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Gebiet der
Erfindung
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Die Erfindung betrifft Pyrimidine,
Triazine und Aniline, die Bradykinin-B1-Rezeptor-Antagonisten
sind. Diese Verbindungen sind zur Behandlung von Krankheiten geeignet,
die in Zusammenhang mit unangemessener oder überhöhter Bradykinin-Rezeptor-Aktivität stehen,
wie diabetische Vaskulopathie, Entzündung, Schmerz, Hyperalgesie,
Asthma, Rhinitis, septischer Schock, Atherosklerose und multiple
Sklerose.
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Hintergrund
der Erfindung
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Es sind zwei Klassen von Bradykinin-Rezeptoren
bekannt. Der B1-Rezeptor (B1-BK)
liegt unter normalen Bedingungen in normalen Zellen nicht vor. Dagegen
liegt der B2-BK-Rezeptor gewöhnlich in
vielen Zelltypen oder Geweben vor. Obwohl der B1-Rezeptor
(B1-BK) unter normalen Bedingungen nicht
vorliegt, wird seine Synthese im Verlauf von Entzündungen
in Muskelschichten von Blutgefäßen induziert.
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Neueste Berichte weisen auf eine
wichtige Rolle von Bradykinin-B1-Rezeptoren
in der Physiopathologie hin. Dray und Perkins [Trends in Neurosci.
16, 99–104(1993)]
haben die mögliche
Implikation von B1-Rezeptoren in verschiedenen
Entzündungsstadien,
in Gewebsreaktionen und bei Hyperalgesie überprüft. Alvarez et al. [Clin. Sci.
82, 513–519
(1992)] haben den Nachweis erbracht, dass B1-Rezeptoren bei spontan
hypertensiven Ratten (SHR) vorhanden sind und Regoli et al. [PCT-Anmeldung
WO 98/07746] haben nachgewiesen, dass eine unangemessene B1-Rezeptor-Aktivität mit einigen Formen von Diabetes
in Zusammenhang steht. Insbesondere ist bekannt, dass die Kapillarpermeabilität im Streptozotocin-diabetischen
Rattenmodell vergrößert ist
und es zeigte sich, dass die vaskulären BK- Rezeptoren der Pfortadern dieser Tiere
eine verstärkte
Kontrahierbarkeit und Kapillarpermeabilität als Antwort auf den B1-Agonist desArg8BK
aufweisen. Dieser Effekt wurde durch den B1-Antagonist
Lys[Leu]desArg9BK aufgehoben, während der
B2-Antagonist HOE140 keine Wirkung hatte.
Eine ähnlich
erhöhte
Empfindlichkeit für
desArg9BK wurde bei unbehandelten SHR-Tieren,
vor der Ausbildung von Bluthochdruck, beobachtet, welche durch den
gleichen B1-Antagonist umgekehrt wurde. Diese
Ergebnisse weisen darauf hin, dass der B1-Rezeptor
ein Angriffsziel für
einen durch Arzneimittel geführten
präventiven
Ansatz bei diabetischer oder hypertensiver Vaskulopathie ist.
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Peptid-Antagonisten von Bradykinin-Rezeptoren
sind bekannt, obwohl die meisten der Antagonisten, über die
berichtet wurde, Aktivität
gegenüber
B2-Rezeptoren besitzen. Bis heute gibt es
nur sehr wenige kleinmolekulare B1-Antagonisten.
Es wäre
nützlich,
effektive Antagonisten des B1-BK Rezeptors
zu haben.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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In einem Aspekt betrifft die Erfindung
eine Gattung von Bradykinin-B
1-Rezeptor-Antagonisten,
welchen die allgemeine Formel I gemein ist:
worin:
(a) alle X, Y
und Z CH sind; oder (b) einer von X, Y und Z N ist und der Rest
von X, Y und Z CH ist; oder (c) zwei von X, Y und Z N sind und der
andere von X, Y und Z CH ist oder (d) alle X, Y und Z N sind;
A
A
1 oder A
2 ist;
A
1 R
4R
5N-C(O)-,
ist;
A
2 ausgewählt ist
aus R
7C(O) NH-, R
7S(O)
2NH-, R
4NH-, R
4O-;
Q ausgewählt ist aus Heteroaryl, Aryl,
-CH
2R
13, -CH=N-OCH
3 und
W ausgewählt ist aus H, Cl, F, R
8, C
1-C
4-Alkylaryl,
-OR
8, -SR
8, -NR
9R
10 und -NHC(O)R
11, mit der Bedingung, dass, wenn zwei von
X, Y und Z N sind und Q Imidazolyl ist, W nicht H, Cl, F oder R
8 sein kann;
R
1 ausgewählt ist
aus Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, C
1-C
3-Alkylcycloalkyl, Heterocycloalkyl, C
1-C
3-Alkylheterocycloalkyl,
Aryl, C
1-C
3-Alkylaryl,
Heteroaryl, C
1-C
3-Alkylheteroaryl,
(C
1-C
3-Alkyloxy)alkyl,
(C
1-C
3-Alkyloxy)cycloalkyl,
(C
1-C
3-Alkylthio)alkyl,
(C
1-C
3-Alkylthio)cycloalkyl
und (C
1-C
3-Alkylsulfonyl)alkyl;
R
2 H oder C
1-C
3-Alkyl ist oder R
1 und
R
2 zusammengenommen eine 5- bis 7-gliedrige
Ringstruktur bilden, optional O, S oder NR
12 enthaltend;
R
3 H oder C
1-C
6-Alkyl ist oder, wenn n Null ist, R
2 und R
3 zusammengenommen
einen 6-gliedrigen Ring bilden können,
welcher an einen sechsgliedrigen gesättigten oder aromatischen Carbocyclus
kondensiert sein kann;
R
4 ausgewählt ist
aus H, Aryl, Heteroaryl, ein mit von einem bis drei Aryl- oder Heteroarylresten
substituiertes C
1-C
4-Alkyl,
worin J
1 und
J
2 unabhängig
ausgewählt
sind aus H, F, Cl, CN, NO
2 und CH
3; G ausgewählt ist aus -CH
2-, -CH
2CH
2-, -CH
2CH
2CH
2-,
-OCH
2-, -CH
2O-,
CH
2CH
2O-, -OCH
2CH
2-, -O-, -N(Alkylgruppen
von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen)-, -N(Alkylgruppen von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen)CH
2-, -CH
2N(Alkylgruppen
von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen)-, -S-, -SO-, -SO
2-,
-CH
2S-, -SCH
2-,
-CH
2SO-, -SOCH
2-,
-CH
2SO
2- und -SO
2CH
2-; und G' ausgewählt ist
aus -CH
2-, -CH
2CH
2-, -CH
2CH
2CH
2-, -OCH
2-, -OCH
2-CH
2-, -N(Alkylgruppen von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen)CH
2-, -SCH
2-, -SOCH
2-, und -SO
2CH
2-;
R
5 H oder
C
1-C
3-Alkyl ist,
unter der Bedingung, dass nicht beide R
3 und
R
5 Alkyl sein können;
R
6 Aryl
ist;
R
7 Aryl oder C
1-C
3-Alkylaryl ist;
R
8 ausgewählt ist
aus Alkyl, Aryl, Heteroaryl, substituiertem Alkyl, C
1-C
4-Alkylaryl, C
1-C
4-Alkylheterocycloalkyl und
C
1-C
4-Alkylheteroaryl;
R
9 ausgewählt
ist aus H, Alkyl, Alkenyl, substituiertem Alkyl, Cycloalkyl, Aryl,
Alkoxy, Heteroaryl, Fluo ralkyl, C
1-C
4-Alkylcycloalkyl, (C
1-C
4-Alkoxy)alkyl, (C
1-C
4-Alkoxycarbonyl)alkyl, (C
1-C
4-Alkylthio)alkyl, Heterocycloalkyl, C
1-C
4-Alkylheterocycloalkyl,
C
1-C
4-Alkylaryl und C
1-C
4-Alkylheteroaryl;
R
10 H oder C
1-C
3-Alkyl ist oder
R
9 und
R
10 zusammengenommen eine 5- bis 7-gliedrige
Ringstruktur bilden können,
optional O, S, SO, SO
2 oder NR
12 enthaltend,
wobei dieser Ring optional mit -OH, -CN, -COOH oder -COOCH
3 substituiert ist;
R
11 Aryl
ist;
R
12 ausgewählt ist aus H, C
1-C
3-Alkyl, Alkoxycarbonyl, Methoxyacetyl und
Aryl;
R
13 ausgewählt ist aus -OH, -OTHP, 1-Imidazolyl
und 1-Pyrrolyl;
m
Null oder eins ist und
n Null oder eins ist, unter der Bedingung,
dass wenn A
A
2 ist, m und n nicht beide
Null sein können.
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In einem speziellen Ausführungsbeispiel
ist W ausgewählt
aus H, Cl, F, R8, C1-C4-Alkylaryl, -OR8,
-SR8, -NR9R10 und -NHC(O)R11,
unter der Bedingung, dass wenn zwei von I, Y und Z N sind und Q
Imidazolyl ist, W nicht H, Cl, F oder R8 sein
kann.
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In einem anderen speziellen Ausführungsbeispiel
ist Q ausgewählt
aus Aryl, -CH
2R
13,
-CH=N-OCH
3,
und anderem Heteroaryl als
1-Imidazolyl und 1-Triazolyl.
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Es kann in Frage kommen, dass diese
Gattung Untergattungen von Pyrimidinen (IIa–IIc), Triazinen (III), Anilinen
(IV) und Pyridinen (nicht gezeigt) umfasst:
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In einem anderen Aspekt betrifft
die Erfindung die Verwendung von Verbindung I zur Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung eines Zustands, der aus einer unangemessenen Bradykinin-Rezeptor-Aktivität resultiert,
welche umfasst, dass einem Subjekt, das einer solchen Be handlung
bedarf, eine therapeutisch wirksame Menge einer Verbindung der Formel
I verabreicht wird. Zustände,
die aus unangemessener Bradykinin-Rezeptor-Aktivität resultieren,
schließen
diabetische Vaskulopathie, postkapilläre Widerstands- oder diabetische
Symptome ein, die in Zusammenhang mit Insulitis, Entzündung, Ödem, Lebererkrankungen,
Asthma, Rhinitis, septischem Schock, Schmerz, Hyperalgesie, multipler
Sklerose, Atherosklerose, Morbus Alzheimer oder Schädel-Hirn-Trauma
stehen. Von besonderer Bedeutung sind chronischer Schmerz, Schmerz
der in Zusammenhang mit Entzündung
steht und Zahnschmerz. Diabetische Symptome, die in Zusammenhang
mit Insulitis stehen, schließen
Hyperglykämie,
Diurese, Proteinurie und erhöhte
Nitrit- und Kallikrein-Urinexkretion ein. Die Erfindung betrifft
auch die Verwendung von Verbindung I zur Herstellung eines Medikaments
zur Stimulierung des Haarwachstums oder zur Verhinderung von Haarausfall,
welche die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen Menge einer
Verbindung der Formel I an ein Subjekt umfasst, das einer solchen
Behandlung bedarf.
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In einem anderen Aspekt betrifft
die Erfindung pharmazeutische Zusammensetzungen, welche einen pharmazeutisch
verträglichen
Träger
und Verbindungen der Formel I umfassen. Die Zubereitungen können zusätzlich steroidale
oder nicht-steroidale entzündungshemmende
Arzneimittel (NSAIDS), Cyclooxygenase-(COX)-Hemmer oder selektive
Cyclooxygenase-2-(COX-2)-Hemmer umfassen.
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In einem anderen Aspekt betrifft
die Erfindung Verbindungen, welche als Intermediate bei der Synthese
von Bradykinin-Hemmern geeignet sind. Eine solche Gattung von Verbindungen
wird repräsentiert
durch die Formel
worin E Halogen oder Methylthio
und Hal Halogen ist. Eine andere Gattung wird repräsentiert
durch die Formeln
worin X -CN oder Halogen
ist und L -O-, -CH
2- oder -N(CH
3)-
ist.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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Erfindungsgemäß bevorzugte Verbindungen werden
in der Klasse der Pyrimidine gemäß Formel
II gefunden
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Das sind Verbindungen gemäß Formel
I, bei welchen zwei von X, Y und Z N sind und der dritte CH ist. Es
können
drei Klassen von Pyrimidinen beschrieben werden, abhängig davon,
welcher von X, Y und Z CH ist. Die erste von diesen sind 4-Pyrimidinamine,
bei welchen Z CH ist. Diese besitzen die Formel IIa
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In bevorzugten Ausführungsbeispielen
ist Q ausgewählt
aus Imidazolyl, Methylimidazolyl, Pyrrolyl, Methylpyrrolyl, Pyrazolyl,
Methylpyrazolyl, Hydroxymethylimidazolyl, (Dimethylaminomethyl)imidazolyl,
Furanyl, Methylfuranyl, Thienyl, Oxazolyl, Thiazolyl, Pyridinyl,
Chinolinyl, 1-Methylpyrimidin-2-onyl,
Phenyl, Fluorphenyl, Hydroxymethyl, Tetrahydropyranyloxymethyl,
Imidazolylmethyl, Pyrrolylmethyl, -CH=N-OCH
3 und
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In besonders bevorzugten Ausführungsbeispielen
ist Q Pyrrol-1-yl, Imidazol-1-yl, Furan-3-yl, 2-Methylimidazol-1-yl oder 4-Methylimidazol-1-yl;
ist A R
4R
5N-C(O)-;
ist W Cl, NHR
9, N(CH
3)R
9, OR
8, SR
8, R
8, Morpholin-4-yl
ist R
1 ausgewählt aus
Alkyl, Cycloalkyl, C
1-C
3-Alkylaryl,
C
1-C
3-Alkylcycloalkyl,
C
1-C
3-Alkylheterocycloalkyl
und C
1-C
3-Alkylheteroaryl;
sind R
2, R
3 und
R
5 H; ist R
4 C
1-C
4-Alkylaryl oder C
1-C
4-Alkylheteroaryl;
ist R
8 C
1-C
4-Alkylaryl;
ist R
9 ausgewählt aus Wasserstoff, Alkyl,
substituiertem Alkyl, (C
1-C
4)-Alkoxy,
C
1-C
4-Alkylcycloalkyl, C
1-C
4-Alkylaryl, Heterocycloalkyl,
C
1-C
4-Alkylheteroaryl
und C
1-C
4-Alkylheterocycloalkyl
und sind m und n Null.
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Wenn W NHR
9 ist,
sind bevorzugte Werte von R
9 Wasserstoff,
Methyl, Ethyl, 2,2,2-Trifluorethyl, Allyl, Cyclopropyl, 2-Cyanoethyl,
Propargyl, Methoxy, Methoxyethyl, Cyclopropyl, Cyclopropylmethyl,
(Methylthio)ethyl, 3-Methoxypropyl, 3-Pyridyl, 2-(3-Pyridyl)ethyl,
2-(2-Pyridyl)ethyl,
3-Pyridylmethyl, 4-Pyridylmethyl, 4-Pyridylmethyl-N-oxid, 2-Pyridazinylmethyl,
Sulfolan-3-yl, 3-Tetrahydrofuranyl, 2-Tetrahydrofuranylmethyl, 3-(1-Imidazolyl)propyl,
1-t-Butoxycarbonyl-4-piperidinyl, 1-t-Butoxycarbonyl-4-piperidinylmethyl,
2-(Hydroxyimino)propyl, 2-(Methoxyimino)propyl, 2-Oxo-1-propyl und
worin R
14 H,
Cl, F, CN, NO
2, SO
2NH
2, CF
3, COOCH
3, OCH
3, OH, SO
2CH
3, N(CH
3)
2 oder COOH ist;
R
15 ausgewählt
ist aus H, OCH
3, F und Cl und p eins oder
ist, ist R
12 bevorzugt
t-Butoxycarbonyl, Methoxyacetyl oder Phenyl.
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In einem anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Formel IIa ist A
und R
1 ist
n-Butyl, Cyclohexylmethyl, Cyclopentylmethyl, 2-Methylpropyl, 3-Methyl-1-butyl,
Cyclohexyl, 2,2-Dimethylpropyl,
Benzyl, 2-Thienylmethyl, 1-t-Butoxycarbonyl-4-piperidinyl,
4-Chlorbenzyl, 2-Pyranylmethyl, 4-Pyranylmethyl,
4-Pyranyl oder 1,1-Dimethylethyl;
R
2 und R
3 sind H;
Q ist Imidazolyl oder Pyrrolyl; W ist NHR
9 und
R
9 ist Alkyl, Cycloalkyl oder
worin R
14 ausgewählt ist
aus H, Cl, F, CN, NO
2, SO
2NH
2, CF
3, COOCH
3, OCH
3, SO
2CH
3, N(CH
3)
2 und COOH und
R
15 ausgewählt ist aus H, OCH
3 und
Cl.
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In einem anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Formel IIa ist A R
4R
5N-C(O)-;
ist R
1 ausgewählt aus Isopropyl, n-Butyl,
Cyclohexylmethyl, Cyclopentylmethyl, Naphthylmethyl, Cyclohexylethyl,
2-Methylpropyl, 3-Methyl-1-butyl,
Cyclohexyl, 2,2-Dimethylpropyl, Benzyl, 2-Thienylmethyl, 1-t-Butoxycarbonyl-4-piperidinyl,
4-Methoxybenzyl,
4-Chlorbenzyl, 3,4-Dichlorbenzyl, 2-Pyranylmethyl, 4-Pyranylmethyl, 4-Pyranyl
und 1,1-Dimethylethyl;
sind R
2, R
3 und
R
5 H; ist R
4 Aryl
(einschließlich
substituiertem Aryl), Idanylmethyl, Heteroarylmethyl, Pyridinyl
oder
ist R
16 H,
F, Cl, CN, NO
2, SO
2NH
2, CF
3, CH
3, COOCH
3, OCH
3, SO
2CH
3,
SOCH
3, N(CH
3)
2 oder COOH; und ist R
17 H,
OCH
3, F oder Cl. Bei diesen Verbindungen
besitzt das Kohlenstoffatom, an welches R
1 und
R
2 gebunden sind, be vorzugt die absolute
Konfiguration R, d. h. Derivate von D-Aminosäuren, wenn m und n Null sind.
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In einem anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Formel IIa, welches auch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
bei anderen Untergattungen der allgemeinen Formel I ist, ist R
4
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In dieser Gattung ist einer von J1 und J2 bevorzugt
H und der andere ist H, Cl oder CN und G ist ausgewählt aus
-CH2-, -CH2CH2-, -OCH2-, -O- und
-CH2N(Alkylgruppen von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen)-.
Verbindungen, welche die R-Konfiguration an dem Kohlenstoffatom
besitzen, das mit einem Stern gekennzeichnet ist, besitzen als Bradykinin-Rezeptor-Antagonisten
eine größere Potenz.
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Bei einer zweiten Klasse von Pyrimidinen,
den 2-Pyrimidinaminen,
ist Y CH. Diese besitzen die Formel IIb:
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Bevorzugte Ausführungsbeispiele entsprechen
denen von IIa. Insbesondere bevorzugte Ausführungsbeispiele sind solche,
bei denen Q Imidazolyl, Pyrrolyl, Pyridinyl, Flu orphenyl oder 2-Thienyl
ist. Bei diesen Verbindungen ist A bevorzugt R
4R
5N-C(O)-; ist W H, Cl, NHR
9 oder
OR
8; ist R
1 Alkyl
oder C
1-C
3-Alkylcycloalkyl; sind
R
2, R
3 und R
5 H; ist R
4 C
1-C
4-Alkylaryl oder
C
1-C
4-Alkylheteroaryl;
ist R
8 C
1-C
4-Alkylaryl; ist R
9 Wasserstoff, Alkyl,
Fluoralkyl, (C
1-C
4-Alkoxy)alkyl,
(C
1-C
4-Alkylthio)alkyl,
C
1-C
4-Alkylcycloalkyl,
C
1-C
4-Alkylaryl,
Heterocycloalkyl, C
1-C
4-Alkylheteroaryl oder
C
1-C
4-Alkylheterocycloalkyl
und sind m und n Null. Von diesen sind die am stärksten bevorzugten Verbindungen
jene, bei denen W NHR
9 ist und R
9 ist, worin R
14 H,
F, Cl, CN, NO
2, SO
2NH
2, CF
3, COOCH
3, OCH
3, SO
2CH
3, N(CH
3)
2 oder COOH ist
und R H, OCH
3 oder Cl ist.
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Bei der dritten Klasse von Pyrimidinen,
einem anderen Satz von 4-Pyrimidinaminen, ist X CH. Diese besitzen
die Formel IIc:
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Bevorzugte Ausführungsbeispiele entsprechen
denen von IIa. Insbesondere bevorzugte Ausführungsbeispiele sind jene,
bei denen Q Imidazolyl oder Pyrrolyl ist und m und n Null sind.
Bei diesen Verbindungen ist A bevorzugt R4R5N-C(O)-; ist W NHR9;
ist R1 Cyclohexylmethyl, 2- Methylpropyl oder
3-Methyl-1-butyl; sind R2, R3 und
R5 H und sind R4 und
R9 Benzyl oder substituiertes Benzyl.
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Triazine aus anderen erfindungsgemäßen Untergattungen
gemäß Formel
I; bei dieser Untergattung sind alle X, Y, und Z N. Die interessierenden
Triazine besitzen die Formel III
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Bevorzugte Ausführungsbeispiele entsprechen
denen für
die Pyrimidine. Insbesonders bevorzugte Ausführungsbeispiele sind solche,
bei denen Q Imidazolyl oder Pyrrolyl ist. Bei diesen Verbindungen
ist A bevorzugt R4R5N-C(O)-;
ist W NHR9; ist R1 Cyclohexylmethyl,
2-Methylpropyl oder 3-Methyl-1-butyl;
sind R2, R3 und
R5 H und sind R4 und
R9 Benzyl oder substituiertes Benzyl.
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Aniline aus einer anderen erfindungsgemäßen Untergattung
gemäß Formel
I, in welcher jedes X, Y und Z CH ist. Die erfindungsgemäßen Aniline
haben die Formel IV:
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Bevorzugte Ausführungsbeispiele entsprechen
jenen der Pyrimidine. Insbesonders bevorzugte Ausführungsbeispiele
sind solche, bei denen Q Imidazolyl oder Pyrrolyl ist. Bei diesen
Verbindungen ist A bevorzugt R
4R
5N-C(O)-; ist W NHR
9;
ist R
1 Alkyl, Cycloalkyl, C
1-C
3-Alkylaryl oder C
1-C
3-Alkylcycloalkyl;
sind R
2, R
3 und
R
5 H; ist R
4 C
1-C
4-Alkylaryl; ist R
9 ist R
14 H,
Cl, CN, NO
2, SO
2NH
2, CF
3, COOCH
3, SO
2CH
3,
N(CH
3)
2 oder COOH;
R
15 ist H, OCH
3 oder
Cl und sind m und n Null.
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Alle Verbindungen, die unter die
vorangehende Stammgattung und deren Untergattungen fallen, sind als
Bradykinin-Hemmer geeignet, aber nicht alle der Verbindungen sind
neu. Insbesondere werden bestimmte Pyrimidine, bei welchen Q Imidazolyl
und W H, Cl, F oder niedriges Alkyl ist, als Hemmer von Stickstoffmonoxid-Synthease
in der PCT-Anmeldung WO 98/37079 offenbart. Die spezifischen Ausnahmen
in den Patentansprüchen
unten spiegeln die Absicht der Anmelder wider, zu vermeiden, dass
Gegenstände
beansprucht werden, die zwar funktionell Teil ihrer Erfindung sind,
aber aus Gründen
nicht patentierbar sind, die nichts mit dem Anwendungsbereich des
erfinderischen Konzepts zu tun haben.
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"Alkyl" soll lineare oder
verzweigte Kohlenwasserstoffstrukturen und deren Kombinationen einschließen; Kohlenwasserstoffe
mit 20 oder weniger Kohlenstoffen sind allgemein bevorzugt. "Niedriges Alkyl" bedeutet Alkylgruppen
mit von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Beispiele niedriger Alkylgruppen
schließen
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, sec- und t-Butyl, Pentyl,
Hexyl und dergleichen ein.
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"Cycloalkyl" schließt Cycloalkylgruppen
mit von 3 bis 12 Kohlenstoffatomen ein. Beispiele von "Cycloalkyl"gruppen schließen c-Propyl,
c-Butyl, c-Pentyl, c-Hexyl,
2-Methylcyclopropyl, Cyclopropylmethyl, Cyclopentylmethyl, Norbornyl,
Adamantyl, Myrtanyl und dergleichen ein.
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"Alkenyl" bezieht sich auf
einen C2- bis C20-Kohlenwasserstoff
mit linearer, verzweigter oder zyklischer (C5-C6) Konfiguration und deren Kombinationen,
die ein oder zwei Ungesättigtheitsgrade
haben. C2-C8-Alkene sind
bevorzugt. Beispiele von Alkenylgruppen schließen Vinyl, Allyl, Isopropenyl,
Pentenyl, Hexenyl, c-Hexenyl, 1-Propenyl, 2-Butenyl, 2-Methyl-2-butenyl,
2,4-Hexadienyl und dergleichen ein.
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Alkynyl ist C2-C8-Alkynyl einer linearen oder verzweigten
Konfiguration und deren Kombinationen. Beispiele von Alkynylgruppen
schließen
Ethin, Propin, Butin, Pentin, 3-Methyl-1-butin, 3,3-Dimethyl-1-butin
und dergleichen ein.
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C1- bis C20-Kohlenwasserstoff schließt Alkyl,
Cycloalkyl, Alkenyl, Alkynyl, Aryl und deren Kombinationen ein.
Beispiele schließen
Phenethyl, Cyclohexylmethyl und Naphthylethyl ein.
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"Alkoxy" bedeutet Alkoxygruppen
mit von 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, gerader, verzweigter oder zyklischer
Konfiguration und deren Kombinationen. Beispiele von Alkoxygruppen
schließen
Methoxy, Ethoxy, Propoxy, Isopropoxy, Cyclopropyloxy, Cyclohexyloxy
und dergleichen ein. Niedriges Alkoxy betrifft Gruppen, die ein
bis vier Kohlenstoffatome enthalten.
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Halogen schließt F, Cl, Br und I ein, wobei
F und Cl die bevorzugten Gruppen sind. "Halophenyl" bedeutet Phenyl, das mit 1–5 Halogenatomen
substituiert ist. Halophenyl schließt Pentachlorphenyl, Pentafluorphenyl
und 2,4,6-Trichlorphenyl ein. "Fluoralkyl" bezieht sich auf
einen Alkylrest, bei welchem ein Wasserstoffatom oder mehrere Wasserstoffatome
durch F ersetzt ist bzw. sind, zum Beispiel: Trifluormethyl, Difluormethyl, Pentafluorethyl
und 2,2,2-Trifluorethyl.
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"Aryl" und "Heteroaryl" bedeuten einen 5-
oder 6-gliedrigen
aromatischen oder heteroaromatischen Ring, der 0–3 Heteroatome enthält, die
ausgewählt
sind aus O, N, und S; ein bizyklisches 9- oder 10-gliedriges aromatisches
oder heteroaromatisches Ringsystem, das 0–3 Heteroatome enthält, die
ausgewählt
sind aus O, N und S oder ein trizyklisches 13- oder 14-gliedriges
aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem, das 0–3 Heteroatome
enthält,
die ausgewählt
sind aus O, N und S, wobei jeder der Ringe optional mit bis zu drei Substituenten
substituiert ist, die unabhängig
ausgewählt
sind aus niedrigem Alkyl, =O, Nitro, Halogen, Hydroxy, Alkoxy, Alkylsulfonyl,
Methylendioxy, Alkoxyethoxy, Cyano, Amino, Alkylamino, Dialkylamino,
Acylamino, Aminosulfonyl, C1-C6-Alkoxycarbonyl, Carboxy,
Methylsulfonamido, Perfluoralkyl, Phenyl, Benzyl, Trityl und Phenoxy.
6- bis 14-gliedrige
Arylreste schließen
beispielsweise Benzol und Naphthalin ein, und die 5- bis 10-gliedrigen
Heteroarylreste schließen
zum Beispiel Imidazol, Pyridin, Indol, Oxazol, Thiophen, Benzopyranon,
Benzodioxan, Benzodioxol, Thiazol, Furan, Benzimidazol, Chinolin,
Isochinolin, Chinoxalin, Pyrimidin, Pyrimidinon, Pyridazin, Tetrazol
und Pyrazol ein. Durch die beispielhaften Heteroarylreste wird deutlich,
dass Heteroaryl nicht den höchst
möglichen
Ungesättigtheitsgrad
impliziert, sondern nur bedeutet, dass wenigstens ein vollständig aromatischer
Ring vorliegt (z. B. Benzodioxan).
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"Arylalkyl" und "Alkylaryl" kennzeichnen einen
Arylrest, der mit der Mutterstruktur durch einen Alkylrest verbunden
ist. Das Alkyl muss nicht geradkettig sein. Beispiele schließen Benzyl,
Phenethyl, 2-Phenylpropyl, 4-Chlorbenzyl
und dergleichen ein. Das Alkyl kann auch ein kondensiertes Cycloalkyl
wie ein Indan (z. B. Indan-2-yl),
Tetralin und Fluoren (z. B. Fluoren-9-yl) oder ein substituiertes
Alkyl, wie in 1-Hydroxyindan-2-yl, sein.
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"Heteroarylalkyl" kennzeichnet einen
Rest, der ein Alkyl umfasst, das mit einem Heteroarylring verknüpft ist,
wie Pyridinylmethyl, Pyrimidinylethyl und dergleichen.
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"Heterocycloalkyl" bedeutet ein Cycloalkyl,
bei dem ein bis drei Kohlenstoffatom bzw. Kohlenstoffatome durch
ein Heteroatom wie O, NR (R= H, Alkyl), N->O, S, SO, SO2 und
dergleichen ersetzt ist bzw. sind. Der Begriff schließt Reste
ein, bei welchen ein Ring oder mehrere Ringe optional mit bis zu
drei Substituenten substituiert ist bzw. sind, die unabhängig ausgewählt sind
aus niedrigem Alkyl, =O, Halogen, Hydroxy, Alkoxy, Amino, Alkylamino,
Dialkylamino, Acylamino, Aminosulfonyl, C1-C6-Alkoxycarbonyl,
Carboxy, Methylsulfonamido, Perfluoralkyl, Phenyl, Benzyl, Trityl
und Phenoxy. Wenn zwei Heteroatome nur durch ein einziges Kohlenstoffatom
getrennt sind, neigen die Heterocycloalkyle dazu, in wässriger
Lösung
instabil zu sein und sind deshalb nicht bevorzugt. Beispiele von
Heterocycloalkylen schließen
ein: Tetrahydrofuran, Tetrahydropyran, Piperidin, Pyridin-N-oxid,
2-Methyl-1,3-dithian, Dioxan und dergleichen.
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"Substituiertes" Alkyl, Alkenyl,
Cycloalkyl, Aryl, Heteroaryl oder Heterocycloalkyl bedeutet Alkyl,
Alkenyl, Cycloalkyl, Aryl, Heteroaryl oder Heterocycloalkyl, worin
Wasserstoffatome durch Halogen, Hydroxy, Hydroxyimino, Alkoxyimino,
Nitro, Alkoxy, Alkoxyethoxy, Amino, Alkylamino, Dialkylamino, Aminosulfonyl,
Perfluoralkyl, Phenyl, Benzyl, Trityl, Phenoxy, Amidino, Guanidino,
Ureido, Alkyl, Alkylendioxy- (z. B. Methylendioxy) -fluoralkyl,
Carboxy (-COOH), Carboalkoxy (d.h. Acyloxy RCOO-), Carboxyalkyl
(d.h. Alkoxycarbonyl -COOR), Carboxamido (CONH2),
Acylamino (RCONH-), Cyano, Carbonyl, Alkylthio, Alkylsulfinyl, Alkylsulfonyl,
Alkylsulfonamido, Arylthio, Arylsulfinyl, Arylsulfonyl, Arylsulfonamido,
Heteroaryl, Heterocyclyl, Phenoxy, Benzyloxy oder Heteroaryloxy
ersetzt sind.
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Die meisten der hierin beschriebenen
Verbindungen enthalten ein Asymmetriezentrum oder mehrere Asymmetriezentren,
wodurch Enantiomere, Diastereomere und andere stereoisomere Formen
entstehen können,
welche mit den Begriffen der absoluten Stereochemie als (R)- oder
(S)-definiert werden
können.
Die vorliegende Erfindung beabsichtigt alle diese möglichen
Stereoisomere, einschließlich
racemischer Mischungen, optisch reiner Formen und Intermediat-Mischungen,
einzuschließen.
Optisch aktive (R)- und (S)-Isomere werden, wie unten beschrieben,
unter Verwendung chiraler Synthons oder chiraler Reagenzien hergestellt
oder unter Verwendung konventioneller Techniken getrennt. Wenn eine
spezifische Chiralität
angestrebt wird, ist das durch die übliche Keil- und Strich- Kennzeichnung angezeigt;
eine schlichte Einfachbindung, die von einem chiralen Zentrum abgeht,
impliziert keine spezielle Stereochemie. Gewöhnlich werden solche Zusammensetzungen
Mischungen aus Enantiomeren sein. Wenn die hierin beschriebenen
Verbindungen olefinische Doppelbindungen oder andere Zentren geometrischer
Asymmetrie enthalten und wenn nicht anders angegeben, ist beabsichtigt,
dass die Verbindungen sowohl geometrische E- als auch Z-Isomere einschließen. Ebenso
ist es beabsichtigt, dass alle tautomeren Formen eingeschlossen
sind.
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Wie oben angegeben, umfassen pharmazeutische
Zusammensetzungen einen pharmazeutisch verträglichen Träger und Verbindungen der Formel
I. Die Zubereitungen können
zusätzlich
Steroidale oder nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel
(NSAIDS), Cyclooxygenase-(COX)-Hemmer oder selektive Cyclooxygenase-2-(COX-2)-Hemmer
enthalten. Für
die Einbindung in die pharmazeutische Zubereitung bevorzugte Arzneimittel
schließen
ein: NSAIDs wie Arylpropionsäuren,
Arylessigsäuren,
Arylbuttersäuren, Fenaminsäuren, Arylcarboxylsäuren, Pyrazole,
Pyrazolone, Salicylsäuren
und Oxicame; Cyclooxygenase-Hemmer wie Ibuprofen und Salicylsäurederivate;
selektive Cyclooxygenase-2-Hemmer wie Rofecoxib und Celecoxib; steroidale
entzündungshemmende
Arzneimittel wie Finasterid, Beclomethason und Hydrokortison.
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Abkürzungen
und Definitionen
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Die folgenden Abkürzungen und Begriffe haben
durchweg die angegebene Bedeutung:
Ac = Acetyl
BNB = 4-Brommethyl-3-nitrobenzoesäure
Boc
= t-Butyloxycarbonyl
Bu = Butyl
c- = cyclo
DBU =
Diazabicyclo[5,4,0]undec-7-en
DCM = Dichlormethan = Methylenchlorid
= CH2Cl2
DEAD
= Diethylazodicarboxylat
DIC = Diisopropylcarbodiimid
DIEA
= N,N-Diisopropylethylamin
DMAP = 4-N,N-Dimethylaminopyridin
DMF
= N,N-Dimethylformamid
DMSO = Dimethylsulfoxid
DVB = 1,4-Divinylbenzol
EEDQ
= 2-Ethoxy-1-ethoxycarbonyl-1,2-dihydrochinolin
Fmoc
= 9-Fluorenylmethoxycarbonyl
GC = Gaschromatographie
HATU
= O-(7-Azabenzotriazol-1-yl)-1,1,3,3-tetramethyluroniumhexafluorphosphat
HOAc
= Essigsäure
HOBt
= Hydroxybenzotriazol
Me = Methyl
mesyl = Methansulfonyl
MTBE
= Methyl-t-butylether
NMO = N-Methylmorpholinoxid
PEG
= Polyethylenglykol
Ph = Phenyl
PhOH = Phenol
PfP
= Pentafluorphenol
PPTS = Pyridinium-p-toluolsulfonat
PyBroP
= Brom-tris-pyrrolidino-phosphoniumhexafluorphosphat
r.t. oder
RT = Raumtemperatur
sat'd
oder sat. = gesättigt
s-
= sekundär
t-
= tertiär
TBDMS
= t-Butyldimethylsilyl
TFA = Trifluoressigsäure
THF = Tetrahydrofuran
TMOF
= Trimethylorthoformiat
TMS = Trimethylsilyl
tosyl = p-Toluolsulfonyl
Trt
= Triphenylmethyl
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Die erfindungsgemäßen Verbindungen werden wie
folgt synthetisiert.
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Schema 1 generische Festphasen-Synthese
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Amino-funktionalisiertes TentaGel-Harz
1 (10 g 5,2 mmol) wurde in 50 ml CH2Cl2 suspendiert und mit 3,73 g Linker-Säure 62 (15,6
mmol), 3,25 ml DIC (20,8 mmol) und 63 mg DMAP (0,52 mmol) behandelt.
Nach 48 Stunden bei Raumtemperatur wurden 3,77 g Linker-Säure 62,
3,25 ml DIC und 2,1 g HOBt hinzugegeben. Die Mischung wurde bei
Raumtemperatur für
17 Stunden geschüttelt
und dann zweimal mit DMF und zehnmal mit CH2Cl2 gewaschen, um Harz 63 zu ergeben. Harz
63 wurde mit dem Amin R4NH2 64
und Na(OAc)3BH in Dichlorethan bei Raumtemperatur
für 36
Stunden behandelt, dann 5 mal mit Methanol und 5 mal mit Methylenchlorid
gewaschen, um das Harz-gebundene Amin 65 zu ergeben. Das Amin wurde
mit einer N-Fmoc-Aminosäure
(66) durch Behandlung mit HATU und i-Pr2NEt
in Methylenchlorid bei Raumtemperatur für 48 Stunden gekoppelt, um
Harz 67 zu ergeben. Die Fmoc-Gruppe an Harz 67 wurde durch Behandlung
mit 30%igem Piperidin in DMF entfernt und das resultierende, Harz-gebundene
Amin wurde dann mit Fluorpyrimidin 68, i-Pr2NEt
in DMSO:nBuOH (1:1) bei 100 °C
für 18
Stunden umgesetzt und dann mit Methanol, CH2Cl2 gewaschen, um das Harz-gebundene Produkt
69 zu ergeben. Das Endprodukt wurde durch Behandlung mit TFA für 3 Stunden
vom Harz abgespalten, um Produkt 70 zu ergeben.
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Fluorpyrimidin 68 wurde durch Zusammenrühren von
315 mg 6-Imidazolyl-2,4-difluorpyrimidin (1,7 mmol), 265 mg 3-Chlorbenzylamin
und 0,5 ml i-Pr2NEt in 30 ml THF bei 50 °C für 16 Stunden
und danach Kühlen
auf Raumtemperatur hergestellt. Die Reaktion wurde mit Ethylacetat
verdünnt
und mit gesättigter
NHQCl-Lösung,
H2O und Kochsalzlösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und konzentriert. Das Rohprodukt wurde
durch Flash-Chromatographie gereinigt (eluiert mit 4:5:1 EtOAc:Hexanen:MeOH),
um 160 mg 68 (im Vergleich zu den anderen Regioisomeren das stärker polare
Produkt) zu ergeben.
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Schema 2 stellt eine Synthese dar,
die der aus Schema 1 gleicht, außer, dass der Linker photolytisch spaltbar
ist, im Gegensatz zur Spaltbarkeit durch Säure. Wie in Schema 2 gezeigt,
wurden 2,5 g Amino-funktionalisiertes TENTAGELTM-Harz
1 (0,70 mmol) in 10 ml CH2Cl2 suspendiert
und mit 0,882 g Linker-Säure
2 (2,1 mmol), 0,44 ml DIC (2,8 mmol) und 17 mg DMAP (0,14 mmol)
behandelt. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur für 17 Stunden
geschüttelt
und dann zehnmal mit CH2Cl2 gewaschen,
um Harz 3 zu ergeben.
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1,13 g Harz 3 wurden mit 50%igem
TFA-CH
2Cl
2 bei Raumtemperatur
für 1,5
Stunden behandelt und dann zehnmal mit CH
2Cl
2, für
10 Minuten mit 15%igem Et
3N-CH
2Cl
2 und fünfmal
mit CH
2Cl
2 gewaschen.
Das entschützte
Harz wurde dann in 12 ml CH
2Cl
2 suspendiert
und mit 449 mg N-Fmoc-D-Leu (1,27 mmol), 483 mg HATU (1,27 mmol)
und 0,50 ml i-Pr
2NEt (2,85 mmol) behandelt.
Die Mischung wurde für
19 Stunden bei Umgebungstemperatur geschüttelt und dann 5 mal gewaschen,
um Harz 4 zu ergeben. Die Fmoc-Gruppe an Harz 4 wurde durch Behandlung
mit 30%igem Piperidin in DMF entfernt und das resultierende Harz-gebundene
Amin (0,32 mmol) wurde dann mit 182 mg 6-Imidazolyl-2,4-difluorpyrimidin
(0,64 mmol) und 0,34 ml i-Pr
2NEt (1,92 mmol)
in 10 ml DMF bei 23 °C
für 17
Stunden umgesetzt und dann mit DMF und CH
2Cl
2 gewaschen, um Harz 5 zu ergeben. Bei dieser
Reaktion wird auch das andere Regioisomer 5a erzeugt,
das den Zugang zur Reihe
der Pyrimidine der obigen allgemeinen Formel IIa bietet. Beide werden
nach der Spaltung getrennt. Der Einfachheit halber werden in Schema
2 nur die weiteren Umsetzungen in der Reihe IIb gezeigt. Das Harz-gebundene
Fluorid 5 wurde mit 0,25 ml 3,4-Dichlorbenzylamin
(1,6 mmol) in 15 ml DMF und 0,30 ml Hünig's Base bei 60 °C für 18 Stunden behandelt und
dann auf Raumtemperatur gekühlt
und mit DMF, CH
2Cl
2 gewaschen.
Das Endprodukt wurde durch Photolyse in MeOH für 17 Stunden vom Harz abgespalten, um
49,2 mg Rohprodukt zu ergeben. Reinigung durch Flash-Chromatographie
(eluiert mit 5:5:1 EtOAc:Hexanen:MeOH) ergab 27,2 mg 6a (später als
eine Mischung zweier Regioisomere im Verhältnis 1:1 bestimmt).
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Schema 3 veranschaulicht eine Lösemittelphasen-Synthese über Chlorpyrimidine
und Schema 4 illustriert eine Lösemittelphasen-Synthese über Fluorpyrimidine.
Wie in Schema 3 gezeigt, wurde EDC (5,18 g, 26,47 mmol) in eine
Lösung
aus N-Boc-D-Leucin (6,0 g, 24,07 mmol) in 250 ml CH2Cl2 gegeben, gefolgt von der Zugabe von 2,99
ml 4-Chlorbenzylamin (24,07 mmol). Die Mischung wurde bei Raumtemperatur
für 4 Stunden
gerührt,
dann mit Ethylacetat verdünnt
und zweimal mit 1 N HCl und mit gesättigter NaHCO3-
und zweimal mit Kochsalzlösung
gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und dann konzentriert,
um 7,92 g rohes Amidprodukt zu ergeben, welches mit 50%iger TFA
in CH2Cl2 bei Raumtemperatur
für 4 Stunden
behandelt wurde. Das Lösemittel
wurde entfernt, und der Rückstand
wurde in Ethylacetat aufgenommen und mit wässriger 2 N NaOH-Lösung und
dann Kochsalzlösung
gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und konzentriert, um quantitativ
das Aminprodukt 7 zu ergeben.
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Dreihundertneunzig Milligramm des
freien Amins 7 (1,1 mmol) wurden mit 0,6 ml i-Pr2NEt
und 500 mg 6-Imidazolyl-2,4-dichlorpyrimidin
(2,0 mmol) in DMF bei 50 °C
für 16
Stunden behandelt, dann mit Ethylacetat verdünnt und mit gesättigter
NH4Cl-Lösung,
H2O und Kochsalz gewaschen, über MgSO4 getrocknet und konzentriert und mittels
Flash-Chromatographie (eluiert mit 8:10:1 EtOAc: Hexanen:MeOH) gereinigt,
um 200 mg 8 und 130 mg 9 zu ergeben. Zweiundneunzig Milligramm 9
(0,21 mmol) in 3 ml n-Butanol
wurden mit 0,9 ml 3-Chlorbenzylamin und 1 ml i-Pr2NEt
bei 100 °C
für 16
Stunden behandelt, dann auf Raumtemperatur gekühlt, mit Ethylacetat verdünnt und
mit gesättigter
NH4Cl-Lösung,
H2O und Kochsalzlösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und konzentriert. Das Rohprodukt
wurde mittels Flash-Chromatographie gereinigt (eluiert mit 4:5:1 EtOAc:Hexanen:MeOH),
um 97,2 mg 10 zu ergeben.
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Alternativ wurden, wie in Schema
4 veranschaulicht, 280 mg des freien Amins 7 (1,1 mmol) mit 0,25 ml
i-Pr2NEt und 200 mg 6-Imidazolyl-2,4-difluorpyrimidin
(1,1 mmol) in THF bei Raumtemperatur für 13 Stunden behandelt, dann
mit Ethylacetat verdünnt
und mit gesättigter
NH4Cl-Lösung, H2O und Kochsalzlösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und konzentriert. Das Rohprodukt
wurde mittels Flash-Chromatographie (eluiert mit 8:10:1 EtOAc:Hexan:
MeOH) gereinigt, um 35 mg 11 (weniger polares Produkt) und 80 mg
12 (stärker
polares Produkt) zu ergeben. Vierhundertfünfzig Milligramm 12 (1,08 mmol)
in 50 ml THF oder n-Butanol wurde mit 1,7 g 3-Chlorbenzylamin und
5 ml i-Pr2NEt bei 80 °C für 16 Stunden behandelt, dann
mit Ethylacetat verdünnt
und mit gesättigter
NH4Cl-Lösung,
H2O und Kochsalzlösung gewaschen, über MgSO4 getrocknet und konzentriert. Das Rohprodukt
wurde mittels Flash-Chromatographie
(eluiert mit 6:12:1 EtOAc:Hexanen:MeOH) gereinigt, um 350 mg 10
zu ergeben.
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Schema 5 veranschaulicht eine Synthese
eines Mitglieds der Untergattung, in welcher R1 Heterocycloalkyl
ist. Gemäß Schema
5 wurde ein trockner 500-ml-Rundkolben (im Ofen erhitzt/mit Argon
gekühlt)
mit 25 g (109,2 mmol) Boc-Isonipecotinsäure (21) beschickt. Der Kolben
wurde mit Argon gespült
und 150 ml trocknes THF wurden mittels Spritze in das luftfreie
System gespritzt. Die Mischung wurde dann, während sie auf 0 °C gekühlt wurde,
gerührt
und ein Öl-Blasenzähler wurde
angeschlossen, dann wurden 131 ml einer 1 M Boran/THF-Lösung (131
mmol) langsam in die Lösung
gespritzt und die Lösung
wurde für
1/2 Stunde gerührt. Methanol
wurde langsam in die Lösung
getropft, bis die Blasenbildung beendet war. Die Lösung wurde
mit 200 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
und zweimal mit Ethylacetat extrahiert und die organische Phase
wurde über
Magnesiumsulfat getrocknet. Die Reaktionsausbeute war 22,44 g (96
%) des Produkts 22 als weißer Feststoff. 1H-NMR CDCl3: ein
3H Multiplett von 0,85–1,2
ppm, ein 9H Singulett bei 1,45 ppm, ein 4H Multiplett 1,455–1,8 ppm,
ein breites 2H Signal bei 2,65 ppm, ein breites 1H Signal bei 3,45
ppm und ein breites 1H Signal bei 3,6 ppm.
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Ein 250-ml-Rundkolben wurde mit 5,8
g (27 mmol) 22, 8,5 g (32,37 mmol) Triphenylphosphin und 2,2 g (32,37
mmol) Imidazol beschickt. Einhundert Milliliter Methylenchlorid
wurden hinzugegeben und die resultierende Lösung wurde bei 0 °C für ungefähr 5 Minuten
gerührt.
Zum Abschluss wurden 8,2 g (32,37 mmol) Iod hinzugefügt und die
Lösung
wurde bei 0 °C
für 5 Minuten
und bei Raumtemperatur für
ungefähr
1 Stunde gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit 200 ml Hexan verdünnt und
der Triphenylphosphinoxid-Niederschlag wurde abfiltriert (das wurde
wiederholt, bis sämtlicher
Niederschlag entfernt war). Die rohe Mischung wurde mittels Flash-Chromatographie
unter Verwendung eines 5-10%igen Ethylacetat/Hexan- Lösemittelsystems gereinigt.
Ein Phosphormolybdänsäure-Farbstoff (PMA) wurde
verwendet, um das Produkt auf der Dünnschichtplatte sichtbar zu
machen. Die sich ergebende Ausbeute an reinem 23 als Öl betrug
2,6 g (30 %). 1H-NMR in CDCl3:
2H Quartett bei 1,1 ppm (J=12 Hz), ein 9H Singulett bei 1,4 ppm,
ein breites 1H Signal bei 1,55 ppm, ein 2H Duplett bei 1,75 (J=12
Hz), ein breites 2H Signal bei 2,65 ppm, ein 2H Duplett bei 3,05
ppm (J=6 Hz) und ein breites 2H Signal bei 4,1 ppm. Der Rf = 0,13, unter Verwendung eines 5%igen Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems.
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Ein trockner 250-ml-Rundkolben (im
Ofen erhitzt/mit Argon gekühlt),
wurde mit 1,3 g (5,13 mmol) N-(Diphenylmethylen)glycinethylester
beschickt. Der Kolben wurde mit Argon gespült und es wurden 100 ml trocknes
THF in das luftfreie System eingespritzt. Die resultierende Lösung wurde
unter Rühren
auf –78 °C gekühlt und
es wurden 6,2 ml (6,15 mmol) einer 0,1 M Natriumhexamethyldisilazan-Lösung in
THF in die Lösung
eingespritzt. Die Reaktion wurde bei –78 °C für 1/2 Stunde gerührt und
eine Lösung
von 2 g 23 in trockenem THF wurde in das System gespritzt. Die Lösung wurde
bei –78 °C für 1 Stunde,
bei 0 °C
für 1 Stunde
und über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit einer Lösung von 1 g (6,15 mmol) Zitronensäure in Wasser
gewaschen und mit 200 ml Ethylacetat verdünnt. Die organische Phase wurde
extrahiert und über
Magnesiumsulfat getrocknet. Die rohe Mischung wurde mittels Flash-Chromatographie,
unter Verwendung eines 10%igen Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems,
gereinigt. Die Ausbeute betrug 1,45 g (61 %) festes Produkt 24. 1H-NMR in CDCl3:
Ein breites 3H Multiplett von 0,8–1,15 ppm, ein breites 4H Signal
bei 1,25 ppm, ein 9H Singulett bei 1,4 ppm, ein breites 2H Signal
bei 1,5 ppm, ein breites 1H Triplett bei 1,85 ppm, ein breites 2H
Quartett bei 2,6 ppm, ein breites 2H Signal bei 3,95 ppm, ein breites
2H Signal bei 4,15 ppm, ein 2H Triplett bei 7,15 ppm (J=3,6 Hz),
ein 6H Multiplett von 7,25–7,5
ppm und ein 2H Duplett bei 7,6 ppm (J=9 Hz). Der Rf =
0,22, unter Verwendung eines 10%igen Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems.
ESI MS bei 465 MH+.
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Ein 100-ml-Rundkolben wurde mit 0,35
g (0,75 mmol) 24 beschickt und 20 ml Ethanol wurden in den Kolben
hinzugefügt.
Unter Rühren
wurden 0,5 ml einer 50%igen (Gewichts-%) Hydroxylamin-Lösung, gefolgt von 0,5 ml Eisessig
(5 Minuten später),
hinzugegeben. Die Reaktion wurde für 10 Minuten gerührt, bis
das Ausgangsmaterial, nachgewiesen mittels Dünnschichtchromatographie, verschwunden
war. Die Reaktionsmischung wurde mit 100 ml Ethylacetat verdünnt, 20
ml Kochsalzlösung
wurden hinzugegeben, gefolgt von der basischen Einstellung mit 0,5
M NaOH. Die organische Phase wurde extrahiert und die wässrige Phase
wurde dann mit 2 20-ml-Portionen Methylenchlorid extrahiert. Die
vereinigten organischen Phasen wurden über Magnesiumsulfat getrocknet.
Die rohe Mischung wurde mittels Flash-Chromatographie, unter Verwendung eines 55%igen
Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems,
gereinigt. Ein Ninhydrin-Farbstoff
wurde verwendet, um den Produktfleck auf der Dünnschichtplatte sichtbar zu
machen. Die Ausbeute an reinem 25 als Öl betrug 0,25 g (96 %). 1H-NMR in CDCl3:
Ein 1H Multiplett von 0,9–1,05
ppm, ein breites 3H Triplett bei 1,1 ppm, ein 3H Triplett bei 1,25
ppm (J=6 Hz), ein breites 11H Signal bei 1,4 ppm, ein 3H Multiplett
von 1,5–1,8
ppm, ein breites 2H Triplett bei 2,7 ppm, ein 3H Quartett bei 3,45
ppm (J=3,6 Hz) und ein 4H Multiplett von 4–4,2 ppm. Der Rf = 0,22,
unter Verwendung eines 55%igen Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems.
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Ein 50-ml-Rundkolben wurde mit 0,310
g (1 mmol) 25 und 5 ml DMF beschickt. Unter Rühren wurden 0,22 g (1 mmol)
Pyrimidin/Imidazol-Untereinheit und 0,35 ml (2 mmol) Diisopropylethylamin
(Hünig's Base) hinzugefügt. Die
Mischung wurde bei 90 °C über Nacht
gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit 200 ml Ethylacetat verdünnt und
mit Wasser gewaschen. Die organische Phase wurde extrahiert und über Magnesiumsulfat
getrocknet.
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Die rohe Mischung wurde mittels Flash-Chromatographie,
unter Verwendung eines 80–90%igen
Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems,
gereinigt. Die Ausbeute der Reaktion betrug 0,14 g des Regioisomers
mit Substitution des Pyrimidins in 2-Position und 0,12 g (25 %)
des gewünschten
Regioisomers 36 (Öl),
(die Gesamtausbeute beträgt
54%). 1H-NMR in CDCl3:
ein 1H Multiplett von 0,9–1,05
ppm, ein breites 3H Triplett bei 1,15 ppm, ein 2H Triplett bei 1,3
ppm (J=6Hz), ein 9H Singulett bei 1,45 ppm, ein breites 2H Signal
bei 1,7 ppm, ein breites 2H Signal bei 1,85 ppm, ein breites 2H
Triplett bei 2,65 ppm, ein breites 2H Signal bei 4,1 ppm, ein 2H
Quartett bei 4,2 ppm (J=2,4 Hz), ein breites 1H Signal bei 4,9 ppm,
ein 1H Dublett bei 6,05 ppm (J=9 Hz), ein breites 1H Singulett bei
6,3 ppm, ein 1H Singulett bei 7,15 ppm, ein 1H Singulett bei 7,5
ppm und ein 1H Singulett bei 8,3 ppm. Der Rf des
gewünschten
Regioisomers betrug ungefähr
0,22, unter Verwendung eines 80%igen Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems. Das reine
Produkt ergab ein Molekülion
von 480, MH+.
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Ein 50-ml-Rundkolben wurde mit 0,12
g (0,25 mmol) 26, 0,142 g (1 mmol) 3-Chlorbenzylamin und 5 ml trockenem
n-Butanol beschickt. Die Lösung
wurde bei 120 °C über Nacht
gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit 200 ml Ethylacetat verdünnt und
mit Wasser gewaschen. Die organische Phase wurde extrahiert und über Magnesiumsulfat
getrocknet. Die rohe Mischung wurde mittels Flash-Chromatographie,
unter Verwendung eines 90–95%igen
Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems,
gereinigt. Die Ausbeute be trug 0,125 g (87 %) 27 als Öl. 1H-NMR in CDCl3:
ein 1H Triplett bei 0,9 ppm (J=6), ein breites 2H Signal bei 1,1
ppm, ein 3H Triplett bei 1,25 ppm (J=4,8 Hz), ein 9H Singulett bei
1,45 ppm, ein breites 5H Signal bei 1,65 ppm, ein breites 2H Signal
bei 2,6 ppm, ein breites 4H Signal bei 4,1 ppm, ein 2H Dublett bei
4,55 ppm (J=6 Hz), ein breites 1H Signal bei 4,7 ppm, ein 1H Dublett
bei 5,4 ppm (J=9 Hz), ein 1H Singulett bei 5,75 ppm, ein 1H Singulett
bei 7,1 ppm, ein 3H Singulett bei 7,2 ppm, ein 1H Singulett bei
7,35 ppm, ein 1H Singulett bei 7,5 ppm und ein 1H Singulett bei
8,25 ppm. Der Rf des Produkts betrug ungefähr 0,28,
unter Verwendung eines 80%igen Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems.
Das reine Produkt ergab ein Molekülion von 584, MH+.
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Ein 50-ml-Rundkolben wurde mit 0,125
g (0,214 mmol) 27 und 10 ml THF beschickt. Unter Rühren wurde
eine Lösung
von 0,09 g (2,14 mmol) Lithiumhydroxid in 10 ml Wasser hinzugegeben.
Die Lösung
wurde bei 55 °C
für 2 Stunden
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde mit 200 ml Ethylacetat verdünnt und
mit einer Lösung
von 0,412 g (2,14 mmol) Zitronensäure in Wasser gewaschen, um
die vorhandene überschüssige Base
zu neutralisieren. Die organische Phase wurde extrahiert und über Magnesiumsulfat
getrocknet. Die rohe Mischung wurde mittels Flash-Chromatographie,
unter Verwendung eines 95%igen Ethylacetat/Methanol-Lösemittelsystems
gereinigt. Die Ausbeute betrug 0,1 g (83 %) reines 28 als weißen Feststoff. 1H-NMR
in CDCl3: ein breites 1H Signal bei 0,9
ppm, ein breites 3H Signal bei 1,1 ppm, ein 2H Triplett bei 1,25
ppm (J=6 Hz), ein 9H Singulett bei 1,4 ppm, ein breites 4H Signal
bei 1,65 ppm, ein breites 2H Signal bei 2,45 ppm, ein breites 3H
Signal bei 4 ppm, ein breites 2H Signal bei 4,3–4,8 ppm, ein breites 1H Signal
bei 5,85 ppm, ein 1H Singulett bei 7,05 ppm, ein 3H Singulett bei
7,15 ppm, ein 1H Dublett bei 7,25 ppm (J=3,6), ein 1H Singu lett
bei 7,5 ppm und ein 1H Singulett bei 8,5 ppm. Der Rf des
Produkts betrug ungefähr
0,08, unter Verwendung eines 95%igen Ethylacetat/Methanol-Lösemittelsystems.
Das reine Produkt ergab ein Molekülion von 556, das mit seinem Molekulargewicht
von 555, MH+, übereinstimmt.
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Ein 50-ml-Rundkolben wurde mit 0,099
g (0,178 mmol) 28 und 20 ml Methylenchlorid beschickt. Unter Rühren wurden
0,048g (0,356 mmol) 1-Hydroxybenzotriazol (HOBT) und 0,068 g (0,356
mmol) 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid (EDC)
zu der Lösung
hinzugefügt,
dann wurde 1 ml DMF hinzugegeben, um die Löslichkeit zu fördern, und
die Lösung
wurde für
20 Minuten gerührt,
bis bei der Dünnschichtchromatographie
der Fleck des Säureintermediats
verschwunden war. Fünfzig
Milligramm (0,356 mmol) 4-Chlorbenzylamin wurden zu der Lösung hinzugegeben
und diese wurde für
2 Stunden gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit 200 ml Ethylacetat verdünnt und
nacheinander mit den Lösungen
0,5 M HCl, 0,5 M NaOH und Kochsalzlösung gewaschen. Die organische
Phase wurde extrahiert und über
Magnesiumsulfat getrocknet. Die rohe Mischung wurde mittels Flash-Chromatographie,
unter Verwendung von 100–98%igem Ethylacetat/Methanol
als Lösemittelsystem,
gereinigt. Die Ausbeute betrug 0,085 g (71 %) reines 29 als Öl. 1H-NMR in CDCl3:
ein 4H Multiplett von 0,9–1,3
ppm, ein 9H Singulett bei 1,4 ppm, ein breites 5H Signal bei 1,6
ppm, ein 1H Multiplett von 1,75–2,15
ppm, ein breites 2H Signal bei 2,6 ppm, ein 2H Singulett bei 3,85
ppm, ein breites 1H Signal bei 4,05 ppm, ein 4H Multiplett von 4,3–4,6 ppm,
ein 1H Dublett bei 5,3 ppm (J=6), ein 1H Singulett bei 5,7 ppm,
ein 2H Singulett bei 7,1 ppm, ein 7H Multiplett von 7,15–7,3 ppm,
ein 1H Singulett bei 7,45 ppm und ein 1 H Singulett bei 8,25 ppm.
Der Rf des Produkts betrug ungefähr 0,24,
unter Verwendung eines 95%igen Ethylacetat/Methanol-Lösemittelsystems.
Das reine Produkt ergab ein Molekülion von 679, das mit dem Molekulargewicht,
der relativen Atommasse von 678, übereinstimmt.
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Ein 50-ml-Rundkolben wurde mit 0,020
g (0,03 mmol) 29 und 3 ml Methylenchlorid beschickt. Unter Rühren wurden
1,5 ml (0,02 mmol) Trifluoressigsäure hinzugegeben und die Lösung wurde
für ungefähr 20 Minuten
gerührt,
bis das Boc-enthaltende Intermediat in der Dünnschichtchromatographie verschwunden
war. Die Reaktionsmischung wurde mit 10 ml Toluol verdünnt und
zweimal eingedampft. Das Produkt 30 wurde mit 50 ml Ethylacetat
verdünnt
und mit 0,5 M NaOH gewaschen. 1H-NMR in
CDCl3: ein 5H Multiplett von 0,75–1 ppm,
ein 5H Multiplett von 1,5–1,8
ppm, ein 1H Singulett bei 1,95 ppm, ein 2H Quartett bei 2,6 ppm
(J=14), ein breites 1H Signal bei 3,1 ppm, ein 2H Singulett bei
3,65 ppm, ein 4H Multiplett von 4–4,7 ppm. Ein 1H Singulett bei
5,9 ppm, ein 9H Multiplett von 7,05–7,15 ppm, ein 1H Singulett
bei 7,5 ppm und ein 1H Singulett bei 8,3 ppm. Das reine Produkt
ergab ein Molekülion
von 579, das mit seinem Molekulargewicht, der relativen Atommasse
von 578, übereinstimmt.
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Wie in Schema 6 dargestellt, wurde
ein 500-ml-Rundkolben
mit 10 g (55,84 mmol) 31, 84 g (558,4 mmol) Natriumiodid, 20,63
g (55,84 mmol) t-Butylammoniumiodid und 250 ml Aceton beschickt.
Die Mischung wurde unter Rückfluss über Nacht
gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde filtriert, um überschüssiges Natriumiodid zu entfernen
und mit 100 ml Hexan verdünnt.
Die Mischung wurde wiederum filtriert, um weiteres verbliebenes
Natriumiodid zu entfernen. Dieser Vorgang wurde wiederholt, bis
sich kein Niederschlag mehr bildete, wenn die Mischung mit Hexan
verdünnt
wurde. Die Ausbeute der Reaktion betrug 9,66 g (77 %) reines 2-(Iodmethyl)tetrahydro-2H-pyran
32 als Öl.
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Die 1H-NMR
in CDCl3 deckte sich mit der Struktur. Rf = 0,55, unter Verwendung eines 2%igen Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems und eines Phosphormolybdänsäure-Farbstoffs. Das Produkt
ergab kein massenspektroskopisches Signal.
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Ein trockner 100-ml-Rundkolben (im
Ofen erhitzt/mit Argon gekühlt)
wurde mit 3,2 g (11,80 mmol) N-(Diphenylmethylen)glycinethylester
beschickt und mit Argon gespült.
Fünfunddreißig Milliliter
trocknes DMPU und 15 ml trocknes THF wurden mittels Spritze in das
luftfreie System gespritzt. Die resultierende Lösung wurde auf –78 °C gekühlt und
17,70 ml (1,5 mmol) einer 0,1 M Lösung von Natriumhexamethylsilazan
in THF wurden in das System gespritzt, das dann bei –78 °C für 20 Minuten
gerührt
wurde. Abschließend
wurde eine luftfreie Lösung
von 4 g (17,70 mmol) 32 in trockenem THF in das System gespritzt,
welches dann bei –78 °C für 1/2 Stunde,
bei 0 °C
für 1/2
Stunde und über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt
wurde. Die Reaktionsmischung wurde mit 300 ml Ethylacetat verdünnt und
5 mal mit 50-ml-Portionen Wasser gewaschen, um das DMPU zu entfernen.
Die organische Phase wurde extrahiert und über Magnesiumsulfat getrocknet.
Die rohe Mischung wurde mittels Flash-Chromatographie, 4–11%iges
Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystem,
gereinigt. Die Ausbeute der Reaktion betrug 1,57 g des weniger polaren
Diastereomers von 33 und 0,33 g des stärker polaren Diastereomers
von 33. Die Gesamtausbeute betrug 1,9 g (44 %). Die 1H-NMR
in CDCl3 stimmte mit den Strukturen überein.
Die Diastereomere zeigen in der Dünnschichtchromatographie, unter
Verwendung eines 5%igen Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems,
eine Teilüberlappung,
Rf = 0,55. Das Produkt ergab ein Molekülion von
366, in Übereinstimmung
mit dem Molekulargewicht von 365.
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Hinweis: Zur Verdeutlichung wird
festgestellt, dass die Verfahren während des ganzen Rests der
Synthese, die Verwendung des stärker
polaren Diastereomers einschließen.
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Entschützen und Aufarbeitung von 33,
um 34 zu erhalten, folgen dem gleichen Verfahren, wie für das Isonipecotin-Analoge
(siehe die Synthese von 25 in dieser Sequenz).
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Die rohe Mischung wurde mittels Flash-Chromatographie,
unter Verwendung eines 80–90%igen
Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems
und einem Ninhydrin-Farbstoff,
gereinigt. Die Ausbeute für
die Reaktion betrug 68 %. Die 1H-NMR in
CDCl3 deckte sich mit den Strukturen. Der
Rf = 0,15, unter Verwendung eines 90%igen
Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems.
Das Produkt ergab MH+ @ 202.
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Die Kupplung und Aufarbeitung von
34 mit dem Dichlorpyrimidin-Pyrrol-Intermediat folgte dem gleichen
Verfahren wie für
das Isonipecotin-Analoge mit dem Dichlorpyrimidin-Imidazol-Intermediat
(siehe die Synthese von 26 in dieser Sequenz). Die rohe Mischung
wurde mittels Flash-Chromatographie,
unter Verwendung eines 10–20%igen
Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems,
gereinigt. Die Ausbeute der Reaktion betrug 25 % für das gewünschte stärker polare
Regioisomer und 62 % für
die Gesamtausbeute beider Regioisomere. Die 1H-NMR
in CDCl3 deckt sich mit den Strukturen.
Der Rf = 0,15, unter Verwendung eines 10%igen
Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems.
Das Produkt ergab MH+ @ 379.
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Die verbleibenden Schritte von 35
zu 36 folgen den korrespondierenden Verfahren für das Isonipecotin-Analoge
(siehe Schema 5). Das rohe 36 wurde mittels Flash-Chromatographie,
unter Verwendung eines 16–25%igen
Ethyl acetat/Hexan-Lösemittelsystems,
gereinigt. Die 1H-NMR in CDCl3 deckt
sich mit der Struktur. Der Rf = 0,55, unter
Verwendung eines 20%igen Ethylacetat/Hexan-Lösemittelsystems. Das Produkt
ergab MH+ bei 615.
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Schema 7 stellt eine beispielhafte
Synthese dar, worin m > Null
und A = A2 ist. Zu Boc-D-Leucinol (2,7 g,
12,4 mmol), Triphenylphosphin (3,25 g, 12,4 mmol) und Phthalimid
(1,82 g, 12,4 mmol) in 25 ml trockenem THF wurde tropfenweise DEAD
hinzugegeben. Die Lösung
wurde bei Raumtemperatur über
Nacht gerührt, konzentriert
und in MeOH aufgenommen. Zu dieser Lösung wurde Hydrazin (780 ml,
24,8 mmol) hinzugefügt und
für 2 Stunden
zum Rückfluss
erhitzt. Es wurde der Lösung
ermöglicht,
auf Raumtemperatur abzukühlen und
der weiße
Niederschlag wur de filtriert. Die Mutterlauge wurde konzentriert,
in EtO-Ac aufgenommen
und mit 1N HCl gewaschen. Die wässrige
Phase wurde dann in einem Eisbad gekühlt, mit 3N NaOH basisch eingestellt
und mit EtOAc extrahiert. Die organische Phase wurde über K2CO3 getrocknet und
konzentriert, um 41 als klares Öl
zu ergeben. (0,75 g, 3,5 mmol, 28 %).
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Zu 41 (0,3 g, 1,4 mmol) in 15 ml
Pyridin wurde 4-Chlorbenzoylchlorid
(194 ml, 1,5 mmol) hinzugegeben und die Mischung wurde bei Raumtemperatur
für 4 Stunden
gerührt.
Die Reaktion wurde in 200 ml Wasser gegossen und der Niederschlag
filtriert. Der resultierende Feststoff wurde in DCM aufgenommen
und mit gesättigter
NaHCO3-Lösung und
1 M KHSO4 gewaschen. Die organische Phase
wurde über
MgSO4 getrocknet und konzentriert, um 42
als blass-weißen
Feststoff zu erhalten. (0,30 g, 0,84 mmol, 61 %).
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Einhundertfünfundsechzig Milligramm 42
(0,46 mmol) wurden in 10 ml DCM aufgenommen und 5 ml TFA wurden
hinzugefügt.
Nach 30 Minuten wurde die Lösung
konzentriert, in DMF aufgenommen und mit einem Überschuss Triethylamin basisch
eingestellt. Dazu wurde 2,4-Dichlor-6-imidazolylpyrimidin (100 mg, 0,46 mmol)
gegeben und die Mischung über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde konzentriert und das resultierende Öl mittels
eine Kieselgel-Säule
gereinigt, wobei mit 2%igem MeOH/DCM eluiert wurde, um 43 zu erhalten.
(42 mg, 0,1 mmol, 21 %).
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Zu 43 (30 mg, 0,07 mmol) in 10 ml
n-Butanol wurden DIEA (60 ml, 0,35 mmol) und 3-Chlorbenzylamin (200
ml, 1,4 mmol) hinzugefügt
und die Reaktion wurde über
Nacht auf 100 °C
erhitzt. Die Lösung
wurde konzentriert und das resultierende Öl mittels eine Kieselgel-Säule gereinigt, wobei
mit 5%igem MeOH/DCM eluiert wurde, um 44 als Schaum zu ergeben.
(31 mg 0,06 mmol, 82 %).
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Schema 8 veranschaulicht eine zu
der aus Schema 7 ähnliche
Synthese, bei welcher A R9NH- ist. Zweihundertsiebzig
Milligramm 41 (1,25 mmol), 4-Chlorbenzaldehyd
(193 mg, 1,4 mmol) und Natriumtriacetoxyborhydrid (0,4 g, 1,9 mmol)
wurden in 20 ml Dichlorethan zusammengegeben und bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt.
Die Mischung wurde dann konzentriert, in DCM aufgenommen und mit
gesättigter
NaHCO3-Lösung
gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und konzentriert, um 45
zu ergeben, das ohne weitere Reinigung verwendet wurde. (0,40 g,
1,2 mmol, 94 %).
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Zu 45 (0,35 g, 1,03 mmol) in DCM,
das in einem Eisbad gekühlt
wurde, wurde langsam Trifluoressigsäureanhydrid (145 μl, 1,03 mmol)
gegeben. Nach 10 Minuten wurde die Lösung konzentriert, in DCM aufgenommen
und mit 1 M KHSO4 gewaschen. Die organische
Phase wurde über
MgSO4 getrocknet und konzentriert, um 46
zu ergeben, das ohne weitere Reinigung verwendet wurde. (0,32 g,
0,75 mmol, 75 %).
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Dreihundertzwanzig Milligramm 46
(0,73 mmol) wurden in 10 ml DCM aufgenommen und 5 ml TFA wurden
hinzugegeben. Nach 30 Minuten wurde die Lösung konzentriert, in DMF aufgenommen
und mit einem Überschuss
Triethylamin basisch eingestellt. Dazu wurde 2,4-Dichlor-6-imidazolylpyrimidin
(190 mg, 0,88 mmol) gegeben und bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde konzentriert und das resultierende Öl mittels
eine Kieselgel-Säule
gereinigt, wobei mit 2%igem MeOH/DCM eluiert wurde, um 47 zu erhalten.
(100 mg, 0,19 mmol, 27 %).
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Zu 47 (100 mg, 0,19) in 5 ml n-Butanol
wurden DIEA (60 μl,
0,35 mmol) und 3-Chlorbenzylamin (200 μl, 1,4 mmol) hinzugegeben und über Nacht
auf 100 °C
erhitzt. Die Lösung
wurde konzentriert und das resultierende Öl mittels einer Kieselgel-Säule gereinigt,
wobei mit 5%igem MeOH/DCM eluiert wurde, um 48 als Schaum zu erhalten.
(10 mg 0,02 mmol, 9 %).
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Eine Lösung von 48 (10 mg 0,02 mmol)
in 10 ml MeOH:H2O:THF (1:1:1) wurde für 6 Stunden
mit einem Überschuss
LiOH zum Rückfluss
erhitzt. Die Lösung
wurde konzentriert, in DCM aufgenommen und mit Kochsalzlösung gewaschen.
Die organische Phase wurde über
MgSO4 getrocknet und konzentriert, um 49
zu ergeben. (6 mg, 0,01 mmol, 50 %).
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Gemäß Schema 9 wurde eine Lösung von
2,4-Dichlor-6-methylpyrimidin
(710 mg, 4,36 mmol) in 4,5 ml trockenem THF bei –78 °C tropfenweise zu einer Lösung von
frisch bereitetem LDA (466 mg, 4,36 mmol) in 17,5 ml trockenem THF
gegeben. Nachdem für
weitere 15 Minuten gerührt
wurde, wurde die Lösung
des gebildeten Anions mit einer Kanüle in eine Lösung von
Camphersulfonyloxaziridin (1,0 g, 4,36 mmol) in 11 ml trockenem
THF, die auf –78 °C gehalten
wurde, überführt. Die
Reaktionsmischung wurde für
1 Stunde in einem Trockeneis-Aceton-Bad gerührt, dann mit Essigsäure gequencht
und auf Raumtemperatur gebracht. Wässrige Aufarbeitung und Chromatographie
(Kieselgel, Hexan:Ethylacetat, 4:1) ergab 300 mg 72.
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Eine Lösung von 2,4-Dichlor-6-hydroxymethylpyrimidin
(1,8 g, 10,0 mmol), Dihydropyran (1,26 g, 15 mmol) und PPTS (502
mg, 2,0 mmol) in 20 ml trockenem Chloroform wurde für 1 Stunde
bei RT gerührt.
Dünnschichtchromatographie
zeigte die völlige
Abwesenheit des Ausgangsmaterials an. Wässrige Aufarbeitung und Chromatographie
(Kieselgel, Hexan:Ethylacetat, 85:15) ergab 1,02 g des THP-Ethers
73.
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Eine Lösung von Leucinamid 74 (254
mg, 1,0 mmol), THP-Ether (263 mg, 1 mmol) und Et3N
(101 mg, 1 mmol) in 10 ml trockenem THF wurde für 24 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Abdampfen des Lösemittels, gefolgt
wässriger
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat,
65:35) ergab 174 mg des gewünschten
Isomers 75.
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Eine Lösung von 75 (174 mg, 0,36 mmol)
und 3-Chlorbenzylamin
(142 mg, 1,0 mmol) in 15 ml n-Butanol wurde über Nacht zum Rückfluss
erhitzt. Das Lösemittel
wurde im Vakuum entfernt und der Rückstand wurde mittels Chromatographie
(Kieselgel, Ethylacetat) gereinigt, um 52 mg 6 bereitzustellen.
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Eine Lösung von 76 (52 mg, 0,085 mmol)
und PPTS (50 mg, 0,2 mmol) in 12 ml Ethanol:Wasser 5:1 wurde über Nacht
zum Rückfluss
erhitzt. Abdampfen des Lösemittels
und wässrige
Aufarbeitung ergaben 33 mg des Alkohols 77, welcher im nächsten Schritt
ohne weitere Reinigung verwendet wurde.
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Eine Lösung von Alkohol 77 (140 mg,
0,28 mmol) und Et3N (85 mg, 0,84 mmol) in
3 ml trockenem DMSO wurde mit Pyridin·SO3-Komplex
(134 mg, 0,84 mmol) bei RT behandelt. Wässrige Aufarbeitung ergab Aldehyd
78 in nahezu quantitativer Ausbeute.
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Eine Lösung von Aldehyd 78 (25 mg,
0,05 mmol), NH2OMe·HCl (42 mg, 0,5 mmol) und
wasserfreiem NaOAc (41 mg, 0,5 mmol) in 5 ml Ethanol wurde über Nacht
zum Rückfluss
erhitzt. Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat,
3:1) ergab 10 mg des Oximethers 80, (M+H)+:
529,2.
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Eine Mischung von Aldehyd 78 (135
mg, 0,27 mmol), Toluolsulfonylmethylisocyanid (TOSMIC) (195 mg,
1 mmol) und K2CO3 (138
mg, 1 mmol) in 5 ml Methanol wurde für 5 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Abdampfen des Lösemittels
und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat, 1:2) ergab 57
mg des Oxazols 81, (M+H)+: 539,2.
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Gemäß Schema 10 wurde n-BuLi (10
mmol, 4 ml einer 2,5 M Lösung
in Hexan) bei –78 °C zu einer Lösung von
1-Dimethylsulfamoylimidazol
(1,75 g, 10 mmol) in 50 ml trockenem Ether hinzugefügt. Nach
Rühren
für 1 Stunde
wurde die Suspension des gebildeten Anions schnell mittels einer
Spritze in eine Suspension von 2,4-Dichlorpyrimidin (1,49 g, 10
mmol) in 80 ml trockenem Ether, die auf –30 °C gehalten wurde, überführt. Nach
dem Rühren
für 30
Minuten bei –30 °C wurde die
Temperatur auf 0 °C
gebracht und für
weitere 30 Minuten gehalten. Die Reaktionsmischung wurde mit einer
Mischung aus Essigsäure
(0,64 ml), Wasser (0,1 ml) und THF (2 ml) gequencht. Sofort danach wurde
eine Lösung
von DDQ (2,27 g, 10 mmol) in 10 ml THF hinzugegeben und die Reaktionsmischung
wurde über
Nacht gerührt.
Nach Verdünnen
mit Ethylacetat (25 ml) wurde die Reaktionsmischung durch Celite
filtriert und das Filtrat dreimal mit Wasser gewaschen. Abschließend wurde
eine schnelle Wäsche
mit eiskalter 0,5%iger NaOH durchgeführt, um das Hydrochinon zu
entfernen. Abdampfen des Lösemittels
und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat 3:1) ergab 550
mg 83.
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Eine Lösung von Leucinamid 74 (200
mg, 0,79 mmol), 2,4-Dichlor-6-(1-dimethylsulfamoylimidazol-2-yl)pyrimidin
(254 mg, 0,79 mmol) und Et3N (88 mg, 0,87
mmol) in 3 ml DMF wurde bei RT für
5 Tage gerührt.
Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Ethylacetat) ergab
200 mg 84, (M+H)+: 540,1.
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Eine Lösung von Chlorpyrimidin 84
(200 mg, 0,37 mmol) und 3-Chlorbenzylamin (568 mg, 4 mmol) in 10
ml n-Butanol wurde über
Nacht zum Rückfluss
erhitzt. Das Lösemittel
wurde im Vakuum entfernt und der Rückstand wurde chromatographiert
(Kieselgel, Ethylacetat:Methanol, 98:2), um 12 mg 85, (M+H)+: 538,2, zu ergeben.
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Eine Lösung von 2,4-Dichlor-6-(1-dimethylsulfamoylimidazol-2-yl)pyrimidin
83 (246 mg, 0,76 mmol) in 10 ml 1,5 N HCl wurde für 1 Stunde
zum Rückfluss
erhitzt. Nach dem Kühlen
auf RT, wurde der pH mit wässrigem
NaHCO3 auf 8, 5 eingestellt und das Produkt
wurde in CH2Cl2 extrahiert.
Nach dem Trocknen wurde die CH2Cl2-Phase abgedampft, um 110 mg 2,4-Dichlor-6-(imidazol-2-yl)pyrimidin zu ergeben.
Eine Mischung aus 2,4-Dichlor-6-(imidazol-2-yl)pyrimidin
(121 mg, 0,56 mmol), K2CO3 (100
mg, 0,72 mmol) und CH3I (2,280 g, 1 ml,
16 mmol) in 15 ml trockenem Aceton wurde für 48 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Nach Kühlen
auf RT wurde das Lösemittel
abge dampft und der Rückstand
zwischen Wasser und CH2Cl2 verteilt.
Die CH2Cl2-Phase wurde
nacheinander mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen und dann wurde
das Lösemittel
abgedampft, um 75 mg 2,4-Dichlor-6-(1-methylimidazol-2-yl)pyrimidin 86 zu
ergeben.
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Eine Lösung von 2,4-Dichlor-6-(1-methylimidazol-2-yl)pyrimidin 86 (72
mg, 0,31 mmol), Leucinamid 74 (100 mg, 0,39 mmol) und Et3N (100 mg, 1 mmol) in 3 ml DMF wurde über Nacht
auf 70 °C
erhitzt. Wässrige Aufarbeitung
und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat, 1:3) ergab 67
mg 87, (M+H)+: 447,2.
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Gemäß Schema 11 wurde eine Lösung von
3-Chlorphenethylalkohol (5 g, 32 mmol) in 50 ml trockenem MeCN für 24 Stunden
mit Dibromtriphenylphosphoran (13,54 g, 32 mmol) behandelt. Die
Reaktionsmischung wurde filtriert und das Lösemittel wurde im Vakuum entfernt.
Der Rückstand
wurde mit Hexan verrieben und filtriert. Abdampfen des Lösemittels
ergab 6,5 g 3-Chlorphenethylbromid. Eine Lösung des Bromids (6,5 g, 29,6
mmol) in 50 ml trockenem DMSO, das NaCN (2,17 g, 44 mmol) enthielt,
wurde über
Nacht auf 100 °C erhitzt.
Die Reaktionsmischung wurde mit Wasser verdünnt und mit Ether extrahiert.
Die Ether-Phase wurde mit Wasser gewaschen, getrocknet und das Lösemittel
wurde im Vakuum entfernt. Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat,
4:1) ergab 3,7 g des Nitrils 89.
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Eine 2 M Lösung von Me3Al
in Toluol (18 ml, 36 mmol) wurde bei 5 °C langsam zu einer gerührten Suspension
von NH4Cl (2,07 g, 38,7 mmol) in 20 ml trockenem
Toluol hinzugefügt.
Nachdem die Zugabe beendet war, wurde die Reaktionsmischung auf
RT erwärmt
und für
2 Stunden gerührt.
Dann wurde eine Lösung des
Nitrils 89 (3,7 g, 22,4 mmol) in 15 ml trockenem Toluol hinzugegeben
und die Lösung
wurde für
18 Stunden auf 80 °C
erhitzt. Nach dem Abkühlen
auf RT, wurde die Reaktionsmischung in eine Aufschlämmung von
15 g Kieselgel in 50 ml CHCl3 gegossen und
für 5 Minuten
gerührt.
Das Kieselgel wurde filtriert und mit Methanol gewaschen. Das Filtrat
und die Waschlösungen
wurden vereinigt und das Lösemittel
wurde entfernt. Der erhaltene Rückstand
wurde zwischen Wasser und Methylenchlorid verteilt. Abdampfen des
Methylenchlorids ergab 2,7 g des Amidins 90.
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Eine Lösung von Amidin 90 (2,7 g,
14,8 mmol) und Diethylmalonat (2,37 g, 14,8 mmol) in 50 ml trockenem
Ethanol, das frisch hergestelltes NaOEt (1,0 g, 14,8 mmol) enthielt,
wurde für
15 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Nach dem Abkühlen
auf RT wurde das Lösemittel
entfernt und der Rückstand
wurde in Wasser gelöst.
Der pH wurde auf 4 eingestellt und der ausgefallene Feststoff wurde
filtriert und getrocknet, um 2,6 g 2-(3-Chlorphenethyl)-4,6-dihydroxypyrimidin
zu ergeben. Eine Mischung aus 2-(3-Chlorphenethyl)-4,6-dihydroxypyrimidin
(2,6 g, 10,38 mmol), POCl3 (25 ml) und N,N-Diethylanilin
(6 ml) wurde über
Nacht zum Rückfluss
erhitzt. Nach Abkühlen
auf RT wurde die Reaktionsmischung in Eiswasser gegossen und das
Produkt in Ether extrahiert. Die Ether-Phase wurde nacheinander
mit Wasser und Kochsalzlösung
gewaschen und das Lösemittel
wurde abgedampft. Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat,
9:1) des Öls
ergab 2,6 g 2-(3-Chlorphenethyl)-4,6-dichlorpyrimidin
(91).
-
Eine Lösung von 2-(3-Chlorphenethyl)-4,6-dichlorpyrimidin
(286 mg, 1 mmol) 91 in 3 ml trockenem DMF wurde mit 1-Trimethylsilylimidazol
(140 mg, 1 mmol) und CsF (152 mg, 1 mmol) über Nacht bei RT behandelt.
Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat,
1:1) ergab 200 mg 4-Chlor-2-(3-chlorphenethyl)-6-(1-imidazolyl)pyrimidin
(92).
-
Eine Lösung von 4-Chlor-2-(3-chlorphenethyl)-6-(1-imidazolyl)pyrimidin
92 (100 mg, 0,31 mmol), Leucinamid 74 (95 mg, 0,372 mmol) und DIEA
(129 mg, 1 mmol) in 2 ml DMF wurde für 24 Stunden auf 80 °C erhitzt.
Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Ethylacetat:Methanol,
98:2) ergab 105 mg 93, (M+H)+: 537,4.
-
-
Gemäß Schema 12 wurde eine Lösung von
4,6-Dichlor-2-methylthiopyrimidin
(1,95 g, 10 mmol) in 30 ml trockenem THF auf 0 °C gekühlt und mit einer Lösung von
MeMgBr (14 ml einer 1,4 M Lösung,
19,6 mmol) behandelt. Nach dem Rühren über Nacht
bei RT wurde die Reaktionsmischung mit gesättigter NH4Cl-Lösung gequencht.
Die organische Phase wurde mit Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet
und abgedampft. Der Rückstand
wurde mittels Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat, 9:1)
gereinigt, um 1,3 g 4-Chlor-6-methyl-2-methylthiopyrimidin
(95) zu ergeben.
-
Trocknes DMF (2 ml) wurde auf –5 °C gekühlt und
POCl3 (15,4 mmol, 2,31 g) wurde tropfenweise
hinzugesetzt. Das Kältebad
wurde entfernt und die Reaktionsmischung wurde für 15 Minuten bei RT gerührt. 4-Chlor-6-methyl-2-methylthiopyrimidin
(1,3 g, 7,47 mmol) wurde hinzugegeben und der Inhalt wurde über Nacht
auf 60 °C
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde auf Eis gegossen, der pH wurde
auf 9 eingestellt und das ausgefallene Produkt wurde filtriert.
Der Niederschlag wurde mit Wasser gewaschen und getrocknet, um 1,3
g Enaminon 96 zu ergeben.
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Eine Mischung des Enaminons 96 (675
mg, 2,6 mmol) und N-Methylharnstoff (232 mg, 3,14 mmol) in 5 ml
Essigsäure
wurde für
2 Stunden auf 100 °C
erhitzt. Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Ethylacetat:Methanol,
98:2) ergab 100 mg Pyrimidinon 97.
-
Eine Lösung von 97 (100 mg, 0,37 mmol),
Leucinamid 74 (100 mg, 0,34 mmol) und DIEA (60 mg, 0, 4 6 mmol)
in 3 ml DMF wurde für
2 Tage auf 80 °C
erhitzt. Wässrige
Aufarbeitung, gefolgt von Chromatographie (Kieselgel, Ethylacetat:Methanol,
95:5) ergab 30 mg 98.
-
Eine Mischung aus 98 (30 mg, 0,061
mmol) und NaIO4 (263 mg, 1,23 mmol) in 6
ml Methanol:Wasser 1:1 wurde ü ber
Nacht bei RT gerührt.
Wässrige
Aufarbeitung ergab 10 mg rohen Sulfoxid 99.
-
Sulfoxid 99 (10 mg, 0,002 mmol) und
3-Chlorbenzylamin (27 mg, 0,2 mmol) in 2 ml n-Butanol wurden für 24 Stunden
zum Rückfluss
erhitzt. Wässrige
Aufarbeitung, nach dem Entfernen des n-Butanols, gefolgt von Chromatographie
(Kieselgel, CH2Cl2:Methanol,
95:5) ergab 2 mg 100, (M+H)+: 580,2.
-
-
Gemäß Schema 13 wurde eine Lösung von
(R)-Leucinol (1,288 g, 11 mmol) in 5 ml THF bei RT tropfenweise
zu einer gerührten
Suspension von Kaliumhydrid (0,485 g, 12,1 mmol) in 25 ml trockenem
THF hinzugegeben. Nach Rühren über Nacht
bei RT, wurde tropfenweise eine Lösung von 4-Chlorbenzylbromid
(2,25 g, 11 mmol) in 5 ml THF hinzugefügt. Das Rühren wurde für weitere
3 Stunden fortgesetzt. Das Lösemittel
wurde abgedampft und der Rückstand
wurde zwischen Wasser und Ether verteilt. Die Ether-Phase wurde
mit Kochsalzlösung
gewaschen, getrocknet und das Lösemittel
wurde im Vakuum entfernt, um 2,1 g Ether 101 zu ergeben.
-
Eine Lösung von 4-Chlor-6-(1-imidazolyl)-2-methylthiopyrimidin
(227 mg, 1 mmol), Aminoether 101 (242 mg, 1 mmol) und Et3N (101 mg, 1 mmol) in 4 ml DMF wurde für 24 Stunden
auf 70 °C
erhitzt. Wässrige Aufarbeitung
und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat, 1:1) ergab 300
mg Thioether 103.
-
Eine Lösung von Thioether 103 (300
mg, 0,7 mmol) in 10 ml CH2Cl2 wurde
mit m-CPBA (428 mg, 1,74 mmol) bei 0 °C über Nacht behandelt. Der Niederschlag
wurde filtriert und das Filtrat wurde eingedampft, um das rohe Sulfon
104 zu erhalten. Es wurde kein Ausgangsmaterial oder Sulfoxid-Intermediat
mittels MS nachgewiesen.
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Eine Lösung von Sulfon 104 (100 mg,
0,22 mmol) und 3-Chlorbenzylamin
(2 mmol) in 3 ml n-Butanol wurde für 24 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Wässrige
Aufarbeitung, nach dem Entfernen des n-Butanols, gefolgt von Chromatographie
(Kieselgel, Ethylacetat), ergab 22 mg 105, (M+H)+:
525,2.
-
-
Gemäß Schema 14 wurde eine Lösung von
4-Chlor-6-(1-imidazolyl)-2-methylthiopyrimidin
(227 mg, 1 mmol), (R)-Leucinol
(117 mg, 1 mmol) und Et3N (101 mg, 1 mmol)
in 3 ml DMF für
24 Stunden auf 70 °C
erhitzt. Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat,
1:3) ergab 290 mg 106.
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Eine Lösung von Alkohol 106 (290 mg,
0,94 mmol) und Et3N (303 mg, 3 mmol) in
5 ml DMSO wurde bei RT über
Nacht mit Pyridin-Schwefeltrioxid-Komplex (477 mg, 3 mmol) behandelt.
Wässrige
Aufarbeitung ergab 280 mg des rohen Aldehyds 107, der im nächsten Schritt
ohne weitere Reinigung verwendet wurde.
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Eine Mischung aus Aldehyd 107 (280
mg, 0,91 mmol), Na(OAc)3BH (290 mg, 1,37
mmol), 4-Chlorbenzylamin (142 mg, 1 mmol) und HOAc (60 mg, 1 mmol)
in 10 ml trockenem 1,2-Dichlorethan wurde über Nacht bei RT gerührt. Wässrige Aufarbeitung
und Chromatographie (Kieselgel, CH2Cl2:Methanol:NH4OH,
95:5:0,5) ergab 135 mg 108.
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Eine Lösung von Amin 108 (130 mg,
0,3 mmol) und Boc-Anhydrid
(214 mg, 1 mmol) in 5 ml THF wurde über Nacht bei RT gerührt. Wässrige Aufarbeitung,
nach dem Entfernen des Lösemittels,
ergab 60 mg Boc-geschütztes
Amin 109.
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Eine Mischung aus dem Boc-geschütztem Amin
109 (60 mg, 0,11 mmol) und m-CPBA (83 mg, 0,33 mmol) in 20 ml CH2Cl2:Phosphatpuffer
1:1 wurde bei 0° C
für 2 Stunden
gerührt
und dann über
Nacht im Kühlschrank
aufbewahrt. Die Methylenchlorid-Phase wurde filtriert und das Lösemittel
wurde entfernt, um das rohe Sulfon zu ergeben. Eine Lösung des
Sulfons in 5 ml n-Butanol, die 10 Äq. 3-Chlorbenzylamin enthielt, wurde für 20 Stunden
zum Rückfluss
erhitzt. Das Lösemittel
wurde im Vakuum entfernt und der Rückstand wurde für zwei Tage
mit CH2Cl2:TFA 2:1
behandelt. Nach dem Entfernen des Lösemittels wurde der Rückstand
in Wasser aufgenommen und basisch eingestellt. Das ausgefallene
Produkt wurde in CH2Cl2 extrahiert.
Eindampfen der CH2Cl2-Phase
ergab 6 mg 110, (M+H)+: 524,2.
-
-
Gemäß Schema 15 wurde eine Lösung von
Ph3P (262 mg, 1 mmol) und Phthalimid (147
mg, 1 mmol) in 3 ml trockenem THF bei RT mit einer Lösung von
Diethylazodicarboxylat (174 mg, 1 mmol) in 2 ml trockenem THF behandelt.
Nach 5-minütigem Rühren wurde
eine Lösung
des Alkohols 111 (257 mg, 1 mmol) in 5 ml trockenem THF hinzugegeben
und das Rühren
wurde für
3 Tage fortgesetzt. Das Lösemittel
wurde entfernt und der Rückstand
wurde chromatographiert (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat, 4:1), um
320 mg Phthalimid 112 zu erhalten.
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Dreihundertzwanzig Milligramm (0,83
mmol) des Phthalimids 112 und 50 mg (1 mmol) NH2NH2·H2O in 5 ml Ethanol wurden für 2 Stunden
zum Rückfluss
erhitzt. Das Lösemittel
wurde entfernt und der Rückstand wurde
zwischen CH2Cl2 und
1 N NaOH verteilt. Eindampfen der organischen Phase nach dem Trocknen
ergab das primäre
Amin. Das Amin wurde mit 4-Chlorbenzoesäure (130 mg, 0,83 mmol), unter
Verwendung von HATU (1 Äq.)
in DMF, das 2 Äq.
DIEA enthielt, gekuppelt. Das Amid wurde mittels Chromatographie
(Kieselgel, Hexan:Ethylacetat, 1:1) gereinigt, Ausbeute 200 mg.
Die Boc-Gruppe wurde durch Rühren
in TFA:CH2Cl2 (1:2) bei
RT über
Nacht entfernt, um 113 zu ergeben.
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Eine Lösung von 4-Chlor-6-(1-imidazolyl)-2-methylthiopyrimidin
(227 mg, 1 mmol), dem TFA-Salz des Amins 113 (220 mg, 1 mmol) und
Et3N (303 mg, 3 mmol) in 3 ml DMF wurde über Nacht
auf 80 °C
erhitzt. Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat,
1:3) ergab 130 mg 114.
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Eine Lösung von Thioether 114 (130
mg, 0,27 mmol) in 20 ml CH2Cl2 wurde
bei 0 °C
für 1 Stunden
mit m-CPBA (196 mg, 0,8 mmol) behandelt und dann über Nacht
in einem Kühlschrank
belassen. Die Reaktionsmischung wurde filt riert und das rohe Sulfon
115 wurde durch Eindampfen des Filtrats isoliert.
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Eine Lösung von Sulfon 115 (130 mg,
0,25 mmol), 3-Chlorbenzylamin
(72 mg, 0,5 mmol) und Et3N (50 mg, 0,5 mmol)
in 4 ml n-Butanol wurde für
20 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Ethylacetat:Methanol,
99:1) ergab 66 mg 116, (M+H+): 578,2.
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Das korrespondierende Sulfonamid
117 wurde mittels eines Verfahrens hergestellt, das dem aus Schema
15 ähnelt,
wobei 4-Chlorbenzolsulfonylchlorid anstelle von 4-Chlorbenzoylchlorid
verwendet wurde, (M+H)+: 614,2.
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Verbindungen bei welchen X, Y und
Z CH sind und Q Pyrrol ist, werden wie in Schema 16 gezeigt, hergestellt.
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Gemäß Schema 16 wurde eine Lösung von
3,5-Dinitroanilin
(1,83 g, 10 mmol) und 2,5-Dimethoxytetrahydrofuran in 20 ml HOAc über Nacht
zum Rückfluss
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde in Wasser gegossen und mit
EtOAc extrahiert. Die Ethylacetat-Phase wurde mit Wasser, gefolgt
von NaHCO3- und Kochsalzlösung, gewaschen.
Nach dem Trocknen wurde das Lösemittel
entfernt, um 1,52 g 1-(3,5-Dinitrophenyl)pyrrol zu ergeben.
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Eine Mischung aus 1-(3,5-Dinitrophenyl)pyrrol
(1,52 g, 6, 52 mmol) und SnCl2·H2O (4,4 g, 19,57 mmol) in 30 ml Ethylacetat
wurde über
das Wochenende bei RT gerührt.
Das Lösemittel
wurde entfernt und der Rückstand
wurde in Wasser aufgenommen. Die wässrige Phase wurde mit 1 N
NaOH basisch eingestellt, um die Zinnsalze aufzulösen, und
das Produkt wurde in Ethylacetat extrahiert. Chromatographie (Kieselgel,
Hexan:Ethylacetat, 4:1) des Rohprodukts ergab 440 mg 1-(3-Amino-5-nitrophenyl)pyrrol.
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Eine Lösung von Benzylester 120 (222
mg, 1 mmol), DIEA (129 mg, 1 mmol) und Trifluormethansulfonsäureanhydrid
(282 mg, 1 mmol) in 5 ml trockenem CH2Cl2 wurde bei 0 °C für 1,5 Stunden gerührt. Dünnschichtchromatographie
in Hexan:Ethylacetat (4:1) zeigt die vollständige Umsetzung des Ausgangsmaterials. Das
Lösemittel
wurde entfernt und das rohe Triflat 121 wurde für den nächsten Schritt verwendet.
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Eine Lösung von 1-(3-Amino-5-nitrophenyl)pyrrol
(203 mg, 1 mmol) und Triflat 121 in 15 ml 1,2-Dichlorethan, das Collidin (121 mg,
1 mmol) enthielt, wurde für
24 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Wässrige,
saure Aufarbeitung, gefolgt von Chromatographie (Hexan:Ethylacetat,
4:1) ergab 95 mg 122.
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Ester 122 (95 mg, 0,23 mmol) wurde
mit 250 mg NaOH in 5 ml Methanol:Wasser 95:5 behandelt. Nach Rühren über Nacht
bei RT, wurde das Lösemittel
entfernt und der Rückstand
wurde in Wasser aufgenommen. Der pH wurde auf 3 eingestellt und
die ausgefallene Säure
wurde in Ethylacetat extrahiert. Eindampfen der Ethylacetat-Phase
ergab 57 mg 123.
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Zu einer Lösung von Carbonsäure 123
(57 mg, 0,18 mmol) in 3 ml trockenem DMF, das 2 Äq. DIEA enthielt, wurde 1 Äq. HATU
hinzugefügt.
Nach 5 Minuten wurde 1 Äq.
4-Chlorbenzylamin hinzugegeben und das Rühren wurde über Nacht fortgesetzt. Das
nach der wässrigen
Aufarbeitung erhaltene Rohprodukt 124 wurde direkt für den nächsten Schritt
verwendet.
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Amid 124 wurde, wie vorher beschrieben,
mit SnCl2·2H2O
(5 Äq.)
in Ethylacetat reduziert. Anilin 125 wurde mittels Chromatographie
(Kieselgel, Hexan:Ethylacetat, 1:1) gereinigt, Ausbeute 7 mg.
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Eine Mischung aus Anilin 125 (7 mg,
0,017 mmol), Na(OAc)3BH (6 Äq.) und
3-Chlorbenzaldehyd (6 Äq.)
in 2 ml 1,2-Dichlorethan wurde über
Nacht bei RT gerührt.
Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Hexan: Ethylacetat,
62:38) ergab 3 mg 126, (M+H)+: 535,1.
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Zu einer Lösung von N-BOC-Cyclohexylalanin
(200 mg, 0,74 mmol) in 2 ml trockenem Methylenchlorid wurden bei
23 °C tropfenweise
Hydrazin (0,1 ml, 0,89 mmol) und EDC (159 mg, 0,81 mmol) hinzugegeben. Die
Reaktionsmischung wurde für
48 Stunden gerührt
und dann mit NH4Cl-Lösung, Wasser und Kochsalzlösung gewaschen,
um 150 mg 132 zu ergeben.
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Eine Lösung von Hydrazid 132 (72,4
mg, 0,254 mmol) und Imidat 133 (52 mg, 0,28 mmol) in 2 ml trockenem
Acetonitril wurde für
16 Stunden bei RT gerührt.
Dünnschichtchromatographie
zeigte die vollständige Abwesen heit
des Ausgangsmaterials. Das Lösemittel
wurde entfernt und das Rohprodukt wurde mit TFA:Methylenchlorid,
1:1, behandelt und mit 1 N NaOH, Wasser und Kochsalzlösung gewaschen,
um 16,2 mg Triazol 134 zu ergeben.
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Eine Lösung von Triazol 134 (16,2
mg, 0,06 mmol), Fluorpyrimidin 68 (27,3 mg, 0,09 mmol) und iPr2NEt (0,02 ml, 0,12 mmol) in 1 ml trockenem
n-BuOH wurde für
16 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Abdampfen des Lösemittels,
gefolgt von wässriger
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat:Methanol,
4:4:1), ergab 9,0 mg des gewünschten
Produkts 136.
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Erfindungsgemäße Verbindungen, bei denen
A
1 ist und bei welchen A
1 ist, werden wie in Schema
17 gezeigt, synthetisiert. In beiden Fällen wird die BOC-Schutzgruppe
mit Trifluoressigsäure
gespalten und das Amin wird weiter umgesetzt, wie bereits beschrieben.
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Schema 18
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Eine Lösung von Diazoketon 51 (2,89
g, 9,78 mol) in 60 ml Ether, wurde auf –20 °C gekühlt und 2 ml 48%ige HBr (960
mg, 11,85 mol) wurden tropfenweise hinzugegeben. Nach 35 Minuten
wurden zusätzliche 0,5
ml HBr (240 mg, 2,96 mol) hinzugefügt und das Rühren wurde
für 25
Minuten fortgesetzt. Dünnschichtchromatographie
[Hexan:Ethylacetat (4:1)] zeigte die vollständige Abwesenheit des Ausgangsmaterials
und das Vorhandensein des weniger polaren α-Bromketons. Kalte wässrige Aufarbeitung
und Chromatographie auf Kieselgel mit Hexan:Ethylacetat (85:15)
ergab 2,7 g reines α-Bromketon
52. 1H-NMR (CDCl3):
5,00–4,80 (m,
1H), 4,64–4,50
(m, 1H), 1,90–0,90
(m, 22H) . Das α-Bromketon
wird mit 4-Chlorbenzamidin in zum Rückfluss erhitztem Chloroform
umgesetzt, um Imidazol 53, gemäß des Verfahrens
von Nagao et al. [Heterocycles 42, 517–523 (1996)], zu ergeben. Das α-Bromketon
wird mit 4-Chlorthiobenzamid
in Dioxan umgesetzt, um Thiazol 54, gemäß des Verfahrens von Nan'Ya et al.[J. Heterocycl.
Chem. 32, 1299–1302
1995], zu ergeben.
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Schema 19 veranschaulicht die Synthese
eines Beispiels, bei welchem m 1 ist. Eine Lösung von Boc-α-Cyclohexyl-D-Alanin
(1,085 g, 4,0 mmol) und N-Methylmorpholin (404 mg, 4,0 mmol) in
15 ml trockenem THF wurde auf –10 °C gekühlt und
eine Lösung
von Isobutylchlorformiat (544 mg, 4,0 mmol) in 5 ml THF wurde tropfenweise
hinzugesetzt. Nach dem Rühren
für weitere
10 Minuten, wurde langsam eine etherische Lösung von Diazomethan (ca. 9
mmol) hinzugefügt.
Nach Rühren über Nacht
bei RT, zeigte Dünnschichtchromatographie
die Bildung von Diazoketon (Rf ≈ 0,4 in Hexan:Ethylacetat
4:1). Das überschüssige Di azomethan wurde
durch Zugabe von wässriger
HOAc zerstört
und das Lösemittel
wurde im Vakuum abgedampft. Der erhaltene Rückstand wurde zwischen Ether
und Wasser verteilt. Die Ether-Phase wurde nacheinander mit wässriger
NaHCO3-Lösung, Wasser
und Kochsalzlösung
gewaschen. Nach dem Trocknen (MgSO4) wurde
der Ether abgedampft, um Diazoketon 140 als schwach-gelbes Öl zu ergeben.
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Das Diazoketon wurde in 10 ml t-Butanol
gelöst
und die Lösung
wurde unter Argon zum Rückfluss
gebracht. Eine frisch hergestellte und filtrierte Lösung von
Silberbenzoat (0,5 g, 2,18 mmol) in 3 ml Et3N
wurde über
30 Minuten tropfenweise mittels einer Spritze hinzugegeben. Der
Rückfluss
wurde für
eine weitere Stunde fortgesetzt. Eine kleine Menge Entfärbungskohle
wurde hinzugegeben und die Reaktionsmischung wurde durch Celite
filtriert. Nach Eindampfen des Filtrats wurde der Rückstand
chromatographiert (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat (85:15)), um 650
mg R-t-Butyl-3-(cyclohexylmethyl)-3-t-butoxycarbonylaminopropionat,
141 (M+H)+: 342,0, zu ergeben.
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Eine Lösung von 141 (650 mg, 1,90
mmol) in 10 ml TFA:DCM (1:1) wurde für 6 Stunden bei RT gerührt. Das
Lösemittel
wurde entfernt und der Rückstand
wurde mit Boc-Anhydrid
in Dioxan/wässriger
NaOH behandelt, um 486 mg R-3-(Cyclohexylmethyl)-3-t-butoxycarbonylamino-propionsäure, 142
(M–H)+: 284,7, zu ergeben.
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Eine Lösung von 142 (284 mg, 1,0 mmol)
und DIEA (258 mg, 2,0 mmol) in 5 ml trockenem DMF wurde mit HATU
(380 mg, 1,0 mmol) bei RT behandelt. Nach 5 Minuten wurde 4-Cyanobenzylamin
(132 mg, 1,0 mmol) hinzugesetzt und die Reaktionsmischung wurde über Nacht
bei RT gerührt.
Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat (1:3)
ergab 200 mg Amid 143.
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Eine Lösung von Amid 143 (200 mg,
0,5 mmol) in 10 ml TFA:DCM (1:1) wurde zwei Tage bei RT gerührt. Das
Lösemittel
wurde abgedampft und der Rückstand
wurde in 5 ml DMF aufgenommen, das DIEA (258 mg, 2,0 mmol) und 2,6- Dichlor-4-(1-pyrrolyl)pyrimidin
(107 mg, 0,5 mmol) enthielt. Nach Erhitzen über Nacht bei 80 °C wurde die
Reaktionsmischung mit Wasser verdünnt und das Produkt wurde in
Ethylacetat extrahiert. Das Lösemittel
wurde entfernt und der Rückstand
wurde chromatographiert (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat (1:3)), um
50 mg des 2-(1-Pyrrolyl)pyrimidin-Derivats
und 58 mg der 4-(1-Pyrrolyl)pyrimidin-Verbindung
144, (M+H)+: 477,3, zu ergeben.
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Eine Lösung von 144, (30 mg, 0,063
mmol) und 3-Chlorbenzylamin
(50 mg, 0,35 mmol) in 2 ml n-Butanol wurde über Nacht zum Rückfluss
erhitzt. Das Lösemittel
wurde entfernt und der Rückstand
wurde mittels Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat (1:3))
gereinigt, um 4 mg 145, (M+H)+: 582,3, zu
ergeben.
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Zu 1,3-Dithian (6,2 g, 50,0 mmol)
in 20 ml trockenem THF wurde tropfenweise n-Butyllithium (2,5 M, 22
ml, 55,0 mmol) hinzugegeben, während
auf –78 °C gekühlt wurde.
Nach 30 Minuten wurde tropfenweise eine Lösung von 2,4-Dichlorpyrimidin
(10,0 g, 75 mmol) in 15 ml trockenem THF hinzugegeben. Nach 30 Minuten
wurde die Mischung auf 0 °C
erwärmt
und DDQ (12,5 g, 55,0 mmol) wurde hinzugegeben und man ließ auf Raumtemperatur
erwärmen.
Nach einer Stunde wurde die Mischung konzentriert und der verbleibende Rückstand über eine
Kieselgelsäule
gereinigt, wobei mit 3:7 EtOAc:Hexanen eluiert wurde, um 2,4-Dichlor-6-(2-dithianyl)pyrimidin
als hellgelbes Öl
(1,2 g, 5,5 mmol, 9 %) zu erhalten.
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2,6-Dichlor-4-(1-pyrrolyl)pyrimidin
wurde wie folgt hergestellt: Ein trockner 500-ml-Rundkolben (im Ofen
erhitzt/mit Argon gekühlt),
wurde mit 2,97 g (74,34 mmol) einer 60%igen Dispersion von Natriumhydrid in
Mineralöl
beschickt. Der Kolben wurde mit Argon gespült und 200 ml Hexan wurden
schnell hinzugegeben. Die Mischung wurde wieder gespült und für 5–10 Minuten
gerührt.
Das Rühren
wurde angehalten und es wurde gestattet, dass sich das Natriumhydrid
absetzt und in diesem Moment wurde das Hexan schnell dekantiert.
Die Mischung wurde wieder mit Argon gespült und das Spülen wurde
wiederholt, um sicherzustellen, dass die Reaktion frei von der Mineralöl-Suspension ist. Als
nächstes
wurden 200 ml trocknes THF mittels einer Spritze in die luftfreie
Mischung gespritzt. Die Mischung wurde dann auf 0 °C gekühlt und
mit einem Öl-Blasenzähler verbunden.
Dann wurden 3,44 ml (49,60 mmol) Pyrrol mittels Spritze in die Mischung
gespritzt (es trat heftige Blasenbildung auf, als sich Wasserstoff
entwickelte) und es wurde für
eine Stunde gerührt.
Abschließend
wurden schnell 10 g (54,52 mmol) 2,4,6-Trichlorpyrimidin in die
Reaktionsmischung gespritzt und es wurde über Nacht kräftig gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde mit 200 ml Ethylacetat verdünnt und
mit einer Lösung
von 14,5 g (75 mmol) Zitronensäure
in 100 ml Wasser gewaschen. Die organische Phase wurde extrahiert
und mit Magnesiumsulfat getrocknet. Die Mischung wurde dann konzentriert,
um ein braunes, viskoses Material zu ergeben. Das rohe Material
wurde relativ schnell auf eine Chromatographiesäule (25" × 3") gegeben, welche mit 11
1/4" Kieselgel gefüllt war.
Die Elution wurde mit ungefähr
2 l Hexan/Ether 40:1 begonnen und dann wurde die Konzentration für ungefähr 4 l auf
Hexan/Ether 35:1 erhöht.
Das beste Dünnschicht-System
war Hexan/Ether 9:1. Mit diesem System konnten die vier Produktflecken
erkannt werden: Der obere Fleck war das Regioisomer mit dem Pyrrol,
das in 2-Position des Pyrimidins substituiert ist; der zweite Fleck
war nicht umgesetztes Pyrimidin; der dritte Fleck war das Regioisomer
mit dem Pyrrol, das in 4-Position substituiert ist (gewünschtes
Produkt) und der am stärksten
polare Fleck war ein Bis-Additionsprodukt. Das meiste des gewünschten
Produkts wurde mit der Säule
abgetrennt (2,5 g), dennoch wurde die verbleibende Mischung mit dem
Bis-Produkt aus Hexan umkristallisiert, um weitere 1,5 g zu ergeben.
Die Gesamtausbeute betrug 4 g (38 %) weißer Feststoff. 1H-NMR
in CDCl3: ein 2H Triplett bei 6,42 ppm (j=2,55
Hz), ein 1H Singulett bei 7,16 ppm und ein 2H Triplett bei 7,48
ppm (J=2,55 Hz). In 9:1 Hexan/Ether ist der Rf =
0,37. Diese Verbindung ergab kein massenspektroskopisches Signal.
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Das korrespondierende 2,6-Difluor-4-(1-pyrrolyl)pyrimidin
wird analog aus 2,4,6-Trifluorpyrimidin hergestellt. Beide sind
als Intermediate zur Synthese der erfindungsgemäßen B1-BK-Antagonisten
geeignet. Eine verbesserte Synthese für 2,6-Dichlor-4-(1-pyrrolyl)pyrimidin
geht von 4-Amino-2,6-dichlorpyrimidin aus. Eine Mischung aus 4-Amino-2,6-dichlorpyrimidin
(5,0 g, 30,5 mmol) und 2,5-Dimethoxytetrahydrofuran (4,03 g, 30,5 mmol)
in 100 ml HOAc wurde für
2 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde auf RT gekühlt und in eine große Menge
Wasser gegossen. Das Rohprodukt wurde in Ethylacetat extrahiert
und die Ethylacetat-Phase wurde nacheinander mit Wasser, wässriger
NaHCO3-Lösung
und Kochsalzlösung
extrahiert. Die organische Phase wurde getrocknet (MgSO4)
und das Lösemittel
wurde abgedampft. Der Rückstand wurde
mittels Chromatographie (Kieselgel, Hexan:Ethylacetat (96:4) gereinigt,
um 4,4 g (73 %) 2,6-Dichlor-4-(1-pyrrolyl)pyrimidin
zu ergeben. 1H-NMR (CDCl3): δ (ppm) 6,
4 (s, 2H), 7,15 (s, 1H), 7,5 (s, 2H).
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Wie oben beschrieben, ergeben sowohl
das Dichlor- als auch das Difluor-Intermediat Mischungen von Regioisomeren,
wenn sie mit Nucleophilen umgesetzt werden (vgl. 144 in Schema 19).
Auch wenn dies dann nützlich
ist, wenn beide Regioisomere gewünscht
sind, stellt der unten in Schema 20 gezeigte Weg, eine regioselektive
Synthese bereit. Gemäß Schema
20 wurde 4-Amino-6-chlor-2-methylthiopyrimidin 151 mit einem Äquivalent
2,5-Dimethoxytetrahydrofuran in Essigsäure unter Rückfluss umgesetzt, um 6-Chlor-2-methylthio-4-(1-pyrrolyl)pyrimidin
152 zu ergeben: 1H-NMR (CDCl3) δ 2,75 (s,
3H), 6,55 (d, 2H), 7,05 (s, 1H), 7,65 (d, 2H). 6-Chlor-2-methylthio-4-(1-pyrrolyl)pyrimidin
152 wird entweder (a) mit 2,2 Äquivalenten
m-Chlorperoxybenzoesäure
in Dichlormethan bei 0 °C
oxidiert, um 6-Chlor-2-methylsulfonyl-4-(1-pyrrolyl)pyrimidin 153
zu ergeben oder (b) mit einem Äquivalent
des N-(p-Cyanobenzyl)amids von Cyclohexylalanin und einem Äquivalent
Diisopropylethylamin in DMF bei 80 °C umgesetzt, um 2-Methylthiopyrimidin
154 zu ergeben. Die Oxidation und die nucleophilen Austausch-Schritte
werden dann umgekehrt [d. h. 153 wird gemäß (b) umgesetzt oder 154 wird
gemäß (a) umgesetzt],
um 2-Methylsulfonylpyrimidin 155 zu ergeben, das in n-Butanol gelöst wird,
welches mit Ethylamin gesättigt
ist und in einem Bombenrohr erhitzt wird, um 156 herzustellen.
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Verbindungen der Formeln
worin X -CN oder Halogen
ist und L' -O-,
-CH
2- oder -N(CH
3)-
ist, sind geeignete Intermediate zur Herstellung von Verbindungen
bevorzugter Subgattungen. Beispielhafte Synthesen werden unten gezeigt
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7-Cyano-4-chromanylamin wurde wie
folgt hergestellt: Ein trockner 250-ml-Rundkolben wurde mit 0,27
g (1,01 mmol) Triphenylphosphin, 0,73 g (11,15 mmol) Kaliumcyanid,
0,22 g (3,38 mmol) Zinkstaub und 0,38 g (0,51 mmol) Bis(triphenylphosphin)nickel-(II)-bromid
beschickt. Der Kolben wurde dann mit Argon gespült und eine luftfreie Lösung von
3 g (10,14 mmol) 7-(((Trifluormethyl)sulfonyl)oxy)-4-chromanon [Koch
et al., J. Org. Chem. 59, 1216 (1994)] in 40 ml trockenem Acetonitril
wurde mittels einer Spritze eingeführt. Die Lösung wurde dann für 3 Stunden
unter Argon auf 60 °C
erhitzt. Nach dem Kühlen
der Lösung
auf Raumtemperatur, wurde die Lösung
in ein gleichgroßes
Volumen Wasser gegeben. Die or ganische Phase wurde extrahiert und
die wässrige
Phase wurde mehrmals mit Ethylacetat und Ether extrahiert. Die vereinigte
organische Phase wurde über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und eingedampft. Die rohe
Mischung wurde unter Verwendung eines 20%igen Ethylacetat/Hexan
Lösemittelsystems
chromatographiert, was 1,3 g (76 %) 7-Cyano-4-chromanon als weißen Feststoff
ergab.
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Ein trockner 200-ml-Rundkolben wurde
mit 0,85 g (4,83 mmol) 7-(Cyano)-4-chromanon, 3,72 g (48,30 mmol)
Ammoniumacetat und 0,91 g (14,45 mmol) Natriumcyanoborhydrid beschickt.
Der Kolben wurde denn mit Argon gespült und 30 ml trocknes Methanol
wurden mittels einer Spritze hinzugefügt. Die Lösung wurde bei Raumtemperatur
für 48
Stunden gerührt.
Konzentrierte HCl wurde langsam tropfenweise hinzugegeben, bis ein
pH <2 erreicht
war. Das Methanol wurde dann mittels Rotationsverdampfer abgedampft
und 30 ml Wasser wurden zu der Suspension hinzugesetzt, welche dann
3 mal mit Ethylacetat gewaschen wurde. Der pH wurde dann durch Zugabe
von Natriumhydroxid-Plätzchen zur
gerührten
wässrigen
Mischung auf >10 gebracht.
Gesättigte
Natriumchlorid-Lösung
wurde hinzugegeben und die Mischung wurde dann mehrmals mit Ether
und Ethylacetat extrahiert. Die vereinigte organische Phase wurde über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und eingedampft, um 0,51 g (60 %) gewünschtes
7-(Cyano)-4-chromanylamin
als blassgelbes Öl
zu ergeben.
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Charakterisierung: 1H-NMR
in CDCl3 (unter Verwendung eines NMR-Spektrometers
Modell "Varian Gemini
2000", gekoppelt
an einen 300 Mz "Oxford
Magneten") ergab
die folgenden Signale: ein breites 2H Singulett bei 1,6 ppm, ein
2H Multiplett von 1,8–2,2
ppm, ein 1H Triplett bei 4,05 ppm (J=6 Mz), ein 2H Multiplett von
4,2–4,4
ppm, ein 1H Singulett bei 7,1 ppm, ein 2H Duplett bei 7,15 ppm (J=12
Mz) und ein 2H Duplett bei 7,45 ppm (J=12 Mz).
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Eine Mischung aus 4-Chromanon (5
g, 33,7 mmol), Hydroxylaminhydrochlorid (2,34 g, 33,7 mmol) und NaOAc
(2,766 g, 33,7 mmol) in 100 ml Ethanol wurde für 18 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Nach dem Kühlen auf
RT wurde das Lösemittel
entfernt und der Rückstand
wurde zwischen Wasser und EtOAc verteilt. Die EtOAc-Phase wurde
getrocknet (MgSO4) und das Lösemittel
wurde entfernt. Der erhaltene Feststoff wurde mit Hexan verrieben
und filtriert, um 4,1 g 4-Hydroxyiminochroman zu ergeben.
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Eine Lösung von 4-Hydroxyiminochroman
(783 mg, 4,8 mmol) und Triethylamin (484 mg, 4,8 mmol) in 120 ml
trockenem DCM:Hexan 1:1 wurde auf –50 °C gekühlt. Chlordiphenylphosphin
(1,059 g, 4,8 mmol) wurde mittels einer Spritze hinzugegeben und
man ließ die
Mischung bei –50 °C für 2 Stunden
rühren.
Die Mischung wurde auf –78 °C gekühlt und
schnell unter N2, in einem Handschuhbeutel,
filtriert. Das Filtrat wurde eingedampft und das rohe N-Diphenylphosphinylimin
wurde direkt für
den nächsten
Schritt verwendet.
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Bildung des vor-modifizierten Borhydrids:
Unter Ar-Atmosphäre wurden
in einen auf 0 °C
vorgekühlten Kolben
290 mg NaBH4 (7,5 mmol), 50 ml CHCl3 und 0,44 ml EtOH (7,5 mmol) und 10 ml Tetrahydrofurfurylalkohol
platziert. Die Mischung wurde für
3 Stunden bei 0 °C
gerührt.
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Katalytische Borhydrid-Reduktion:
Während
die Lösung
des vor-modifizierten Borhydrids auf 0 °C gehalten wurde, wurde sie
langsam zu einer Lösung
von 37 mg (1R,2R)-N,N'-Bis[3-oxo-2-(2,4,6-trimethylbenzoyl)butyliden]-1,2-diphenylethylendiaminatocobalt-(II)
(0,05 mmol, 1 mol %, TCI America) und dem oben genannte Phosphinylimin
in 50 ml CHCl3 hinzugegeben. Das Rühren wurde
für 4 Stunden
bei 0 °C
fortgesetzt. Die Reaktion wurde durch Zugabe von gesättigter
NH4Cl-Lösung
gequencht und mit Ether extrahiert. Die organische Phase wurde getrocknet
(MgSO4) und das Lösemittel wurde abgedampft.
Der Rückstand
wurde mittels Chromatographie (Kieselgel, Hexan:EtOAc, 1:3) gereinigt,
um 300 mg des Diphenylphosphorylamins (M+H)+:
350,1, zu ergeben.
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Das Diphenylphosphorylamin (300 mg,
0,86 mmol) wurde in mit HCl-Gas gesättigtem MeOH gelöst und über Nacht
bei RT gerührt.
Das Lösemittel
wurde entfernt und der Rückstand
wurde zwischen Wasser und Ether verteilt. Die wässrige Phase wurde basisch
eingestellt und das freigesetzte Amin wurde in Ether extrahiert.
Die Ether-Phase wurde nach dem Trocknen (K2CO3) eingedampft, um (R)-4-Aminochroman zu ergeben. Die Stereochemie
wurde basierend auf einem früheren
Literaturbeispiel bestätigt
(K. D. Sugi,; T. Nagata; T. Mukaiyama, Chem. Lett. 1997, 493–494), und
die optische Reinheit mittels chiraler HPLC zu >95 bestimmt. 1H-NMR
(CDCl3): δ 1,75
(bs, 2H, NH2), δ 1,95–2,05 (m, 1H, CH2CH2O), δ 2,30–2,40 (m,
1H, CH2CH2O), δ 4,2 (t,
1H, CHNH2), δ 4,35–4,50 (m, 2H, CH2O), δ 7,0 (d,
1H, ArH), δ 7,10
(t, 1H, ArH), δ 7,30
(t, 1H, ArH), δ 7,50 (t,
1H, ArH).
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Gemäß Schema 21 wurde NaCNBH3 (264 mg, 4,2 mmol) zu einer Mischung aus
161 (340 mg, 1,99 mmol) [Almansa et al. Synth. Commun. 23, 2965
(1993)] und NH4OAc (1,5 g, 19,9 mmol) in
trockenem Methanol (30 ml) hinzugefügt und die Reaktion wurde für eine Woche
bei Raumtemperatur gerührt.
Entfernen des Lösemittels
unter Vakuum. Der Rückstand
wurde mittels einer Kieselgel-Chromatographiesäule mit Methanol/Ammoniumhydroxid/Ethylacetat
(15:1:84) aufgetrennt, um 290 mg (84 %) 7-Cyano-1,2,3,4-tetrahydronaphthylen-1-amin
(162) zu ergeben. NMR (CDCl3): δ 1,66–2,12 (4H,
CH2x2), 2,78 (2H, CH2),
4,0 (1H, CH), 7,37 (1H, ArH), 7,44 (1H, ArH), 7,54 (1H, ArH).
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Zu einer Lösung von 7-Cyano-1,2,3,4-tetrahydronaphthylen-1-amin
(162) (290 mg, 1,69 mmol), und Et3N (427
mg, 4,22 mmol) in DMF wurde unter Rühren in einer Portion HATU
(703 mg, 1,85 mmol) hinzugegeben. Die Reaktion wurde bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt,
dann wurde das Lösemittel
im Vakuum entfernt. Chromatographische Reinigung mit EtOAc/Hexan
(3:7) ergab 145 mg (20 %) 163 und 151 mg (21 %) 164. Das stärker polare
Diasteroisomer 163 wurde wie vorher beschrieben in die Endverbindung
165 überführt.
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2-Chlor-4-cyanobenzylamin wurde wie
folgt hergestellt: Zu einer gerührten
Lösung
von 2-Chlor-4-cyanotoluol
(10 g, 65,8 mmol) in trockenem Tetrachlorkohlenstoff (150 ml) wurden
N-Bromsuccinimid (12,9 g, 72,4 mmol) und eine katalytische Menge
Benzoylperoxid hinzugegeben. Die Reaktion wurde unter Rühren für 4 Stunden
zum Rückfluss
erhitzt und dann filtriert. Das Lösemittel wurde im Vakuum aus
dem Filtrat entfernt. Der Rückstand,
2-Chlor-4-cyanobenzylbromid, wurde mittels Chromatographie mit EtOAc/Hexan
gereinigt.
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Zu einer gerührten Lösung von 2-Chlor-4-cyanobenzylbromid
(6,9 g, 30,0 mmol) in DMF (150 ml), wurde Natriumazid (2,0 g, 30
mmol) hinzugefügt.
Die Reaktion wurde über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt
und dann filtriert. Das DMF wurde im Vakuum aus dem Filtrat entfernt.
Der Rückstand
wurde in EtOAc (300 ml) gelöst,
mit Wasser (200 ml × 3)
und Kochsalzlösung
(200 ml × 1)
gewaschen und über
Natriumsulfat getrocknet. Das Lösemittel
wurde im Vakuum entfernt, um 5,8 g rohes 2-Chlor-4-cyanobenzylazid
zu ergeben.
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Zu einer Lösung von 2-Chlor-4-cyanobenzylazid
(5,8 g, 30,1 mmol) in THF/H2O (3:1) wurde
Triphenylphosphin (12,3 g, 46,7 mmol) hinzugefügt. Die Reaktion wurde bei
Raumtemperatur über
Nacht gerührt,
dann mit 1N Natriumhydroxid neutralisiert und mit Ethylacetat (150
ml × 3)
extrahiert. Die organische Phase wurde über Natriumsulfat getrocknet
und dann wurde das Lösemittel
im Vakuum entfernt. Das Produkt wurde mittels einer Kieselgel-Chromatographiesäule mit
Methanol/Ammoniumhydroxid/Ethylacetat (20:1:69) gereinigt, um 4,5
g (90 %) 2-Chlor-4-cyanobenzylamin zu ergeben. NMR (CDCl3): δ 4,0
(s, 2H, CH2), 7,58 (d, 2H, HAr), 7,62 (s,
1H, HAr).
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5-Aminomethylbenzofuroxan wurde wie
folgt hergestellt: 5-Brommethylbenzofuroxan (2,13 g, 10 mmol, A.
M. Gasco; G. Errnondi; R. Fruttero; A. Gasco, Eur. J. Med. Chem.
1996, 31, 3–10)
wurde in DMF gelöst
und bei RT für
15 Stunden mit Kaliumphthalimid (1,85 g, 10 mmol) behandelt. Nach
Verdünnen
mit Wasser wurde das Produkt filtriert und aus EtOAc kristallisiert,
um 700 mg des Phthalimids zu ergeben. Das Phthalimid wurde in einer
Mischung aus 5 ml Ethanol und 5 ml wässrigem 40%igem Methylamin
suspendiert und die Reaktionsmischung wurde für 2 Tage bei RT gerührt. Das
Lösemittel
wurde im Vakuum entfernt und der Rückstand wurde in Ether aufgenommen.
Die Ether-Phase
wurde getrocknet (MgSO4) und das Lösemittel
wurde entfernt, um 110 mg 5-Aminomethylbenzofuroxan zu ergeben. 1H(CDCl3): δ 1,8 (bs,
2H, NH2), δ 4,1 (s, 2H, CH2), δ 7,5 (d,
1H, ArH), δ 7,8–8,0 (m,
2H, ArH).
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Eine Lösung von Nitril 170 (100 mg,
0,2 mmol) und Tributylzinnazid (133 mg, 0,4 mmol) in Toluol wurde für zwei Tage
zum Rückfluss
erhitzt. Das Lösemittel
wurde abgedampft und der Rückstand
wurde über
Nacht mit 6 N HCl behandelt. Nach wässriger Aufarbeitung wurde
Tetrazol 171 mittels Chromatographie (Kieselgel, DCM:MeOH, 95:5)
gereinigt. Ausbeute: 35 mg. (M+H)+: 527,3.
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Gemäß Schema 22 wurde eine Lösung aus
dem t-Butylester
von D-Cyclohexylalanin (2,7 g, 11,87 mmol), 2,4-Dichlor-6-(1-pyrrolyl)pyrimidin
(2,54 g, 11,87 mmol) und Diisopropylethylamin (1,53 g, 11,87 mmol) in
DMF für
24 Stunden auf 90 °C
erhitzt. Nach wässriger
Aufarbeitung wurde das Rohprodukt mittels Chromatographie (Kieselgel,
Hexan:EtOAc, 9:1) gereinigt. Der am stärksten polare Fleck war das
gewünschte
Regioisomer 177. Ausbeute 600 mg.
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Eine Lösung von Regioisomer 177 (600
mg, 1,48 mmol) in 10 ml n-Butanol, das 4 ml Cyclopropylamin enthielt,
wurde in einem Bombenrohr über
Nacht auf 90 °C
erhitzt. Das Lösemittel
wurde entfernt und Produkt 178 wurde mit tels Chromatographie (Kieselgel,
Hexan:EtOAc, 9:1) gereinigt. Ausbeute 486 mg. (M+H)+:
426,3.
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Eine Lösung von t-Butylester 178 (486
mg, 1,14 mmol) in 10 ml 1:1 DCM:TFA wurde über Nacht gerührt. Das
Lösemittel
wurde entfernt und der Rückstand
wurde in EtOAc aufgenommen. Die EtOAc-Phase wurde mehrmals mit Wasser
gewaschen und das Lösemittel
wurde im Vakuum entfernt, um 367 mg der Carbonsäure zu ergeben. (M+H)+: 370,8.
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4-Aminomethylpyridin-N-oxid-dihydrochlorid
(200 mg, 1,01 mmol) wurde in 3 ml trockenem DMF suspendiert und
200 mg Et3N (1,98 mmol) wurden hinzugegeben.
Der Inhalt wurde für
15 Minuten gerührt.
In der Zwischenzeit wurde eine Lösung
aus der Carbonsäure
(100 mg, 0,27 mmol), die im vorangehenden Schritt erhalten wurde,
und Et3N (300 mg, 2,97 mmol) in 5 ml DMF
in einem Eisbad gekühlt
und HATU (100 mg, 0,26 mmol) wurde hinzugefügt. Nach 3-minütigem
Rühren
wurde die vorher erwähnte
Lösung
des 4-Aminomethylpyridin-N-oxids
hinzugegeben und das Rühren
für 3 Tage
fortgesetzt. Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, EtOAc:MeOH, 85:15)
ergab 19 mg 179. (M+H)+: 476, 6.
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Eine Lösung der Carbonsäure 180
(197 mg, 0,57 mmol), HATU (218 mg, 0,57 mmol) und Et3N
(172 mg, 1,70 mmol) in 5 ml trockenem DMF wurde für 5 Minuten
gerührt.
Dann wurde eine Lösung
von (R)-4-Aminochroman (81 mg, 0,54 mmol) in 2 ml trockenem DMF
hinzugesetzt und der Inhalt wurde über Nacht gerührt. Nach
wässriger
Aufarbeitung wurde der Rückstand
mittels Chromatographie (Kieselgel, Hexan:EtOAc, 1:1) gereinigt,
um 32 mg 181 zu ergeben. (M+H)+: 475,2.
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Schema 23
Gemäß Schema 23 wurde eine Mischung
aus 2-Methyl-2,3-dihydro-4-(1H)-isochinolon
(630 mg, 3,9 mmol, D. E. Nichols et al.; WO 9706799), Ammoniumacetat
(3,0 g, 39 mmol) und NaCNBH
3 (491 mg, 7,8
mmol) in 25 ml trockenem Methanol für 2 Tage bei RT gerührt. Das
Lösemittel
wurde entfernt und der Rückstand
wurde auf pH 2 angesäuert,
um überschüssiges NaCNBH
3 zu zerstören. Nach basischem Einstellen
mit wässriger Na
2CO
3-Lösung auf
pH 10, wurde das Produkt in Ether extrahiert. Die Ether-Phase wurde
getrocknet (K
2CO
3) und
das Lösemittel
wurde abgedampft, um 330 mg racemisches 4-Amino-2-methyltetrahydroisochinolin
zu ergeben.
1H NMR (CDCl
3): δ 2,20 (bs,
2H, NH
2), δ 2,60 (s, 3H, NCH
3), δ 2,90 (d,
2H, CHCH
2N), δ 3,55 (d, 1H, ArCH
2N), δ 3,90 (d,
1H, ArCH
2N), δ 4,15 (t, 1H, ArCHN), δ 7,20–7,60 (m,
4H, ArH).
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4-Amino-2-methyltetrahydroisochinolin
(320 mg, 1,97 mmol) wurde mit N-(2-Methylamino-4-(1-pyrrolyl)-6-pyrimidinyl)-D-cyclohexylalanin
(180) (237 mg, 0,69 mmol), unter Verwendung von HATU, wie vorher
beschrieben, gekuppelt. Nach wässriger
Aufarbeitung wurde der Rückstand
mittels Chromatographie (Kieselgel, EtOAc) gereinigt. Für Diastereomer
183, mit höherem
Rf, wurde basierend auf seiner biologischen
Aktivität, R-Stereochemie am benzylischen
Zentrum bestimmt, Ausbeute: 78 mg, (M+H)+:
488,2. Für
das stärker
polare Isomer wurde S-Stereochemie bestimmt, Ausbeute: 71 mg, (M+H)+: 488,1.
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Gemäß Schema 24 wurde HATU (1,165
g, 3,07 mmol) bei 0 °C
zu einer Lösung
von N-Boc-D-Cyclohexylalanin (831 mg, 3,07 mmol) und Et3N
(620 mg, 6,14 mmol) in 15 ml trockenem DMF hinzugegeben. Nach 2-minütigem Rühren wurde
7-Cyano-4-chromanylamin (540 mg, 3,068 mmol) hinzugefügt und das
Rühren wurde über Nacht
fortgesetzt. Nach wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, He xan:EtOAc, 70:30)
wurden 420 mg des weniger polaren Diastereomers 186 (M+H+: 427,8) und 380 mg des stärker polaren Diastereomers
185 (M+H+: 427,8) erhalten. Eine Lösung des
stärker
polaren Diastereomers 185 (380 mg, 0,89 mmol) wurde in DCM:TFA (1:1) über Nacht
bei RT gerührt.
Wässrige
Aufarbeitung bei basischem pH ergab 270 mg primäres Amin 187.
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Eine Mischung aus Amin 187 (270 mg,
0,82 mmol), DIEA (106 mg, 0,82 mmol) und 2,4-Dichlor-6-(1-pyrrolyl)pyrimidin
(175 mg, 0,82 mmol) in DMF wurde über Nacht auf 90 °C erhitzt.
Wässrige
Aufarbeitung und Chromatographie (Kieselgel, Hexan:EtOAc, 1:1) ergab
120 mg des weniger polaren Regioisomers und 96 mg des stärker polaren
gewünschten
Regioisomers 188.
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Eine Lösung des stärker polaren Regioisomers 188
(58 mg, 0,11 mmol) in n-Butanol wurde bei –20 °C mit Methylamin gesättigt. Die
Lösung
wurde dann in einem Bombenrohr über
Nacht auf 90 °C
erhitzt. Nach Kühlen
wurde das Lösemittel
im Vakuum entfernt und der Rückstand
wurde mittels Chromatographie (Kieselgel, Hexan:EtOAc, 1:1) gereinigt,
um 25 mg 189 zu ergeben. (M+H)+: 500,3.
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4-Amino-7-chlor-2-methyltetrahydroisochinolin
wurde, wie in obigem Schema 25 gezeigt, hergestellt: Zu einer gerührten Lösung von
Methyl-4-chlor-2-methylbenzoat (8,9 g, 48,2 mmol) in trockenem Tetrachlorkohlenstoff
(150 ml) wurden N-Bromsuccinimid (9,4 g, 53,0 mmol) und eine katalytische
Menge Benzoylperoxid hinzugegeben. Die Reaktion wurde unter Rühren für 12 Stunden
zum Rückfluss
erhitzt und dann filtriert. Das Lösemittel wurde im Vakuum vom
Filtrat entfernt, um 12,0 g des rohen Benzylbromids zu ergeben.
NMR (Deuterochloroform): δ 3,92
(s, 3H, CH3), 4,92 (s, 2H, CH2),
7,34 (d, 1H, ArH), 7,46 (s, 1H, ArH), 7,79 (d, 1H, ArH).
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Zu einer Mischung aus Sarcosinethylesterhydrochlorid
(7,4 g, 63 mmol), Natriumcarbonat (8,2 g, 77,4 mmol) und Toluol
(300 ml) wurde eine Lösung
des Benzylbromids (12,0 g, 45,5 mmol) in Toluol bei Raumtemperatur
hinzugegeben. Die Reaktion wurde für 12 Stunden unter Rühren auf
85 °C erhitzt,
auf Raumtemperatur gekühlt
und dann filtriert. Das Filtrat wurde gesammelt und mit 3N HCl (150
ml × 3)
extrahiert. Die wässrige Phase
wurde gesammelt, mit gesättigter
Na2CO3-Lösung basisch
eingestellt und mit Ether (150 ml × 3) extrahiert. Entfernen
des Lösemittels
aus der organischen Lösung
ergab 8,4 g (61 %) 190. NMR (CDCl3): δ 1, 30 (m,
3H, CH3), 2, 38 (s, 3H, CH3),
3,3 (s, 2H, CH2), 3,86 (s, 3H, CH3), 4,0 (S, 2H, CH2),
4,18 (m, 2H, CH2), 7,26 (D, 1H, ArH), 7,60
(s, 1 H, ArH), 7,74 (D, 1H, ArH).
-
Frisch geschnittenes Natrium (0,84
g, 36,3 mmol) wurde unter Argon zu absolutem Methanol (30 ml) gegeben.
Die Reaktion wurde zum Rückfluss
erhitzt, bis das Natriummetall verschwunden war. Eine Lösung von
190 (8,4 g, 27,9 mmol) in trockenem Toluol (150 ml) wurde langsam
hinzugefügt.
Die Mischung wurde zum Rückfluss
erhitzt, um überschüssiges Methanol über eine
Dean-Stark-Falle zu entfernen. Frisch getrocknetes Toluol (150 ml)
wurde hinzugegeben und für
2 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Nach dem Abkühlen
wurde das Lösemittel
unter Vakuum entfernt. Die in Ethanol (150 ml) gelösten Rückstände wurden
mit 2N NaOH (250 ml) behandelt. Es wurde für 1,5 Stunden zum Rückfluss
erhitzt, dann auf Raumtemperatur gekühlt, mit 8N HCl angesäuert und
dann für
2,5 Stunden zum Rückfluss
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde auf Raumtemperatur gekühlt, mit
6N NaOH basisch eingestellt und mit Methylenchlorid (150 ml × 3) extrahiert.
Die organische Phase wurde über
Na2SO4 getrocknet.
Das Lösemittel
wurde im Vakuum entfernt. Der Rückstand
wurde mittels Chromatographie mit EtOAc/Hexan (1:1) gereinigt, um
1,82 g (31 %) des Isochinolons zu ergeben. NMR (CDCl3): δ 2,46 (s,
3H, CH3), 3,3 (s, 2H, CH2),
3,7 (s, 2H, CH2), 7,22 (d, 1H, ArH), 7,3
(s, 1H, ArH), 7,96 (d, 1H, ArH).
-
Zu einer Mischung der Tetrahydroisochinolon-Verbindung (1,8 g,
9,3 mmol) und NH4OAc (7,1 g, 9,3 mmol )
in trockenem Methanol (80 ml) wurde NaCNBH3 (2,9
g, 46,4 mmol) hinzugefügt.
Die Reaktion wurde bei Raumtemperatur für 3 Tage gerührt. Das
Lösemittel
wurde unter Vakuum entfernt. Der Rückstand wurde mittels einer
Kieselgel-Chromatographiesäule
mit Methanol/Ammoniumhydroxid/Ethylacetat (20:1:79) aufgetrennt,
um 1,1 g (60 %) 4-Amino-7-chlor-2-methyltetrahydroisochinolin zu
ergeben. NMR (CDCl3): δ 1,7 (2H, CH2),
2,4 (3H, CH3), 2,66 (2H, CH2),
7,0 (1H, ArH), 7,2 (1H, ArH), 7,28 (1H, ArH).
-
Alle diese Verbindungen, die unten
in den Tabellen gezeigt werden, wurden mittels hochauflösender Massenspektrometrie
untersucht und ergaben MH+-Ionen und Fragmente,
die mit den gezeigten Strukturen übereinstimmten.
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Bioassays
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Es wurden Gewebe von weißen Neuseeland-Kaninchen
(1,5–2,5
kg) und Duncan-Hartley-Meerschweinchen (250–350 g) beiderlei Geschlechts
verwendet, wobei diese durch Betäuben
und Verbluten getötet
wurden. Menschliche Nabelschnüre
wurden nach termingerechter Spontangeburt erhalten. Die Kaninchen-Drosselvene
(RbJV) und das Meerschweinchen-Ileum
(GPI) sind zwei Präparationen,
die B2-Rezeptoren enthalten. Die Kaninchen-Aorta
(RbA) enthält
B1-Rezeptoren
und die menschliche Nabelschnurvene (HUV) ist eine gemischte Präparation,
die sowohl B1- als auch B2-Rezeptoren enthält. Helikale
Streifen der RbJV, behandelt mit 1 μmol/l Captopril, um den Peptidabbau
zu verhindern, wurden gemäß Gaudreau
et al. [Can. J. Physical. Pharmacol. 59, 371–379 (1981)] präpariert.
Helikale Streifen der RbA ohne Endothel werden gemäß Furchgott
und Bhadrakom [J. Pharacol. Ext. Ther. 108, 124–143 (1953)] präpariert.
Longitudinale Segmente des GPI werden mittels des durch Rang [Brit.
J. Pharmacol. 22, 356–365
(1964)]] beschriebenen Verfahrens präpariert. Helikale Streifen
der HUV werden gemäß Gobeil
et al. [Brit. J. Pharmacol. 118, 289–294 (1996)] präpariert.
Wenn unten nicht anders angegeben, werden die Gewebe in einem 10-ml-Organbad
suspendiert, das warme (37 °C),
mit Sauerstoff angereicherte (95 % O2 – 5 % CO2), Krebs-Lösung der folgenden Zusammensetzung
in mmol/l enthält;
NaCl: 118,1; KCl: 4,7; CaCl26H2O:
2,5; KH2PO4: 1,2;
MgSO47H2O:1,18; NAHCO3: 25,0 und D-Glucose: 5,5. Die RbA wird
mit einer Anfangszugspannung von 2 g gedehnt, wohingegen die RbJV
und das GPI mit 0,5 g belastet werden. Änderungen der Zugspannung,
die durch verschiedene Agenzien erzeugt werden, werden mittels isometrischer "Grass"-Wandler (Modell
FT 03C, Grass Instrument Co., Quincy, Mass.) gemessen. Myotrope
Kontraktionen werden auf einem Polygraph angezeigt. Vor dem Testen der
Arzneimittel, lässt
man die Gewebe für
60–120
Minuten ins Gleichgewicht kommen, wobei die Gewebe während dieser
Zeit wiederholt gewaschen werden und die Zugspannung alle 15 Minuten
nachgeregelt wird.
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Zu Beginn eines jeden Versuchs wird
eine submaximale Dosis Bradykinin (BK) (9 nmol/l) wiederholt auf
die RbJV, das GPI oder die HUV angewendet, um sicherzustellen, dass die
Antwort der Gewebe mit stabiler Konzentration erfolgte. Bei RbA,
der B1-Präparation, bei deren Antwort
sich gezeigt hat, dass sie während der
Inkubation in vitro ansteigt, wird desArg9K
(550 nmol/l) 1,3 und 6 Stunden nach der Gleichgewichtsperiode angewendet,
um den fortschreitenden Anstieg der Empfindlichkeit des Gewebes
zu überwachen,
der gewöhnlich
das Maximum nach 3–6
Stunden erreicht.
-
Wiederholte Anwendungen einer einzelnen
Konzentration und doppelter Konzentrationen von BK (bei RbJV, GPI
und HUV) und von desArg9BK (RbA und HUV)
werden in Abwesenheit und in Anwesenheit der Testverbindungen durchgeführt, um
deren ersichtliche Affinität
als Antagonisten, in Form von pA2 (-log10 der molaren Konzentration des Antagonisten,
der die Wirkung einer doppelten Konzentration des Agonisten auf
die einer Einzeldosis reduziert) zu prüfen. Die Antagonisten werden
10 Minuten vor der Messung des myotropen Effekts von entweder BK
(des B2-Rezeptor-Agonisten)
oder desArg9BK (des B1-Rezeptor-Agonisten) angewendet.
Pharmakologische Assays am HUV (eine gemischte B1-
und B2-Rezeptor-Präparation) wurden in Anwesenheit
von entweder HOE140 (400 nmol/l) (einem potenten B2-Rezeptor-Antagonisten)
oder Lys[Leu8]des Arg9BK
(1 μmol/l)
(einem potenten B1-Rezeptor-Antagonisten)
(10 Minuten vor dem getesteten Agenz angewendet) durchgeführt, um
die B1- beziehungsweise die B2-Rezeptoren zu untersuchen.
Alle Kinin-Antagonisten werden anfänglich bei Konzentration von
10 mg/ml auf das Gewebe angewendet, um ihre potentielle agonistische
Aktivität
(αE) in Vergleich mit BK (in den B2-Rezeptor-Präparationen)
oder desArg9BK (in der B1-Rezeptor-Präparationen)
zu messen. Die erfindungsgemäßen Verbindungen
zeigen bei sehr geringen Konzentrationen nur dann Hemmung, wenn
sie an menschlichen oder Primaten-Systemen getestet werden; aus
diesem Grund sind die vorangehenden (und die folgenden) Versuche
an Kaninchen- und Nagetier-Gewebe
nur geeignet, um die Abwesenheit unerwünschter Effekte auf andere
Rezeptoren als B1 in anderem als menschlichem Gewebe
zu zeigen. Um die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen zu bestimmen,
wurden jene Tests, bei denen Kaninchen- und Nagetier-Gewebe verwendet
wurde, in einer einem Durchschnittsfachmann bekannten Art modifiziert,
um menschliches und Primaten-Gewebe einzusetzen.
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Streptozotocin ist extensiv verwendet
worden, um Typ-I-Diabetes
bei Tieren hervorzurufen. Diese experimentelle Krankheit ist durch
eine leichte Entzündungsreaktion
in den Langerhansschen Inseln gekennzeichnet. Männlichen "C57L/K3 mdb"-Mäusen wurde
an 5 aufeinander folgenden Tagen Streptozotocin (40 mg/kg) injiziert.
Die Kinin-B1-Rezeptor-Antagonisten wurden "STZ"-Mäusen mit
300 μg/kg
Körpergewicht
zweimal täglich,
beziehungsweise 500 μg/kg
täglich,
subkutan injiziert. Die Behandlung mit Antagonisten wird 3 Tage
nach STZ begonnen und dauert 10 Tage. Plasmaglukose wird mittels
des Glukose-Oxidase-Verfahrens bestimmt und Urinproben wurden an
13 Tagen auf Protein, Nitrite und Kallikreine untersucht. Diabetische
Mäuse zeigen
Hyperglykämie
und erhöhte
Harnausscheidung, merkliche Proteinurie und erhöhte Exkretion von Nitriten
und Kallikreinen. B2-Rezeptor-Antagonisten
reduzieren, im Vergleich zur STZ-Gruppe, Wasser- und Protein-Exkretion;
mit B1-Rezeptor-Antagonisten behandelte
STZ-Mäuse
zeigen normale Glykämie
und Normalisierung der Harnausscheidung, Protein-, Nitrit- und Kallikrein-Exkretion.
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Die kontraktile Antwort der Portalvene
(eine geeignete Präparation
für B1-BK-Untersuchungen), die von unbehandelten,
8 Wochen alten, spontan hypertensiven Ratten (SHR) erhalten wurde,
ist überempfindlich und
anfällig
für erhöhten hydrostatischen
Kapillardruck und Austreten von Plasma. Aus SHR gewonnene Segmente
der Portalvene, der das Endothel entfernt wurde, werden für die Untersuchung
der isometrischen Kontraktion (Basis-Zugspannung: 0,5 g) in Organ-Bädern, die
eine Krebs-Lösung
enthalten, angebracht. Den Portalvenen-Segmenten werden Testverbindungen
verabreicht, die aus normalen Ratten und SHR erhalten wurden, um
Dosis-Wirkungs-Kurven aufzustellen.
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Die Bradykinin B1-Rezeptor-Bindung
in menschlichem Gewebe wird mittels eines Verfahrens von Levesque
et al. [Immunopharmacology 29, 141–147 (1995); und Immunopharmacology
28, 1–7
(1994)] bestimmt. Menschliche embryonale Fibroblast-Zellen der "IMR-90"-Linie (erhältlich von
ATCC als CCL 186) werden im Minimalmedium, wie von Menke et al.
[J.Biol.Chem. 269, 21583–21586
(1994)] beschrieben, gezüchtet. Nach
24 Stunden wird das Kulturmedium durch Niedrigserum-Medien ersetzt
(0,4 % fetales Rinderserum), das rekombinantes menschliches IL-1β (0,25 mg/ml)
enthält
und die Zellen werden für
4–5 Stunden
weiter inkubiert. Die Zellen werden mit Trypsin geerntet und in "Medium 11995–065" (Gibco, Gaithersburg,
MD, USA), das mit L-Glutamin,
nicht-essentiellen Aminosäuren
und 10 % fetalem Rinderserum, mit 1,7 × 106 Zellen/ml,
ergänzt
wurde, resuspendiert. Dreißig
Mikroliter der Zellsuspension werden in einer Platte mit 10 μl "Straight"-Puffer [1 l "Medium 199" (Gibco, Gaithersburg,
MD, USA), 25 ml HEPES-Puffer, 1 g Rinderserum-Albumin, 3 μM Amastatin,
1 μM Captopril
und 1 μM
Phosphoramidon (Sigma, St. Louis, MO, USA)] oder 10 μL Puffer
gemischt, der 5 bis 50 μM
B1-BK-Antagonist und 10 μL 11 μM 3H-desArg10-Kallidin enthält. Die Platten werden bei
Raumtemperatur für
ungefähr
1,5 Stunden inkubiert. Nach Inkubation wird jedes Well mit 150 μL eiskaltem
PBS, bei pH 2,4, gewaschen. Der Inhalt wird auf eine Glasfaserplatte überführt, die
mit Polyethylenimin vorbehandelt worden ist, und die Platte wird
luftgetrocknet. Szintillationslösung
wird hinzugegeben und die resultie rende Lösung wird mittels eines Gammazählers für 10 Minuten
ausgezählt.
Die statistische Analyse wird an den Sättigungskurven durchgeführt. Die
Scatchard-Regressions-Parameter
werden aus den mittleren Sättigungs-Werten
unter Verwendung eines Computerprogramms (Tallarida und Murray,
1987) berechnet. Die resultierenden Bmax-
und Kd-Werte
und ihre entsprechende SEM werden verglichen, um statistische Unterschiede
unter Verwendung des Student's
t-Tests zu bewerten. Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen Kis unter 10 μM. Spezifische Beispiele von
hergestellten und getesteten Verbindungen sind in den Tabellen 1 und
2 gezeigt. Die Verbindungen in Tabelle 1 zeigten Kis
von 1 bis 500 nM; jene in Tabelle 2 zeigten Kis
von 501 nM bis 10 μM.
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Wirksamkeit und Wirkungsstärke in menschlichem
Gewebe werden wie folgt bewertet: Menschliche Nabelschnüre werden
innerhalb von 24 Stunden nach Normalgeburten erhalten und in physiologischer
Salzlösung
(PSS) bei 4 °C
gelagert. Die Zusammensetzung der PSS ist wie folgt: 118 mM NaCl,
4, 6 mM KCl, 1,2 mM KHP2O4,
1,2 mM MgSO4, 2,5 mM CaCl2,
0,026 mM CaNa2EDTA, 10 mM Glukose und 24,8
mM NaH-CO3. Die Nabelschnurvene wird vorsichtig zerlegt
und in eiskalte PSS platziert, welche kontinuierlich mit 95 O2/5 % CO2 belüftet wird,
um den pH auf 7,4 zu halten. Überschüssiges Bindegewebe
wird entfernt und es werden Ringe von 2–3 mm Länge präpariert. Die Ringe werden zur
Messung der kontraktilen Funktion zwischen Edelstahldrähten in
wassergekühlten
Gewebebädern
befestigt. Die Ringe werden mit einem Kraft-Weg-Kennungswandler
zur Messung der Entwicklung der Zugspannung verbunden. Die Bäder enthalten
15 ml mit Sauerstoff gesättigter
PSS, die auf 37 °C
gehalten wird.
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Nach der Befestigung wird die Ruhe-Zugspannung
auf 1,0 g eingestellt und die Ringe werden für 60 Minuten ins Gleichgewicht
gebracht, bevor mit dem Versuch begonnen wird. Die Gewebebäder 30 Minuten und
60 Minuten nach Befestigung der Ringe mit frischer PSS gespült. Einer
jeden Spülung
folgend, wird die Ruhe-Zugspannung auf 1,0 g eingestellt. Nach der
Gleichgewichtsperiode werden die Ringe durch Zugabe ansteigender
Konzentrationen von KCl zu dem Gewebebad depolarisiert, bis ein
maximaler Anstieg der Zugspannung erreicht ist. Das Bad wird mit
frischer PSS gespült
und die Ruhe-Zugspannung wird wieder auf 1,0 g eingestellt. Die
Antwort auf KCl wird zusätzlich
noch zweimal, in Intervallen von 30 Minuten, wiederholt. Die maximalen
Anstiege der Zugspannung, die der zweiten und dritten Bestimmung
der Antwort auf KCl folgen, werden gemittelt. Dieser Wert wird verwendet,
um die direkte Antwort auf die Testverbindung, und auch die Antwort
auf einen Referenz-Bradykinin Rezeptor-Agonisten, zu normalisieren.
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Evaluierung eines Antagonisten-Effekts:
Nach Bewertung der Antworten auf KCl wird die Testverbindung zum
Gewebebad hinzugefügt.
Dreißig
Minuten später
werden die folgenden Konzentrationen desArg10-Kallidin
zum Gewebebad hinzugegeben: 0,01, 0,03, 0,1, 0,3, 1, 3, 10, 30,
100 nM. Die Antwort auf jede Konzentration von desArg10-Kallidin
wird als Prozentsatz der maximalen Konstriktor-Antwort auf KCl normalisiert.
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Evaluierung eines direkten Effekts:
Nach der Bewertung der Antwort auf KCl werden die folgenden Konzentrationen
der Testverbindung zu dem Gewebebad hinzugefügt: 1, 3, 10, 30, 100, 300,
1000, 3000 und 10000 nM. Alternativ wird ein äquivalentes Volumen des Hilfsmittels
zu den Gewebebädern
hinzugegeben, welches verwendet wurde, um die Testverbindung in
Lösung
zu bringen. Jede neue Konzentration wird dem Bad hinzugefügt, nachdem
die Antwort auf die vorhergehende Konzentration ins Gleichgewicht
gekom men ist. Wenn keine Antwort erhalten wird, wird die nächste Konzentration
der Testverbindung dem Bad 15 Minuten nach der vorhergehenden Konzentration
hinzugefügt.
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Obwohl es möglich ist, die Verbindungen
der Formel (I) als reine Chemikalien zu verabreichen, ist es bevorzugt
sie als pharmazeutische Zusammensetzungen darzubieten. Gemäß einem
weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine pharmazeutische
Zusammensetzung bereit, die eine Verbindung der Formel (I) oder
deren pharmazeutisch verträgliches
Salz oder Solvat, zusammen mit einem oder mehreren pharmazeutisch
Träger
bzw. Trägern
und optional einem oder mehreren anderen Bestandteil bzw. Bestandteilen,
wie unten erläutert,
umfasst. Der Träger
muss bzw. die Träger
müssen
in dem Sinne "verträglich" sein, dass er bzw. sie
mit den Bestandteilen der Zubereitung vereinbar und nicht schädlich für den Empfänger ist
bzw, sind.
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Die Zubereitungen schließen jene
ein, die zur oralen, parenteralen (einschließlich subkutanen, intradermalen,
intramuskulären,
intravenösen
und intraartikulären),
rektalen und topischen (einschließlich dermalen, bukkalen, sublingual
und intraokularen) Verabreichung geeignet sind. Der Weg, der am
geeignetsten ist, kann vom Zustand und der Störung des Empfängers abhängen. Die
Zubereitungen können
in geeigneter Weise als Einheitsdosis-Form dargeboten werden und
können
durch jedes Verfahren hergestellt werden, das im Stand der Technik
der Pharmazie bekannt ist. Alle Verfahren schließen den Schritt ein, bei dem
eine erfindungsgemäße Verbindung
oder deren pharmazeutisch verträgliches
Salz oder Solvat ("Wirkstoff") mit dem Träger vereinigt
wird, welcher einen zusätzlichen
Bestandteil oder mehrere zusätzliche
Bestandteile enthält. Allgemein
werden die Zubereitungen durch gleichmäßiges und inniges Vermischen
des Wirkstoffs mit flüssigen
Trä gern
oder fein verteilten festen Trägern
oder beiden und dann, wenn erforderlich, durch Formen des Produkts
zur gewünschten
Zubereitung, hergestellt.
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Pharmazeutische Zubereitungen, insbesondere
topische Zubereitungen, können
zusätzlich
steroidale entzündungshemmende
Arzneimittel umfassen, welche einschließen, aber nicht begrenzt sind
auf: Alclometasondipropionat, Amcinonid, Beclamethasondipropionat,
Betamethasonebenzoat, Betamethasondipropionat, Betamethasonvalerat,
Budesonid, Clobetasolpropionat, Clobetasonbutyrat, Desonid, Desoxymethason,
Diflorasondiacetat, Diflucortolonvalerat, Flumethasonpivalat, Fluclorolonacetonid,
Fluocinolonacetonid, Fluocinonid, Fluocortinbutyl, Fluocortolon-Präparate,
Fluprednidenacetat, Flurandrenolon, Halcinonid, Hydrocortison, Hydrocortisonacetat,
Hydrocortisonbutyrat, Methylprednisolonacetat, Mometasonfuroat und
Triamcinolonacetonid.
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Pharmazeutische Zubereitungen können zusätzlich auch
steroidale entzündungshemmende
Arzneimittel zur oralen Verabreichung umfassen. Diese können einschließen, sind
aber nicht begrenzt auf Finasterid, Betamethason und Hydrokortison.
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Alternativ oder zusätzlich können pharmazeutische
Zubereitungen zusätzlich
nicht-steroidale entzündungshemmende
Arzneimittel (NSAIDS) umfassen, welche Aminoarylcarbonsäuren (Fenaminsäure-NSAIDs), Arylessigsäuren, Arylbuttersäuren wie
Fenbufen, Arylpropionsäuren
(Profene), Pyrazole wie Epirizol, Pyrazolone wie Phenylbutazon,
Salicylsäuren
wie Aspirin, Oxicame und andere Verbindungsklassen, die als NSAIDS angesehen
werden können,
einschließlich
Leucotrien-Antagonisten, einschließen aber nicht auf diese begrenzt
sind. Diese Zubereitungen zeigen sowohl die additiven Effekte der
einzelnen Komponenten als auch synergetische Effekte beim Blockieren
multipler Bahnen der Schmerz- und Entzündungsbahnen.
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Propionsäure-NSAIDs sind nicht-narkotische
Analgetika/nicht-steroidale entzündungshemmende
Arzneimittel, welche eine freie -CH(CH3)COOH-Gruppe
besitzen, die optional als pharmazeutisch verträgliche Salzgruppe vorliegen
kann, z. B. -CH(CH3)COO– Na+. Die Propionsäure-Seitenkette ist gewöhnlich direkt
oder über
eine Carbonylfunktion mit einem Ringsystem verbunden, bevorzugt
mit einem aromatischen Ringsystem. Beispielhafte Propionsäure-NSAIDS
schließen
ein: Ibuprofen, Indoprofen, Ketoprofen, Naproxen, Benoxaprofen,
Flurbiprofen, Fenoprofen, Pirprofen, Carpofen, Oxaprozin, Pranoprofen,
Miroprofen, Tioxaprofen, Suprofen, Alminoprofen, Tiaprofen, Fluprofen
und Bucloxiinsäure.
Es ist beabsichtigt, dass strukturverwandte Propionsäurederivate,
welche die gleichen analgetischen und entzündungshemmenden Eigenschaften
besitzen, auch in diese Erfindung eingeschlossen werden. Profene
wie auch NSAIDs anderer Klassen können optische Isomerie zeigen.
Die Erfindung zieht die Verwendung reiner Enatiomere und Mischungen
von Enantiomeren, einschließlich
racemischer Mischungen, in Erwägung,
obwohl die Verwendung des im Wesentlichen optisch reinen Eutomers
allgemein bevorzugt sein wird.
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Essigsäure-NSAIDs sind nicht-narkotische
Analgetika/nicht-steroidale entzündungshemmende
Arzneimittel, die eine freie -CH2COOH-Gruppe
(welche optional als pharmazeutisch verträgliche Salzgruppe vorliegen
kann, z. B. CH2COO–Na+) besitzen, die typischerweise direkt mit
einem Ringsystem, bevorzugt mit einem aromatischen oder heteroaromatischen
Ringsystem, verbunden ist. Beispielhafte Essigsäure-NSAIDS schließen ein:
Ketorolac, Indomethacin, Sulindac, Tolmetin, Zomepirac, Diclofenac,
Fenclofenac, Alclofenac, Ibufenac, Isoxepac, Furofenac, Tiopinac,
Zidometacin, Acemetacin, Fentiazac, Clidanac, Oxpinac und Fenclozinsäure. Es
ist beabsichtigt, dass strukturverwandte Essigsäurederivate, welche die gleichen
analgetischen und entzündungshemmenden
Eigenschaften besitzen, auch in dieser Gruppe eingeschlossen sind.
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Fenaminsäure-NSAIDs sind nicht-narkotische
Analgetika/nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel,
die eine substituierte N-Phenylanthranilsäure-Struktur besitzen. Beispielhafte
Fenaminsäurederivate
schließen
Mefenaminsäure,
Meclofenaminsäure,
Flufenaminsäure,
Nifluminsäure
und Tolfenaminsäure ein.
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Biphenylcarbonsäure-NSAIDs sind nicht-narkotische
Analgetika/nicht-steroidale entzündungshemmende
Arzneimittel, welche die Basisstruktur einer Biphenylcarbonsäure enthalten.
Beispielhafte Biphenylcarbonsäure-NSAIDs
schließen
Diflunisal und Flufenisal ein.
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Oxicam-NSAIDs sind N-Arylderivate
von 4-Hydroxyl-1,2-benzothiazin-1,1-dioxid-3-carboxamid.
Beispielhafte Oxicam-NSAIDs sind Piroxicam, Tenoxicam, Sudoxicam
und Isoxicam.
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Pharmazeutische Zubereitungen können auch
Cyclooxygenase-(COX)-Hemmer (einschließlich Arylpropionsäuren wie
Ibuprofen und Salicylsäuren
wie Aspirin), selektive Cyclooxygenase-1-(COX-1)-Hemmer oder selektive
Cyclooxygenase-2-(COX-2)-Hemmer wie Rofecoxib oder Celecoxib einschließen. Diese
Zubereitungen zeigen sowohl die additiven Effekte der einzelnen
Komponenten als auch synergetische Effekte beim Blockieren multipler
Bahnen der Schmerz- und Entzündungsbahnen.
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Der Begriff "pharmazeutisch verträgliches Salz" betrifft Salze,
die aus pharmazeutisch verträglichen, nicht-toxischen
Säuren
oder Basen, einschließlich
anorganischer Säuren
und Basen und organischer Säuren und
Basen, hergestellt werden. Wenn die erfindungsgemäßen Verbindungen
basisch sind, können
Salze aus pharmazeutisch verträglichen
nicht-toxischen Säuren,
einschließlich
anorganischer und organischer Säuren, hergestellt
werden. Geeignete pharmazeutisch verträgliche Säure-Additionssalze der erfindungsgemäßen Verbindungen
schließen
Essigsäure,
Benzolsulfonsäure
(Besylat), Benzoesäure,
Camphersulfonsäure,
Zitronensäure,
Ethensulfonsäure,
Fumarsäure,
Glukonsäure,
Glutaminsäure,
Bromwasserstoffsäure,
Chlorwasserstoffsäure,
Isethionsäure,
Milchsäure,
Maleinsäure, Äpfelsäure, Mandelsäure, Methansulfonsäure, Schleimsäure, Salpetersäure, Pamoasäure, Pantothensäure, Phosphorsäure, Bernsteinsäure, Schwefelsäure, Weinsäure, p-Toluol-sulfonsäure und
dergleichen ein. Wenn die Verbindungen eine saure Seitenkette enthalten,
schließen
geeignete pharmazeutisch verträgliche
Basen-Additionssalze der erfindungsgemäßen Verbindungen Metallsalze,
hergestellt mit Aluminum, Calcium, Lithium, Magnesium, Kalium, Natrium
und Zink oder organische Salze, hergestellt mit Lysin, N,N'-Dibenzylethylendiamin,
Chlorprocain, Cholin, Diethanolamin, Ethylendiamin, Meglumin (N-Methylglucamin)
und Procain ein.
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Erfindungsgemäße Zubereitungen, die zur oralen
Verabreichung geeignet sind, können
als diskrete Einheiten wie Kapseln, Stärke-Kapseln oder Tabletten,
die jeweils eine vorbestimmte Menge Wirkstoff enthalten, als Pulver
oder Körnchen,
als Lösung
oder Suspension in einer wässrigen
Flüssigkeit
oder einer nicht-wässrigen
Flüssigkeit
oder als eine flüssige Öl-in-Wasser-Emulsion
oder eine flüssig
Wasser-in-Öl-Emulsion
dargereicht werden. Der Wirkstoff kann auch als Bolus, Electuarium
oder Paste vorliegen.
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Eine Tablette kann durch Kompression
oder Formpressen, optional mit einem oder mehreren zusätzlichen
Bestandteil bzw. Bestandteilen hergestellt werden. Komprimierte
Tabletten können
durch Zusammenpressen des Wirkstoffs in rieselfähiger Form, wie einem Pulver
oder Körnchen,
optional mit einem Binder, Schmiermittel, inerten Verdünnungsmittel,
schmierenden, oberflächenaktiven
oder Dispergiermittel, in einer geeigneten Maschine hergestellt
werden. Formgepresste Tabletten können durch Formpressen einer
Mischung aus der pulverisierten Verbindung, angefeuchtet mit einem
inerten flüssigen
Verdünnungsmittel,
in einer geeigneten Maschine hergestellt werden. Die Tabletten können überzogen
oder eingekerbt sein und können
derart gestaltet werden, dass sie verzögerte oder kontrollierte Freisetzung
des darin enthaltenen Wirkstoffs bereitstellen.
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Zubereitungen zur parenteralen Verabreichung
schließen
wässrige
und nicht-wässrige
sterile Injektionslösungen
ein, welche Antioxidanzien, Puffer, Bakteriostatika und gelöste Stoffe
enthalten können,
welche die Zubereitung isotonisch zum Blut des vorgesehenen Empfängers einstellen.
Zubereitungen zur parenteralen Verabreichung schließen auch
wässrige
und nicht-wässrige
sterile Suspensionen einen, welche Suspensionsmittel und Verdickungsmittel
einschließen
können.
Die Zubereitungen können
in Einheitsdosis aus Multidosis-Behältern, zum Beispiel verschlossenen
Ampullen und Phiolen, dargeboten werden, können in gefriergetrocknetem
(lyophylisierten) Zustand gelagert werden und bedürfen, direkt
vor der Verwendung, nur der Zugabe eines sterilen, flüssigen Trägers, zum
Beispiel Kochsalzlösung,
phosphatgepufferte Kochsalzlösung (PBS)
oder dergleichen. Improvisierte Injektionslösungen und -suspensionen können aus
solchen sterilen Pulvern, Körnchen
und Tabletten hergestellt werden, wie sie vorher beschrieben wurden.
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Zubereitungen zur rektalen Verabreichung
können
als Zäpfchen
mit den üblichen
Trägern
wie Kakaobutter oder Polyethylenglykol dargeboten werden. Zubereitungen
zur topischen Verabreichung über
den Mund, zum Beispiel bukkal oder sublingual, schließen Pastillen,
welche den Wirkstoff in einer aromatisierten Basis wie Saccharose
und Akaziengummi oder Tragant enthalten, und Pastillen ein, welche
den Wirkstoff in einer Basis wie Gelatine und Glycerin oder Saccharose
und Akaziengummi umfassen. Es versteht sich von selbst, dass die
erfindungsgemäßen Zubereitungen
zusätzlich
zu den oben ausdrücklich
erwähnten
Bestandteilen, andere Agenzien einschließen können, die im Stand der Technik,
im Hinblick auf die Art der besagten Zubereitung, gängig sind,
zum Beispiel können
jene, die zur oralen Verabreichung geeignet sind, Geschmacksstoffe einschließen.
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Bevorzugte Einheitsdosierungs-Zubereitungen
sind solche, die eine wirksame Dosis, wie hierin unten aufgeführt, oder
einen geeigneten Anteil des Wirkstoffs enthalten. Die erfindungsgemäßen Verbindungen
können
oral oder über
Injektion in einer Dosis von 0,001 bis 2500 mg/kg pro Tag verabreicht
werden. Der Dosis-Bereich ist bei erwachsenen Menschen von 0,005
mg bis 10 g/Tag. Tabletten oder andere Darreichungsformen, die in
diskreten Einheiten dargeboten werden, können zweckmäßiger Weise eine solche Menge
der erfindungsgemäßen Verbindung
enthalten, die bei solcher Dosierung oder als ein Vielfaches dieser
Dosierung wirksam ist, wie zum Beispiel Einheiten, die 5 mg bis
500 mg, gewöhnlich
um 10 mg bis 200 mg enthalten.
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Die Verbindungen der Formel (I) werden
bevorzugt oral oder durch Injektion (intravenös oder subkutan) verabreicht.
Die präzise
Menge der einem Patienten verabreich ten Verbindung wird der Verantwortung des
behandelnden Arztes unterliegen. Jedoch wird die angewendete Dosis
von einer Vielzahl von Faktoren, einschließlich dem Alter und Geschlecht
des Patienten, der konkret behandelten Störung und deren Schweregrad
abhängen.
Auch kann der Verabreichungsweg in Abhängigkeit vom Zustand und dessen
Schweregrad variieren.
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- BEISPIEL
1
wässrige
Suspension zur Injektion
Ein Suspensionsvermittler wird aus
den folgenden Materialien hergestellt
| Polyethylenglykol
4000 | 30
g |
| Kaliumchlorid | 11,2
g |
| Polysorbat
80 | 2
g |
| Methylparaben | 0,2
g |
| Wasser
qs zur Injektion | 1000
ml |
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Die Parabene werden zur Hauptmenge
des Wassers hinzugefügt
und darin mittels Rühren
und Erhitzen auf 65 °C
gelöst.
Die resultierende Lösung
wird auf Raumtemperatur gekühlt
und die verbliebenen Zutaten werden hinzugegeben und gelöst. Dann
wird die Wassermenge zum Abgleich, um das erforderliche Volumen herzustellen,
hinzugefügt
und die Lösung
mittels Filtration sterilisiert. Der auf diese Weise hergestellte
sterile Vermittler wird dann mit 3 g erfindungsgemäßem B1-BK-Hemmer (z. B. Verbindung 10) gemischt,
welcher vorab auf eine Teilchengröße von weniger als ungefähr 10 Mikron
reduziert und mit Ethylenoxid-Gas sterilisiert worden ist. Die Mischung
kann dann, optional, mit 5 g eines Entzündungshemmers (z. B. Hydrokortison)
gemischt werden, welcher vorab auf eine Teilchengröße von weniger
als ungefähr
10 Mikron reduziert und mit Ethylenoxid-Gas sterilisiert worden
ist. Die Mischung wird durch eine sterilisierte Kolloidmühle geführt und
unter aseptischen Bedingungen in sterile Behälter gefüllt, die dann verschlossen
werden.
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- BEISPIEL
2
mit Wasser abwaschbare Creme
Die folgenden Bestandteile
werden formuliert:
| Bestandteile | Prozent
[Gewicht/Gewicht] |
| Hydrokortisonacetat | 0,025 |
| Verbindung
10 | 0,025 |
| Mineralöl | 6,0 |
| Petrolat | 15,0 |
| Polyethylenglykol-1000-monocetylether | 1,8 |
| Cetostearylalkohol | 7,2 |
| Chlorcresol | 0,1 |
| destilliertes
Wasser, um 100 Gewichtsteile zu ergeben | |
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Das Kortison und der B1-BK-Antagonist
10 werden in einer Kugelmühle
mit wenig Mineralöl
auf eine Teilchengröße von weniger
als 5 Mikron vermahlen. Das Wasser wird zum Sieden erhitzt, das
Chlorcresol hinzugegeben und die Lösung dann auf 65 °C gekühlt. Dann
werden das Petrolat, der Cetostearylalkohol und der Polyethylenglykolether
miteinander vermischt, während
auf 65 °C
erhitzt wird.
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Die gemahlene Steroid-Suspension
wird dann zu der Schmelze hinzugegeben und der Behälter mit Mineralöl gespült.
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Die dadurch hergestellte ölige Wirkstoff-Phase
wird bei 60 °C
zu der wässrigen
Chlorcresol-Phase von 65 °C
gegeben. Die Mischung wird schnell gerührt, während auf unter den Gelierungspunkt
(40 °C–45 °C) gekühlt wird
und das Rühren
wird mit einer Geschwindigkeit fortgesetzt, welche ausreichend gering
ist, um das Absetzen der Creme zu ermöglichen. Die mit Wasser abwaschbare
Creme kann bei der Behandlung von Dermatosen, entweder unter Einsatz
des offenen (ohne Abdeckung) oder abdeckenden Verfahrens der Arzneimittelanwendung,
verwendet werden.
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- BEISPIEL
3
topische Salbe
| Hydrokortisonacetat | 0,05
g |
| Verbindung
10 | 1,00
g |
| Chloroxin | 1,00
g |
| Propylenglykol | 7,00
g |
| Glycerinmonostearat
mit Emulgator | 5,00
g |
| weißes Petrolat
q.s.a.d. | 100,00
g |
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Erhitze das Propylenglykol auf 55 °C. Füge Hydrokortisonacetat,
Verbindung 10 und Chloroxin hinzu und vermenge gut. Füge die verbliebenen
Bestandteile hinzu und vermenge bis zur Schmelze. Entferne es von der
Heizquelle und vermenge langsam bis auf 45 °C abgekühlt ist, dann homogenisiere.
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Verbindung 10, gefälltes Calciumcarbonat,
Maisstärke,
Laktose und Hydroxypropylcellulose werden miteinander vermischt,
Wasser wird hinzugegeben und die Mischung wird geknetet, dann in
Vakuum bei 40 °C für 16 Stunden
getrocknet, in einem Mörser
zerrieben und durch ein "16-Mesh-Sieb" gegeben, um Körnchen zu
ergeben. Dazu wird Magnesiumstearat gegeben und die resultierende
Mischung wird mittels einer Rundläufer-Tablettenpresse zu Tabletten
geformt, die jeweils 200 mg wiegen.
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