DE594103C - Metallstopfbuechse, bei welcher der die Dichtungsringe aufnehmende Kammerring in einem zweiten Kammerring gelagert ist - Google Patents
Metallstopfbuechse, bei welcher der die Dichtungsringe aufnehmende Kammerring in einem zweiten Kammerring gelagert istInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J15/00—Sealings
- F16J15/16—Sealings between relatively-moving surfaces
- F16J15/26—Sealings between relatively-moving surfaces with stuffing-boxes for rigid sealing rings
- F16J15/28—Sealings between relatively-moving surfaces with stuffing-boxes for rigid sealing rings with sealing rings made of metal
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Metallstopfbüchse zum Abdichten der Durchtrittsstellen
von Kolbenstangen o. dgl. an Kraft- und Arbeitsmaschinen. Bei solchen Stopfbüchsen
ist bereits die Verwendung von Kammerringen von beispielsweise L-förmigem
Querschnitt bekannt, in denen mehrteilige metallische Dichtungsringe untergebracht sind.
Ferner ist es schon vorgeschlagen worden, den die Dichtungsringe aufnehmenden Kammerring
in einem zweiten Kammerring zu lagern. Auch ist es bekannt, diese Dichtungsringe
durch schlauchartig um sie herumgelegte Federn an die Kolbenstange anzudrüdcen.
Die Dichtungsringe müssen aber stets in radialer Richtung ein bestimmtes Höhenspiel in der Kammer haben, damit sie
• radial verschiebbar bleiben und den Bewegungen der Stange folgen köninen, da sonst
ein Heißlaufen derselben erfolgt. Infolge dieses Höhenspieles und durch die Ringspalten
der Dichtungsringe dringt nun das Druckmittel in den Ringraum zwischen der äußeren
Dichtungsringumfläche und der inneren Kammerringfläche ein und preßt den Dichtungsring
fest gegen seine Auflage, wodurch dessen Beweglichkeit außerordentlich gehemmt wird. Andererseits werden die meist verwandten
mehrteiligen Dichtungsringe in axialer Richtung „derart stark auf ihre Unterlage
durch das Druckmittel gepreßt, daß nicht alle Dichtungsringe der Bewegung der Stange
folgen können, sondern einzelne Teile der Dichtungsringe auf der Unterlage festgehalten
werden. Hierdurch entsteht eine Überbeanspruchung der die Ringteile zusammenhaltenden
Federn, was häufig Federbrüche zur Folge hat. Ferner drückt außerdem auch die Stange fest gegen die sie umschließenden
Dichtungsringe, wenn sie sich axial bewegen will. Hierdurch entsteht infolge der
Schwerbeweglichkeit der Dichtungsringe unter der Druckbelastung ein erheblicher Flächendruck
an der Stange, durch den sowohl die Dichtungsringe als auch die Stange, schnell
und stark abgenutzt werden.
Ferner ist es bekanntgeworden, den eigentlichen Dichtungsringen zum Schutz der Federn
gegen hohe Temperaturen einen Vollring vorzuschalten, dessen innere Bohrung nur um ein geringes größer ist als der Stangendurchmesser.
Der Vollring besitzt dabei einen Rand, mit dem er sich auf den anliegenden Dichtungsring stützt. Diese Ausführung
hat jedoch den Nachteil, daß schon nach geringfügigem Verschleiß der Dichtungsringe
der Vollring unmittelbar auf der Kolbenstange hängt, so daß der umlaufende Rand das Durchhängen des Vollringes nicht mehr
verhindern kann. Die heißen Gase können dabei in radialer Richtung durch den wegen
der geringen radialen Beweglichkeit des Voll-
ringes notwendigen axialen Spielraum hinter die Dichtungsringe gelangen, so daß die
Federn heiß und unwirksam werden und ein Anpressen der Dichtungsringe an die Kolbenstange
nicht zu vermeiden ist.
Gemäß der Erfindung werden nun alle genannten nachteiligen Einwirkungen des Druckmittels
auf die Dichtungsringe dadurch verhindert, daß der größere Kammerring in ίο seinem an der dem höheren Druck zugewandten
Seite gelegenen Steg konzentrische Ausdrehungeu besitzt, die einen Druckring
und einen Sperring (Entlastungsring) umschließen. Auf diese Weise wird sowohl die
Belastung der Dichtungsringe in axialer Richtung als auch der radial wirkende Druck
und die Einwirkung der Temperatur auf die Dichtungsringe derart gemildert, daß die Dichtungsringe
praktisch nur mit dem gewählten Federdruck an die Stange gedrückt und infolgedessen erheblich günstigere Abnutzungsverhältnisse geschaffen werden. Hierdurch
wird die Lebensdauer der Metallstopfbüchse wesentlich erhöht, was bei Maschinenanlagen,
z. B. in Seeschiffen, die längere Zeit ununterbrochen in Betrieb sein müssen, die Wirtschaftlichkeit
und Betriebssicherheit (insbesondere auch beim Anfahren der Motoren) wesentlich erhöht.
Erfindungsgemäß ist der Druckring, der ungeteilt ist und mit geringem Spiel auf
der Stange sitzt, radial und axial beweglich gehalten. Infolge der axialen Druckwirkung
des Druckmittels wird er mit seiner der Seite des höheren Druckes entgegengesetzt
gelegenen Stirnfläche durch eine Ausdrehung des Kammersteges und gleichzeitig durch die
der Seite höheren Druckes zugewandte Stirnfläche des Sperringes abgestützt, so daß der
Druckring den Spalt zwischen der Ausdrehung des Kammersteges und dem Sperrring dichtend überdeckt. Außerdem wird
durch diese -Anordnung der Sperring vor zu starker Belastung bewahrt, da er nur einen
Teil des Druckes aufzunehmen hat.
Der Druckring wird vorteilhaft zwecks Verlängerung seiner eigenen Gebrauchsfähigkeit
und zugleich auch der der gesamten Stopfbüchsenpackungeii
aus einem hoch hitzebeständigen Werkstoff hergestellt. Dieses ist insbesondere bei Hochdruckmaschinen erforderlich,
da dieser Druckring den Einwirkungen des heißen Druckmittels zuerst ausgesetzt ist.
Der Sperring (Entlastungsring) ist nach der Erfindung axial beweglich angeordnet und
soll vorzugsweise einen winkelförmigen Querschnitt besitzen. Durch die axiale Druckwirkung
des Druckmittels wird dieser Sperrring bei winkelförmigem Querschnitt mit seiner
breiteren Stirnfläche auf den Steg des
inneren Kammerringes gedrückt, wodurch dem Druckmittel der radiale Eintritt in den Ringraum
zwischen den beiden Kammerringen versperrt ist. Zweckmäßig wird der Sperring
etwas höher als die ihn umschließende Kammerstegausdrehung ausgeführt, um ein Aufeinanderliegen
der Kammerringstege zu vermeiden, da eine einwandfreie Abdichtung der aufeinanderstoßenden Kammerstegflächen nur
schwer zu erreichen, wenn nicht unmöglich ist. Selbstverständlich kann der Sperring beispielsweise
auch einen rechteckigen oder sonst geeigneten Querschnitt haben.
Die Abb. 1 und 2 stellen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dar.
α ist der äußere Kammerring und b der
innere Kammerring, der vorzugsweise ungeteilt ist und in dem die eigentlichen Dichtungsringe
gelagert sind. Die Dichtungsringe c, die in der Regel geteilt und nach
den Abbildungen zu zweien in einer Kammer angeordnet sind, werden durch Schlauchfedern
o· auf die Stange / gedrückt. Die Stöße
derselben sind versetzt zueinander angeordnet und werden in ihrer stoßveHsetzten Lage durch
die Haltestifte h gehalten. In dem Steg / des
äußeren Kammerringes α sind Ausdrehungen vorgesehen, die sowohl den Dichtungsring d
als auch den. Sperr- oder Entlastungsring e umschließen. Zum Abdichten des Kammersteges
/ ist zwischen ihm und dem Stopfbüchsengehäuse m eine Metallpackung i vorgesehen,
η sind Zwischenringe und ο zylindrische Kammerringe.
Die Stopfbüchsenelemente gemäß der Erfindung können zu mehreren hintereinander
angeordnet sein (s. Abb. 1), wobei der äußere Kammerring gleichzeitig entsprechende Bohrungen/;
besitzen kann, die als Leitung für das Schmiermittel der Kolbenstange o. dgl. dienen. Unter Umständen kann aber auch
infolge der vorzüglichen Abdichtung der neuen Stopfbüchsenpackung eine einzige Serie der
neuen Stopfbüchsenelemente als 'Vorstopfbüchse genügen (s. Abb. 2), an die dann in
axialer Richtung andere bekannte ringförmige Packungselemente angeschlossen werden.
Claims (3)
1. Metallstopfbüchse, bei welcher der die Dichtungsringe aufnehmende Kammerring
in einem zweiten Kammerring gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der größere Kammerring (a) in seinem an der dem höheren Druck zugewandten Seite
gelegenen Steg (/) konzentrische Ausdrehungen besitzt, die einen an sich bekannten
Druckring (d) und einen Sperring (e)
umschließen.
2. Metallstopfbüchse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der radial
und axial bewegliche ungeteilte Druckring (d) mit seiner der Seite des höheren
Druckes entgegengesetzt gelegenen Stirnfläche durch eine Ausdrehung des Kammersteges
(/) und gleichzeitig durch die der Seite höheren Druckes zugewandte
Stirnfläche des Sperringes (e) abgestützt wird, so daß der Druckring den Spalt
zwischen der Ausdrehung des Kammersteges (/) und dem Sperring (e) dichtend
überdeckt.
3. Metallstopfbüchse nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der axial bewegliche Sperring (e) einen winkelförmigen Querschnitt besitzt
und mit seiner breiteren Stirnfläche auf dem Steg des inneren Kammerringes (Jb)
ruht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB157919D DE594103C (de) | 1932-10-21 | 1932-10-21 | Metallstopfbuechse, bei welcher der die Dichtungsringe aufnehmende Kammerring in einem zweiten Kammerring gelagert ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB157919D DE594103C (de) | 1932-10-21 | 1932-10-21 | Metallstopfbuechse, bei welcher der die Dichtungsringe aufnehmende Kammerring in einem zweiten Kammerring gelagert ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE594103C true DE594103C (de) | 1934-03-10 |
Family
ID=7003836
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB157919D Expired DE594103C (de) | 1932-10-21 | 1932-10-21 | Metallstopfbuechse, bei welcher der die Dichtungsringe aufnehmende Kammerring in einem zweiten Kammerring gelagert ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE594103C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966934C (de) * | 1952-09-07 | 1957-09-19 | Gustav Espey G M B H | Packung fuer Kolbenstangenstopfbuechsen |
-
1932
- 1932-10-21 DE DEB157919D patent/DE594103C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966934C (de) * | 1952-09-07 | 1957-09-19 | Gustav Espey G M B H | Packung fuer Kolbenstangenstopfbuechsen |
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