DE595773C - Verfahren zum Trennen von Graphit von seinen Verunreinigungen durch Elektroosmose - Google Patents

Verfahren zum Trennen von Graphit von seinen Verunreinigungen durch Elektroosmose

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DE595773C
DE595773C DER77555D DER0077555D DE595773C DE 595773 C DE595773 C DE 595773C DE R77555 D DER77555 D DE R77555D DE R0077555 D DER0077555 D DE R0077555D DE 595773 C DE595773 C DE 595773C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/20Graphite
    • C01B32/21After-treatment
    • C01B32/215Purification; Recovery or purification of graphite formed in iron making, e.g. kish graphite

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Description

Es sind Reinigungsverfahren für gepulverten Graphit bekannt, die auf der Anwendung rein mechanischer Mittel beruhen, z. B. auf der Differentialwirkung eines Flüssigkeitsstromes auf verschiedenartige Teilchen oder auf einem stufenweise stattfindenden Waschen mit Anwendung von Kolloiden, die das Niederfallen der zu behandelnden Teilchen verlangsamen, oder ferner auf einer Differentialdispersion in einer schnellaufenden Kolloidmühle in Gegenwart gewisser Dispersionsmittel, wobei die Vorgänge derart geführt werden, daß die gewünschte Trennung stattfindet.
Es sind ebenfalls elektrochemische Verfahren bekannt, bei denen durch Anwendung geeigneter Lösungen eine elektrolytische Um-"wandlung der zu beseitigenden Verunreinigungen stattfindet.
Schließlich sind auch Verfahren bekannt, bei denen ausschließlich in besonders eingerichteten Vorrichtungen die an sich bekannte Elektroosmose benutzt wird, wonach zur Trennung fein verteilter Stoffe von groben oder fremden Beimischungen, insbesondere für Ton, Sand, Kalk u. dgl., die Trübe durch schaufelartige Rührwerke zur Vermeidung des Niedersinkens der Teilchen mechanisch durchgeführt wird, um durch den dadurch erzeugten Aufwärtsstrom die Trübe durch die gelochte Kathode nach der umlaufenden zylinderförmigen Anode, an der sich die ausgeschiedenen Teilchen festsetzen, hindurchzutreiben. Ferner ist die Zugabe peptisierender Elektrolyten hierbei, auch in Verbindung mit kolloidalen Stoffen, bekannt.
Gemäß der Erfindung sollen nun wenig Kohlenstoff enthaltende Graphitarten gereinigt werden. Das hierzu benutzte Verfahren besteht in der Anwendung geeigneter Mittel, um das zu behandelnde Material in gepulvertem Zustand in einer Flüssigkeit schwebend zu erhalten, und der Elektroosmose, die in ungleicher Weise auf den Graphit und auf die Verunreinigungen einwirkt und ihre Trennung bewirkt.
Gemäß der Erfindung wird das gepulverte Material in einen Wasser enthaltenden Behälter zwischen zwei 'übereinander angeordneten Elektroden eingeführt.
Man entzieht in weitgehender Weise die Teilchen der Einwirkung der Schwerkraft und verlangsamt das Niederschlagen durch Zusatz peptisierender Kolloide, durch Aufrühren oder durch vereinigte Mittel derart, daß das Elektrodenfeld, das auf die Graphitteilchen einwirkt, diese nach der oberen Elektrode und nach der Austrittsöffnung hin verdrängt und daß die Verunreinigungen, Sand, Glimmer, Eisenoxyd usw., die nicht von der Elektrophorese beeinflußt werden, abgetrennt und nach unten hin abgeführt werden.
Unter solchen Bedingungen ist keine äußere mechanische Einwirkung erforderlich, um ungleich auf die Teilchen des Graphits und der Verunreinigungen einzuwirken und sie abzuführen, was ausschließlich durch das elektroosmotische Auswahlvermögen geschieht. Dadurch erfolgt die Trennung mit Sicherheit selbsttätig und vollständig, welches auch dabei die Unterschiede in der Dicke der Teilchen seien.
Die Tatsache, daß die Unterschiede in der Dicke der Teilchen in weitem Maße ohne Bedeutung sind, bietet auch noch den Vorteil, daß die Vorbereitung des Erzes vor der Ausübung des Verfahrens vereinfacht ist.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung, welche für die Ausübung des Verfahrens gemäß der Erfindung dienen kann.
In dem Gefäß 1, welches Wasser enthält und das im oberen Teil mit einer öffnung versehen ist, spritzt man waagerecht bei 2 und 2a eine Lösung ein, welche schwebend den zu reinigenden Graphit enthält. Dieser Graphit wird dem Felde unterworfen, welches durch zwei gelochte Metallscheiben 3 erzeugt wird, die als Elektroden dienen und voneinander isoliert sind und welche es gestatten, durch die Flüssigkeit einen Gleichstrom von gewünschter Spannung und Stärke durchströmen zu lassen. Die schwebenden Teilchen, welche, wie erwähnt, der Wirkung der Schwerkraft entzogen werden, werden auf diese Weise der kataphoretischen Einwirkung unterworfen, und zwar wird je nach dem Potential der aufgenommenen Ladung jedes Teilchen von der einen oder der anderen Elektrode angezogen. Man trifft die Anordnung derart, daß der gereinigte Graphit nach oben hin geleitet wird und durch eine Austrittsöffnung 4 nach außen gelangt. Da das Einspritzen des schwebenden Graphits ununterbrochen erfolgt, erzielt man einen gleichmäßigen Ausfluß von gereinigtem Graphit. Die Verunreinigungen werden unten bei 5 gesammelt.
Auf der Zeichnung ist eine Rührvorrichtung dargestellt, welche aus einer senkrechten Welle 6 besteht, auf welcher einerseits an der Basis eine Schraube 7 sitzt, durch welche der geladenen Lösung eine Bewegung nach oben gegeben wird, und andererseits eine Schaufel 8, welche sich in der Mitte der Lösung befindet und sie durchrührt.
Die Pfeile X bezeichnen den Einlaß des Graphits; der Pfeil Y bezeichnet die Aufwärtsbewegung, der Pfeil Z den Austritt und der Pfeil U den Austritt der Verunreinigungen.
Die Gestalt, die Beschaffenheit und die Lochung der Elektroden sind veränderlich wie auch die Stärke und die Spannung des elektrischen Stromes. Diese Veränderlichen hängen hauptsächlich von der anfänglichen mittleren Größe der Graphitteilchen ab, welche am Austritt der Zerkleinerungsvorrichtungen aufgefangen werden. Die Anordnung der Auslaßöffnung für die Verunreinigungen ist derart getroffen, daß dieselben nach ihrem Niederschlagen durch die Elektroosmose nicht mehr dem Durchrühren unterliegen.
Der Zusatz von Kolloiden zur Lösung dient dazu, um die Ladung der Teilchen zu verändern oder zu verstärken.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Trennen von Graphit von seinen Verunreinigungen durch Elektroosmose, bei dem das zu behandelnde Gut in fein verteilter Form im Schwebezustand unter Zugabe besonderer Zusätze eingeführt wird und die zu gewinnenden Teilchen eine senkrecht gerichtete Bewegung durch die Einwirkung des elektrischen Feldes nach einer Elektrode hin erfahren, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut zwischen zwei in einem Gefäß übereinander angeordnete Elektroden (3) zugeführt, durch Zugabe eines peptisierenden Kolloides oder durch mechanisches Durchrühren der Trübe ein Niedersinken der Teilchen vermieden wird und die Graphitteilchen in Richtung der oberen Elektrode getrennt von den Verunreinigungen von der Schwerkraft unbeeinflußt zum Austrag wandern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DER77555D 1928-11-09 1929-03-16 Verfahren zum Trennen von Graphit von seinen Verunreinigungen durch Elektroosmose Expired DE595773C (de)

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