DE595356C - Verfahren zum Platinieren von Porzellan, Glas u. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Platinieren von Porzellan, Glas u. dgl.

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DE595356C
DE595356C DEB137235D DEB0137235D DE595356C DE 595356 C DE595356 C DE 595356C DE B137235 D DEB137235 D DE B137235D DE B0137235 D DEB0137235 D DE B0137235D DE 595356 C DE595356 C DE 595356C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/06Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with metals
    • C03C17/10Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with metals by deposition from the liquid phase

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Description

  • Verfahren zum Platinieren von Porzellan, Glas u. dgl. Das Platinieren von Porzellan und anderen keramischen und Glaserzeugnissen geschieht bisher nach empirisch gefundenen Verfahren, nach denen Platinsalz in Gegenwart von geschwefelten Ölen auf die Glasur aufgetragen und in der Muffel erhitzt und eingebrannt wird.
  • Hierbei werden Platinsalze mit Schwefelölen bzw. Schwefelbalsam . gemischt oder schwefelhaltige Komplexverbindungen auf den Scherben aufgetragen und im Muffelofen bei hoher Temperatur gebrannt.
  • Die Erfindung beruht auf der neuen Erkenntnis, daß. gewisse Platinsalze .geeignet' sind, ohne weiteres beim Erhitzen eine konti nuierliche Platinschicht auf dem zu platinierenden Gegenstand zu ergeben, die durch nachheriges Einbrennen im Muffelofen als Platinspiegel haltbar fixiert werden kann.. Es sind dies 'die Komplexverbindungen des Platins mit den Halogenalkylen und deren Derivaten, mit Ausnahme der schwefelhaltigen, beispielsweise das Platintrimethylchlorid.
  • Das Platin wird erfindungsgemäß- in Staubform als metallorganische Verbindung (näm-Llich, wie oben erwähnt; als Komplexverbindung mit einem Halogenalkyl) auf den zu überziehenden Gegenstand aufgeblasen und sodann mäßig erwärmt (15o bis i8o° C). Hierbei findet anscheinend ein Sublimationsprozeß statt, nach welchem sich das Platin im Augenblick 'des Zerfalls der Verbindung in dünnster Schicht als Spiegel auf der Unterlage niederschlägt, und zwar auf eine be; deutend größere Fläche der Unterlage als das Salzkristall vor dem Erhitzen einnahm. Es genügt daher, das Kristallmehl in dünnster Schicht auf die zu platinierende Oberfläche aufzustäuben, um durch mäßiges Erhitzen .eine -absolut kontinuierliche Platinschicht zu -erhalten, welche ideal spiegelnd auf der Unterlage aufliegt. Durch nachheriges Einbrennen im Muffelofen wird der Platinspiegel haltbar fixiert.
  • Ein sehr bedeutender Fortschritt gegenüber den früheren. Verfahren besteht darin, daß man auf diese Weise auch komplizierte Glasapparaturen mit Platinspiegel versehen kann, so daß. hierdurch Apparaturen für die verschiedensten Zwecke hergestellt werden können, die bisher praktisch unzugänglich waren; das gilt insbesondere- für den physikalisch.optischen Apparatebau.
  • Die Vorzüge beim Arbeiten nach der Erfindung lassen sich kurz so zusammenfassen i. Die Verwendung eines einheitlichen reinen Kristallsalzes garantiert :eine stets gleichbleibende Qualität des Arbeitsmaterials.
  • 2. Der Materialverbrauch des an und für sich kostbaren Metalls wird auf ein Minimum beschränkt, während eine durchaus kontinuierliche Schicht, die gut spiegelnd aufliegt, erzielt wird.
  • 3. Das Einstaubverfahrenermöglicht schnell. ausführbare Schablonenarbeit bei geringstem Materialverbrauch, wobei die Arbeitsanordnung so getroffen werden kann, daß eine bestimmte, stets gleichbleibende Schicht aufgetragen wird.
  • ¢. Die lästigen Dämpfe, welche beim Arbeiten mit sulfurierten Ölen auftreten, fallen fort.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Platinieren von Porzellan, Glas u. dgl. durch Aufbringen von organischen Platinverbindungen und Erhitzen der Gegenstände, dadurch gekennzeichnet, daß Komplexverbindungen des Platins mit den Hälogenalkylen und deren Derivaten, mit Ausnahme der schwefelhaltigen, verwendet werden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von Platintrimethylchlorid.
DEB137235D 1928-05-03 1928-05-03 Verfahren zum Platinieren von Porzellan, Glas u. dgl. Expired DE595356C (de)

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