DE597044C - Kittartige Dichtungsmasse - Google Patents

Kittartige Dichtungsmasse

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DE597044C
DE597044C DER84944D DER0084944D DE597044C DE 597044 C DE597044 C DE 597044C DE R84944 D DER84944 D DE R84944D DE R0084944 D DER0084944 D DE R0084944D DE 597044 C DE597044 C DE 597044C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/34Filling pastes

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Description

  • Kittartige Dichtungsmasse Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer Dichtungsmasse, wie solche für Rohrverschraubungen, Flanschen u. dgl. verwendet wird.
  • Bisher benutzte -man zum Abdichten Von Rohrleitungsverschraubungen in Mennige getränkte Hanffäden, die um das Gewinde der Rohre herumgewickelt und so ineinandergeschraubt wurden. Dabei kam es sehr häufig vor, daB sich die Hanffäden, zumal bei streng gehendem Gewinde, während des Zusammenschraubens zusammenschoben und am Gewindeende zusammenballten. . Das Gewinde selbst war in diesem Falle frei von Dichtungsmasse, während der Hanf am Gewindeansatz, einen knollenartigen Ring bildend, ein völliges Ineinanderschrauben verhinderte. Dieser Hanfring schälte sich nicht selten nach einiger Zeit ab,, wodurch die Verbindungsstelle undicht wurde, was z. B. bei Gasleitungen üble Folgen nach sich ziehen konnte. Ein. weiterer Nachteil dieser Mennigehanfdichtung besteht nöch darin, daß bei Rohrleitungen, die der Hitze unterworfen sind, die Bleimennige derart verhärtete, daß ein Lösen bzw. Auseinanderschrauben nur mit äußerster Anstrengung möglich war, wo-_bei nicht selten der Gewindestutzen abriß oder bei polierten oder vernickelten Armaturen diese erheblich beschädigt wurden.
  • Alle diese Nachteile werden erfindungs= gemäß dadurch beseitigt, daß eine kittartige Dichtungsnasse geschaffen worden, ist, die ohne Verwendung von Hanf einen absolut dichten Abschluß herbeiführt, dabei selbst bei größter Hitze nicht so hart und spröde wird, daß eine Lösung nur mit Anstrengung möglich ist, 'sondern selbst unter den ungünstigsten Voraussetzungen immer noch eine gewisse Nachgiebigkeit behält, so daß eine mit dieser neuen Masse abgedichtete Verschraubung ohne Mühe selbst nach Jahren bequem gelöst bzw. auseinandergeschraubt werden kann. Aus diesem Grunde findet diese neue Dichtungsmasse auch vorteilhafte Verwendung bei Flanschenverschraubungen, Mannlochverschlüssen für Dampfkessel, ganz besonders aber in der chemischen Industrie, bei der die bisherigen Gummi- und Asbestdichtungen von der Säure angegriffen wurden. Auch die an sich teure bisherige Blei- und Fibredichtung kann bei Verwendung dieser neuen Dichtungsmasse in Wegfall kommen.
  • Erfindungsgemäß werden alle diese Vorteile dadurch -erreicht, daß die neue Dichtungsmasse aus einem Stoff besteht, welcher wärme- und säurebeständig ist, selbst bei größter Hitze nicht völlig hart und spröde wird und sich im Gebräuchsz,ustande in jeder beliebigen Stärke, auftragen läßt und von solcher Nachgiebigkeit ist, daß er die kleinsten Poren des dichtenden Materials ausfüllt bzw. in diese leicht eindringt. Bei ineinandergeschraubten Rohren oder Stopfen kommt ganz besonders der hohe Fettgehalt der Dichtungsmasse in Betracht, der ein Ineinanderrosten und Oxydieren, mithin Festfressen des zu dichtenden Materials, v"°rhindert: Diese neue kittartige Dichtungsmasse ,wird,. gemäß der Erfindung aus folgenden Tölen. hergestellt, und zwar auf ein Kilogräniti fertiger Masse: etwa 7oo Gewichtsteile Lehn oder Ton, etwa -ioo Teile fettlöslicher Farbe, z. B. Ocker, etwa ioo weitere Gewichtsteile eines Fettes, wie Talg oder Schmalz, und ungefähr ioo Gewichtsteile eines Mineralöles.
  • Bei dieser Zusammensetzung ist zu beachten, daß der Lehm oder Ton nahezu kalk- und sandfrei sein muß. Derselbe wird durch Trocknen völlig wasserfrei gemacht und zu Pulver verrieben bzw. gemahlen. Diesem trockenen Lehmpulver werden (auf iooo g fertiger Masse berechnet) ungefähr ioo g eines fettlöslichen Farbstoffes, der Billigkeit halber Ocker, in Pulverform beigemischt. Nunmehr werden gesondert etwa ioo g eines Fettes,, wie Talg oder unbrauchbar gewordenes bzw. ranziges Schmalz, geschmolzen und mit dem gleichen Quantum, also ebenbälls ioo g Abfallmineralöl (Schmieröl), in noch flüssigem Zustande verrührt, bis beide Materialien innig vermischt sind.' Dieses Gemenge wird nun der Mischung aus Lehm und Farbe unter anfänglichem Rühren und späterem Kneten zugesetzt, bis eine kittartige Masse entsteht.
  • Die in obiger `eise hergestellte Dichtungsmasse ist sofort verwendungsfähig und läßt sich selbst in unverschlossenen Gefäßen unbegrenzt lange Zeit aufbewahren. Infolge ihrer Billigkeit, sowohl bei der Herstellung als auch bei ihrer Verwendung ohne Hanf und Mennige und nicht minder wegen der Giftigkeit der letzteren, ist sie allen bisherigen Dichtungsmitteln vorzuziehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kittartige Dichtungsmasse, vorzugsweise zum Abdichten von Rohrverschraubungen und Gewindestopfen, bestehend aus 7oo Gewichtsteilen Wasser- und sandfreiem pulverisiertem Lehm (oder Ton), ioo Gewichtsteilen Farbstoff, insbesondere fettlöslicher Ocker und einem Gemisch aus ioo Gewichtsteilen geschmolzenem Fett, wie Talg oder Schmalz, und ioo Gewichtsteilen Mineralöl.
DER84944D 1932-05-20 1932-05-20 Kittartige Dichtungsmasse Expired DE597044C (de)

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