DE595709C - Verfahren zur Herstellung von Pottasche - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pottasche

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DE595709C
DE595709C DEC44712D DEC0044712D DE595709C DE 595709 C DE595709 C DE 595709C DE C44712 D DEC44712 D DE C44712D DE C0044712 D DEC0044712 D DE C0044712D DE 595709 C DE595709 C DE 595709C
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DE
Germany
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potassium
bicarbonate
potassium carbonate
formate
potash
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Expired
Application number
DEC44712D
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English (en)
Inventor
Dr Karl Bueche
Dr Erich Wiedbrauck
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CHEM FAB BUCKAU
Original Assignee
CHEM FAB BUCKAU
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Pottasche Gegenstand des. Patents 59o 15 8 ist ein Verfahren zur Herstellung von Pottasche, das darinbesteht, ausKaliumsulfat, Erdalkalihydrat und Kohlenoxyd oder kohlenoxydhaltigen Gasen Kahumformiat als Zwischenprodukt unter gleichzeitiger Bildung von Calciumsulfat herzustellen, worauf das Kaliumformiat nach Abtrennung des Calciumsulfates durch oxydierende Calcination auf Pottasche verarbeitet wird.
  • Bei diesem Verfahren hat sich nun herausgestellt, daß das Kaliumformiat zunächst nicht in vollkommen reinem Zustande erhalten wird. In demselben befinden sich viehmehr noch K alksake, Tonerde, Eisen usw., die mit in die Pottasche übergehen und deren Wert stark vermindern. Weitere Nachteile ergeben sich daraus, daß die bei dem oxydierenden Glühen einsetzenden Reaktionen zu schnell und stürmisch verlaufen. Hierdurch jentstehen leicht Verluste, und die Reaktionsbedingungen können nur äußerst schwierig .eingehalten werden. Der bei diesen Umwandlungen abgespaltene Kohlenstoff läßt sich nur sehr schwer verbrennen.
  • Erfindungsgemäß wird nun de vom Erdalkalisulfat abgetrennte Kaliumformiatlösung in der Weise behandelt, daß zunächst durch Zusatz von Kaliumcarbonat oder Kaliumbicarbonat die Verunreinigungen, z. B. Kalksalze, Tonerde und Eisen, ausgefällt werden, worauf durch Zufügung weiteren Kahumcarbonates oder Kallumbicarbonates eine kaliumcarbonathaltige Kaliumformiatlösung hergestellt, darauf zur Trockne gedampft und schließlich calciniert wird. FH:erbei kann auch in der Weise verfahren werden, daß nach der Ausfällung der Verunreinigungen, mit Kaliumcarbonat bzw. Kaliumbicarbonat die Lösung zunächst zur Trockne gedampft und erst darauf dem Kaliumformiat vor dem Glühprozesse weiteres Kaliumcarbonat bzw. Ka.-liumbicarbonat zugesetzt wird.
  • Die Verwendung dieser Carbonate als Fällmittel ist hier besonders deshalb zweckmäßig, weil auf diese Weisse nur Kaliumkatione in die Lösung hereingebracht werden. Nach Ausfällung aller fremden Bestandteile, insbesondere des kohlensauren Kalkes, des Eisenhydroxyds und der Tonerde, wird so eine gereinigte Lösung erhalten, welche nach dem Eindampfen und Glühen eine 99%ige, klar lösliche Pottasche liefert.
  • Die vorteilhafte Wirkung des Zusatzes weiterer Mengen von Kaliumcarbonat bzw. Ka.-liumbicarbonat ist aus verschiedenen Gründen vorteilhaft. Beim oxydierenden Glühen von K.aliumformiat finden mehrere Reaktionen statt. Ist das Glühprodukt auf etwa 35o° erhitzt, so entweicht aus ihm unter Aufblähen der Masse lebhaft Wasserstoff. Außerdem spaltet sich gleichzeitig äußerst fein verteilter Kohlenstoff ab. Beide Spaltprodukte verbrennen unter starker Wärmeentwicklung sofort zu Wasser und zu Kohlensäure. Infolgedessen ist die Reaktion sch"ver zu beherrschen und nicht leicht verlustlos zu leiten. Es gelingt auch nur schwer, das Glühprodukt völlig kohlenstofffrei zu erhalten. Alle diese Schwierigkeiten werden in einfachster Weise vermieden, wenn man das Kaliumformiat in der beschriebenen Weise nach Zusatz von Kaliumcarbonat bzw. Kaliumbicarbonat weiterbehandelt. Die Reaktion verläuft dann ruhig und gefahrlos. Zweckmäßig wird auf etwa 3 Teile Kaliumformiat i Teil Carbonat zugesetzt. Bei dieser Arbeitsweise wird jeder Verlust von Kalium vermieden und überdies durch die Verdünnung mit den Carbonaten bewirkt, daß der Kohlenstoff in kürzester Zeit bei etwa 700" C restlos verbrennt. Es wird so ein reibweißes Glühprodukt erhalten. Beispiel Die bei der Darstellung von Kaliumformiat aus Kalkmilch, Kaliumsulfat und Kohlenoxyd bei 15o bis 2oo° entstehende Reaktionslösung wird im geschlossenen Autoklaven 6o Minuten auf Temperaturen von etwa 23o° unter einem Druck von 3o Atm. erhitzt. Das anfallende Filtrat enthält Kaliumformiat und Kaliiunsulfat, ferner gelöste Kalksalze neben etwas Tonerde und Eisen. Die Lösung wird mit einer zur Fällung der Fremdbestandteile ausreichenden Menge Kaliumcarbonat versetzt. Der aus kohlensaurem Kalk, Eisenoxyd und Tonerde bestehende Niederschlag wird abfiltriert. Das klare Filtrat enthält nur noch Kaliumformiat und Kaliumsulfat. Beim anschließenden Eindampfen scheidet sich das Kaliumsulfat aus, und das reine Kaliumformiat wird unter Zuschlag von haliumcarbonat durch oxydierendes Glühen in Pottasche übergeführt.

Claims (2)

  1. P_1TRNTANSPRÜCFII3: i. Verfahren zur Herstellung von Pottasche nach Patent 59o 158, dadurch gekennzeichnet, daß in der vom Erdalkalisulfat abgetrennten Kaliumformiatlösung zunächst durch Zusatz von Kaliumcarbonat oder Kaliumbicarbonat die Verunreinigungen, z. B. Kalksalze, Tonerde und Eisen, ,ausgefällt werden, worauf durch Zufügung weiteren Kaliumcarbonates oder Kaliumbicarbonateseine kaliumcarbonathaltige Kaliurnformiatlösung hergestellt, darauf zur Trockne gedampft und schließlich. calciniert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Ausfällung der Verunreinigungen mit Kaliumcarbonat bzw. -bicarbonat die Lösung zunächst zur Trockne gedampft und erst darauf dem haliumformiat vor dem Glühprozesse weiteres Kaliumcarbonat bzw. -bicarbonat zugesetzt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5057294A (en) * 1989-10-13 1991-10-15 The University Of Tennessee Research Corporation Recovery and regeneration of spent MHD seed material by the formate process

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