DE590789C - Winkelmessgeraet, insbesondere Theodolit - Google Patents
Winkelmessgeraet, insbesondere TheodolitInfo
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C1/00—Measuring angles
- G01C1/02—Theodolites
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Description
Die Erfindung betrifft Winkelmeßgeräte, insbesondere Theodolite, mit zwei oder mehr Teilkreisen,
bei denen im Gesichtsfeld des Fernrohrobjektivs außer dem anzuvisierenden Gegenstand
auch die Ableseskalen der Teilkreise erscheinen. Bei bekannten Instrumenten dieser
Art wird von jedem der Teilkreise nur eine Ablesestelle sichtbar gemacht, ferner erscheinen
die Bilder derselben im Gesichtsfeld des Fernrohrokulars. Die Erfindung bezweckt, solche
Winkelmeßgeräte dadurch zu verbessern, daß -von jedem der Teilkreise zwei gegenüber Hegende
Ablesestellen sichtbar gemacht werden und die Bilder derselben alle außerhalb des Gesichtsfeldes
des Visierfernrohres liegen. Die Ablesung von Teilkreisen an gegenüberliegenden Stellen
ist sonst bei Theodoliten üblich, insbesondere auch in der Weise bekannt, daß zwei solcher
Ablesestellen in dem Gesichtsfeld eines Ablese-
ao mikroskops sichtbar werden. Ebenso ist die Anordnung einzelner Ablesestellen eines Teilkreises
außerhalb des kreisförmigen Gesichtsfeldes an sich bekannt. Die Erfindung besteht
demnach in der Vereinigung dieser beiden für sich bekannten Dinge, durch die eine besonders
genaue und dabei bequeme Messung gewährleistet wird.
Die Zeichnung stellt den Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dar.
Es sind dabei alle für die Erfindung unwesentlichen Teile, wie Instrumentenunterteil, Klemmen,
Befestigungsschrauben, Justiereinrichtungen usw. fortgelassen; die dargestellten Teile
sind vereinfacht abgebildet. Abb. 1 bis 3 zeigen das Oberteil eines Theodoliten mit den eingebauten
optischen Einrichtungen der Erfindung, und zwar Abb. 1 und 2 zwei rechtwinklig zu-'
einander gerichtete senkrechte Schnitte und Abb. 3 einen horizontalen Schnitt in Höhe der
Achse. des Fernrohres. Abb. 4 stellt den Einbau einer Bussole in die Achse des Instruments
dar. Abb. 5 veranschaulicht den Strahlengang für die Abbildung einer Stelle des Horizontalkreises
im Aufriß, Abb. 6 denselben Strahlengang im Grundriß. Aus Abb. 7 ist der Strahlengang für die Abbildung zweier gegenüberliegender
Stellen des Vertikalkreises ersichtlich. In Abb. 8 ist die Anordnung der optischen Teile des gebrochenen Fernrohres
dargestellt. Abb. 9 zeigt die Anordnung von vier Teilungsbildern (zwei des Horizontalkreises
und zwei des Vertikalkreises) um das vollkommen freie Fernrohrgesichtsfeld. Aus Abb. 10 ist die
Anordnung der Teilungsbilder (insgesamt sechs) bei gleichzeitiger Ablesung einer Bussole zu
ersehen. Abb. 11 bis 13 veranschaulichen die Anordnung der optischen Hilfsmittel für die
Abbildung einer Stelle der Bussolenteilung. In Abb. 12 ist gleichzeitig der Strahlengang
für die Abbildung einer Stelle der Horizontalkreisteilung mit dargestellt.
Das gebrochene Fernrohr 14 (Abb. 1 und 3)
ist mittels der Kippachse 15 (Abb. 2 und 3) in den Trägern 20 und 21 drehbar gelagert.
Das Fernrohr 14 hat zweckmäßig die heute gebräuchliche Innenfokussierungseinrichtung. Die
nicht mitgezeichnete Fokussierlinse befindet sich zwischen dem Objektiv 8 und dem Prisma 10
rc.r'-i'j!
(Abb. 8). Das Bild entsteht auf einem ebenen Glasplättchen, welches sich mit dem Prisma io
und der Linse ii gemeinsam in einem Röhrchen 13 (Abb. 2 und 3) befindet, welches fest mit der
Kippachse 15 verbunden ist und sich infolgedessen mit dieser dreht. Das ebene Glasplättchen
kann mit einem einfachen Strichkreuz 24 (Abb. 9) mit Meßfäden 27 (Abb. 10), einem
Mikrometer oder einer anderen Marke für genaues Einstellen auf das Ziel versehen werden.
An Stelle des gebrochenen Fernrohres kann auch ein Diopter-Visierrohr mit gebrochener Ziellinie
verwendet werden.
In der gleichen Ebene mit den Glasplättchen für die Zielmarke des Fernrohres befindet sich
eine ebene ringförmige Glasscheibe (Abb. 9 und 10), welche die Ablesemarken für die verschiedenen
Teilungen trägt. Diese ringförmige Scheibe 12 (Abb. 7 und 8) ist in den Träger 21
(Abb. 2) fest eingebaut. In demselben Träger befindet sich auch das Fernrohrokular 9, mit
welchem das Fernrohrbild und die Teilungsbilder gleichzeitig beobachtet werden können.
Das Okular 9 ist in der üblichen Weise so einzustellen, daß das Bild für das Auge des Beobachters
scharf erscheint. Durch das Röhrchen 13, welches nur vor dem Prisma 10 eine Öffnung
in der Wandung aufweist, wird das Fernrohrbild vollkommen abgegrenzt, so daß es in keiner
Weise durch die Teilungsbilder beeinträchtigt werden kann.
Die Bilder der gegenüberliegenden Stellen der Horizontalkreisteilung erscheinen in den beiden
seitlichen Fenstern 25 (Abb. 9) einer vor der ringförmigen Scheibe 12 (Abb. 2) befindlichen
Metallplatte. Der Horizontalkreis 1 (Abb. 1) ist auf die Buchse 2, bei Theodoliten mit Repetition
auf die Repetitionsacb.se aufgeschraubt. Er ist in bekannter Weise aus durchsichtigem Material
hergestellt, die Teilung ist auf der Innenseite des einen Hohlzylinder bildenden Randes des Kreises
aufgetragen. Die Stehachse 3 trägt die Decke 4, an deren Unterseite sich die beiden
Objektive 5 für die Ablesung des Horizontalkreises befinden. Die Decke 4 und die Stehachse
3 sind mit Öffnungen für den Durchlaß des Lichtes versehen. An dem senkrechten
Mittelträger 23 (Abb. 2) sind an jeder Seite je zwei Prismen 6 und 7 (Abb. 2, 5, 12) angeschraubt,
die so angeordnet sind, daß die von der waagerechten Kreisteilung ausgehenden
Strahlen nach der Platte 12 reflektiert werden (Abb. 5 und 6). Die seitliche Verschiebung des
-nach oben gehenden Strahles ist erforderlich,
unrdie^ Öffnung in dem Röhrchen 13 nicht zu
verdeciceit.,Mit Hilfe der horizontalen Marken
auf der ringförmigen Strichscheibe 12 kann man genau die gegenüberliegenden Punkte der Teilung
ablesen. Man kann die ringförmige Scheibe 12 auch mit Unterteilungen versehen, wie sie bei
Skalenmikroskopen üblich sind. Dadurch ist man imstande, Bruchteile eines Teilkreisintervalls genau zu ermitteln.
Der auf die Kippachse 15 aufgeschraubte Vertikalkreis
16 (Abb. 2) ist ebenfalls aus durchsichtigem Material hergestellt und auf der Innenseite
des zylinderförmigen Randes geteilt. An der Innenseite der Kapsel 17 befinden sich die
beiden Objektive 19; ihnen gegenüber ist die Kapsel 17 mit Öffnungen für den Durchlaß des
Lichtes versehen. Unterhalb der Kapsel 17 kann zur Beleuchtung ein Prisma angebracht
werden (Abb. 2). Auch kann für alle Ablesestellen in bekannter Weise eine elektrische Beleuchtungseinrichtung
eingebaut ,werden. Die Strahlen gelangen von der Teilung des Vertikalkreises
durch die Objektive 19 und die Prismen 18 (Abb. 7), die an dem Mittelträger 23 angeschraubt
sind, nach der ringförmigen Scheibe 12; die Bilder der Teilung erscheinen in den beiden
horizontalen Fenstern 26 (Abb. 9 und 10) der Scheibe 12.
Soll außer dem Horizontal- und Vertikalwinkel gleichzeitig der Ausschlag einer Magnetnadel
abgelesen werden, so wird, wie in Abb. 4 dargestellt, die Stehachse 3 als Bussolengehäuse
ausgebildet. Die Magnetnadel wird mit einem schwingenden Teilkreis 30 versehen, wie er bei
den bekannten Schmalkalder Bussolen verwendet wird. In diesem Falle ist der Horizontalkreis
35 (Abb. 4) mit einem höheren Rande herzustellen. Die Kapsel 36 erhält entsprechend
größere Lichtdurchlaßöffnungen. An der Unterseite der Kapsel 36 werden gegenüberliegend je
zwei Prismen 31 und 32 angeschraubt, von denen in den Abb. 11 bis 13 nur diejenigen einer Seite
dargestellt sind. Über den Prismen 32 befinden sich die beiden Objektive 33, die ebenso wie die
Prismen 34 an dem Mittelträger 23 befestigt sind. Die seitliche Verschiebung des Strahlen- ioo
ganges, die nötig ist, um die Öffnung in dem Röhrchen 13 nicht zu verdecken, erfolgt hier in
der Horizontalebene durch die Prismen 31 und 32. Damit die Bilder der Bussolenteilung und
der Horizontalkreisteilung nicht zusammenfallen, liegt die obere reflektierende Fläche der
Prismen 34 oberhalb der Kippachse. Die Prismen 7 für die Horizontalkreisteilurig werden verkürzt,
wodurch diese in den unteren Fenstern 29 (Abb. 10) erscheint, während die Bussolenteilung
in den oberen Fenstern 28 sichtbar wird. Da die Scheibe 12 fest in den Träger 21 eingebaut
ist und beim Neigen des Fernrohrobjektivteils stillsteht, ist eine Verwechslung der verschiedenen
Teilungsbilder ausgeschlossen. Es erscheinen z. B. bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel immer die Horizontalkreisteilung links
und rechts unten, die Bussolenteilung links und rechts oben und die Vertikalkreisteilung immer
oben und unten in den horizontalen Fenstern. Sämtliche Objektive für die Erzeugung der Teilungsbilder
werden so justiert, daß die Bilder
auf der ringförmigen Strichscheibe 12 scharf erscheinen.
Beim Arbeiten mit dem Theodolit ist zuerst das Okular für das Auge einzustellen,
dann das Fernrohr auf das Ziel zu richten und mittels des Fernrohrtriebes die Fokussierlinse
so einzustellen, daß ein scharfes Bild erscheint. Um das Gesichtsfeld herum sind dann alle in
Frage kommenden Winkel direkt abzulesen. Der für die senkrechte Drehung des Fernrohres
notwendige Spalt wird durch einen Balg 22 (Abb. 1) lichtdicht abgeschlossen.
Claims (1)
- Patentanspruch:
Winkelmeßgerät, insbesondere Theodolit, mit zwei oder mehreren Teilkreisen, deren Ablesestellen im Okular des Visierfernrohres sichtbar werden, dadurch gekennzeichnet, daß in für sich bekannter Weise von jedem der beiden Teilkreise gegenüberliegende Ablesestellen abgebildet werden und in ebenfalls für sich bekannter Weise alle Skalenbilder außerhalb des Gesichtsfeldes des Visierfernrohres liegen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE590789T | 1930-10-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE590789C true DE590789C (de) | 1934-01-13 |
Family
ID=6572808
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930590789D Expired DE590789C (de) | 1930-10-02 | 1930-10-02 | Winkelmessgeraet, insbesondere Theodolit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE590789C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2696054A (en) * | 1950-04-14 | 1954-12-07 | Keuffel & Esser Co | Trough compass |
-
1930
- 1930-10-02 DE DE1930590789D patent/DE590789C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2696054A (en) * | 1950-04-14 | 1954-12-07 | Keuffel & Esser Co | Trough compass |
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