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Die vorliegende Erfindung betrifft
im Allgemeinen Verfahren zum Strecken von Folien und die so erhaltenen
Folien und genauer, Verfahren zum Strecken von Folien, bei welchen
die gesamte oder ein Abschnitt der Breite der Folie während oder
direkt nach dem Strecken gekühlt
wird, um so die Gleichmäßigkeit
der Folie zu verbessern, und die so erhaltenen Folien.
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Es war auf dem Fachgebiet bekannt,
Folien biaxial zu strecken. Zusätzlich
wurden mehrere Verfahren und Vorrichtungen zum biaxialen Strecken
von Folien, gleichzeitig in zwei Richtungen, beschrieben. Siehe
z. B. die U.S. Patente mit den Nummern 2,618,012; 3,046,599; 3,502,766;
3,890,421; 4,330,499; 4,525,317 und 4,853,602.
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Für
das Strecken in Querrichtung wurden bei aufeinanderfolgenden biaxialen
Folienstreckverfahren Spannrahmen verwendet. Bei einem gleichzeitigen
biaxialen Streckverfahren wird das Strecken mit dem Spannrahmen
an einer Spannrahmenapparatur durchgeführt, welche Einspannvorrichtungen
oder Halter aufweist, die die Folie entlang der gegenüberliegenden
Ränder
der Folie erfassen, und die Erfassungsmittel in variierenden Geschwindigkeiten
entlang von Führungsmitteln
antreiben, welche typischerweise Schienen sind. Wie hier verwendet
schließen „Einspannvorrichtungen" und „Halter" andere Folienrand-Erfassungsmittel ein,
und das Wort „Schienen" schließt andere
Halterführungsmittel
ein. Durch Erhöhen
der Haltergeschwindigkeit in der Maschinenarbeitsrichtung findet
ein Strecken in Maschinenarbeitsrichtung statt. Unter Verwendung von
solchen Einrichtungen, wie auseinander gehenden Schienen, findet
ein Strecken in Querrichtung statt. Ein solches Strecken kann zum
Beispiel über
die Verfahren und Apparatur erreicht werden, welche in den U.S. Patenten
mit den Nr. 4,330,499 und 4,595,738 offenbart sind, bei welchen
jeder der Halter mechanisch in der Spannrahmenapparatur angetrieben
wird. Vor noch kürzerer
Zeit wurden Spannrahmen zum Strecken von Folien beschrieben, bei
welchen die Halter, die die Folie durch die Spannrahmenapparatur
antreiben, mit Linearmotoren angetrieben werden. Siehe z. B. die
Verfahren und Spannrahmenapparatur, welche in den U.S. Patenten
mit den Nummern 4,675,582; 4,825,111; 4,853,602; 5,036,262; 5,051,225
und 5,072,493 offenbart sind.
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Bei der Streckapparatur für gleichzeitiges
biaxiales Strecken, welche im U.S. Patent Nr. 5,051,225 beschrieben
wird, werden die Spannrahmenhalter über elektrische Linearmotoren
angetrieben. Aus Abstand- und Kostengründen muss bei Spannrahmen,
wie jenen die im '225
Patent beschrieben sind, nicht jeder Halter mit einem Linearmotor
angetrieben werden. Zum Beispiel kann jeder dritte Halter auf jeder
Schiene mit einem Linearmotor angetrieben werden, wobei die dazwischenliegenden
zwei Halter nicht angetrieben werden, und deshalb nur durch die
Folie selbst vorwärtsgetrieben
werden. Solche nicht angetriebenen Halter werden als nicht angetriebene
Halter bezeichnet. Es wurde beobachtet, dass die relative Position
der nicht angetriebenen Halter zu den angetriebenen Haltern nicht
notwendigerweise die ideale Position ist, welche ein gleicher Abstand
zwischen den angetriebenen Haltern ist. Jede Ungleichheit beim Abstand
von Halter zu Halter zwischen zwei am nächsten benachbarten angetriebenen
Haltern auf einer Schiene und deren dazwischenliegenden nicht angetriebenen
Haltern kann unter Verwendung von solchen Ausdrücken, wie Ungleichmäßigkeit
der Stützung,
ungleicher Halterabstand, ungleichmäßiger Halterabstand und Ähnliches
bezeichnet werden. Zwei Spezialfälle
sind jedoch wichtig. Der Fall, bei dem der erste und der letzte
(oder nur der eine) nicht angetriebene Halter zwischen einem Paar
von angetriebenen Haltern auf einer Schiene durch die Folie in einem
Ausmaß vorwärtsgetrieben
werden (wird), welches geringer ist, als für einen gleichen Abstand zwischen
den Haltern notwendig wäre,
wird als Stützungsnachlauf
oder Nachlaufen bezeichnet. Der Fall, bei dem der erste und der letzte
(oder nur der eine) nicht angetriebene Halter zwischen einem Paar
von angetriebenen Haltern auf einer Schiene durch die Folie in einem
Ausmaß vorwärtsgetrieben
werden (wird), welches größer ist,
als für
einen gleichen Abstand zwischen den Haltern notwendig wäre, wird
als Stützungsvorlauf
oder Vorlaufen bezeichnet. In dem Fall, bei dem mehr als ein nicht
angetriebener Halter zwischen jedem Paar von angetriebenen Haltern auf
jeder Schiene vorhanden sind, ist es möglich, dass einer durch die
Folie in einem Ausmaß vorwärtsgetrieben
wird, welches geringer ist, als für einen gleichen Abstand zwischen
den Haltern notwendig wäre,
und gleichzeitig, dass der andere durch die Folie in einem Ausmaß vorwärtsgetrieben
wird, welches größer ist,
als für
einen gleichen Abstand zwischen den Haltern notwendig wäre. Diese
Situation führt
zu einem ungleichen Halterabstand oder Ungleichmäßigkeit der Stützung, was
weder einen Stützungsnachlauf
noch einen Stützungsvorlauf
darstellt.
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U.S. Patent Nr. 5,753,172 beschreibt
ein Verfahren zum gleichzeitigen biaxialen Strecken einer thermoplastischen
Polymerfolie mit Wulsträndern
in einem Spannrahmen, welches das Einspannen der Wulstränder der
Folie mit Spannrahmenhalter und Erhöhen der Temperatur der Wulstränder, vor
oder während
dem gleichzeitigen Strecken, auf Temperaturen innerhalb des Folienorientierungstemperaturbereichs,
und in darauffolgenden Streck- oder Wärmestabilisierungsschritten,
wobei Wärme
auf die Wulstränder
der Folie konzentriert wird, umfasst. Das '172 Patent stellt fest, dass Wulsttemperaturen,
die entweder zu hoch oder zu niedrig sind, oder Wulste, die zu dünn sind,
dazu führen
können,
dass der Abstand der nicht angetriebenen Halter ungleichmäßig ist.
Spalte 3, Zeilen 30 bis 33; Spalte 11,
Zeilen 58 bis 62. Das '172 Patent stellt ferner fest, dass es
im Allgemeinen für
die Temperatur der Wülste
wünschenswert
ist, dass sie ungefähr
gleich oder höher
ist als die Temperatur der Folienbahnmitte. Spalte 5, Zeilen 27 bis 29.
Das '172 Patent
stellt auch fest, dass der Bedarf für eine eigene Kontrolle der
Wulsttemperaturen zum Teil von der ungleichmäßigen Wärme, die auf die Wülste angewendet
wird, verglichen mit der Folie in typischen Streckwärmezonen,
herrührt.
Spalte 5, Zeilen 33 bis 35. Es ist sowohl
auf dem Fachgebiet bekannt, als auch im '172 Patent aufgeführt (Spalte 11, Zeilen 35 bis 40),
dass ein solches ungleichmäßiges Erwärmen in
typischen Streckwärmezonen
dazu führt,
dass die Wülste
kälter
sind als die Folienbahnmitte. Die U.S. Patente mit den Nummern 3,231,642;
3,510,552 und 5,429,785 erörtern
auch bestimmte Wirkungen von Temperaturkontrolle in verschiedenen
Folienstreckverfahren.
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Die Erfinder entdeckten, dass durch
Kühlen
der gesamten, oder eines Abschnitts der Breite der Folie in einem
wirkungsvollen Ausmaß,
während
und/oder direkt nach dem Strecken, die Ungleichmäßigkeit der Halterabstände, insbesondere
der Nachlauf der nicht angetriebenen Halter, minimiert werden kann,
wobei nicht angetriebene Halter in gleichmäßigeren Abständen bereitgestellt
werden und eine Endfolie mit gleichmäßigeren Eigenschaften und Charakteristiken
bereitgestellt wird. Kühlen
kann auch dazu verwendet werden, einen Vorlauf der nicht angetriebenen
Halter hervorzurufen, wenn gewünscht.
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Bei der Streckapparatur für gleichzeitiges
biaxiales Strecken, welche von einem Typ ist, der im vorstehend
erörterten '225 Patent beschrieben
ist, werden die Spannrahmenhalter mit elektrischen Linearmotoren angetrieben.
Aus Abstand- oder Kostengründen
wird nicht jeder Halter durch einem Linearmotor angetrieben. Zum
Beispiel kann jeder zweite oder jeder dritte Halter auf jeder Schiene
angetrieben werden, wobei der/die dazwischenliegende(n) nicht angetriebene(n)
Halter nicht angetrieben wird/werden, und deshalb nur durch die Folie
selber vorwärtsgetrieben
wird/werden. Die relative Position der nicht angetriebenen Halter
zu den angetriebenen Haltern ist ein komplexes Ergebnis der Wechselwirkungen
von Folie und Verfahrensvariablen, wie den viskoelastischen Eigenschaften
der Folie (z. B. Spannung als eine Funktion des zeitlichen Verlaufs
der Verformungsgeschwindigkeit) und dem Dickenprofil, und den Streck-
und Temperaturprofilen als Funktionen der Position entlang dem Spannrahmen.
Nicht angetriebene Halter werden durch den Spannrahmen über eine Kraft
vorwärtsgetrieben,
welche vom angetriebenen Halter vor dem/den nicht angetriebenen
Halter(n) und dem Folienmaterial zwischen ihnen erzeugt wird. Zur
selben Zeit kann der Vorwärtsbewegung
von jedem nicht angetriebenen Halter über eine Kraft, welche von
dem angetriebenen Halter und dem Folienmaterial hinter ihm erzeugt
wird, Widerstand entgegengebracht werden. Wenn die Folie entlang
der Bahn in Maschinenarbeits- und Querrichtungen gestreckt wird,
führt eine
komplexe Wechselwirkung zwischen dem Folienmaterial, den nicht angetriebenen
und den angetriebenen Haltern und den Auflagerreibungen in den Haltern
normalerweise zu einer insgesamt rückwärts gerichteten Kraft an einem
nicht angetriebenen Halter, wenn man dies in einem Vergleichsrahmen
betrachtet, welcher sich mit dem vorwärts angetriebenen Halter bewegt.
Da es keine Kraft von einem Linearmotor an den nicht angetriebenen
Haltern gibt, um dieser Kraft entgegenzuwirken, laufen die nicht
angetriebenen Halter ihren idealen Positionen nach. Am Ausgangsende
des Spannrahmens, wo die Folie abgekühlt wurde, kann der Stützungsnachlauf
von fortwährend
auftretenden Variationen im Maschinenarbeitsrichtungsstreckverhältnis entlang
der Bahn, die über
die Breite der Folie hinausgehen, begleitet werden. Ein Nachlauf
der nicht angetriebenen Halter ist ein Ergebnis von Verarbeitungsbedingungen,
welche auch die Gleichmäßigkeit
der Folieneigenschaften, wie der Dicke, der mechanischen Eigenschaften
und der optischen Eigenschaften, nachteilig beeinflussen. Ein Nachlauf
der nicht angetriebenen Halter tritt an verschiedenen Orten im Verfahren
auf und findet in einem größeren oder
geringeren Umfang statt, abhängig
vom Material und den Streckbedingungen. Deshalb wäre es am
vorteilhaftesten, den Nachlauf der Halter während des ganzen Verfahrens
(zeitlicher Verlauf der Nachlaufs) zu kontrollieren, obwohl wir
annehmen, dass es einen beträchtlichen
Vorteil bringt, den Betrag des Gesamt- oder Endnachlaufs der Halter
zu kontrollieren.
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Die vorliegende Erfindung stellt
Verfahren bereit, wobei der Nachlauf von Haltern verringert wird,
wobei dafür
gesorgt wird, dass die nicht angetriebenen Halter näher an oder
bei ihren idealen Positionen relativ zu den benachbarten angetriebenen
Haltern sind, und wobei in einigen Fällen dafür gesorgt wird, dass der Nachlauf
von Haltern umgekehrt wird, wobei die nicht angetriebenen Halter
vor ihren idealen Positionen sind (Stützungsvorlauf). Ein Verfahren
ist Randkühlung.
Beim Randkühlen
werden die Randabschnitte der Folie in einem wirkungsvollen Ausmaß an wirkungsvollen
Orten im Streckbereich des Spannrahmens und/oder im Bereich sofort
nach dem Streckbereich, welcher hier als der Nachstreckungs-Behandlungsbereich
bezeichnet wird, gekühlt.
Man nimmt an, dass durch Randkühlung
der Elastizitätsmodul
des Materials in den Randabschnitten in einer kontrollierten Weise
erhöht
wird, so dass ein nicht angetriebener Halter stärker vorwärts gezogen wird, als dies
ohne Randkühlung
durch den angetriebenen Halter und die steifere (kältere) Randwulst
vor ihm der Fall sein würde,
was zu einer Abnahme des Nachlaufs der Halter führt. Als ein Ergebnis wird
der Nachlauf der nicht angetriebenen Halter verringert, ausgeschaltet
oder umgekehrt (Stützungsvorlauf). Ein
zweites Verfahren ist Zonenkühlung,
bei welchem im Wesentlichen die ganze Breite der Bahn in einem wirkungsvollen
Ausmaß an
wirkungsvollen Orten oder Zonen im Streckbereich des Spannrahmens
und/oder im Nachstreckungs-Behandlungsbereich gekühlt wird.
Man nimmt an, dass durch Zonenkühlung
der Elastizitätsmodul
der Folie im Wesentlichen über
die ganze Breite der Bahn in einer kontrollierten Weise erhöht wird,
so dass ein nicht angetriebener Halter durch den angetriebenen Halter
und die Folie vor ihm stärker
vorwärts
gezogen wird, als dies ohne Zonenkühlung der Fall sein würde, was
zu einer Abnahme der zurückziehenden
Kraft führt,
welche ohne Zonenkühlung
einen Nachlauf der Halter verursacht.
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Eine Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung stellt eine Verbesserung des Verfahrens zum Strecken einer
Polymerfolie bereit, umfassend die Schritte Erfassen der Folie mit
mehreren Haltern entlang der gegenüberliegenden Ränder der
Folie und Antreiben der Halter, um dabei die Folie zu strecken.
Die mehreren Halter schließen
angetriebene Halter und nicht angetriebene Halter ein, wobei sich
mindestens ein nicht angetriebener Halter zwischen jeweiligen Paaren
von angetriebenen Haltern befindet. Die Verbesserung umfasst Erwärmen der
Polymerfolie auf eine ausreichend hohe Temperatur, um ein wesentliches
Maß an
Streckung ohne Bruch zu gewährleisten,
und aktives Erzeugen eines Kühlgradienten
in Maschinenarbeitsrichtung an mindestens einem Abschnitt der Breite
der gestreckten Folie in einem wirkungsvollen Ausmaß, um die
Gleichmäßigkeit
der Abstände
der angetriebenen und der nicht angetriebenen Halter zu verbessern.
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In einer anderen Ausführungsform
stellt die vorliegende Erfindung eine Verbesserung des Verfahrens zum
Strecken einer Polymerfolie bereit, umfassend die Schritte Erfassen
der Folie mit mehreren Haltern entlang der gegenüberliegenden Ränder der
Folie und Antreiben der Halter, um dabei die Folie zu strecken.
Die mehreren Halter schließen
angetriebene Halter und nicht angetriebene Halter ein, wobei sich
mindestens ein nicht angetriebener Halter zwischen jeweiligen Paaren
von angetriebenen Haltern befindet. Die Verbesserung umfasst Erwärmen des
Mittelabschnitts und der Randabschnitte der Polymerfolie auf eine
ausreichend hohe Temperatur, um ein wesentliches Maß an Streckung
ohne Bruch zu gewährleisten,
wobei eine nicht höhere Temperatur
an den Randabschnitten der Folie als an dem Mittelabschnitt der
Folie bei Beginn des Streckens aufrechterhalten wird und ein Kühlgradient
in Maschinenarbeitsrichtung an mindestens einem Abschnitt der Breite
der gestreckten Folie in einem wirkungsvollen Ausmaß erzeugt
wird, um die Gleichmäßigkeit
der Abstände
der angetriebenen und der nicht angetriebenen Halter zu verbessern.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
des vorstehenden Verfahrens schließt das Aufrechterhalten einer
nicht höheren
Temperatur an den Randabschnitten der Folie als an dem Mittelabschnitt
der Folie aktives Kühlen
der gegenüberliegenden
Randabschnitte der Folie ein.
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In noch einer anderen Ausführungsform
stellt die vorliegende Erfindung eine Verbesserung des Verfahrens
zum Strecken einer Polymerfolie bereit, umfassend die Schritte Erfassen
der Folie mit mehreren Haltern entlang der gegenüberliegenden Ränder der
Folie und Antreiben der Halter, um dabei die Folie zu strecken.
Die mehreren Halter schließen
angetriebene Halter und nicht angetriebene Halter ein, wobei sich
mindestens ein nicht angetriebener Halter zwischen jeweiligen Paaren
von angetriebenen Haltern befindet. Die Verbesserung umfasst Erwärmen der
Polymerfolie auf eine ausreichend hohe Temperatur, um ein wesentliches
Maß an
Streckung ohne Bruch zu gewährleisten,
und Erzeugen eines Kühlgradienten
in Maschinenarbeitsrichtung an mindestens einem Abschnitt der Breite
der gestreckten Folie in einem wirkungsvollen Ausmaß, um den
Wert des Nachlaufs der nicht angetriebenen Halter gegenüber dem
Wert des Nachlaufs der nicht angetriebenen Halter in Abwesenheit
des Kühlens
zu verringern.
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In noch einer anderen Ausführungsform
stellt die vorliegende Erfindung eine Verbesserung des Verfahrens
zum Strecken einer Polymerfolie bereit, umfassend die Schritte Erfassen
der Folie mit mehreren Haltern entlang der gegenüberliegenden Ränder der
Folie und Antreiben der Halter, um dabei die Folie zu strecken.
Die mehreren Halter schließen
angetriebene Halter und nicht angetriebene Halter ein, wobei sich
mindestens ein nicht angetriebener Halter zwischen jeweiligen Paaren
von angetriebenen Haltern befindet. Die Verbesserung umfasst Erwärmen der
Polymerfolie auf eine ausreichend hohe Temperatur, um ein wesentliches
Maß an
Streckung ohne Bruch zu gewährleisten,
und Erzeugen eines Kühlgradienten
an mindestens einem Abschnitt der Breite der gestreckten Folie in
einem wirkungsvollen Ausmaß,
um die Gleichmäßigkeit
der Dicke entlang der Bahn gegenüber
der Gleichmäßigkeit
der Dicke entlang der Bahn in Abwesenheit des Kühlens zu verbessern.
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In noch einer anderen Ausführungsform
stellt die vorliegende Erfindung eine Verbesserung des Verfahrens
zum Strecken einer vorkristallisierten Polymerfolie bereit, umfassend
die Schritte Erfassen der Folie mit mehreren Haltern entlang der
gegenüberliegenden
Ränder
der Folie und Antreiben der Halter, um dabei die Folie zu strecken.
Die mehreren Halter schließen
angetriebene Halter und nicht angetriebene Halter ein, wobei sich
mindestens ein nicht angetriebener Halter zwischen jeweiligen Paaren
von angetriebenen Haltern befindet. Die Verbesserung umfasst Erwärmen der
Polymerfolie auf eine ausreichend hohe Temperatur, um ein wesentliches
Maß an
Streckung ohne Bruch zu gewährleisten,
und Erzeugen eines Kühlgradienten
an mindestens einem Abschnitt der Breite der gestreckten Folie in
einem wirkungsvollen Ausmaß,
um die Gleichmäßigkeit
der Abstände
der angetriebenen und nicht angetriebenen Halter zu verbessern.
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In noch einer anderen Ausführungsform
stellt die vorliegende Erfindung eine Verbesserung des Verfahrens
zum Strecken einer Vinylpolymerfolie bereit, umfassend die Schritte Erfassen
der Folie mit mehreren Haltern entlang der gegenüberliegenden Ränder der
Folie und Antreiben der Halter, um dabei die Folie zu strecken.
Die mehreren Halter schließen
angetriebene Halter und nicht angetriebene Halter ein, wobei sich
mindestens ein nicht angetriebener Halter zwischen jeweiligen Paaren
von angetriebenen Haltern befindet. Die Verbesserung umfasst Erwärmen der
Polymerfolie auf eine ausreichend hohe Temperatur, um ein wesentliches
Maß an
Streckung ohne Bruch zu gewährleisten,
und Erzeugen eines Kühlgradienten
an mindestens einem Abschnitt der Breite der gestreckten Folie in
einem wirkungsvollen Ausmaß,
um die Gleichmäßigkeit
der Abstände
der angetriebenen und nicht angetriebenen Halter zu verbessern.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren werden die gegenüberliegenden
Randabschnitte der Folie gekühlt.
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In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren wird der Mittelabschnitt der
Folie gekühlt.
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In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren wird im Wesentlichen die gesamte
Breite der Folie gekühlt.
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In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren wird mindestens ein Abschnitt
der Folie bei mindestens 3°C
gekühlt.
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In einer anderen Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren werden die Halter durch einen
Streckungsbereich angetrieben, in welchem die Folie gestreckt wird
und nachfolgend durch einen Nachstreckungs-Behandlungsbereich, und
das Kühlen
wird in mindestens einem der Streckungsbereiche und der Behandlungsbereiche
durchgeführt.
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In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren wird die Folie biaxial gestreckt.
Stärker
bevorzugt ist es, wenn die Folie gleichzeitig biaxial durch Antreiben
der Halter mit variierenden Geschwindigkeiten in der Maschinenarbeitsrichtung
entlang von in der Querrichtung auseinander gehenden Halterführungsmitteln
gestreckt wird. Noch stärker
bevorzugt ist es, wenn die Folie auf ein Endstreckverhältnis von
mindestens 2 : 1 in der Maschinenarbeitsrichtung und mindestens
2 : 1 in der Querrichtung gestreckt wird.
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In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren sind mindestens zwei nicht
angetriebene Halter zwischen jedem jeweiligen Paar von angetriebenen
Haltern vorgesehen.
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In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren umfasst die Folie eine thermoplastische
Folie. Stärker
bevorzugt ist es, wenn die Folie eine semikristalline Folie umfasst. Unter
den semikristallinen Ausführungsformen
weist eine bevorzugte Folie einen Kristallinitätsgrad von höher als
ungefähr
1% vor dem Erwärmen
auf. Noch stärker
bevorzugt ist es, wenn der Kristallinitätsgrad höher als ungefähr 7% vor
dem Erwärmen
ist. Noch stärker
bevorzugt ist es, wenn der Kristallinitätsgrad höher als ungefähr 30% vor
dem Erwärmen
ist.
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In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
von jedem der ersten vier oder der sechs der vorstehenden Verfahren
umfasst die Folie eine thermoplastische Folie, welche eine amorphe
Folie ist.
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In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren umfasst die Folie ein Vinylpolymer.
Stärker
bevorzugt ist es, wenn die Folie ein Polyolefin umfasst. Noch stärker bevorzugt ist
es, wenn die Folie Polyethylen oder Polypropylen umfasst.
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In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren umfasst die Folie Polypropylen,
und die Folie wird auf ein Endflächenstreckverhältnis von
mindestens 16 : 1 gestreckt. Stärker
bevorzugt ist es, wenn die Folie auf ein Endflächenstreckverhältnis von
25 : 1 bis 100 : 1 gestreckt wird.
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In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren umfasst die Folie Polypropylen,
und die Folie wird auf 120 bis 165°C erwärmt. Stärker bevorzugt ist es, wenn
die Folie auf 150 bis 165°C
erwärmt
wird.
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In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
von jedem der vorstehenden Verfahren umfasst die Folie Polypropylen,
die Folie wird auf 120 bis 165°C
erwärmt
und das Kühlen schließt Ausbringen
von Kühlluft auf
die Folie ein. Die Kühlluft
ist mindestens 5°C
kälter
als die Folie.
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Bestimmte Ausdrücke werden in der Beschreibung
und den Ansprüchen
verwendet, die, obwohl sie größtenteils
bekannt sind, einer Erklärung
bedürfen.
Wenn „biaxial
gestreckt" hier
für die
Beschreibung einer Folie verwendet wird, weist dies darauf hin,
dass die Folie in zwei unterschiedlichen Richtungen gestreckt wurde,
einer ersten Richtung und einer zweiten Richtung in der Ebene der
Folie. Typischerweise, aber nicht immer, sind die zwei Richtungen
im Wesentlichen senkrecht zueinander und sie sind in die Maschinenarbeitsrichtung („MD", machine direction)
der Folie und in die Querrichtung („TD", transverse direction) der Folie gerichtet.
Biaxial gestreckte Folien können
aufeinanderfolgend gestreckt, gleichzeitig gestreckt oder über eine
Kombination von gleichzeitigem und aufeinanderfolgendem Strecken
gestreckt sein. Wenn „gleichzeitig
biaxial gestreckt" hier
für die
Beschreibung einer Folie verwendet wird, weist dies darauf hin,
dass entscheidende Teile des Streckens in jeder der zwei Richtungen
gleichzeitig durchgeführt
wurden. So lange es der Zusammenhang nicht anders erforderlich macht,
werden die Ausdrücke „orientiere", „recke" und „strecke" durchweg untereinander austauschbar
verwendet, genauso wie die Ausdrücke „orientiert", „gereckt" und „gestreckt" und die Ausdrücke „orientieren", „recken" und „strecken".
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Der Ausdruck „Streckverhältnis", wie er hier zur
Beschreibung eines Verfahrens zum Strecken oder einer gestreckten
Folie verwendet wird, weist auf das Verhältnis einer linearen Größe eines
gegebenen Abschnitts einer gestreckten Folie zur linearen Größe des selben
Abschnitts vor dem Strecken hin. Zum Beispiel würde bei einer gestreckten Folie
mit einem MD-Streckverhältnis
von 5 : 1 ein gegebener Abschnitt der nicht gestreckten Folie mit
einer linearen Abmessung in der Maschinenarbeitsrichtung von 1 cm
nach dem Strecken eine Abmessung in der Maschinenarbeitsrichtung
von 5 cm aufweisen. Bei einer gestreckten Folie mit einem TD-Streckverhältnis von
5 : 1 würde
ein gegebener Abschnitt der nicht gestreckten Folie mit einer linearen
Abmessung in der Querrichtung von 1 cm nach dem Strecken eine Abmessung
in der Querrichtung von 5 cm aufweisen.
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„Flächenstreckverhältnis", so wie hier verwendet,
weist auf das Verhältnis
der Fläche
eines gegebenen Abschnitts einer gestreckten Folie zu der Fläche des
selben Abschnitts vor dem Strecken hin. Zum Beispiel würde bei
einer biaxial gestreckten Folie mit einem Flächenstreckverhältnis von
50 : 1 ein gegebener Abschnitt von 1 cm2 der
nicht gestreckten Folie nach dem Strecken eine Fläche von
50 cm2 aufweisen.
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Das mechanische Streckverhältnis, auch
bekannt als Nennstreckverhältnis,
wird über
die nicht gestreckten und die gestreckten Größen bestimmt und kann typischerweise
an den Folieneinspannvorrichtungen an den Rändern der Folie gemessen werden,
welche zum Strecken der Folie in der verwendeten besonderen Apparatur
verwendet werden. Das globale Streckverhältnis bezieht sich auf das
Gesamtstreckverhältnis
der Folie nachdem die Abschnitte, die nahe den Einspannvorrichtungen
lagen und deshalb während
des Streckens durch die Gegenwart der Einspannvorrichtungen beeinflusst
wurden, in der Betrachtung weggelassen wurden. Das globale Streckverhältnis kann
gleichbedeutend sein mit dem mechanischen Streckverhältnis, wenn
die zugeführte
nicht gestreckte Folie eine konstante Dicke über die volle Breite aufweist
(von Einspannvorrichtung zu Einspannvorrichtung, quer über die
Bahn) und wenn die Näherungswirkungen
auf die Einspannvorrichtungen über
das Strecken gering sind. Eher typisch ist es jedoch, wenn die Dicke
der zugeführten
nicht gestreckten Folie angepasst wird, so dass sie nahe den Einspannvorrichtungen
dicker oder dünner
als in der Mitte der Folie ist. Wenn dies der Fall ist, wird sich
das globale Streckverhältnis
vom mechanischen Streckverhältnis
oder Nennstreckverhältnis
unterscheiden. Diese globalen oder mechanischen Verhältnisse
sind beide von einem lokalen Streckverhältnis zu unterscheiden. Das
lokale Streckverhältnis
wird durch Messen eines speziellen Abschnitts der Folie (zum Beispiel
ein Abschnitt von 1 cm) vor und nach dem Strecken bestimmt. Wenn
das Strecken über
im Wesentlichen die gesamte, randbeschnittene Folie nicht gleichmäßig ist,
dann kann das lokale Verhältnis
verschieden vom globalen Verhältnis
sein. Wenn das Strecken über
im Wesentlichen die gesamte Folie im Wesentlichen gleichmäßig ist
(ausschließlich
der Fläche
sehr nahe an den Rändern und
der Umgebung der Einspannvorrichtungen entlang der Ränder), dann
wird das lokale Verhältnis
im Wesentlichen überall
gleich dem globalen Verhältnis
sein. So lange es der Zusammenhang nicht anders erforderlich macht,
werden die Ausdrücke
Streckverhältnis
der ersten Richtung, Streckverhältnis
der zweiten Richtung, MD-Streckverhältnis, TD-Streckverhältnis und
Flächenstreckverhältnis hier
zur Beschreibung des globalen Streckverhältnisses verwendet.
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Der Ausdruck „Streckprofil" bedeutet, dass man
sich insgesamt auf die Werte von allen Streckvariablen der Folie
bezieht, einschließlich
die Gesamtdurchflussgeschwindigkeit des Spannrahmens und die Streckverhältnisse
und Temperaturen als eine Funktion der Position in dem Verfahren,
und auf die Techniken, welche verwendet wurden, um diese Werte,
wie Luftauftreffgeschwindigkeiten, Halterbeschleunigungen und Ähnliches
zu erreichen.
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Die vorliegende Erfindung wird zudem
mit Bezug auf die angefügten
Abbildungen erklärt,
wobei:
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1 eine
schematische Draufsicht einer Spannrahmenapparatur für eine Verwendung
in der vorliegenden Erfindung darstellt.
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2 ein
Ausdruck der Dickenabweichung als eine Funktion der MD-Position
einer Probe aus der Mitte und einer Probe vom Rand der Folie von
Beispiel 11 ist.
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3 ein
Ausdruck der Dickenabweichung als eine Funktion der MD-Position
von Proben aus der Mitte der Folie von Beispiel 11 und der Folie
von Beispiel 10 ist.
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1 veranschaulicht
eine schematische Draufsicht einer Spannrahmenapparatur zur Ausführung der
Verfahren der vorliegenden Erfindung. Der Spannrahmen ist bevorzugt
vom im U.S. Patent Nr. 5,051,225, „Method of Drawing Plastic
Film in a Tenter Frame" („Verfahren
zum Recken von Kunststofffolie in einem Spannrahmen"), Hommes et al.
offenbarten Typ. Die Spannrahmenapparatur 10 schließt eine
erste Seitenschiene 12 und eine zweite Seitenschiene 14 ein,
auf welchen sich die angetriebenen Halter 22 und die nicht angetriebenen
Halter 24 fortbewegen. In 1 sind
die angetriebenen Halter 22 schematisch als mit „X" markierte Kästen veranschaulicht,
während
die nicht angetriebenen Halter 24 schematisch als offene
Kästen
veranschaulicht sind. Zwischen Paaren von angetriebenen Haltern 22 auf
einer gegebenen Schiene ist/sind ein oder mehrere nicht angetriebener)
Halter 24 vorhanden. Wie aufgezeigt sind zwei nicht angetriebene
Halter 24 zwischen jedem Paar von Haltern 22 auf
einer gegebenen Schiene vorhanden. Ein Satz von Haltern 22, 24 bewegt
sich in einer geschlossenen Schleife über die erste Schiene 12 in
die Richtung, welche durch die Pfeile an den Enden der Schiene angezeigt
ist. In ähnlicher
Weise bewegt sich ein anderer Satz von Haltern 22, 24 in
einer geschlossenen Schleife über
die zweite Schiene 14 in die Richtung, welche durch die
Pfeile an den Enden der Schiene angezeigt ist. Die Halter 22, 24 halten
die Folienränder
fest und treiben die Folie 26 in die durch den Pfeil in
der Mitte der Folie gezeigte Richtung an. An den Enden der Schienen 12, 14 geben
die Halter 22, 24 die Folie 26 frei.
Die Halter kehren dann entlang der Außenseite der Schienen zum Einlass
des Spannrahmens zurück,
wo die Gießbahn
eingespannt wird, um sie durch den Spannrahmen anzutreiben. (Zur
Klarheit der Veranschaulichung wurden in 1 die Halter weggelassen, welche auf
der Außenseite
der Schienen zum Einlass zurückkehren.)
Die gestreckte Folie 26, welche den Spannrahmen verlässt, kann
für eine
spätere
Verarbeitung oder Verwendung aufgewickelt werden oder kann vor dem
Aufwickeln weiter verarbeitet werden.
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Das Polymer kann in die Form eines
Flächengebildes
gegossen werden, wie es auf dem Fachgebiet bekannt ist, um eine
Bahn herzustellen, welche zum Strecken geeignet ist, wobei man die
bevorzugte, hier beschriebene Folie erhält. Die Bahn kann ein Homopolymer,
ein Copolymer, eine Mischung, eine Einzelschicht oder eine Mehrfachschicht,
wie auf dem Fachgebiet bekannt, sein. Wenn Polypropylenfolien hergestellt
werden, ist ein geeignetes Verfahren zum Gießen einer Bahn das Harz in
den Beschickungstrichter eines Einschnecken-, Doppelschnecken-,
Kaskaden- oder eines anderen Extrudersystems einzufüllen, bei
welchem die Extruderfasstemperaturen angepasst sind, um eine stabile
homogene Schmelze herzustellen. Die Polypropylenschmelze kann durch
ein Formwerkzeug in die Form eines Flächengebildes auf eine rotierende
gekühlte Metallgießwalze extrudiert
werden. Gegebenenfalls kann die Gießwalze teilweise in ein mit
Flüssigkeit
gefülltes
Kühlungsbad
eintauchen, oder gegebenenfalls kann auch die Gießbahn nach
dem Entfernen von der Gießwalze
durch ein mit Flüssigkeit
gefülltes
Kühlungsbad
geleitet werden. Die Bahn wird dann gemäß den hier beschriebenen, bevorzugten
Verfahren biaxial gestreckt. Die extrudierte Bahn wird typischerweise
abgeschreckt, gegebenenfalls über
Laufen durch eine Infraroterwärmungsvorrichtung
wieder erwärmt
und an die Halter 22, 24 an den ersten und zweiten
Schienen 12, 14 angebracht, um sie durch die Spannrahmenapparatur 10 anzutreiben.
Das gegebenenfalls durchgeführt
Erwärmen über Infrarot
und das Einspannen mit den Haltern 22, 24 kann
in jeder Reihenfolge oder gleichzeitig stattfinden.
-
Die Schienen 12, 14 laufen
durch drei Bereiche: Vorwärmbereich 16;
Streckbereich 18 und Nachstreckungs-Behandlungsbereich 20.
Im Vorwärmbereich 16 wird
die Folie auf eine Temperatur in einem angemessenen Bereich erhöht, um ein
wesentliches Maß an
Streckung ohne Bruch zu ermöglichen.
Die drei Funktionsbereiche 16, 18, 20 können zudem
in Zonen unterteilt werden. Zum Beispiel schließt in einer bevorzugten Ausführungsform
eines Spannrahmens der Vorwärmbereich 16 Zonen
Z1, Z2 und Z3 ein, der Streckbereich 18 schließt Zonen
Z4, Z5 und Z6 ein und der Nachstreckungs-Behandlungsbereich 20 schließt Zonen
Z7, Z8 und Z9 ein. Es ist selbstverständlich, dass die Vorwärm-, Streck-
und Nachbehandlungsbereiche jeweils weniger oder mehr Zonen als
aufgezeigt einschließen
können.
Zudem kann im Streckbereich 18 der TD-Anteil des Streckens
oder der MD-Anteil des Streckens in den selben oder in unterschiedlichen
Zonen durchgeführt
werden. Zum Beispiel kann das MD- und TD-Strecken jeweils in jeder der einen,
zwei oder drei Zonen Z4, Z5 und Z6 stattfinden. Zudem kann ein Anteil
des Streckens vor dem anderen stattfinden, oder er kann vor dem
anderen beginnen oder mit dem anderen überlappen. Außerdem kann
jeder Anteil des Streckens in mehr als einem einzelnen Schritt stattfinden.
Zum Beispiel kann ein MD-Strecken in Z4 und Z6 stattfinden, ohne
dass ein MD-Strecken in Z5 stattfindet.
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Ein Strecken in die MD und/oder TD
kann auch im Vorwärmbereich
oder im Nachstreckungs-Behandlungsbereich stattfinden. Zum Beispiel
kann in der veranschaulichten Ausführungsform das Strecken in
Zone 3 beginnen. Das Strecken kann bis in die Zone 7 oder darüber hinaus
andauern. Mit dem Strecken kann in jeder der Zonen nach den Zonen
Z4, Z5 oder Z6 fortgefahren werden.
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In einem bevorzugten Streckprofil
wird die Folie auf ein MD-Streckverhältnis von mindestens 2 : 1
und ein TD-Streckverhältnis
von mindestens 2 : 1 gestreckt. Die Endstreckverhältnisse
können
so gewählt
werden, dass Folien mit gewünschten
Charakteristiken und Eigenschaften bereitgestellt werden.
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In einem bevorzugten Streckprofil
findet ein gleichzeitiges biaxiales Strecken im Streckbereich 18 statt.
Zum Beispiel findet das TD-Strecken durch die Zonen Z4, Z5 und Z6
statt. Damit dies stattfindet sind die ersten und zweiten Schienen 12, 14 so
konfiguriert, dass sie durch jede dieser Zonen auseinander gehen.
In diesem Streckprofil findet das MD-Strecken bevorzugt nur in Zone Z4 statt.
Damit dies stattfindet werden die angetriebenen Halter 22 durch
die Zone Z4 beschleunigt, so dass ein MD-Strecken hervorgerufen
wird, und dann wird der Abstand der angetriebenen Halter 22 im
Wesentlichen in der MD durch die Zonen Z5 und Z6 aufrechterhalten.
In einem anderen bevorzugten Streckprofil findet das MD-Strecken
in den Zonen Z4 und Z5 statt, während
das TD-Strecken in den Zonen Z4, Z5, Z6 stattfindet. In noch einem
anderen bevorzugten Streckprofil findet sowohl das MD- als auch
das TD-Strecken in den Zonen Z4, Z5 und Z6 statt.
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In einem anderen bevorzugten Streckprofil
findet aufeinanderfolgendes biaxiales Strecken statt. Für ein MD-Strecken,
welches einem TD-Strecken vorausgeht, können die Schienen 12, 14 in
Zone Z4 parallel bleiben, während
die angetriebenen Halter 22 in der MD beschleunigen. Die
Schienen 12, 14 gehen für das TD-Strecken in einer
oder beiden Zone(n) Z5 und Z6 auseinander, während der MD-Abstand der angetriebenen
Halter 22 in diesen Zonen im Wesentlichen konstant bleibt.
Für ein
TD-Strecken, welches einem MD-Strecken
vorausgeht, gehen die Schienen 12, 14 anfänglich auseinander,
ohne oder mit geringem MD-Strecken, und bleiben dann parallel, während ein
MD-Strecken stattfindet.
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Normalerweise wird die Folie 26 dann
durch den Nachstreckungs-Behandlungsbereich 20 angetrieben.
In diesem Bereich wird die Folie 26 typischerweise bei
einer gewünschten
Temperatur gehalten, während kein
wesentliches Strecken stattfindet. Diese Behandlung wird oft als
eine Wärmestabilisierung
oder Tempern bezeichnet und wird durchgeführt, um die Eigenschaften der
Endfolie, wie die Formbeständigkeit,
zu verbessern. Alternativ kann im Nachstreckungs-Behandlungsbereich 20 in
einer oder in beiden Richtungen) von MD und TD ein geringes Ausmaß ab Relaxation
auftreten. Relaxation bezieht sich hier auf eine Konvergenz der Schienen
in der TD und/oder auf eine Konvergenz der angetriebenen Halter
auf jeder Schiene in der MD.
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Biaxiales Strecken von Folien ist
gegenüber
vielen Verfahrensbedingungen empfindlich, einschließlich, aber
nicht eingeschränkt
auf die Zusammensetzung des Harzes, das Foliengießen und
die Abschreckparameter, den zeitlichen Verlauf der Temperatur während des
Vorwärmens
der Folie vor dem Strecken, die verwendete Strecktemperatur, das
verwendete Streckprofil und die Streckgeschwindigkeiten. Mit den
Vorzügen des
hier Gelehrten kann ein Fachmann jeden oder alle Parameter anpassen
und dabei Folien mit den gewünschten
Eigenschaften und Charakteristiken erhalten.
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Einige bevorzugte Streckbedingungen
für Polypropylenfolie
sind wie folgt. Die Dicke der Gießbahn beträgt bevorzugt ungefähr 0,2 bis
12 mm, stärker
bevorzugt ungefähr
1 bis 3 mm. Die Temperatur der IR-Wärmequelle ist hoch genug, damit
sie das gewünschte
Vorwärmen
der Gießbahn
erzeugt. Die Lufttemperatur im Vorwärmbereich 16 beträgt bevorzugt
ungefähr
170 bis 220°C.
Die Lufttemperatur im Streckbereich 18 und im Nachstreckungs-Behandlungsbereich 20 beträgt bevorzugt
ungefähr
150 bis 170°C.
Die Folie selbst weist im Streckbereich 18 bevorzugt etwa
120 bis 165°C
auf, stärker
bevorzugt etwa 150 bis 165°C,
damit ein wesentliches Strecken möglich ist, ohne dass ein Bruch
stattfindet. Für
Polypropylen beträgt
das Endflächenstreckverhältnis mindestens
16 : 1; stärker
bevorzugt ungefähr
25 : 1 bis 100 : 1. Das MD-Streckverhältnis und das TD-Streckverhältnis werden
wie gewünscht
gewählt
und können
zueinander gleich oder nicht gleich sein.
-
Das Kühlen der vorliegenden Erfindung,
ob Randkühlen
oder Zonenkühlen,
kann vor oder nach dem Beginn des Streckens im Streckbereich 18 beginnen.
Wenn das Kühlen
vor dem Beginn des Streckens beginnt, sollte es bis nach dem Beginn
des Streckens in den Streckbereich 18 andauern. Wie hier
verwendet, einschließlich
in den Ansprüchen,
bedeutet die Umschreibung „Erzeugen
eines Kühlgradienten
in Maschinenarbeitsrichtung an mindestens einem Abschnitt der Breite
der gestreckten Folie" erzeugen
eines Temperaturgradienten, so dass die Folie auf der vorwärts gerichteten
Seite des gekühlten
Folienabschnitts kälter
und auf der rückwärts gerichteten
Seite des gekühlten
Folienabschnitts wärmer
ist. „Vorwärts gerichtet" bedeutet die Richtung
der Folienbewegung in der Maschinenarbeitsrichtung und „rückwärts gerichtet" ist das Gegenteil
zur Richtung der Folienbewegung in der Maschinenarbeitsrichtung.
Wenn berichtet wird, dass der Gradient mindestens an einem Abschnitt
der „gestreckten
Folie" angewendet
wird, bedeutet dies, dass der Gradient nach dem Beginn des Streckens
vorhanden ist. Der Gradient kann zusätzlich vor dem Beginn des Streckens
vorhanden sein, wobei nach dem Beginn des Streckens der Gradient,
der erzeugt werden sollte, fortdauernd bereitgestellt wird oder
wieder einsetzt wird. Der Gradient kann an der gestreckten Folie
an jedem Ort des Streckbereichs und/oder direkt nach dem Streckbereich
erzeugt werden. Das Kühlen
und deshalb der Gradient beginnen bevorzugt oder dauern mindestens
bis zum Ende des Streckbereichs 18 oder zum Beginn des
Nachstreckungs-Behandlungsbereichs 20 an. In einer bevorzugten
Ausführungsform
findet das Kühlen
im letzten Abschnitt des Streckbereichs 18 und am Beginn
des Nachstreckbereichs 20 statt. Dies würde zum Beispiel bei der in 1 veranschaulichten Ausführungsform
in den Zonen Z6 und Z7 sein. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
findet das Kühlen
im letzten Abschnitt des Streckbereichs 18 statt. Zum Beispiel
kann in der in 1 veranschaulichten
Apparatur das Kühlen
in einer oder beiden Zone(n) Z5 und Z6 stattfinden, oder in der
zweiten Hälfte
von Zone Z4 und durchgehend in den Zonen Z5 und Z6. In einer anderen
bevorzugten Ausführungsform
findet das Kühlen
durchgehend im Streckbereich 18 statt, zum Beispiel in
den Zonen Z4, Z5 und Z6 des Spannrahmens von 1. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform
kann das Kühlen
am Beginn des Nachstreckbereichs 20 stattfinden, wie in
einer oder beiden Zone(n) Z7 und Z8. Wenn die MD-Streck- und TD-Streckzonen
nicht miteinander übereinstimmen,
dann findet das Kühlen
in einer bevorzugten Ausführungsform
in beiden Streckzonen, MD und TD, statt. In einer anderen bevorzugten
Ausführungsform
findet das Kühlen
nur in den MD-Streckzonen statt.
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Das Kühlen wird mindestens in einem
Abschnitt der Breite der Folie 26 bereitgestellt. Bevorzugt
wird das Kühlen
bereitgestellt durch aktives Kühlen
entweder: i) der Randabschnitte 28 der Folie in einer Zone
oder in Zonen; oder ii) der vollen Breite, einschließlich der
Randabschnitte 28 und des Mittelabschnitts 30 der
Folie, in einer Zone oder in Zonen. In einem bevorzugten Streckprofil
werden am Beginn des Streckens die Randabschnitte der Folie nicht
wärmer
gehalten als der Mittelabschnitt der Folie. Dies kann durchgehend
im Streckverfahren andauern.
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Bevorzugt wird Kühlen über Gebläseluftkonvektion bereitgestellt.
Die Kühlluft
muss an dem Ort an dem die Luft bereitgestellt wird, kälter sein
als die Temperatur der Folie. Bevorzugt wird die Kühlluft mit
einer Temperatur und einer Strömungsgeschwindigkeit
bereitgestellt, welche wirkungsvoll sind, die Folie um mindestens
3°C, stärker bevorzugt
5°C und
noch stärker
bevorzugt 10°C,
zu kühlen.
Der Unterschied der Temperatur der Kühlluft und der der zu kühlenden
Folie wird als die Lufttemperaturdifferenz bezeichnet und sollte
mindestens 5°C
betragen und kann wesentlich größer sein.
Der Unterschied der Temperatur der Folie mit und ohne Kühlen wird
als die Folienzieltemperaturdifferenz bezeichnet. Normalerweise
ist gemäß der Natur
des Wärmetransports
die Randluft- oder Zonenlufttemperaturdifferenz größer als
die Folienzieltemperaturdifferenz. Das Kühlen erzeugt an der Folie eine
Temperaturabnahme in Maschinenarbeitsrichtung, so dass, wenn man
dies von einem Ort über
der Folie betrachtet, die Folie in der Richtung der Folienbewegung
kälter
ist, als in der entgegengesetzten Richtung zur Folienbewegung. Die
bevorzugte Temperatur der Kühlluft
wird von Faktoren abhängen,
wie Folientemperatur, Dicke, Geschwindigkeit und Wärmetransportcharakteristiken
des Spannrahmens. Die Temperatur und der Ort der Kühlluft können vom
Fachmann unter Bezug auf die Lehre der vorliegenden Erfindung gewählt werden,
wobei die hier offenbarten, gewünschten
Verbesserungen erhalten werden.
-
Das Kühlen wird an einem Ort und
mit einer Temperatur bereitgestellt, so dass es wirkungsvoll die Gleichmäßigkeit
der Abstände
der nicht angetriebenen Halter und der angetriebenen Halter im Vergleich
zu den Abständen,
welche unter ansonsten identischen Bedingungen ohne ein solches
Kühlen
erhalten werden, verbessert. Die Abstandsgleichmäßigkeit wird wie folgt bestimmt.
Der Abstand zwischen den Haltern kann zum Beispiel über Messungen
an der gestreckten Folie 26 bestimmt werden. Der ideale
Halterabstand ist für
ein System mit zwei nicht angetriebenen Haltern zwischen jedem Paar
von angetriebenen Haltern auf jeder Schiene als ein Drittel des
Abstandes zwischen aufeinanderfolgenden Haltern D1 (vorwärts gerichtet – in Richtung Spannrahmenauslass)
und D2 (rückwärts gerichtet – in Richtung
Spannrahmeneinlass) definiert. Wenn N nicht angetriebene Halter
zwischen den angetriebenen Haltern D1 und
D2 vorhanden sind, sollte jedes am nächsten benachbarte
Paar von Haltern, D1–I1,
I1–I2,... bis IN–D2 einen idealen Abstand von 1/(N + 1) des
Abstandes D1–D2 aufweisen.
Ein Zahlenwert für
die Ungleichmäßigkeit
des Abstandes kann durch die Messung der erhaltenen tatsächlichen
paarweisen Abstände,
Subtrahieren des idealen Abstandes vom gemessenen Abstand von jedem
am nächsten
benachbarten Paar, Heranziehen des Absolutwertes von jedem Unterschied
und Aufsummieren erhalten werden. Ideale Abstände werden deshalb zu einem
Wen von Abstandsungleichmäßigkeit von
Null führen.
Größere Werte
stehen für
wachsende Abstandsungleichmäßigkeit.
Eine Verbesserung der Abstandsgleichmäßigkeit wird sich als eine
Abnahme des Wertes der Abstandsungleichmäßigkeit zeigen. Bevorzugt wird
die Abstandsungleichmäßigkeit
um mindestens 5%, im Verhältnis
zu der, welche ohne Kühlen
auftreten würde,
abnehmen. Stärker
bevorzugt ist es, wenn die Ungleichmäßigkeit um mindestens 10% verringert wird
und noch stärker
bevorzugt um mindestens 50%. Alternativ wird das Kühlen an
einem Ort und mit einer Temperatur bereitgestellt, so dass es wirkungsvoll
den Halterabstand von jedem am nächsten
benachbarten Paar bereitstellt, der innerhalb 20% des Ideals, stärker bevorzugt
innerhalb 10% des Ideals und am stärksten bevorzugt innerhalb
5% des Ideals liegt. Unter Verwendung von Polypropylen, wenn die
Spannrahmentemperatur auf etwa 160 bis 165°C gesetzt wird, weist die Kühlluft für Randkühlung in
einer bevorzugten Ausführungsform
etwa 30 bis 140°C,
stärker
bevorzugt ungefähr
65 bis 120°C
und noch stärker
bevorzugt ungefähr 70
bis 110°C
auf. Unter Verwendung von Polypropylen, wenn die Spannrahmentemperatur
auf etwa 160 bis 165°C
gesetzt wird, weist die Kühlluft
in einer bevorzugten Zonenkühlungsausführungsform
etwa 100 bis 150°C,
stärker
bevorzugt ungefähr
120 bis 140°C
und noch stärker
bevorzugt ungefähr
125 bis 130°C
auf. Mit den Vorzügen
des hier Gelehrten kann ein Fachmann Randkühl- und Zonenkühlparameter
für andere
Materialien, Dicken, Foliengeschwindigkeiten, Spannrahmentemperaturen
und andere Streckprofile wählen.
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In einem anderen bevorzugten Streckprofil
wird das Kühlen
in mindestens einem Abschnitt der Breite der Folie in einem wirkungsvollen
Ausmaß bereitgestellt,
um den Wert des Nachlaufs der nicht angetriebenen Halter in Bezug
auf den Wert des Nachlaufs der nicht angetriebenen Halter, welcher
bei ansonsten identischen Bedingungen in der Abwesenheit des Kühlens erhalten
wird, zu verringern. Die Werte des Nachlaufs der Halter werden wie
folgt bestimmt. Der Abstand zwischen den Haltern kann zum Beispiel über Messungen
an der gestreckten Folie 26 bestimmt werden. Der ideale
Halterabstand ist für
ein System mit zwei nicht angetriebenen Haltern zwischen jedem Paar
von angetriebenen Haltern auf jeder Schiene als ein Drittel des
Abstandes zwischen aufeinanderfolgenden angetriebenen Haltern D1 (vorwärts
gerichtet – in
Richtung Spannrahmenauslass) und D2 (rückwärts gerichtet – in Richtung
Spannrahmeneinlass) definiert. Der nicht angetriebene Halter I1 ist der vorwärts gerichtete von zwei nicht
angetriebenen Haltern zwischen angetriebenen Haltern und der nicht
angetriebene Halter I2 ist die rückwärts gerichtete
der Beiden. Die Werte für
die Paare D1–I1,
I1–I2 und I2–D2 als Prozentabweichungen der Abstände vom
Ideal (in Bezug auf das Ideal) werden berechnet, wobei positive Zahlen
Abstände
anzeigen, die über
dem Ideal liegen, und negative Zahlen zeigen Abstände an,
die kleiner als das Ideal sind. D1–I1 gibt die Prozentabweichung der Abstände vom
Ideal zwischen den vorwärts
gerichteten angetriebenen und vorwärts gerichteten nicht angetriebenen
Haltern an, I1–I2 ist
die Prozentabweichung der Abstände
vom Ideal zwischen den nicht angetriebenen Haltern, und I2–D2 ist die Abstandsabweichung vom Ideal zwischen
dem rückwärts gerichteten
nicht angetriebenen Halter und dem rückwärts gerichteten angetriebenen
Halter. Der angegebene Gesamtwert des Nachlaufs der Halter wird
als die Prozentabweichung vom Idealabstand von D1–I1 minus die Prozentabweichung vom Ideal von
I2–D2 berechnet. Diese Berechnung kann auf Fälle mit
unterschiedlichen Anzahlen an nicht angetriebenen Haltern zwischen
jedem Paar von angetriebenen Haltern ausgedehnt werden. Für den Fall,
dass nur ein nicht angetriebener Halter zwischen jedem Paar von angetriebenen
Haltern vorhanden ist, ist I1 gleich I2, und die vorstehend aufgeführte Berechnung
kann auf dieser Basis fortgeführt werden.
Für den
Fall N > 2 nicht angetriebener
Halter wird in der vorstehenden Formulierung I2 zu
IN und die Berechnung kann auf dieser Basis
fortgefürt
werden. Die Abstände
zwischen jeden zwei nicht angetriebenen Haltern werden bei der Berechnung
des Nachlaufs der nicht angetriebenen Halter nicht berücksichtigt,
ohne Rücksicht
auf die Anzahl der vorhandenen nicht angetriebenen Halter.
-
Bevorzugt wird der Nachlauf der nicht
angetriebenen Halter um mindestens 5%, bezogen auf jenen, welcher
bei ansonsten identischen Bedingungen ohne das Kühlen erhalten wird, verringert.
Stärker
bevorzugt ist es, wenn der Nachlauf der nicht angetriebenen Halter
um mindestens 10% und noch stärker
bevorzugt um mindestens 50% verringert wird. Alternativ wird das
Kühlen
an einem Ort und mit einer Temperatur bereitgestellt, so dass es
wirkungsvoll den Wen des Nachlaufs von nicht angetriebenen Haltern
mit weniger als ungefähr
20%, stärker
bevorzugt weniger als ungefähr
10% und am stärksten
bevorzugt weniger als ungefähr
5% bereitstellt.
-
Ein negativer Wen für einen
so definierten Nachlauf von Haltern zeigt einen Vorlauf von Haltern
an. Bevorzugt nähen
sich der Nachlauf der Halter Null an. In manchen Fällen kann
es bevorzugt sein, einen Vorlauf von Haltern zu erzeugen. Wie hier
verwendet, einschließlich
in den Ansprüchen,
ist mit der Umschreibung „verringern
des Wertes des Nachlaufs der nicht angetriebenen Halter" beabsichtigt, anzugeben,
dass der Wen entweder zu einer kleineren positiven Zahl, zu Null
oder zu irgendeiner negativen Zahl (Vorlauf der Halter) gemacht
wird. Um speziell eine Annäherung
an die ideale (gleichmäßige) Aufteilung
der Halter zu beschreiben, wird die Umschreibung „verringern
des Absolutwertes des Nachlaufs der nicht angetriebenen Halter" verwendet.
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In einem anderen bevorzugten Streckprofil
wird das Kühlen
in mindestens einem Abschnitt der Breite der Folie in einem wirkungsvollen
Ausmaß bereitgestellt,
um die Gleichmäßigkeit
der Dicke, gegenüber
der Gleichmäßigkeit
der Dicke, welche man unter ansonsten identischen Bedingungen in
der Abwesenheit des Kühlens
erhält,
zu verbessern. Die Gleichmäßigkeit
der Dicke kann entweder quer über
die Bahn, z. B. von Halterauge zu Halterauge, oder entlang der Bahn,
z. B. entlang der Richtung der Folienbewegung, gemessen werden.
Die Gleichmäßigkeit
der Dicke quer über
die Bahn und entlang der Bahn, sowohl eine als auch beide, können verbessert
werden. Die Ungleichmäßigkeit
kann über
die Standardabweichung vom Mittel einer Prüfung der Dicke entlang einer
gegebenen Richtung charakterisiert werden. Alternativ kann die maximale
Höhe von
Spitze zu Tal einer Prüfung
der Dicke entlang einer gegebenen Richtung verwendet werden. Eine
vollkommen gleichmäßige Folie
würde eine
Ungleichmäßigkeit
von Null aufweisen. Eine Vielfalt an Dickenmesstechniken kann verwendet
werden. Typischerweise ist es umso besser, je höher die Auflösung ist.
Eine bevorzugte Messtechnik ist Streifen quer der Bahn und entlang
der Bahn auszuschneiden und dann unter Verwendung eines elektronischen
Dickenmessgerätes
PC 5000, verfügbar
von Electro-Gauge Inc., ansässig
in Eden Prairie, Minnesota, USA, die Dicke zu prüfen. Die Gleichmäßigkeit
quer der Bahn kann auch durch Vergleichen einer Reihe von entlang
der Bahn geschnittenen Streifen charakterisiert werden, welche entlang
von „Spuren", die sich in der
Position quer der Bahn unterscheiden, geschnitten wurden.
-
2 stellt
ein solches Paar von Prüfungen
der Dicke dar. Die Markierungen auf der Achse der MD-Position geben
die Positionen der angetriebenen Halter gegenüber den Folienproben an. Die
Daten von 2 wurden von
einer Folie erhalten, welche in einem Verfahren mit zwei nicht angetriebenen
Haltern zwischen jedem Paar von angetriebenen Haltern gemäß dem nachstehenden
Beispiel 11 hergestellt wurde. Die Randspur (Ausdruck E11)
war bei ungefähr
16% des Weges quer über
die Folie von einem Halterauge entfernt lokalisiert, wogegen die
Mittelspur (Ausdruck C11) bei 50% des Weges
quer über
die Folie (in der Mitte) war. Ein Gesamtnachlauf der Halter von
58% wurde gemessen. 2 zeigt,
dass es eine Beziehung zwischen der Ungleichmäßigkeit der Dicke und dem Nachlauf
der Halter gibt. Die Ungleichmäßigkeit
der Dicke verläuft
periodisch mit einer „Wellenlänge", welche ungefähr gleich
der Endaufteilung der angetriebenen Halter ist. 2 zeigt auch, dass der Betrag der Ungleichmäßigkeit
der Dicke ausgehend vom Rand der Folie nahe den Haltern hin zur
Mitte der Folie abnimmt. Ein Streifen entlang der Bahn, welcher
entlang einer Spur nahe dem Rand ausgeschnitten wurde, weist eine
höhere
Ungleichmäßigkeit
auf, als ein Streifen entlang der Bahn, welcher entlang einer Spur
nahe der Mitte ausgeschnitten wurde, obwohl der grundlegende periodische
Verlauf der Schwankung der Dicke bleibt. Eine Erhöhung der
Anfangsbahnbreite kann die Breite eines Mittelabschnitts mit relativ
geringer Ungleichmäßigkeit
erhöhen;
nichtsdestoweniger wird ein Nachlauf von Haltern bei Folien mit
geringerer Ausbeute (der Anteil der Breite, welcher eine nützliche
Breite ist) vorkommen.
-
3 zeigt,
dass die Ungleichmäßigkeit
bei Mittelspuren mit abnehmendem Nachlauf der Halter abnimmt. Deshalb
wird eine) verringerter) Nachlauf der Halter oder Abweichung vom
idealen Halterabstand bei gleichmäßigeren Folien und/oder bei
Folien, bei welchen ein größerer Abschnitt
der Breite eine gute Gleichmäßigkeit
aufweist, beobachtet, wobei die Ausbeute für eine gegebene Spezifikation
der Gleichmäßigkeit
der Dicke erhöht
wird. Aufgezeigte Kurven der Dicke zeigen 58% Nachlauf (Ausdruck
C11 von nachstehendem Beispiel 11) und weniger
als 2% Nachlauf (Ausdruck C10 von nachstehendem
Beispiel 10). Der Ausdruck C10 von Beispiel
10 zeigt nicht die selbe, auf Aufteilungen von angetriebenen Haltern
basierende Periodizität.
Die Halterposition korreliert nicht streng mit der Ungleichmäßigkeit
der Dicke in diesem Beispiel mit niedrigen Werten von Nachlauf von
Haltern und Ungleichmäßigkeit
der Dicke.
-
Es ist ohne weiteres ersichtlich,
dass ein Nachlauf von nicht angetriebenen Haltern oder jedwede Ungleichmäßigkeit
von Halterabständen
vorkommt, wenn eine Ungleichmäßigkeit
der Dicke entlang der Bahn vorliegt. Typische Polymerfolien, welche über der
Glasübergangstemperatur
gereckt wurden, sind nahezu volumenerhaltend, außer durch Hohlraumbildung oder über Verdichtung
durch Kristallisation, so dass die Abnahme der Dicke in etwa proportional
zum Produkt der örtlichen
Hauptreckverhältnisse,
z. B. der örtlichen
Reckverhältnisse
quer über
die Bahn und entlang der Bahn, ist. Die vorliegende Erfindung erkennt
auch die Verbindung zwischen den Ungleichmäßigkeiten von Dicke und Reckverhältnis und
der Ungleichmäßigkeit
von anderen Eigenschaften, sowohl quer über die Bahn, als auch entlang
der Bahn. Diese physikalischen, mechanischen und optischen Eigenschaften
schließen
Elastizitätsmoduln,
Zugfestigkeit, Dehnung bei Bruch, Energiebei-Bruch pro Einheitsvolumen
und andere Zerreiß-
und Abgabeeigenschaften, Oberflächencharakteristiken, Zwischenschichtadhäsion in
Mehrschichtfolien, Koeffizienten von thermaler und hygroskopischer
Expansion, Wärmeschrumpfung,
Brechungszahlen, Kapazität
und andere dielektrische Eigenschaften, Trübung, Lichtdurchlässigkeit,
Farbe, spektrale Bandenkanten und andere optische Maße von Erscheinung
und Leistung ein. Mit Abgabeeigenschaften sind die Eigenschaften
gemeint, welche sich auf die Einfachheit der Bereitstellung und
die Qualität
des bereitgestellten Randes beziehen, wenn die Folie, umgewandelt
in die Form eines Bandes, unter Verwendung einer Abgabevorrichtung
mit einer Schneidekante abgegeben wird. Der Level der Ungleichmäßigkeit
von diesen verschiedenen Eigenschaften kann mit den Schwankungen
der Dicke und dem Nachlauf der Halter zusammenhängen, zum Beispiel durch verschiedene
Empfindlichkeiten dieser Eigenschaften gegenüber der örtlichen Dicke und den örtlichen
Reckverhältnissen.
Deshalb ist ein Nachlauf symptomatisch für eine Reckverhältnisschwankung
entlang der Bahn, welche sowohl eine Schwankung der Dicke entlang
der Bahn, als auch eine Schwankung des Elastizitätsmoduls entlang der Bahn verursacht.
Die Dicke kann unter bestimmten Bedingungen unterschiedlich vom
Modul schwanken, wegen einem entsprechenden teilweisen Ausgleich
der Dicke durch begleitende Reckverhältnisschwankungen quer über die
Bahn, genauso wie die nicht lineare Beziehung zwischen den Moduln
und Reckverhältnissen.
-
Obwohl die vorliegende Erfindung
hier über
die besondere Anwendbarkeit bei Verfahren zum biaxialen Strecken
von Folien und über
die so erhaltenen biaxial gestreckten Folien beschrieben wird, kann
die vorliegende Erfindung auch vorteilhafterweise auf Verfahren
zum Strecken von Folien in einer einzelnen Richtung unter Bedingungen,
bei welchen die Folie von Haltern festgehalten wird und die Halter
sich entlang der Maschinenarbeitsrichtung aufteilen und diese deshalb
in der Lage sind, einen Nachlauf oder Vorlauf der nicht angetriebenen
Halter zu verursachen, angewendet werden. Bei einem solchen Verfahren
wird die Folie nur entlang der Maschinenarbeitsrichtung gestreckt,
weshalb sich die Halter entlang der Maschinenarbeitsrichtung aufteilen
und die Möglichkeit
eines Nachlaufs von Haltern eröffnet
wird. In einem anderen Beispiel beginnen die Halter das Recken mit
einer gewissen MD-Aufteilung, und dann kann zum Beispiel ein Strecken
in der Querrichtung eine Ungleichmäßigkeit der MD-Halterabstände verursachen.
-
Die hier beschriebenen Verfahren
zum Strecken mit angemessenem Kühlen
sind gut für
eine Verwendung bei Folien, einschließlich einer Polymerfolie, geeignet.
Bevorzugt umfasst die Folie ein thermoplastisches Polymer. Für eine Folie
mit mehr als einer Schicht muss die folgende Beschreibung von geeigneten
Materialien nur auf eine der Schichten angewendet werden. Geeignete
Polymerfolienmaterialien zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung
schließen
Thermoplaste, aus welchen biaxial orientierte Folien gebildet werden
können,
ein Geeignete thermoplastische Polymerfolienmaterialien schließen Polyester,
Polycarbonate, Polyarylate, Polyamide, Polyimide, Polyamidimide,
Polyetheramide, Polyetherimide, Polyarylether, Polyaryletherketone, aliphatische
Polyketone, Polyphenylensulfid, Polysulfone, Polystyrole und deren
Derivate, Polyacrylate, Polymethacrylate, Cellulosederivate, Polyethylene,
aliphatische und cycloaliphatische Polyolefine, Copolymere mit einem
vorherrschenden Olefinmonomer, fluorierte Polymere und Copolymere,
chlorierte Polymere, Polyacrylnitril, Polyvinylacetat, Polyvinylalkohol,
Polyether, ionomere Harze, Elastomere, Silikonharze, Epoxidharze
und Polyurethane ein, sind aber nicht darauf eingeschränkt. Mischbare
oder nicht mischbare Polymermischungen, einschließend jedes
der vorstehend genannten Polymere, und Copolymere mit jedem der
konstituierenden Monomere von jedem der vorstehend genannten Polymere
sind auch bei der Bereitstellung einer biaxial orientierten Folie
geeignet, welche aus so einer Mischung oder aus so einem Copolymer
hergestellt werden kann.
-
Unter den Thermoplasten sind die
Vinylpolymere bevorzugt, womit alle Polymere der allgemeinen Formel
-[CWX-CYZ]n- gemeint sind, wobei W, X, Y
und Z entweder Wasserstoffatome (H) oder jedwede Substituentenatome
oder -reste sind. Deshalb schließen wir in die bevorzugte Vinylpolyrner-Klasse
die tetrasubstituierten, trisubstituierten, 1,2-disubstituierten
und 1,1-disubstituierten Polymere (einschließlich die „Vinyliden"-Polymere), genauso wie die üblicheren
monosubstituierten Vinylpolymere ein. Beispiele schließen die Polyolefine,
Polyvinylchlorid, Polyvinylfluorid, Polyvinylidenchlorid, Polyvinylidenfluorid,
Polytrifluorethylen, Polychlortrifluorethylen, Polyvinylacetat,
Polyvinylalkohol, Polyacrylsäure
und deren Ester, Polyacrylnitril und Polymethacrylsäure und
deren Ester (wie Polymethylmethacrylat) ein.
-
Stärker bevorzugt sind die Polyolefine,
womit alle Polymere der allgemeinen Formel -[CH2CR1R2]n-
gemeint sind, wobei R1 und R2 gesättigte oder
ungesättigte,
lineare oder verzweigte Alkyl-, Cycloalkyl- oder Arylreste oder
Wasserstoffatome sind. Eingeschlossen sind solche Polymere, wie
Polyethylene, Polypropylene, Polybuten-1, Poly-(4-methylpenten-1),
Polyisobuten, Poly-(vinylcyclohexan), Polybutadiene und Polystyrol und
deren Ring- und alpha-substituierte Derivate.
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Noch stärker bevorzugt sind Polyethylen
und die gesättigten
Alkyl- oder Cycloalkylpolyolefine. Polypropylen ist am stärksten bevorzugt.
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Die hier beschriebenen Verfahren
zum Strecken mit angemessenem Kühlen
sind gut zur Verwendung bei Folien geeignet, einschließlich bei
amorphen oder semikristallinen, thermoplastischen Polymerfolien. Amorphe
Thermoplaste schließen
Polymethacrylate, Polycarbonate, ataktische Polyolefine und statistische Copolymere
ein, sind aber nicht darauf eingeschränkt. Semikristalline Thermoplaste
schließen
Polyester, Polyamide, thermoplastische Polyimide, Polyaryletherketone,
aliphatische Polyketone, Polyphenylensulfid, isotaktisches oder
syndiotaktisches Polystyrol und deren Derivate, Polyacrylate, Polymethacrylate,
Cellulosederivate, Polyethylen, Polyolefine, fluorierte Polymere
und Copolymere, Polyvinylidenchlorid, Polyacrylnitril, Polyvinylacetat
und Polyether ein, sind aber nicht darauf eingeschränkt.
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Semikristalline Thermoplaste, aus
welchen biaxial orientierte Folien hergestellt werden können, werden
manchmal über
Ausdrücke
ihres Kristallinitätsgrades
in verschiedenen Stufen des Folienherstellungsverfahrens gekennzeichnet.
So ist Polyethylenterephthalat (PET), ein übliches Polymer für eine biaxial
orientierte Folie, dafür
bekannt, dass es abgeschreckt werden kann, wenn es zu einer Folie
gegossen wird. Das heißt, PET
kristallisiert langsam genug, dass es auf eine Kühlwalze extrudiert und dabei
schnell genug unter seine Glasübergangstemperatur
abgekühlt
werden kann, um die Bildung von messbaren Ausmaßen an Kristallinität zu verhindern.
Es ist bekannt, dass ein solches Abschrecken bei der Herstellung
einer biaxial orientierten PET-Folie vorteilhaft ist, da es sowohl
ermöglicht,
dass der/die Schritte) des Streckens bei Temperaturen stattfindet/stattfinden,
welche nur wenig über
der Glasübergangstemperatur
liegen, als auch, dass ein wesentliches Ausmaß an Strecken ohne Bruch ermöglicht wird,
wobei das Brechen häufig
stattfindet, wenn man eine Bildung einer brüchigeren semikristallinen Gießbahn ermöglicht.
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Der Kristallinitätsgrad einer semikristallinen
Polymerfolie ist schwer genau zu quantifizieren, da er nicht nur
von der Annahme eines Zweiphasenmodells (kristallin und amorph)
für Polymermorphologie
abhängt, welches
genau oder nicht genau sein kann, sondern auch von der Annahme der
Konstanz von einigen messbaren Eigenschaften (zum Beispiel Dichte)
von jeder Phase, ohne Rücksicht
auf solche Variablen wie Orientierungsgrad. Oft stellen gemäß dem Nichtangemessensein
dieser Annahmen verschiedene Messtechniken verschiedene Ergebnisse
bereit. Deshalb sollte eine genaue Übereinstimmung unter Durchführenden
nicht erwartet werden, insbesondere wo verschiedene Techniken angewendet
wurden. Techniken, welche auf dem Fachgebiet zur Einschätzung des
Kristallinitätsgrades
bekannt sind, schließen
Dichte, Differentialscanningkalorimetrie (DSC, differential scanning
calorimetry), mittleren Brechungsindex (über seine Beziehung zur Dichte),
Analyse von Infrarotbanden und Röntgenverfahren
ein.
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Es wird berichtet, dass normalerweise
der Kristallinitätsgrad
von PET in der Form einer nicht gestreckten Gießfolie unmessbar niedrig, oder
0%, oder unter 1% ist. Diese wird normalerweise als eine amorphe
Gießbahn
bezeichnet. Bei einem gleichzeitigen biaxialen Orientierungsverfahren
würde die
Folie mit diesem niedrigen Kristallinitätsgrad in den Spannrahmen eingebracht.
Bei einem üblicherweise
häufiger
angewendeten aufeinanderfolgenden Verfahren jedoch wird eine solche
amorphe Folie zuerst unter Verwendung von erwärmten Walzen, welche mit verschiedenen
Geschwindigkeiten rotieren, in Maschinenarbeitsrichtung gestreckt. Eine
solche „Längsorientierung" erzeugt an der Folie
etwas Kristallinität,
wobei deren Grad überall
als bei 7% bis 30% liegend angegeben wird. Siehe LeBourvellec und
Beautemps, J. Appl. Polym. Sci. 39, 329 bis 39 (1990); und Faisant
de Champchesnel, et al., Polymer 35 (19), 4092 bis 4102 (1994).
In der gängigen
Praxis variieren typische Werte in einem Bereich von 10 bis 20%.
Siehe Encycl. Of Polym. Sci. & Engrg.,
Vol. 12, Wiley (NY) 1988, Seite 197. Bei einem aufeinanderfolgenden
Verfahren ist es eine Folie dieses Kristallinitätsgrades, welche in den Spannrahmen
eingebracht wird. Es wurde berichtet, dass ein Strecken in Querrichtung
im Spannrahmen den Kristallinitätsgrad
auf einen Bereich von 17% bis 40% erhöht. Vom darauffolgenden Wärmestabilisieren
oder Tempern unter Querbeanspruchung im Spannrahmen wird berichtet,
dass es zudem den Kristallinitätsgrad
auf ungefähr
45% bis 50% erhöht.
Die erwähnte
Breite des Bereichs für
die vorwärmestabilisierte
Folie ist sowohl gemäß des Kristallinitätsbereichs
der längsorientierten
Folien, welche als Zugeführtes für diesen
Schritt des Verfahrens bereitgestellt werden, als auch der experimentellen
Schwierigkeit der Entkopplung des Schritts des Streckens in Querrichtung
vom Wärmestabilisierungsschritt,
wobei beide im Spannrahmenofen stattfinden. Bezüglich des Verhaltens von PET
in einem gleichzeitigen, biaxialen Orientierungsverfahren ist sehr
wenig bekannt, aber die verfügbaren
Daten siedeln die Kristallinitätsgrade
nach dem Strecken und nach dem Wärmestabilisieren
in den selben Bereichen an, wie jene für das aufeinanderfolgende Verfahren
nach dem TD-Strecken und nach dem Wärmebehandeln.
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Ein anderer Polyester, welcher für eine Verwendung
in der vorliegenden Erfindung geeignet ist, ist Polyethylennaphthalat
(PEN). Man weis, dass PEN etwas langsamer kristallisiert als PET.
Nichtsdestoweniger werden in Berichten über sein Verhalten in Spannrahmen-Folienverfahren
die Kristallinitätsgrade
am Ende von jedem Verfahrensschritt ungefähr in den selben Bereichen
angesiedelt, wie sie für
PET angegeben werden. Wenn in einer herkömmlichen Weise verarbeitet
wird, ist deshalb auch PEN ein Beispiel für eine amorphe Gießbahn.
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Im Gegensatz zu den Polyestern kristallisiert
Polypropylen (PP) so schnell, dass es nahezu unmöglich ist, das geschmolzene
Polymer über
ein allgemein in der Praxis angewendetes Verfahren bei einer Kristallinität von weniger
als 50% abzuschrecken. Siehe The Science and Technology of Polymer
Films, Vol. II, von Orville J. Sweeting, Wiley (NY), 1971, Seite
223. Als ein Ergebnis wird PP bei Temperaturen etwas unter dem kristallinen
Schmelzpunkt, im Gegensatz zur Temperatur etwas über der Glasübergangstemperatur,
wie im Falle der Polyester, gestreckt. Etwas zusätzliche Kristallinität entwickelt
sich während
des Verfahrens, aber das Ausmaß ist
gering. In einer umfassenden Studie fand man für die Kristallinitätsgrade
von (nicht gestreckter) PP-Gießfolie,
längsorientierter
Folie und aufeinanderfolgend biaxial orientierter Folie jeweils
58%, 62% und 70%. Siehe A. J. de Vries, Pure Appl. Chem. 53, 1011
bis 1037 (1981). Die Encyclopedia of Polym. Sci. & Engrg., Vol.
7, Wiley (NY), 1987, Seite 80 gibt den Kristallinitätsgrad von
typischen biaxial orientierten PP-Folien mit 65 bis 70% an.
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Die hier beschriebenen Verfahren
zum Strecken mit angemessenem Kühlen
sind gut für
eine Verwendung bei Folien, einschließlich semikristallinen thermoplastischen
Polymerfolien, geeignet. Bevorzugte semikristalline thermoplastische
Polymere sind jene, welche in einem wesentlichen Ausmaß ohne Brechen
gestreckt werden können,
wenn die Folie, welche den Spannrahmeneinlass passiert, einen Kristallinitätsgrad von größer als
ungefähr
1% aufweist. Solche Folien werden hier als vorkristallisierte Polymerfolien
bezeichnet. Stärker
bevorzugte semikristalline thermoplastische Polymere sind jene,
welche ohne Brechen wirkungsvoll biaxial gestreckt werden können, wenn
die Folie, welche den Spannrahmeneinlass passiert, einen Kristallinitätsgrad von
größer als
ungefähr
7% aufweist. Noch stärker
bevorzugte semikristalline thermoplastische Polymere sind jene,
welche ohne Brechen wirkungsvoll biaxial gestreckt werden können, wenn
die Folie, welche den Spannrahmeneinlass passiert, einen Kristallinitätsgrad von
größer als
ungefähr
30% aufweist. Sogar noch stärker
bevorzugte semikristalline thermoplastische Polymere sind jene,
welche ohne Brechen wirkungsvoll biaxial gestreckt werden können, wenn
die Folie, welche den Spannrahmeneinlass passiert, einen Kristallinitätsgrad von
größer als
ungefähr
50% aufweist. Polypropylen ist am stärksten bevorzugt.
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Für
die Zwecke der vorliegenden Erfindung bedeutet der Ausdruck „Polypropylen", dass Copolymere mit
mindestens ungefähr
90 Gew.-% Propylenmonomereinheiten eingeschlossen sind. „Polypropylen" bedeutet auch, dass
Polymergemische mit mindestens ungefähr 65 Gew.-% Polypropylen eingeschlossen
sind. Polypropylen zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung
ist bevorzugt vorherrschend isotaktisch. Isotaktisches Polypropylen
weist einen Kettenisotaktizitätsindex
von mindestens ungefähr
80%, einen Gehalt an in n-Heptan Löslichem von mindestens ungefähr 15 Gew.-%
und eine Dichte zwischen ungefähr
0,86 und 0,92 Gramm/cm3, gemessen gemäß ASTM D1505-96
(„Density
of Plastics by the Density-Gradient Technique", „Dichte
von Kunststoffen über
die Dichtegradiententechnik")
auf. Typische Polypropylene zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung
weisen bei einer Temperatur von 230°C und einer Kraft von 21,6 N
eine Schmelzfließrate
zwischen ungefähr
0,1 und 15 Grammzehn Minuten, gemäß ASTM D1238-95 („Flow Rates
of Thermoplastics by Extrusion Plastometer", „Fließgeschwindigkeiten
von Thermoplasten über
Extrusionsplastometer"),
ein Gewichtsmittel des Molekulargewichts zwischen ungefähr 100.000
und 400.000 und einen Polydispersitätsindex zwischen ungefähr 2 und
15 auf. Typische Polypropylene zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung
weisen einen Schmelzpunkt von größer als
ungefähr
130°C, bevorzugt
größer als
ungefähr
140°C und
am stärksten
bevorzugt größer als
ungefähr
150°C auf,
wie unter Verwendung von Differentialscanningkalorimetrie bestimmt.
Zudem können
die in dieser Erfindung nützlichen
Polypropylene Copolymere, Terpolymere, Quaterpolymere, usw. mit
Ethylenmonomereinheiten und/oder alpha-Olefinmonomereinheiten mit zwischen
4 bis 8 Kohlenstoffatomen sein, wobei der Comonomer(en)gehalt weniger
als 10 Gew.-% beträgt.
Andere geeignete Comonomere schließen 1-Decen, 1-Dodecen, Vinylcyclohexen,
Styrol, Allylbenzol, Cyclopenten, Norbornen und 5-Methylnorbornen
ein, sind aber nicht darauf eingeschränkt. Ein geeignetes Polypropylenharz
ist ein isotaktisches Polypropylen-Homopolymerharz mit einer Schmelzfließrate von
2,5 g/10 Minuten, welches im Handel unter der Produktbezeichnung
3374 von FINA Oil and Chemical Co., Dallas, TX erhältlich ist.
Recyceltes und wieder verarbeitetes Polypropylen in der Form von
zum Beispiel Scrapfolie oder Randverschnitt kann auch in das Polypropylen
in Mengen von weniger als ungefähr
60 Gew.-% eingebracht werden.
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Wie bereits erwähnt können auch Gemische mit mindestens
ungefähr
65% isotaktischem Polypropylen und höchstens ungefähr 35% eines
anderen Polymers oder anderer Polymere vorteilhafterweise im Verfahren
der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Geeignete zusätzliche
Polymere in solchen Gemischen schließen Propylencopolymere, Polyethylene,
Polyolefine mit Monomeren mit vier bis acht Kohlenstoffatomen und
andere Polypropylenharze ein, sind aber nicht darauf eingeschränkt.
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Polypropylen zur Verwendung in der
vorliegenden Erfindung kann gegebenenfalls 1 bis 40 Gew.-% eines
Harzes synthetischen oder natürlichen
Ursprungs mit einem Molekulargewicht zwischen ungefähr 300 und 8000
und mit einem Erweichungspunkt zwischen ungefähr 60°C und 180°C einschließen. Typischerweise wird ein
solches Harz aus einer von vier Hauptklassen ausgewählt: Petrolharze,
Styrolharze, Cyclopentadienharze und Terpenharze. Gegebenenfalls
können
Harze von jeder dieser Klassen teilweise oder vollständig hydriert sein.
Petrolharze weisen typischerweise als monomere Bestandteile Styrol,
Methylstyrol, Vinyltoluol, Inden, Methylinden, Butadien, Isopren,
Piperylen und/oder Pentylen auf. Styrolharze weisen typischerweise
als monomere Bestandteile Styrol, Methylstyrol, Vinyltoluol und/oder
Butadien auf. Cyclopentadienharze weisen typischerweise als monomere
Bestandteile Cyclopentadien und gegebenenfalls andere Monomere auf.
Terpenharze weisen typischerweise als monomere Bestandteile Pinen,
alpha-Pinen, Dipenten, Limonen, Myrcen und Camphen auf.
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Polypropylen zur Verwendung in der
vorliegenden Erfindung kann gegebenenfalls Zusatzstoffe und andere
Komponenten, wie auf dem Fachgebiet bekannt, einschließen. Zum
Beispiel können
die Folien der vorliegenden Erfindung Füllstoffe, Pigmente und andere
farbgebende Stoffe, Antihaftmittel, Gleitmittel, Weichmacher, Verarbeitungshilfsmittel,
antistatische Mittel, keimbildende Mittel, Antioxidationsmittel
und Wärmestabilisierungsmittel,
Stabilisierungsmittel gegenüber
ultraviolettem Licht und andere Mittel zur Eigenschaftmodifizierung
enthalten. Füllstoffe
und andere Zusatzstoffe werden bevorzugt in wirkungsvollen Mengen
zugegeben, welche so gewählt
werden, dass die Eigenschaften, welche durch die hier beschriebenen
bevorzugten Ausführungsformen
erhalten werden, nicht nachteilig beeinflusst werden. Typischerweise
werden solche Materialien zu einem Polymer gegeben, bevor es zu
einer orientierten Folie verarbeitet wird (z. B. in die Polymerschmelze,
vor dem Extrudieren zu einer Folie). Organische Füllstoffe
können
organische Farbstoffe und Harze, genauso wie organische Fasern,
wie Nylon- und Polyimidfasern, und Einschlüsse von anderen, gegebenenfalls
vernetzten Polymeren, wie Polyethylen, Polyestern, Polycarbonaten,
Polystyrolen, Polyamiden, halogenierten Polymeren, Polymethylmethacrylat
und Cycloolefinpolymeren, einschließen. Anorganische Füllstoffe können Pigmente,
Quarzstaub und andere Formen von Siliziumdioxid, Silikate, wie Aluminiumsilikat
oder Magnesiumsilikat, Kaolin, Talk, Natriumaluminiumsilikat, Kaliumaluminiumsilikat,
Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Diatomeenerde, Gips, Aluminiumsulfat,
Bariumsulfat, Calciumphosphat, Aluminiumoxid, Titandioxid, Magnesiumoxid,
Eisenoxide, Kohlenstofffasern, Ruß, Graphit, Glaskügelchen,
Glasbläschen,
Mineralfasern, Tonteilchen, Metallteilchen und Ähnliches einschließen. In
einigen Anwendungen kann es für
Hohlräume
vorteilhaft sein, wenn sich diese während des biaxialen Orientierungsverfahrens
der vorliegenden Erfindung um die Füllstoffteilchen bilden. Viele
der organischen und anorganischen Füllstoffe können auch wirkungsvoll als Antihaftmittel
verwendet werden. Alternativ oder zusätzlich können Gleitmittel, wie Polydimethylsiloxanöle, Metallseifen,
Wachse, höhere
aliphatische Ester und höhere
aliphatische Säureamide
(wie Erucamid, Oleamid, Stearamid und Behenamid) angewendet werden.
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Auch können antistatische Mittel,
einschließend
aliphatische tertiäre
Amine, Glycerolmonostearate, Alkalimetallalkansulfonate, ethoxylierte
oder propoxylierte Polydiorganosiloxane, Polyethylenglycolester,
Polyethylenglycolether, Fettsäureester,
Ethanolamide, Mono- und Diglyceride und ethoxylierte Fettamine,
angewendet werden. Auch können
organische oder anorganische keimbildende Mittel eingebracht werden,
wie Dibenzylsorbitol oder seine Derivate, Chinacridon und seine
Derivate, Metallsalze von Benzoesäure, wie Natriumbenzoat, Natriumbis-(4-tert-butylphenyl)-phosphat,
Kieselsäure,
Talk und Bentonit. Antioxidationsmittel und Wärmestabilisierungsmittel, einschließlich vom
Phenol-Typ (wie Pentaerythrityltetrakis-[3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)-propionat] und 1,3,5-Trimethyl-2,4,6-tris-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl)-benzol)
und Alkali- und Erdalkalimetallstearate und -carbonate können vorteilhafterweise
auch verwendet werden. Andere Zusatzstoffe, wie Flammschutzmittel,
Stabilisierungsmittel gegenüber
ultraviolettem Licht, Kompatibilitätsmittel, antimikrobielle Mittel
(z. B. Zinkoxid), elektrische Leiter und Wärmeleiter (z. B. Aluminiumoxid,
Bornitrid, Aluminiumnitrid und Nickelteilchen) können auch in das Polymer, welches
zur Bildung der Folie verwendet wird, gemischt werden.
-
Die so erhaltenen Folien weisen wünschenswerterweise
gleichmäßige Eigenschaften
auf und sind für viele
Anwendungen geeignet. Eine bevorzugte Anwendung der Folie der vorliegenden
Anwendung ist ein Bandträger.
Bevorzugt weist der Bandträger
eine Dicke in einem Bereich von ungefähr 0,020 bis ungefähr 0,064
mm auf. Der Träger
wird mit einer Schicht von jedem geeigneten Klebstoff, wie auf dem
Fachgebiet bekannt, beschichtet. Der Träger kann eine optionale Trenn-
oder Niedrigadhäsionrückseitenschicht
aufweisen, wie auf dem Fachgebiet bekannt.
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Der Klebstoff kann jeder geeignete
Klebstoff, wie auf dem Fachgebiet bekannt, sein. Bevorzugte Klebstoffe
sind jene, welche über
Druck, Wärme
oder Kombinationen davon aktivierbar sind. Geeignete Klebstoffe schließen jene
ein, die auf Acrylat, Kautschukharz, Epoxiden, Urethanen oder Kombinationen
davon basieren. Der Klebstoff kann über Lösungs-, auf Wasser basierenden
oder Heissschmelz-Beschichtungsverfahren aufgebracht werden. Der
Klebstoff kann heissschmelzbeschichtete Formulierungen, übertragungsbeschichtete Formulierungen,
lösungsmittelbeschichtete
Formulierungen und Latexformulierungen, genauso wie laminierende,
wärmeaktivierte
und wasseraktivierte Klebstoffe und Bindemittel einschließen. Nützliche
Klebstoffe schließen
Haftklebstoffe ein. Haftklebstoffe ist dafür bekannt, dass sie Eigenschaften
aufweisen, einschließlich:
Trocken- und Dauerklebrigkeit, Haftvermögen bei nicht mehr als einem
Fingerdruck und ausreichende Fähigkeit
auf einem Haftgrund haften zu bleiben. Beispiele von nützlichen
Klebstoffen schließen
jene ein, welche auf allgemeinen Zusammensetzungen von Polyacrylat;
Polyvinylether; Dienkautschuk, wie natürlichem Kautschuk, Polyisopren
und Polybutadien; Polyisobutylen; Polychloropren; Butylkautschuk;
Butadien-Acrylnitril-Polymer;
thermoplastischem Elastomer; Blockcopolymeren, wie Styrol-Isopren-
und Styrol-Isopren-Styrol (SIS) -Blockcopolymeren, Ethylen-Propylen-Dien-Polymeren
und Styrol-Butadien-Polymeren; Poly-alpha-olefin; amorphem Polyolefin;
Silikon; Ethylen enthaltendem Copolymer, wie Ethylenvinylacetat,
Ethylacrylat und Ethylmethacrylat; Polyurethan; Polyamid; Epoxid;
Polyvinylpyrrolidon und Vinylpyrrolidon-Copolymeren; Polyestern;
und Gemischen oder Mischungen (kontinuierliche oder nicht kontinuierliche
Phasen) der Vorstehenden basieren. Zusätzlich können die Klebstoffe Zusatzstoffe,
wie klebrigmachende Mittel, Weichmacher, Füllstoffe, Antioxidationsmittel,
Stabilisierungsmittel, Pigmente, diffundierende Materialien, Härtungsmittel,
Fasern, Filamente und Lösungsmittel
enthalten. Auch kann der Klebstoff gegebenenfalls über jedes
bekannte Verfahren gehärtet
werden.
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Eine allgemeine Beschreibung von
nützlichen
Haftklebstoffen kann man in Encyclopedia of Polymer Science and
Engineering, Vol. 13, Wiley-Interscience Publishers (New York, 1988)
finden. Eine zusätzliche
Beschreibung von nützlichen
Haftklebstoffen kann man in Encyclopedia of Polymer Science and
Technology, Vol. 1, Interscience Publishers (New York, 1964) finden.
-
Die Folie für Bandträger kann gegebenenfalls behandelt
werden, indem sie einer Flammen- oder
Coronaentladung oder anderen Oberflächenbehandlungen, einschließlich chemischer
Grundierung, unterzogen wird, um eine Adhäsion von darauffolgenden Beschichtungsschichten
zu verbessern.
-
In den folgenden bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind zusammengefasst:
- 1.
Ein Verfahren zum Strecken einer Polymerfolie, umfassend die Schritte:
Erfassen
der Folie mit mehreren Haltern entlang der gegenüberliegenden Ränder der
Folie und Antreiben der Halter, um dabei die Folie zu strecken,
wobei die mehreren Halter angetriebene Halter und nicht angetriebene
Halter aufweisen, wobei sich mindestens ein nicht angetriebener
Halter zwischen jeweiligen Paaren von angetriebenen Haltern befindet,
und
Erwärmen
der Polymerfolie auf eine ausreichend hohe Temperatur, um ein wesentliches
Maß an
Streckung ohne Bruch zu gewährleisten;
dadurch
gekennzeichnet, dass aktiv ein Temperaturgradient an mindestens
einem Abschnitt der Breite der gestreckten Folie erzeugt wird, so
dass die Folie auf der vorwärts
gerichteten Seite des Folienabschnitts, welcher in Richtung der
Folienbewegung in der Maschinenarbeitsrichtung liegt, kälter ist
und auf der rückwärts gerichteten
Seite des Folienabschnitts, welcher entgegengesetzt zu der Richtung
der Folienbewegung in der Maschinenarbeitsrichtung liegt, wärmer ist,
um die Gleichmäßigkeit
der Abstände
der angetriebenen und nicht angetriebenen Halter, im Vergleich zu
den Abständen,
die ohne solches Kühlen
bei anderenfalls identischen Bedingungen erhalten werden, zu verbessern.
- 2. Verfahren zum Strecken einer Polymerfolie, umfassend die
Schritte:
Erfassen der Folie mit mehreren Haltern entlang der
gegenüberliegenden
Ränder
der Folie und Antreiben der Halter, um dabei die Folie zu strecken,
wobei die mehreren Halter angetriebene Halter und nicht angetriebene
Halter aufweisen, wobei sich mindestens ein nicht angetriebener
Halter zwischen jeweiligen Paaren von angetriebenen Haltern befindet,
und
Erwärmen
des Mittelabschnitts und der Randabschnitte der Polymerfolie auf
eine ausreichend hohe Temperatur, um ein wesentliches Maß an Streckung
ohne Bruch zu gewährleisten;
gekennzeichnet
durch
- (a) Aufrechterhalten einer nicht höheren Temperatur an den Randabschnitten
der Folie als an dem Mittelabschnitt der Folie bei Beginn des Streckens;
und
- (b) Erzeugen eines Temperaturgradienten an mindestens einem
Abschnitt der Breite der gestreckten Folie, so dass die Folie auf
der vorwärts
gerichteten Seite des Folienabschnitts, welcher in Richtung der
Folienbewegung in der Maschinenarbeitsrichtung liegt, kälter ist
und auf der rückwärts gerichteten
Seite des Folienabschnitts, welcher entgegengesetzt zu der Richtung
der Folienbewegung in der Maschinenarbeitsrichtung liegt, wärmer ist,
um die Gleichmäßigkeit
der Abstände
der angetriebenen und nicht angetriebenen Halter, im Vergleich zu
den Abständen,
die ohne solches Kühlen
bei anderenfalls identischen Bedingungen erhalten werden, zu verbessern.
- 3. Verfahren zum Strecken einer Polymerfolie, umfassend die
Schritte:
Erfassen der Folie mit mehreren Haltern entlang der
gegenüberliegenden
Ränder
der Folie und Antreiben der Halter, um dabei die Folie zu strecken,
wobei die mehreren Halter angetriebene Halter und nicht angetriebene
Halter aufweisen, wobei sich mindestens ein nicht angetriebener
Halter zwischen jeweiligen Paaren von angetriebenen Haltern befindet,
und
Erwärmen
der Polymerfolie auf eine ausreichend hohe Temperatur, um ein wesentliches
Maß an
Streckung ohne Bruch zu gewährleisten;
dadurch
gekennzeichnet, dass ein Temperaturgradient an mindestens einem
Abschnitt der Breite der gestreckten Folie erzeugt wird, so dass
die Folie auf der vorwärts
gerichteten Seite des Folienabschnitts, welcher in Richtung der
Folienbewegung in der Maschinenarbeitsrichtung liegt, kälter ist
und auf der rückwärts gerichteten
Seite des Folienabschnitts, welcher entgegengesetzt zu der Richtung
der Folienbewegung in der Maschinenarbeitsrichtung liegt, wärmer ist,
um den Wert des Nachlaufs der nicht angetriebenen Halter gegenüber dem
Wert des Nachlaufs der nicht angetriebenen Halter in Abwesenheit
des Kühlens
zu verringern.
- 4. Verfahren zum Strecken einer Polymerfolie, umfassend die
Schritte:
Erfassen der Folie mit mehreren Haltern entlang der
gegenüberliegenden
Ränder
der Folie und Antreiben der Halter, um dabei die Folie zu strecken,
wobei die mehreren Halter angetriebene Halter und nicht angetriebene
Halter aufweisen, wobei sich mindestens ein nicht angetriebener
Halter zwischen jeweiligen Paaren von angetriebenen Haltern befindet,
und
Erwärmen
der Polymerfolie auf eine ausreichend hohe Temperatur, um ein wesentliches
Maß an
Streckung ohne Bruch zu gewährleisten;
dadurch
gekennzeichnet, dass ein Temperaturgradient an mindestens einem
Abschnitt der Breite der gestreckten Folie erzeugt wird, so dass
die Folie auf der vorwärts
gerichteten Seite des Folienabschnitts, welcher in Richtung der
Folienbewegung in der Maschinenarbeitsrichtung liegt, kälter ist
und auf der rückwärts gerichteten
Seite des Folienabschnitts, welcher entgegengesetzt zu der Richtung
der Folienbewegung in der Maschinenarbeitsrichtung liegt, wärmer ist,
um die Gleichmäßigkeit
der Dicke entlang der Bahn gegenüber
der Gleichmäßigkeit
der Dicke entlang der Bahn in Abwesenheit des Kühlens zu verbessern.
- 5. Verfahren gemäß Punkt
1, wobei die Polymerfolie eine vorkristallisierte Polymerfolie ist.
- 6. Verfahren gemäß Punkt
1, wobei die Polymerfolie eine Vinylpolymerfolie ist.
- 7. Verfahren gemäß jedem
der Punkte 1 oder 2, wobei der Erzeugungsschritt Kühlen der
gegenüberliegenden
Randabschnitte der Folie einschließt.
- 8. Verfahren gemäß jedem
der Punkte 1 oder 2, wobei der Erzeugungsschritt Kühlen des
Mittelabschnitts der Folie einschließt.
- 9. Verfahren gemäß jedem
der Punkte 1 oder 2, wobei der Erzeugungsschritt Kühlen von
im Wesentlichen der gesamten Breite der Folie einschließt.
- 10. Verfahren gemäß jedem
vorstehenden Punkt, wobei der Erzeugungsschritt Kühlen an
mindestens einem Abschnitt der Folie bei mindestens 3°C einschließt.
- 11. Verfahren gemäß jedem
vorstehenden Punkt, wobei das Verfahren zudem das Antreiben der
Halter durch einen Streckungsabschnitt, in welchem die Folie gestreckt
wird, und nachfolgend durch einen Nachstreckungs-Behandlungsabschnitt
umfasst, und wobei der Erzeugungsschritt in mindestens einem der Streckungsabschnitte
und Behandlungsabschnitte durchgeführt wird.
- 12. Verfahren gemäß jedem
vorstehenden Punkt, wobei das Verfahren biaxiales Strecken der Folie
umfasst.
- 13. Verfahren gemäß Punkt
12, wobei das Verfahren gleichzeitiges biaxiales Strecken der Folie
durch Antreiben der Halter mit variierenden Geschwindigkeiten in
der Maschinenarbeitsrichtung entlang von in der Querrichtung auseinander
gehender Halterführungsmittel
umfasst.
- 14. Verfahren gemäß Punkt
13, wobei das Verfahren das Strecken der Folie zu einem Endstreckverhältnis von
mindestens 2 : 1 in der Maschinenarbeitsrichtung und mindestens
2 : 1 in der Querrichtung umfasst.
- 15. Verfahren gemäß jedem
vorstehenden Punkt, wobei mindestens zwei nicht angetriebene Halter
zwischen jedem jeweiligen Paar von angetriebenen Haltern vorgesehen
sind.
- 16. Verfahren gemäß jedem
der Punkte 1 bis 4, wobei die Folie eine thermoplastische Folie
umfasst.
- 17. Verfahren gemäß Punkt
16, wobei die Folie eine amorphe Folie umfasst.
- 18. Verfahren gemäß Punkt
16, wobei die Folie eine semikristalline Folie umfasst.
- 19. Verfahren gemäß Punkt
18, wobei die semikristalline Folie einen Kristallinitätsgrad von
größer als
ungefähr
1% vor dem Erwärmen
aufweist.
- 20. Verfahren gemäß Punkt
18, wobei die semikristalline Folie einen Kristallinitätsgrad von
größer als
ungefähr
7% vor dem Erwärmen
aufweist.
- 21. Verfahren gemäß Punkt
18, wobei die semikristalline Folie einen Kristallinitätsgrad von
größer als
ungefähr
30% vor dem Erwärmen
aufweist.
- 22. Verfahren gemäß Punkt
16, wobei die Folie ein Vinylpolymer umfasst.
- 23. Verfahren gemäß Punkt
22, wobei die Folie ein Polyolefin umfasst.
- 24. Verfahren gemäß Punkt
23, wobei die Folie Polyethylen umfasst.
- 25. Verfahren gemäß Punkt
23, wobei die Folie Polypropylen umfasst.
- 26. Verfahren gemäß Punkt
25, wobei das Verfahren das Strecken der Folie auf ein Endflächenstreckverhältnis von
mindestens 16 : 1 einschließt.
- 27. Verfahren gemäß Punkt
26, wobei das Verfahren das Strecken der Folie auf ein Endflächenstreckverhältnis von
25 : 1 bis 100 : 1 einschließt.
- 28. Verfahren gemäß Punkt
25, wobei Schritt a) das Erwärmen
der Folie auf 120 bis 165°C
umfasst.
- 29. Verfahren gemäß Punkt
28, wobei Schritt a) das Erwärmen
der Folie auf 150 bis 165°C
umfasst.
- 30. Verfahren gemäß Punkt
28, wobei der Erzeugungsschritt das Aufbringen von Kühlluft auf
die Folie einschließt,
wobei die Kühlluft
mindestens 5°C
kälter
ist als die Folie.
- 31. Verfahren gemäß jedem
der Punkte 2 bis 6, wobei der Erzeugungsschritt aktives Kühlen der
gegenüberliegenden
Randabschnitte der Folie einschließt.
- 32. Verfahren gemäß jedem
der Punkte 2 bis 6, wobei der Erzeugungsschritt aktives Kühlen des
Mittelabschnitts der Folie einschließt.
- 33. Verfahren gemäß jedem
der Punkte 2 bis 6, wobei der Erzeugungsschritt aktives Kühlen auf
im Wesentlichen der gesamten Breite der Folie einschließt.
-
Der Vorgang der vorliegenden Erfindung
wird zudem mit Bezug auf die folgenden detaillierten Beispiele beschrieben.
Diese Beispiele werden aufgeboten, um zudem die verschiedenen speziellen
und bevorzugten Ausführungsformen
und Techniken zu veranschaulichen. Es sollte jedoch als selbstverständlich angesehen werden,
dass viele Variationen und Modifikationen gemacht werden können, während man
innerhalb des Bereichs der vorliegenden Erfindung bleibt.
-
Beispiele 1 bis 6
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Die folgenden Beispiele wurden im
Allgemeinen wie im vorstehend erörterten '225 Patent beschrieben auf
einem Linearmotorspannrahmen hergestellt, wobei zwei nicht angetriebene
Halter zwischen jedem Paar von angetriebenen Haltern vorhanden waren.
Ein kontinuierliches Polypropylen-Gießflächengebilde (Fina 3374x von
Fina Chemical, Houston, Texas) wurde mit einer Dicke von etwa 0,054
Inch (1,4 mm) und einer Breite von 9,6 Inch (244 mm) extrudiert
und auf einem Kühlwalzen/Wasserbad-System
abgeschreckt. Die Folie wurde durch eine Reihe von Infrarot-Wärmevorrichtungen
(IR-Wärmevorrichtung)
geführt,
dann in einen Linearmotorspannrahmenofen. Die IR-Wärmetemperatur,
die Ofenvorwärmbereichtemperaturen
(Zonen 1 bis 3) und Streckbereichtemperaturen (Zonen 4 bis 6) sind
in Tabelle 1 dargelegt. Die Bahntemperatur, so wie sie über ein
IR-Pyrometer am Einlass zu Zone 4 am Beginn des Streckbereichs gemessen
wurde, ist auch in Tabelle 1 aufgeführt. Bei den Beispielen 1 bis
6 waren die Nachstreckbehandlungs-Temperaturen wie folgt: Zone 7:
160°C; Zonen
8 und 9: 165°C.
Auch betrugen bei jedem dieser Beispiele die Endstreckverhältnisse
7 : 1 in der MD und 7 : 1 in der TD. Die Zonen, in welchen das MD-Strecken
stattfand (4, 4 bis 5 oder 4 bis 6) sind nachstehend aufgeführt. In
jedem dieser Beispiele wurde das TD-Strecken in den Zonen 4 bis
6 durchgeführt. Alle
diese Streckprofile waren in Bezug auf die Maschinenstellung linear
und schlossen eine 10%-ige Streckrelation in beiden Richtungen ein,
welche in den Zonen 8 und 9 stattfand. Bei den Beispielen 1 bis
3 war die Randkühlungsluft
abgeschaltet. Die Beispiele 4 bis 6 schlossen die Randkühlluft ein
und entsprechen ansonsten jeweils den Beispielen 1 bis 3.
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Tabelle
1 – Streckbedingungen
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Der Abstand zwischen den Haltern
wurde an der Folie am Auslass gemessen und der Nachlauf der nicht
angetriebenen Halter wurde berechnet und in Tabelle 2 aufgeführt. Der
ideale Abstand der nicht angetriebenen Halter ist als ein Drittel
des Abstandes zwischen aufeinanderfolgenden angetriebenen Haltern
D1 (vorwärts
gerichtet) und D2 (rückwärts gerichtet) definiert. Der
nicht angetriebene Halter I1 ist der Vorwärtsgerichtete
der zwei nicht angetriebenen Halter zwischen angetriebenen Haltern,
und der nicht angetriebene Halter I2 ist
der Rückwärtsgerichtete
der zwei. Die Werte für
D1–I1, I1–I2 und I2–D2 in Tabelle 2 sind die Prozentabweichung
des Abstandes vom Ideal, wobei positive Zahlen einen Abstand anzeigen,
der größer ist
als das Ideal, und negative Zahlen einen Abstand anzeigen, der kleiner
ist als das Ideal. D1–I1 gibt
die Abstandsabweichung in Prozent zwischen den vorwärts gerichteten
angetriebenen und vorwärts
gerichteten nicht angetriebenen Haltern, I1–I2 die Abstandsabweichung in Prozent zwischen
nicht angetriebenen Haltern und I2–D2 die Abstandsabweichung zwischen dem rückwärts gerichteten
nicht angetriebenen Halter und dem rückwärts gerichteten angetriebenen
Halter an. Der angegebene Gesamtnachlauf ist die Prozentabweichung
vom Idealabstand von D1 zu I1 minus
die Prozentabweichung vom Ideal von I2–D2. Durch Rundungseffekte weichen einige der Werte
in der „Gesamt"-Spalte in Tabelle
2 von den Unterschieden der D1–I1- und
I2–D2-Spalten um eine Größe in der letzten Dezimalstelle
ab. Alle Werte sind für
die beiden Sätze
von Haltern auf der Ersten Seite des Spannrahmens und auf der gegenüberliegenden
Zweiten Seite des Spannrahmens aufgeführt.
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Aus den in Tabelle 2 aufgeführten Ergebnissen
ist ersichtlich, dass der Nachlauf der nicht angetriebenen Halter
in Beispiel 1 von 6,1 auf einer Seite und von 3,1 auf der anderen
Seite durch den Zusatz von Randkühlung
in Beispiel 4 auf jeweils 4,8 und 0,3 verringert werden kann. Darüber hinaus
kann der Nachlauf der nicht angetriebenen Halter in Beispiel 2 von
23,9 und 15,7 durch den Zusatz von Randkühlung in Beispiel 5 auf jeweils
20,5 und 11,8 verringert werden. Auch kann der Nachlauf der nicht
angetriebenen Halter von 10,3 und 7,5 in Beispiel 3 durch den Zusatz
von Randkühlung
in Beispiel 6 zu einem Vorlauf der nicht angetriebenen Halter von –4,4 und –5,9 verändert werden.
Auch zeigen die Beispiele, dass, wenn ein Nachlauf der nicht angetriebenen
Halter verringert (Beispiele 4 und 5) oder zu einem Vorlauf der
nicht angetriebenen Halter verändert
werden kann (Beispiel 6), ein Satz von Randkühlbedingungen gefunden werden
kann, welcher zu einem idealen Abstand der nicht angetriebenen Halter
führt.
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Beispiele 7 bis 10
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Die folgenden Beispiele wurden im
Allgemeinen wie im vorstehend erörterten '225 Patent beschrieben auf
einem Linearmotorspannrahmen hergestellt, wobei zwei nicht angetriebene
Halter zwischen jedem Paar von angetriebenen Haltern vorhanden waren.
Ein kontinuierliches Polypropylen-Gießflächengebilde (Fina 3374x von
Fina Chemical, Houston, Texas) wurde mit einer Dicke von etwa 0,054
Inch (1,36 mm) und einer Breite von 13,8 Inch (350 mm) extrudiert
und auf einem Kühlwalzen/Wasserbad-System
abgeschreckt. Die Folie wurde durch eine Reihe von Infrarot-Wärmevorrichtungen
(IR-Wärmevorrichtung)
geführt,
dann in einen Linearmotorspannrahmenofen. Bei den Beispielen 7 bis
10 wurden die IR-Wärmetemperatur
auf 500°C,
die Ofenvorwärmzonentemperaturen
(Zonen 1 bis 3) auf jeweils 207°C,
205°C und
193°C und
die Streckzonentemperaturen (Zonen 4 bis 5) auf jeweils 160°C und 155°C gesetzt.
Die Relaxations- (Zone 6) und die Nachstreckbehandlungs- (Zonen
7 bis 9) Temperaturen wurden so wie in Tabelle 3 aufgeführt gesetzt.
Bei jedem dieser Beispiele betrugen die Endstreckverhältnisse
6,3 : 1 in der MD und 6,3 : 1 in der TD. Die MD- und TD-Streckungen
wurden gleichzeitig in den Zonen 4 und 5 durchgeführt. Alle
diese Streckprofile waren in Bezug auf die Maschinenstellung linear
und schlossen eine 10 %-ige Streckrelaxation, sowohl in der MD,
als auch in der TD ein, welche in Zone 6 stattfand.
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Beispiel 7
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Beispiel 7 schloss eine Kühlluft in
Zone 6 ein, welche 5°C
kälter
war als die Temperatur von Zone 5.
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Beispiel 8
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Beispiel 8 wurde gemäß Beispiel
7 hergestellt, außer,
dass eine 15°C-Kühlung in
Zone 6 verwendet wurde.
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Beispiel 9
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Beispiel 9 wurde gemäß Beispiel
7 hergestellt, außer,
dass eine 20°C-Kühlung in
Zone 6 verwendet wurde.
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Beispiel 10
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Beispiel 10 wurde gemäß Beispiel
7 hergestellt, außer,
dass eine 25°C-Kühlung in
Zone 6 und zusätzliche
5°C-Kühlung in
Zone 7 verwendet wurde.
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Tabelle
3 – Streckbedingungen
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Der Abstand zwischen den Haltern
wurde an der Folie am Auslass gemessen und der Nachlauf der nicht
angetriebenen Halter wurde berechnet und in Tabelle 4 aufgeführt, wie
vorstehend erörtert.
Alle Werte sind für
die beiden Sätze
von Haltern auf der Ersten Seite des Spannrahmens und auf der gegenüberliegenden Zweiten
Seite des Spannrahmens aufgeführt.
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Aus den in Tabelle 4 aufgeführten Ergebnissen
ist ersichtlich, dass der Nachlauf der nicht angetriebenen Halter
in Beispiel 7 von 14,2 auf einer Seite und von 8,5 auf der anderen
Seite durch den Zusatz eines ausreichenden Ausmaßes an Zonenkühlung nach
dem Beginn des Streckens verringert werden kann, wie in den Beispielen
8 bis 10 gezeigt. Insbesondere, wie bei den Beispielen 9 und 10
gezeigt, beträgt
das Ausmaß des
Gesamtnachlaufs weniger als 5%.
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Beispiel 11
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Beispiel 11 wurde im Allgemeinen
wie im vorstehend erörterten '225 Patent beschrieben
auf einem Linearmotorspannrahmen hergestellt, wobei zwei nicht angetriebene
Halter zwischen jedem Paar von angetriebenen Haltern vorhanden waren.
Ein kontinuierliches Polypropylen-Gießflächengebilde (Fina 3374x von
Fina Chemical, Houston, Texas) wurde mit einer Dicke von etwa 0,055
Inch (1,39 mm) und einer Breite von 13,8 Inch (350 mm) extrudiert
und auf einem Kühlwalzen/Wasserbad-System
abgeschreckt. Die Folie wurde durch eine Reihe von Infrarot-Wärmevorrichtungen
(IR-Wärmevorrichtung)
geführt,
dann in einen Linearmotorspannrahmenofen. Die IR-Wärmetemperatur
wurde auf 600°C,
die Ofenvorwärmzonentemperaturen
(Zonen 1 bis 3) auf jeweils 184°C,
177°C und
156°C und
die Streckzonentemperaturen (Zonen 4 bis 5 bis 6 bis 7) auf jeweils 152°C, 170°C, 170°C und 170°C gesetzt.
Die Relaxations- (Zone 8) und die Nachstreckbehandlungs- (Zone 9)
Temperaturen wurden beide auf 158°C
gesetzt. Bei diesem Beispiel betrugen die Endstreckverhältnisse
5,8 : 1 in der MD und 9,0 : 1 in der TD. Die MD-Streckung wurde
in den Zonen 4 und 5 durchgeführt
und die TD-Streckung wurde in den Zonen 4 bis 7 durchgeführt. Das
Streckprofil schließt
eine 10%-ige Streckrelaxation in beiden Richtungen in Zone 8 ein.
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Mit den vorstehend beschriebenen
Tests und Testergebnissen ist nur eine Veranschaulichung beabsichtigt,
als vielmehr eine Prognose, und durch Variationen im Testverfahren
kann man erwarten, dass unterschiedliche Ergebnisse erhalten werden.
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Die vorliegende Erfindung wurde nun
unter Bezug auf mehrere Ausführungsformen
davon beschrieben. Die vorstehende(n) detaillierte(n) Beschreibung
und Beispiele sind nur für
die Klarheit des Verständnisses gegeben.
Keine unnötigen
Einschränkungen
davon sollten selbstverständlich
sein. Es wird für
den Fachmann offensichtlich sein, dass viele Veränderungen in den beschriebenen
Ausführungsformen
durchgeführt
werden können,
ohne vom Bereich der Erfindung abzuweichen. Deshalb sollte der Bereich
der vorliegenden Erfindung nicht auf die hier beschriebenen genauen
Details und Strukturen eingeschränkt
sein, sondern vielmehr durch die im Wortlaut der Ansprüche beschriebenen
Strukturen und durch die Äquivalente
von jenen Strukturen.