DE598674C - Verriegelungsschutz zur Vermeidung von Transformatorkurzschluessen bei Schuetzsteuerungen mit Leitungssparschaltung und vollstaendiger Verriegelung sowie mit zwei ueber je einen Fuehrer-schalter gleichzeitig gesteuerten und ueber einen gemeinsamen Spannungsteiler arbeitenden Stufenschuetzgruppen, insbesondere fuer elektrisch betriebene Gleisfahrzeuge - Google Patents
Verriegelungsschutz zur Vermeidung von Transformatorkurzschluessen bei Schuetzsteuerungen mit Leitungssparschaltung und vollstaendiger Verriegelung sowie mit zwei ueber je einen Fuehrer-schalter gleichzeitig gesteuerten und ueber einen gemeinsamen Spannungsteiler arbeitenden Stufenschuetzgruppen, insbesondere fuer elektrisch betriebene GleisfahrzeugeInfo
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Description
- Verriegelungsschutz zur Vermeidung von Transformatorkurzschlüssen bei Schützsteuerungen .mit Leitungssparschaltung und vollständiger Verriegelung sowie mit zwei über je einen Führerschalter gleichzeitig gesteuerten und über einen gemeinsamen Spannungsteiler arbeitenden Stufenschützgruppen, insbesondere für elektrisch betriebene Gleisfahrzeuge Es sind Schützsteuerungen mit sogenannten Leitungssparschaltungen bekannt, z. B. Dreileitungssteuerungen für Zweifachdrosselspulenschaltungen und Vierleitungssteuerungen für Dreifachdrosselspulenschaltungen, die eine vollkommene Verriegelung haben, bei denen also kein anderes als ein zur Schaltstufe gehöriges Schütz einschalten kann. Bekannt ist es auch, insbesondere bei Zugsteuerungen dieser Art, die Verriegelung so auszubilden, daß bei einem Schaltungsdefekt in einem Triebwagen keine Rückspeisungen über die intakte Schaltung eines anderen Triebwagens entstehen können.
- Man hat nun Schützsteuerungen angewendet, die nicht aus einer einzigen Stufenschützgruppe, sondern aus zwei auf einen gemeinsamen Spannungsteiler arbeitenden Gruppen bestehen, deren Schütze aber nur innerhalb der einzelnen Stufenschützgruppen in bekannter Weise verriegelt sind. Bleibt nun bei einer Steuerung dieser Art, beispielsweise infolge Festbrennens, ein Schütz hängen, so kann zwar mit Rücksicht auf die Verriegelung innerhalb der einzelnen Schützgruppen kein zur gleichen Gruppe gehöriges Schütz eingeschaltet werden, wohl aber können die Schütze der anderen Gruppe ungehindert weiterschalten; es besteht infolgedessen die Möglichkeit, daß das festgebrannte Schütz einer Gruppe und das einer wesentlich höheren oder tieferen Spannungsstufe des Transformators zugeordnete Schütz der anderen Gruppe gleichzeitig eingeschaltet sind und daB demzufolge ein Transformatorkurzschluß über den gemeinsamen Spannungsteiler hinweg erfolgt. Um die Sicherheit zu erhöhen, ist weiter vorgeschlagen worden, bei Schützensteuerungen mit zwei Stufenschützgruppen die Steuerstromrückleitung über die Anfangsstufen jeder der beiden Schützgruppen über Verriegelungshilfskontakte der übrigen Schütze beider Gruppen zu führen. Auf diese Weise wird eine für die meisten Fälle ausreichende Verriegelung gegeben.
- Eine vollständige Sicherheit gegen Fehlschaltungen jeder Art kann aber nach der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht werden, daB die Steuerstromrückleitungen von sämtlichen Stufenschützen beider Stufenschützgruppen über Sperrkontakte von Stufenschützen der jeweils anderen Stufenschützgruppe geführt werden. Dadurch wird erreicht, dali beim Aufwärtsschalten einer aus zwei Stufenschützgruppen bestehenden Steuerung, Schütze verschiedener Gruppen, die wesentlich voneinander verschiedenen Spannungsstufen des Transformators angehören, nicht mehr deichzeitig einschalten können.
- In der Abbildung ist eine nach der Erfindung ausgeführte Schaltanordnung dargestellt, und zwar eine Vierleitungssteuerung für Dreifachdrosselspulenschaltung mit vollständiger Verriegelung sowie mit zwei über je einen Führerschalter gleichzeitig gesteuerten und über einen gemeinsamen Spannungsteiler arbeitenden Stufenschützgruppen. Darin bedeuten: t den Transformator, ss die Reihe der Stufenschütze, k1 ... k. fünf Reihen Abhängigl-Zeitskontakte derStufenschütze, in eine Reihe Magnetspulen, d' und d" die Dreifachschaltdrosseln und s den gemeinsamen Spannungsteiler der beiden Stufenschützgruppen. Die mit 1', 2,', 3' . . . i i' und mit 1", 2", 3" .. il" bezeichneten Schütze der beiden Stufenschütz gruppen I und II sind in der Form i', i"; 2', 2-"; 3', 3" . i i', i i" nebeneinander angeordnet. Erfindungsgemäß sind nun die Steuerstromrückleitungen der Schütze 5', 6', 7' . # . r i' über Sperrkontakte der Schütze 1",2", 3" " und die Steuerstromrückleitungen der Schütze 4", 5", 6" . . . 11 " über Sperrkontakte der Schütze 1', 2', 3' . . . 8' geführt (Kontaktreihe k4 der Abbildung).
- Der Schaltvorgang vollzieht sich beim Aufwärtsregeln der Motoren etwa in folgender Weise: Auf der Schaltstufe i werden die Schütze 1', 2' und i" und 2" eingeschaltet. Beim Weiterschalten werden auf Stufe 2 und 3 die Schütze 3' und 3" nacheinander zugeschaltet. Nunmehr sind alle Schaltdrosselspulen d', d" an Spannung gelegt. Wird das Schaltwerk weiter betätigt, so werden auf Stufe 4 das Schütz i' ausgeschaltet und das Schütz 4' eingeschaltet. Nunmehr werden abwechselnd in jeder der Stufenschützgruppen I und II beim Weiterschalten des Schaltwerks das Schütz niedrigerer Ordnungszahl ausgeschaltet und das höherer Ordnungszahl eingeschaltet. Auf der nächsten Schaltstufe 5 wird also das Schütz i" ausgeschaltet und das Schütz 4" eingeschaltet. Die Schaltung arbeitet demnach in der Weise, daß auf den ungeraden Schaltstufen der Führerschalter in jeder Gruppe Schütze mit gleichen Ordnungszahlen eingeschaltet sind, z. B. auf der Fahrstufe 5 die Schütze 2', 3', 4' der Gruppe I und die Schütze 2", 3", 4" der Gruppe II.
- Würde nun bei einer Schaltung ohne eine Verriegelung gemäß vorliegender Erfindung beispielsweise das Schütz 2' beim Aufwärtsschalten festbrennen und hängenbleiben, so könnte beim Weiterschalten auf die Fahrstufe 6 das Schütz 5' nicht zuschalten, wohl aber würde beim Weiterschalten auf die Fahrstufe ; das Schütz 2" der anderen Gruppe durch das Schütz 3' abfallen, nicht aber das Schütz 6' zuschalten, während auf der Fahrstufe 9 das Schütz 3" der anderen Gruppe wieder durch das Schütz 6" ersetzt würde. Auf der Fahrstufe ro wiederum würde das Schütz 4' zwar abfallen, nicht aber das Schütz 7' zuschalten. In diesem Augenblick also würden neben dem Schütze' der Gruppe 1 noch die Schütze q.", 5", 6" der Gruppe II eingeschaltet sein, der Spannungsteiler s wäre demgemäß überlastet und im Transformator t würden Kurzschlußströme auftreten.
- Führt inan erfindungsgemäß dagegen die Rückleitung des Schützes 5" über einen Sperrkontakt des Schützes 2', so ist, wenn das Schütz 2' beim Weiterschalten von der Schaltstufe 5 auf die Schaltstufe 6 nicht ordnungsgemäß abfällt, auch das Weiterschalten der Stufenschützgruppe Il unterbunden und beim Weiterbewegen der Fahrkurbel werden auch in der Stufenschützgruppe II lediglich die noch eingeschalteten Schütze nacheinander abfallen, wie vorher in der Stufenschütz-' gruppe I allein. Damit ist also auch das Aufwärtsschalten der Stufenschützgruppe II. unterbunden, sobald an einem Schütz der Gruppe I eine Störung auftritt.
- Um ein in gleicher Weise einwandfreies Abwärtsschalten der aus zwei Stufenschützgruppen bestehenden Steuerung zu erzielen, werden die Steuerstromrückleitungen der Schütze 1', 2', 3' .. . 8' über Sperrkontakte der Schütze 4', 5', 6' . . . i i' und die Steuerstromrückleitungen der Schütze i", 2", 3" .. 8" über Sperrkontakte der Schütze 4", 5", 6" . . . i i" geführt (Kontakte k5 der Abbildung).
- Will man die Formulierung der Erfindung von den Werten eines zufälligen Ausführungsbeispiels unabhängig und ganz allgemein gestalten, so kann man folgendermaßen sagen: Sind bei einer m-Leitungssteuerung für eine (m- i)-Fachdrosselspulenschaltung die Stufenschützgruppe I mit den Schützen i', 2', 3' . . . 1i' und die Stufenschützgruppe Il mit den Schützen 1", 2", 3" . . n" auf einen gemeinsamen Spannungsteiler , arbeitend in der Form i', l",:2', 2", 3', 3" . . W, n" angeordnet, so müssen nach der .Erfindung. die Steuerstromrückleitungen der Schütze (m+ i)', (m -J- 2)', (m -J- 3)' . . il' über Sperrkontakte der Schütze i ", 2", 3" . (n-m) ", die Steuerstromrückleitungen der Schütze are" (m -i- i)" (m + 2)" . . . n" über Sperrkontakte der Schütze 1', 3' . . . (la - na -J- lY, die Steuerstromrückleitungen der Schütze i', 2', 3' . . (n-in + i)' über Sperrkontakte der Schütze m' (m -f- i)' . . . zi und die Steuerstromrückleitungen der Schütze I", 2", 3" . . . (n - in + i )" über Sperrkontakte der Schütze m' (nt+ I)" .. . ?i" geführt werden, wenn ein störungsfreies Aufwärts- und Abwärtsschalten gewährleistet sein soll.
Claims (1)
- PATENTANSPIZÜCIIE: i. Verriegelungsschütz zur Vermeidung von Transformatorkurzschlüssen bei Schützsteuerungen mit Leitungssparschaltung und vollständiger Verriegelung sowie mit zwei über je einen Führerschalter gleichzeitig gesteuerten und über einen gemeinsamen Spannungsteiler arbeitenden Stufenschützgruppen, insbesondere für elektrisch betriebene Gleisfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß Steuerstromrückleitungen von sämtlichen Stufenschützen beider Stufenschützgruppen über Sperrkontakte von Stufenschützen der jeweils anderen Stufenschützgruppe geführt sind.
2. Verriegelungsschutz nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei ni-Lei- tungssteuerung der beiden in der Form I', I"; 2', 2"; 3', 3" . n', W' nebenein- ander angeordneten Schützgruppen (i', 2'; 3' . . . Hz) und (I", 2", 3" , n") für (»t-i)-Fachdrosselspulenschaltung, die Steuerstromrückleitungen der Schütze (in + i)', (na -+- 2)', (in + 3)' # . . n' über Sperrkontakte der Schütze 1", 2", 3" . . . (n-vyc)", die Steuerstromrückleitungen der Schütze m" (IM + 1)", (m. + 2)" . :.i' über Sperrkontakte der Schütze I', 2', 3' . . (n - m -+- I )' geführt sind. 3. Verriegelungsschutz nach Anspruch2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer-' stromrückleitungen der Schütze 1', 2', 3' . (n - in -E- i)' über Sperrkontakte der Schütze m (nt -+- i)', (rn -+- 2)' . . . n' und die Steuerstromrückleitungen der Schütze 1 ", 2", 3" . . (n - M + 1)" über Sperr- kontakte der S chütze in " (m -f - i)", (in +:2)" 2)" .. . 14" geführt sind.
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| DE598674C true DE598674C (de) | 1934-06-18 |
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