DE592908C - Verfahren zum Erkennen von Automatenstahl - Google Patents
Verfahren zum Erkennen von AutomatenstahlInfo
- Publication number
- DE592908C DE592908C DEV27935D DEV0027935D DE592908C DE 592908 C DE592908 C DE 592908C DE V27935 D DEV27935 D DE V27935D DE V0027935 D DEV0027935 D DE V0027935D DE 592908 C DE592908 C DE 592908C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cutting steel
- free cutting
- steel
- free
- workpiece
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 229910000915 Free machining steel Inorganic materials 0.000 title claims description 17
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 9
- 238000012360 testing method Methods 0.000 claims description 13
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 claims description 12
- 239000010959 steel Substances 0.000 claims description 12
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 claims description 11
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 claims description 10
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 9
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N Hydrochloric acid Chemical compound Cl VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 239000002253 acid Substances 0.000 claims description 4
- 229910052785 arsenic Inorganic materials 0.000 claims description 4
- RQNWIZPPADIBDY-UHFFFAOYSA-N arsenic atom Chemical compound [As] RQNWIZPPADIBDY-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 claims description 4
- 239000002244 precipitate Substances 0.000 claims description 4
- 238000001556 precipitation Methods 0.000 claims description 4
- 230000014759 maintenance of location Effects 0.000 claims 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 4
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 3
- RWSOTUBLDIXVET-UHFFFAOYSA-N Dihydrogen sulfide Chemical compound S RWSOTUBLDIXVET-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N Nickel Chemical compound [Ni] PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 2
- 229910000037 hydrogen sulfide Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 2
- 238000005204 segregation Methods 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- ATJFFYVFTNAWJD-UHFFFAOYSA-N Tin Chemical compound [Sn] ATJFFYVFTNAWJD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000003929 acidic solution Substances 0.000 description 1
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 1
- 230000000763 evoking effect Effects 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 238000011835 investigation Methods 0.000 description 1
- JEIPFZHSYJVQDO-UHFFFAOYSA-N iron(III) oxide Inorganic materials O=[Fe]O[Fe]=O JEIPFZHSYJVQDO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229910052759 nickel Inorganic materials 0.000 description 1
- 235000011837 pasties Nutrition 0.000 description 1
- 238000005554 pickling Methods 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 238000010998 test method Methods 0.000 description 1
- 238000012384 transportation and delivery Methods 0.000 description 1
- 238000004383 yellowing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N31/00—Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods
- G01N31/22—Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods using chemical indicators
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Biophysics (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Immunology (AREA)
- Pathology (AREA)
- Investigating And Analyzing Materials By Characteristic Methods (AREA)
Description
- Verfahren zum Erkennen von Automatenstahl Automatenstähle sind Stähle mit besonders guter Bearbeitbarkeit auf verhältnismäßig schnellaufenden automatischen Bearbeitungsmaschinen. Diese Eigenschaften werden durch eine besondere Zusammensetzung hervorgerufen. Gelangen Stähle anderer Zusammensetzung, die nicht die hohe Bearbeitbarkeit aufweisen, in die Bearbeitungsautomaten, so treten schwere Beschädigungen des Automaten und der Werkzeuge ,auf.
- Es ist nun zwecks Vermeidung dieser Nachteile für die. Hersteller und Lieferer von Automatenstahl von größter Bedeutung, daß bei. den Lieferungen keine Maberialverwechslungen. vorkommen, durch die das Vertrauen der Kunden in die Zuverlässigkeit und Gleichmäßigkeit des Automatenstahls erschüttert wird. -Verwechslungsmöglichkeiten von Automatenstahl nt anderen Stählen sind naturgemäß vom Stahlwerk bis zum fertiggezogenen Stahl bzw. bis zur Verladung und Verarbeitung in großer Zahl gegeben, insbesondere dann, wenn verschiedene Stahlsorten durcheinander verwalzt werden, so. daß im Ofen oder beim Walzen Knüppel und Stangen verwechselt werden können. Auch ist z. B. bei gezogenem Material weder beim Beizen noch -beim Ziehen Automatenstahl äußerlich von anderem Stahl zu unterscheiden. Auch durch Bruchproben, Anfeilen, Härtebestimmungen, wie sie gegebenenfalls im laufenden Betrieb rasch durchgeführt werden könnten, unterscheiden sich die Automatenstähle nicht merkbar von gewöhnlichen Stählen.
- Es ist zwar ohne weiteres möglich, im Laboratorium durch ,chemische Untersuchungen oder auch durch die sog. Batunannprobe festzustellen, ob ein Automatenstahl vorliegt oder nicht. Alle diese Untersuchungen .erfordern, aber umständliche Einrichtungen oder Vorbereitungen und sind deshalb zur Aufdeckung von Verwechslungen und zur Erkennung -und Sortierung von Automatenstahl im laufenden Betrieb nicht geeignet.
- Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, das in einfacher und bequemer Weise es ermöglicht, an beliebiger- Stelle des Betriebes, beispielsweise an den zum Versand gebündelten zahlreichen Stäben sofort zu erkennen, ob überall Automatenstahl vorliegt oder ob Verwechslungen unterlaufen sind.
- Das geschieht dadurch, daß auf die gewalzten oder gezogenen Stäbe ein Prüfmittel aufgetragen wird, das nur dann, wenn der Schwefelgehalt der Stäbe eine Höhe erreicht, wie sie für Automatenstahl kennzeichnend ist (beispielsweise über o,i % S), eine rasch eintretende, deutlich sichtbare Verhnderung hervorruft. Beträgt der Schwefelgehalt weniger als o, i %, liegt also kein Automatenstahl vor, so tritt die Reaktion nicht ein, und der betreffende Stab kann als Nichtautomatenstahl sofort erkannt werden.
- Da naturgemäß die Reaktion schwächer sein wird, wenn die Werkstücke bereits mit einer mehr oder weniger starken Rostschicht bedeckt sind, ist es zweckmäßig, das Prüfmittel auf einer metallisch blanken Stelle, am besten auf einem Querschnitt, aufzutragen. Dies ist auch aus dem Grunde vorteilhaft, weil naturgemäß die Prüfung an einer Stelle ausgeführt werden muß, die das Hauptkennzeichen des Automatenstahles, nämlich den hohen Schwefelgehalt, auch zeigt. Bei unberühigtem Automatenstahl sind also die durch Seigerung schwefelarmen Randzonen für die Prüfung weniger geeignet. Diese Bedingung erschwert die Prüfung jedoch nicht, da ja die Knüppel, Stäbe u. dgl. in Bündel gelagert werden, nachdem sie kalt geschnitten worden sind. Sie weisen also stets eine metallisch blanke Stelle auf. Es bat sich gezeigt, daß gerade diese Schnittflächen, die Bruchflächen ähnlich sind, sich besonders gut für die Erzeugung des Niederschlages eignen. Bei vorgewalzten Blöcken, die warm geschnitten werden, wird zweckmäßig vor dem Kopf eine metallisch blanke Fläche, beispielsweise von etwa 5 qcm, geschaffen. Da solche Blöcke ohnehin durch Luftmeißel von schadhaften Stellen befreit werden, bildet die Herstellung der kleinen blanken Stellen keine große Mehrarbeit. Es ist naturgemäß erforderlich, daß das Prüfverfahren nicht an einer Stelle durchgeführt wird, die durch Seigerung schwefelarm geworden ist. Im Zweifelsfalle hilft man sich durch Wiederholung der Prüfung am anderen Ende des Blockes.
- An sich würde sich jede Flüssigkeit oder breiartige Masse, die sich bequem, z. B. mit einem Pinsel, auf die Schnittflächen auftragen läßt und die bei der Berührung mit einem Stahl höheren Schwefelgehaltes eine bestimmte Reaktion, z. B. eine Gasentwicklung, einen Farbumschlag oder einen kennzeichnenden Niederschlag erzeugt, für das Verfahren eignen.
- Es hat sich herausgestellt. daß das Verfahren besonders einfach und sicher durchzuführen ist, wenn man als Prüfmittel eine in Salzsäure aufgelöste arsenige Säure verwendet. Diese Lösung erzeugt, wenn sie mit einem Pinsel auf das zu untersuch ende Werkstück aufgetragen wird, dann, wenn das Werkstück mehr als o,i% Schwefel enthält, schon nach wenigen Sekunden einen schwefelhaltigen gelben Niederschlag, der sich in einer deutlichen Gelbfärbung der bestrichenen Fläche bemerkbar macht. Beträgt der Schwefelgehalt dagegen wesentlich weniger als o, i %, so tritt eine Gelbfärbung nicht auf.
- Naturgemäß können statt Arsen auch alle anderen mit Schwefelwasserstoff reagierenden Stoffe, z. B. Zinn, benutzt werden, doch ist Arsen besonders günstig, da die Fällung in stark saurer Lösung erfolgen muß und da auch zur Erzeugung des Schwefelwasserstoffes eine stärke Säure erforderlich ist.
- Ebenso kann auch die Salzsäure durch andere Säure ersetzt werden.
- Es ist auch möglich, den sich bildender-Niederschlag in an sich bekannter Weise zu fixieren und dadurch nachträglich das Prüfergebnis stets sichtbar zu halten.
- Der Niederschlag wird nur auf Automatenstahl deutlich erkennbar -erzeugt, dagegen auf gewöhnlichem Material gar nicht oder bei etwas höherem Schwefelgehalt nur ganz schwach. Die Reaktion vollzieht sich augenblicklich und ist an vielen Proben in kürzester Zeit durchzuführen. Die Lösung wird mit einem Pinsel, der zweckmäßig mit säurefestem Draht, z. B. aus Nickelin, zusammengehalten wird, .auf die Enden der beispielsweise gebündelten zahlreichen Stabproben aufgetragen.
Claims (4)
- PATENTANsPRüciir i. Verfahren zum Erkennen von Automatenstahl, dadurch gekennzeichnet, daß auf das zu untersuchende Werkstück ein Prüfmittel aufgetragen wird, welches bei Vorhandensein von Automatenstahl entweder einen auf dem hohen Schwefel-Behalt dieses Stahles beruhenden Niederschlag .auf dem Werkstück hervorruft oder selbst eine deutlich sichtbare Veränderung erfährt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfmittel ,auf einen Querschnitt, zweckmäßig eine Bruchfläche des Werkstückes, aufgetragen wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2 dadurch gekennzeichnet, daß als Prüfmittel in Salzsäure aufgelöste arsenige Säure verwendet wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet. daß der erzielte Niederschlag bzw. die Farbveränderung fixiert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV27935D DE592908C (de) | 1932-03-12 | 1932-03-12 | Verfahren zum Erkennen von Automatenstahl |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV27935D DE592908C (de) | 1932-03-12 | 1932-03-12 | Verfahren zum Erkennen von Automatenstahl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE592908C true DE592908C (de) | 1934-02-17 |
Family
ID=7583774
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV27935D Expired DE592908C (de) | 1932-03-12 | 1932-03-12 | Verfahren zum Erkennen von Automatenstahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE592908C (de) |
-
1932
- 1932-03-12 DE DEV27935D patent/DE592908C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE592908C (de) | Verfahren zum Erkennen von Automatenstahl | |
| DE3885154T2 (de) | Chirurgische Nadeln aus hochfester Stahllegierung und Verfahren zu deren Herstellung. | |
| DE1458422B2 (de) | Werkstoff für Tiefziehstahlbleche | |
| DE2315739B2 (de) | Konzentrationskette zur quantitativen Schnellanalyse des Gehalts an metallischem Aluminium in geschmolzenen Al-haltigen Legierungen | |
| DE3201641A1 (de) | "verfahren zur herstellung eines rohrheizkoerpers" | |
| DE564541C (de) | Haertepruefgeraet fuer Anfeilproben | |
| DE751614C (de) | Verfahren zur Ermittlung der Verformungsfaehigkeit verformungsfaehiger Werkstoffe mittels unter Zugbelastung gesetzter flacher Probestreifen rechteckigen Querschnittes | |
| DE881673C (de) | Verfahren zum Verarbeiten von Blechen, Baendern u. dgl. durch Tiefziehen | |
| DE597547C (de) | Verwendung von Chrom-Nickel-Legierungen fuer Gegenstaende mit erhoehten Arbeitstemperaturen | |
| DE489881C (de) | Verfahren zur Feststellung der Rostsicherheit von Eisen, Stahl- und Eisenlegierungen | |
| DE800204C (de) | Verfahren zur Vermeidung der Schweissrissigkeit | |
| DE636550C (de) | Verfahren zum Bestimmen der Dauerfestigkeit von Werkstoffen | |
| DE2063754A1 (de) | Formkörper und Verfahren zum Messen von Temperaturen | |
| DE583889C (de) | Verfahren zum Biegen von Federblaettern | |
| DE813320C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Pruefen des Rueckfederungsverhaltens von Draehten | |
| DE102018004537A1 (de) | Verfahren zur Bewertung von Mineralwolle | |
| DE707194C (de) | Verfahren zum Bestimmen der Bearbeitbarkeit von Werkstoffen und der Zerspanungsfaehigkeit eines Werkzeugs beim Schleifen | |
| DE872666C (de) | Verfahren zum Feststellen des Sproedigkeitsgrades von metallischen Werkstoffen, insbesondere legierten Staehlen | |
| DE479983C (de) | Mittel zum Waschen und Entquellen der aus Gummi bestehenden Teile von Druckpressen | |
| DE823951C (de) | Verfahren zur Bestimmung des Haerteverhaltens, des Verzuges und der Masshaltigkeit von Staehlen | |
| DE1458422C (de) | Werkstoff fur Tiefziehstahlbleche | |
| DE519042C (de) | Verfahren zur Herstellung von Haemmern und Hauwerkzeugen, die mit dem Befestigungslappen ein Stueck bilden | |
| DE872403C (de) | Verfahren zum Pruefen von Tiefziehwerkstoffen aus Metall, insonderheit aus Stahl | |
| DE407686C (de) | Kontakteinrichtung an Tastschaltern | |
| DE685106C (de) | Verfahren zum Bestimmen der Dauerfestigkeit von Werkstoffen |