DE595452C - Verfahren zum fortlaufenden Erzeugen von UEberfangglas in Form eines Glasbandes - Google Patents

Verfahren zum fortlaufenden Erzeugen von UEberfangglas in Form eines Glasbandes

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DE595452C
DE595452C DEM116436D DEM0116436D DE595452C DE 595452 C DE595452 C DE 595452C DE M116436 D DEM116436 D DE M116436D DE M0116436 D DEM0116436 D DE M0116436D DE 595452 C DE595452 C DE 595452C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B15/00Drawing glass upwardly from the melt
    • C03B15/02Drawing glass sheets
    • C03B15/10Drawing glass sheets multi-layer glass sheets or glass sheets coated with coloured layers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zum fortlaufenden Erzeugen von Überfangglas in Form eines Glasbandes Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum fortlaufenden Erzeugen von überfangglas in Form eines Glasbandes, bei welchem der Uberfang auf das - entstehende Glasband in zweckmäßiger Beschaffenheit und regelbarer Dicke aufgebracht wird. Bisher wurde der Überfang bei derartigen Verfahren. in Form eines mehr oderweniger dickflüssigen Glasstreifens auf das Glasband aufgebracht. Dies erforderte .jedoch besonders ausgebildete Ziehdüsen bzw. Zuführungsbehälter für das flüssige Überfangglas: Erfindungsgemäß wird die erwähnte Ver-'fäair_erisWeise dadurch wesentlich-vereinfacht, daß auf das Glasband Glaspulver aufgespritzt wird, dessen Beschaffenheit,' z. B. Farbe und Zusammensetzung, von der des Glasbandes abweicht. - Auf diese Weise kann das Überfangglas auf den üblichenGlastafe@ziehrriäschinen hergestellt-werden, ,die lediglich mit einer Einrichtung zur Zuführung des Glaspulvers versehen zu werden brauchen. Es können also dann auf einer solchen Maschine nicht nur in rascher Aufeinanderfolge die verschiedenartigsten, also insbesondere verschiedenfarbige Überfanggläser in Form von Glasbändern hergestellt werden, söhdern es kann auch augenblicklich durch Unterbrechung der Glaspulverzufuhr und ohne daß an den übrigen Einrichtungen der Tafelziehmaschine etwas geändert werden müßte, zur Herstellung normaler, überfangreicher Glastafeln übergegangen werden.
  • Um eine rasche Verschmelzung des Glaspulvers auf der Oberfläche _ des Glasbandes zu-erzielen, wird das Glaspulver, erfindungsgemäß zweckmäßig in vorgewärmtem. Zustand aufgebracht.
  • Die Anwendung des Verfahrens sei an einem Glasofen beschrieben, wie er beim Ziehen von Glastafeln nach dem Fourcault-Verfahren Verwendung findet.
  • Auf der Zeichnung ist in Fig. i eine ,Aus-Führungsform eines derartigen Glasofens im Längsschnitt dargestellt. Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. i.
  • Bei dem dargestellten Ofen i schwimmt in üblicher Weise auf dem Glasbad 2 die z. B. aus Schamotte bestehende Ziehdüse 3, die mit dein länglichen Ziehschlitz 4. versehen ist. Über die Ziehdüse 3 bildet sich die bekannte Glaszwiebel 5,- aus der die Glastafeln 6 ent= stehen, die mittels der -Fördervorrichtung 7 hochgezogen werden.
  • Gegenüber der Zwiebel 5 sind auf einer oder auf beiden Seiten Spritzdüsen 8 angeordnet, deren Mündungen so gerichtet sind, daß der austretende Strahl auf die Stelle trifft, an welcher die Glastafeln 6 aus der Zwiebel 5 herauswachsen. Die Spritzdüsen 8 erstrecken sich beim dargestellten Ausführungsbeispiel über die ganze Breite der Glastafeln 6 (Fig. 2). Die Zuleitungen 9 zu den Spritzdüsen 8 führen zu nicht dargestellten Vorratsbehältern für das aufzuspritzende Glaspulver.
  • Ist in dem Glasofen i in der üblichen Weise farbloses Fensterglas hergestellt worden und soll nun z. B. ein Posten von Überfangglas erzeugt werden, so braucht nur entsprechendes Glaspulver durch die Leitungen 9 den Düsen 8 zugeführt zu werden. Das Glaspulver trifft auf die Glasmasse an der Entstehungsstelle der Glastafeln 6 auf, wodurch die Oberfläche der Tafeln auf beiden Seiten mit einer Überfangschicht überzogen wird. Dabei braucht der Betrieb des Ofens nicht unterbrochen zu «erden, und die Masse des Glasbades 2 kann in ihrer Zusammensetzung unverändert bleiben. Sollen die Glastafeln nur auf einer Seite eine Überfangschicht erhalten, so wird nur der auf einer Seite der Tafeln liegenden Düse 8 Glaspulver zugeführt. Auch kann durch Zuführung von verschiedenartigem Glaspulver zu den auf beiden Seiten der Tafeln 6 liegenden Düsen 8 ohne weiteres erreicht werden, daß die Tafeln auf ihren beiden Seiten ein verschiedenes Aussehen oder verschiedene physikalische -Eigenschaften erhalten.
  • Für die Herstellung von Bunttafelglas wird den Düsen 8 buntes Glaspulver zugeführt, das durch die Düsen an der Entstehungsstelle der Glastafeln 6 aufgepudert wird. Man ist auf diese Weise in der Lage, ein buntes Überfangglas vorübergehend herzustellen, ohne daß der Betrieb des Ofens unterbrochen oder die Masse des Glasbades 2 geändert zu werden braucht. Man kann auch hier den Glastafeln auf beiden Seiten verschiedene Farben geben und ist in der Lage, die Absorptionsfähigkeit der Tafeln für Strahlen dadurch zu beeinflussen, daß man .die Tafeln nur einseitig oder beiderseitig mit dem Buntglaspulver bepudert.
  • Man kann auch die Glastafeln in ununterbrochenem Betriebe mit Hilfe der Düsen 8 mit anderen Glassorten überziehen, die den Glastafeln eine ganz bestimmte Absorptionsfähigkeit für Strahlen verschiedener Art, z. B. Röntgenstrahlen, verleihen.
  • Das aufgebrachte Glaspulver muß auf dem Wege, den die Glasmasse von der Aufspritzstelle an der Zwiebel 5 bis zu der Stelle, an welcher die Glastafeln 6 schon abgekühlt sind, auf eine Temperatur kommen, die über 'dem Sinterungspunkt des Pulvers liegt, damit es schmilzt und sich mit der farblosen Glasmasse innig verbindet. Die Eigenwärme der Glasmasse kann dazu unter Umständen ausreichen. Um das rechtzeitige Schmelzen des Glaspulvers zu sichern, sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel des Glasofens dicht oberhalb der Düsen 8 hinsichtlich ihrer Lage und ihres Abstandes von der Glastafel einstellbare Heizkörper io auf beiden Seiten der Glastafeln 6 angeordnet, die zweckmäßig die Form von Heizplatten haben, welche eine starke Wärmestrahlung auf die Glastafeln 6 ausüben. Mit Hilfe dieser Wärmestrahl-I' körper ist man in der Lage, die Temperatur, die zum Schmelzen des Glaspulvers und der innigen Verbindung mit der farblosen Glasmasse erforderlich ist, genau zu regeln.
  • Auch kann man die Wärmemenge, welche beim Auftreffen des Buntglaspulvers auf die farblose Glasmasse dieser entzogen wird, dadurch verkleinern, .daß man das Glaspulver selbst vorwärmt: Zu diesem Zwecke können die Zuführungsleitungen 9 für das Glaspulver durch Vorwärmer i i hindurchgeführt werden. Auch kann die Druckluft, mit der etwa das Glaspulver aufgespritzt wird, vorgewärmt werden.
  • Das Verfahren nach der Erfindung eignet sich nicht nur für das Fou:roault-Verfahren sondern auch für Verfahren, bei denen Glastafeln in ununterbrochenem Betriebe gezogen werden, z. B. für das Libbey-O-,vens-Verfahren, bei dem die Tafeln unmittelbar aus dem Spiegel der geschmolzenen Masse- erzeugt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum fortlaufenden Erzeugen von Überfangglas in Form eines Glasbandes, bei weichem der Überfang auf das entstehende Glasband in zweckmäßiger Beschaffenheit und regelbarer Dicke aufgebracht wind, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Glasband Glaspulver aufgespritzt wind, dessen Beschaffenheit, z. B. Farbe und Zusammensetzung, von der des Glasbandes abweicht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Glaspulver in vorgewärmtem Zustande aufgebracht wird.
DEM116436D 1931-08-08 1931-08-08 Verfahren zum fortlaufenden Erzeugen von UEberfangglas in Form eines Glasbandes Expired DE595452C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2675646A (en) * 1954-04-20 Continuous sheet glass drawing and coating apparatus

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US2675646A (en) * 1954-04-20 Continuous sheet glass drawing and coating apparatus

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