DE587765C - Trocknen von Tabak o. dgl. - Google Patents
Trocknen von Tabak o. dgl.Info
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24B—MANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
- A24B3/00—Preparing tobacco in the factory
- A24B3/04—Humidifying or drying tobacco bunches or cut tobacco
Landscapes
- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
Das Regeln des Feuchtigkeitsentzuges von Tabak ο. dgl. erfolgt bis jetzt derart, daß man
sich bemüht, die Wasseraufnahme des Gutes, besonders soweit dieses zur Weiterverarbeitung
erst angefeuchtet werden muß, möglichst gleichmäßig zu gestalten, weil nur auf diese Weise die bis^heute nur konstant wirkende
Trocknungswirkung der Trocknungsanlagen zu einer einigermaßen konstanten
Endfeuchtigkeit führt. Jede Schwankung in der Wasseraufnahme bringt eine Abweichung
von der erstrebten Endfeuchtigkeit. Diese! Schwankungen sind nun sehr groß. Einmal
ist die Hygroskopizität und Eigenfeuchtigkeit des Gutes und insbesondere des Tabaks sehr
verschieden, so daß eine konstante Wasserzufuhr ganz verschiedene Gutsfeuchtigkeiten
herbeiführt. Ferner sind die klimatischen Verhältnisse von großem Einfluß auf die Wasser-
aufnahme. Der ständige Wechsel der Außenluftfeuchtigkeit und -temperatur schafft immer
wieder andere Feuchtigkeitsgrade.
Es ist nun ein Verfahren bekanntgeworden, um die Feuchtigkeit von Tabak o. dgl. kontinuierlich
zu messen und in Abhängigkeit von dieser Messung das Anfeuchten des Tabaks zu
regeln. Es würde darum naheliegend erscheinen, in ähnlicher Weise, wie man beim Anfeuchten
von Tabak die Zufuhr von Wärme und Feuchtigkeit in Abhängigkeit von der Messung geregelt hat, nun die Zufuhr und
Beschaffenheit des Trockenmittels in Abhängigkeit von einer Feuchtigkeitsmessung zu
regeln. Diesen Weg geht die Erfindung aber nicht.
Gemäß der Erfindung wird vielmehr bei den bekannten Anlagen, in denen der Tabak,
auf einer Förderstrecke durch verschiedene Zonen wandernd, getrocknet wird, am Ende
jeder Zone eine Meßstelle für die Gutsfeuchtigkeit eingeschaltet, und je nach dem Grade
der ermittelten Gutsfeuchtigkeit wird das Gut in Abhängigkeit von dem Meßinstrumentenergebnis
ζ. Β. vermittels eines Druckwasseroder Elektrorelais zur Steuerung von Leit·
klappen o. dgl. entweder zum Hauptabtransportband abgeleitet oder der nächsten Trocknungszone
zur Weiterentfeuchtung zugeführt. Die Zahl der Zonen und die in jeder Zone wirksam werdende Trocknungskraft können
ganz beliebig sein.
Ferner ist entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren vor der ersten Trocknungszone
eine Meßstelle eingeschaltet, durch deren Meßergebnis nur derjenige Tabak ο. dgl.
in die Trocknungsstrecke hineingelassen wird, welcher noch nicht die gewünschte Endfeuchtigkeit
besitzt. Sollte sich also einmal unter dem zu trocknenden, zuströmenden Gut zufällig
eine bereits trockene Partie befindeni, so wird diese Partie in die Trocknungsanlage
gar nicht erst hineingelassen, sondern sofort dem Hauptabtransportband zugeführt.
Schließlich ist hinter der letzten Trocknungszone nochmals eine Meßstelle angeordnet,
durch deren Meßergebnis derjenige Tabak
ο. dgl., der bereits die gewünschte Endfeuchtigkeit hat, nach dem Hauptabtransportband
entlassen wird. Stellt die Meßstelle eine noch zu hohe Gutsfeuchtigkeit fest, dann wird diese
Partie nactr der " ersten Trocknungszone zurückgeleitet.
Die Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
dar.
ίο Aus dem Tabakbehälter ι kommt der Tabak
unter Einschaltung einer an sich bekannten, hier nicht dargestellten Äusbreitevorrichtung
auf das oberste, luftdurchlässige Förderband 2. Unter der ganzen Länge der Förderbänder
2 sind senkrecht zur Vorschub richtung dieses Bandes verlaufende Schlitzrohre 3 angeordnet,
,aus denen die Ärbeitsluft in das Tabakvließ o. dgl. eintritt. Über dem Vließ
befinden sich Schlitzrohre 4, durch welche die angereicherte Ärbeitsluft abgesaugt wird.
Am Ende jedes Förderbandes und vor dem Beginn des obersten Förderbandes 2 ist eine
Meßstelle angeordnet, welche aus den Kontrollzuluftschlitzrohren 8 und der Kontrollabluftleitung
7 besteht. Die in bezug auf ihre Geschwindigkeit, Menge, Temperatur und Feuchtigkeit konstant bleibende Kontrolluft
wird senkrecht durch das Vließ geblasen, wobei eine Anreicherung der Abluft mit Feuchtigkeit
eintritt. Diese Abluft wird dann zu einer an sich bekannten Feuchtigkeitsmeßeinrichtung
geführt.
Ferner ist hinter jedem Förderband eine schwenkbare Klappe 5 angeordnet, die durch
das Meßergebnis mit Hilfe eines Relais derart gesteuert werden kann, daß der bereits
fertig entfeuchtete Tabak durch die offene Klappe 5 in die Abfallrohre 9 fällt und durch
diese auf das Hauptabtransportband 6 gelangt, während der noch nicht genügend entfeuchtete
Tabak durch den entsprechend schräg gesteuerten Stand der Leitklappe 5 nach dem.
nächsten Trocknungszonenband geleitet und dort einer weiteren Trocknung unterworfen
wird. Ist der aus der letzten Trocknungszone herauskommende Tabak noch nicht genügend
entfeuchtet, so wird er mit Hilfe einer in dieser letzten Trocknungszone angeordneten,
nicht gezeichneten Leitkläppe wiederum, und zwar durch beliebige und an sich bekannte
Mittel der ersten Trocknungszone zugeführt.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum kontinuierlichen] Regeln des Feuchtigkeitsentzuges von Tabak o. dgl. in mehreren Zonen und unter Einschaltung einer Meßstelle hinter jeder Zone, dadurch gekennzeichnet, daß je nach dem von der Meßstelle (7) angezeigten Meßergebnis der Gutsfeuchtigkeit der Tabak 0. dgl. z. B. durch eine entsprechend dem Meßergebnis selbsttätig gesteuerte Leitklappe (5) zur Sammelstelle abgeleitet oder zwecks weiterer Entfeuchtung der nächsten Trocknungszone zügeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tabak Ό. dgl.,, welcher nach dem Meßergebnis einer vor der ersten Trocknungszone eingeschalteten Meßstelle in bereits genügend entfeuchtetem Zustande der ersten Trocknungslzone• zugeführt wird, vor dieser Zone bereits zur Sammelstelle (6) abgeleitet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nach dem Meßergebnis einer hinter der letzten Trocknungszone vorgesehenen Meßstelle noch nicht genügend entfeuchtete Tabak o. dgl. zurück in den Vorratsbehälter (1) oder nach der ersten Trocknungszone geleitet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ20274D DE587765C (de) | 1932-07-03 | 1932-07-03 | Trocknen von Tabak o. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ20274D DE587765C (de) | 1932-07-03 | 1932-07-03 | Trocknen von Tabak o. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE587765C true DE587765C (de) | 1934-08-04 |
Family
ID=7625084
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ20274D Expired DE587765C (de) | 1932-07-03 | 1932-07-03 | Trocknen von Tabak o. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE587765C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE903436C (de) * | 1939-08-24 | 1954-02-04 | Reemtsma Cigarettenfabriken G | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von packfertigen Zigaretten |
-
1932
- 1932-07-03 DE DEZ20274D patent/DE587765C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE903436C (de) * | 1939-08-24 | 1954-02-04 | Reemtsma Cigarettenfabriken G | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von packfertigen Zigaretten |
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