DE591152C - Verfahren zur Herstellung von ein- und zweiseitig glatten Tafeln aus Pappe durch Pressen und Trocknen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von ein- und zweiseitig glatten Tafeln aus Pappe durch Pressen und TrocknenInfo
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- DE591152C DE591152C DEK125178D DEK0125178D DE591152C DE 591152 C DE591152 C DE 591152C DE K125178 D DEK125178 D DE K125178D DE K0125178 D DEK0125178 D DE K0125178D DE 591152 C DE591152 C DE 591152C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21J—FIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
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- D21J1/04—Pressing
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Description
- Verfahren zur Herstellung von ein- und zweiseitig glatten Tafeln aus Pappe durch Pressen und Trocknen Die Erfindung bezweckt die Herstellung handelsfertiger Holzstoff- und Zellstofftafeln, also Tafeln aus Pappe oder diesen im Wesen ähnlicher Produkte mit ein- oder zweiseitiger glatter Oberfläche, und zwar soll die Herstellung solcher Papptafeln in einem Arbeitsgang in neuer Weise dadurch erfolgen, daß man die nassen Papptafeln in einer Stapelpresse je einzeln oder doppelt zwischen geheizte polierte Platten einlegt und unter gleichzeitiger Anwendung von stufenweise gesteigertem Preßdruck fertigtrocknet; dabei tritt nicht nur ein Trocknungsprozeß ein, sondern durch Verwendung von Heizplatten mit möglichst glatter, polierter Oberfläche wird den Tafeln auch gleichzeitig eine glatte Oberfläche gegeben, welche es in den meisten Fällen überflüssig macht, die Tafeln nachher noch im Satinierwerk zu glätten. Insbesondere ist es wichtig, daß bei der Arbeit in der Stapelpresse der Preßdruck stufenweise gesteigert wird, sonst@würde zwischen den Heizplatten eine ungleichmäßige Trocknung vor sich gehen, und bei weiterer Wärmezufuhr könnte ein Verbrennen oder Verkohlen eintreten. Bei stufenweise gesteigertem Preßdruck ist die Durchwärmung der ganzen Papptafel vollständig gleichmäßig, und eine Gefahr des Verbrennens oder Verkohlens besteht nicht.
- Nach den bisher bekannten Verfahren zur Herstellung solcher Papptafeln werden die nassen Pappen-, Holzstoff- u. dgl. Tafeln vorerst in hydraulischen öder mechanischen Pressen in Stapel auf einen möglichst hohen Trockengehalt ausgepreßt und sodann entweder luftgetrocknet oder in Trockenapparaten oder Trockenkammern fertiggetrocknet, wobei ein absolutes Flachliegen der Tafeln nicht erzielt wird. In handelsfertige Form werden diese Tafeln aber erst durch weitere Arbeitsgänge gebracht, und zwar durch Glätten -im Satinierwerk nach vorherigem oberflächlichem Anfeuchten.
- Es waren also für die Erzielung- eines vollkommen trocknen Fertigproduktes mehrere Arbeitsgänge erforderlich, wobei aus wirtschaftlichen- Gründen die Neigung vorherrschte, den Papptafeln auf mechanischem Wege möglichst viel Wasser zu entziehen. Zu diesem Zwecke sind auch Verfahren bekannt, welche die Erkenntnis ausnützen, daß durch Zufuhr von Wärme die Entwässerung in der Presse gesteigert werden kann. Insbesondere sei hier auf ein neueres Verfahren hingewiesen, welches den Stapel durch eingelegte Siebe und Elektrodenplatten so unterteilt, daß zwischen den Sieben Tafelpakete von To bis 15 cm Stärke verbleiben. Es hat sich nun gezeigt, daß in diesen verhältnismäßig starken Paketen zwischen den Elektroden die Wärmeverteilung naturgemäß ungleichmäßig ist, da die den Elektroden zunächst .liegenden Tafeln stärker erhitzt werden als die im Innern. des Paketes liegenden Papptafeln. Auch dies wird durch das Verfahren nach der Erfindung dadurch beseitigt, daß nur eine einzige, höchstens zwei Pappen-, Holzstoff- oder Zellstofftafeln zwischen die Heizplatten der Stapelpresse eingelegt werden, wodurch sich die Wärme der Heizplatten jeder einzelnen anliegenden Tafel unmittelbar mitteilt.
- Für das neue Verfahren kann jede Presse, ob hvdrattlisch oder mechanisch betätigt, verwendet werden, wobei sowohl bei elektrischer als auch bei Gas- oder Dampfheizung die Handhabung einfach und absolut sicher ist.
- In der Celluloidindustrie und bei .der Erzeugung von photographischen Papieren werden polierte Heizplatten bereits dazu benützt, um den Celluloidplatten oder Photokopien eine glatte Oberfläche zu geben. Jedoch handelt es sich bei diesen Stoffen um ein von Pappe strukturell durchaus verschiedenes Material, bei dem die Bedingungen für eine vollständige Entwässerung dementsprechend überhaupt nicht oder in ganz anderer Weise vorliegen.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
- Abb. i zeigt den Vorgang beim Einlegen einzelner Tafeln in der Stapelpresse zwischen je zwei Heizplatten zum Erzielen zweiseitiger Glätte, wobei auf einer gut fundierten Grundplatte i eine Isolationsschicht 3 liegt. Darauf folgt die unterste Heizplatte q., auf welche eine Papptafel 5 und im weiteren Verlauf immer abwechselnd eine Heizplatte ¢ und eine Papptafel 5 zu liegen kommen. Dies wiederholt sich bis zur obersten Heizplatte, auf welche wieder eine Isolationsschicht 3 und schließlich die Pressenkopfplatte a folgen. Abb. a zeigt den Vorgang in gleicher Weise zum Erzielen nur einseitiger Glätte auf jeder Papptafel, wobei auf einer fundierten Grundplatte i eine Isolationsschicht 3 liegt; dann folgen die unterste Heizplatte q., darauf zwei Papptafeln 5, wieder eine Heizplatte 4. undzwei Papptafeln 5; diese Reihenfolge setzt sich bis zur obersten Heizplatte q. fort, auf die eine Isolationsschicht 3 und die Pressenkopfplatte :2 abschließend folgen.
- Das Einlegen der Tafeln auf heiße Platten der Stapelpresse fördert durch die beginnende Erwärmung des ,Materials die Entwässerung, und der gleichzeitig beginnende Preßdruck bewirkt das ' Einsetzen sofortiger Verdampfung jener Wassermenge, die der zugeführten Kalorienmenge entspricht, während die überschüssige Wassermenge, die wohl ausgepreßt, aber nicht verdampft werden kann, seitlich abfließt.
- Hierdurch ist jene Zeiterspärnis gewährleistet, die das wirtschaftliche Trocknen auch bei zeitweise höherem Kalorienmengenverbrauch sicherstellt. Die Tafeln verlassen bei dem geschilderten Verfahren die Stapelpresse in flach liegendem glatten und ein- oder zweiseitig geglättetem Zustande.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von ein-und zweiseitig glatten Tafeln aus Papp; durch Pressen und Trocknen, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Stapelpresse zwischen je zwei Heizplatten mit polierter Oberfläche je eine öder zwei nasse Papptafeln eingelegt und unter stufenweise gesteigertem Preßdruck getrocknet und dabei geglättet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK125178D DE591152C (de) | 1932-04-22 | 1932-04-22 | Verfahren zur Herstellung von ein- und zweiseitig glatten Tafeln aus Pappe durch Pressen und Trocknen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK125178D DE591152C (de) | 1932-04-22 | 1932-04-22 | Verfahren zur Herstellung von ein- und zweiseitig glatten Tafeln aus Pappe durch Pressen und Trocknen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE591152C true DE591152C (de) | 1934-01-17 |
Family
ID=7245821
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK125178D Expired DE591152C (de) | 1932-04-22 | 1932-04-22 | Verfahren zur Herstellung von ein- und zweiseitig glatten Tafeln aus Pappe durch Pressen und Trocknen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE591152C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2226152C2 (ru) * | 2002-04-18 | 2004-03-27 | Орлов Борис Иванович | Пресс для картона |
-
1932
- 1932-04-22 DE DEK125178D patent/DE591152C/de not_active Expired
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| RU2226152C2 (ru) * | 2002-04-18 | 2004-03-27 | Орлов Борис Иванович | Пресс для картона |
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