet ist.
- Ein Verfahren, wie in Anspruch 1 oder 2 beansprucht, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballon aus Kevlar besteht, dem wahlweise Latex beigemischt ist.
- Ein Verfahren, wie in einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche beansprucht, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrabzweigstück (
3 ) schräg an das Rohr (1 ) angeschweißt ist, beispielsweise unter einem Winkel von ungefähr 45° zum Rohr. - Ein Verfahren, wie in einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche beansprucht, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrabzweigstück (
3 ) mit einem Außengewinde (4 ) zum Anschrauben eines Hahnelements (6 ) versehen ist. - Ein Verfahren, wie in einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche beansprucht, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrabzweigstück (
3 ) weiterhin ein Innengewinde zum Einschrauben und Festhalten des Verschluss-Stopfens (12 ) aufweist.
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