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' Löffel-Die Verwendung der bekannten, ausschließlich aus Metall bestehenden
Löffel zur Ernährung von Säuglingen bzw. mund- oder 1-ippenkranken Personen hatte
den Nachteil, daß zum Entleeren der Löffel, insbesondere bei halbflüssigem oder
breiigem Inhalt, die. Oberlippe unter Druckwirkung in die Löffelmulde herabgedrückt
werden -mußfe, um bis zum Boden derselben zu -gelangen. Bei Säuglingen oder kleineren
Kindern war daher die Pflegeperson genötigt, den Löffel nach dem Einführen in den
Mund des Kindes steil nach oben hinauszuziehen, um den Inhalt besser an der Oberlippe
abstreifen zu können. Hierdurch aber traten leicht Verletzungen des zarten Zahnfleisches
oder des Gaumens ein. Kranken Personen entstanden beim Herabdrücken der Oberlippe
Schmerzen. Auch haben kleine Kinder die Gewohnheit, auf den Löffel zu beißen, wobei
die Ränder ebenfalls leicht Verletzungen erzeugten.
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Nun sind bereits Löffel bekanntgeworden, deren Mulde aus einem mit
elastischem Stoff, wie Gummi, überzogenen steifen Metallgerüst besteht. Bei diesen
besteht jedoch die Metalleinlage im wesentlichen aus drei am Stielende beginnenden
und sich am Vorderteil der Löffelmulde wieder vereinigenden Rippen, von denen zwei
die Ränder der Löffelmulde bilden, während die dritte in der Mittellinie der Löffelmulde
entlang dem Boden geführt .ist. Die auf diese Weise rechts und links der Mittelrippe
entstehenden langgestreckten Aussparungen der Löffelmulde werden durch den elastischen
Stoff des Überzuges geschlossen. Diese Löffel zeigen im Gebrauch keinen wesentlichen'Unterschied
gegenüber den gewöhnlichen Metallöffeln, da auch hier die Ränder der Löffelmulde
starr sind und die Lippen daher zur Entleerung des Löffels in die Mulde herabgepreßt
werden müssen.
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Diese Nachteile beseitigt der Gegenstand der Erfindung. Der neue Löffel
für die Säug lings- und Krankenernährung besteht auch aus einem Metallstiel und
einer Mulde aus einem mit elastischem Stoff, vorzugsweise Gummi, überzogenen Metallgerüst.
Erfindungsgemäß erstreckt sich aber das Metallgerüst vorn Stiel bis zur Löffelspitze
nur durch den .mittleren Teil. der Löffelmulde,. Am Rande dagegen fehlt-eine Versteifung,
und die Seitenwangen werden nur aus dem elastischen Überzugs'toff gebildet, so daß
beim Herabdrücken der Lippen in die Löffelmulde die elastischen Seitenwangen der
Mulde leicht nachgeben können. Die Metalleinlage ist mit dem Löffelstiel fest verbunden.
Um Verletzungen zu vermeiden, sind alle Ecken und Kanten gut abgerundet. Die Metalleinlage
ist in an sich bekannter Weise mit Durchlochungen versehen, wobei der elastische
Stoff diese Lochungen völlig. ausfüllt und Brücken bildend beide Seiten des die
Metalleinlage umgebenden elastischen Materials fest miteinander verbindet.
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Da der Gegenstand der Erfindung vorzugsweise zur Säuglingsernährung
dienen soll, ist es zweckmäßig, wie an sich bekannt, auch den
Löffelstiel
in eine elastische Masse einzubetten, damit das Kind sich nicht vorkommendenfalls
beim Beißen auf den Löffelstiel verletzen kann. Auch hier wird der Stiel zweckmäßig
mit bekannten Lochungen versehen, um die Haltbarkeit der Umhüllung zu vergrößern.
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Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i den neuen Löffel in Draufsicht, Abb. 2 einen
Längsschnitt nach Linie II-II der Abb. i, . Abb. 3 einen 0üerschnitt nach Linie
I-I der Abb. i durch die Löffelmulde.
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Wie ersichtlich, schließt sich an den metallenen Löffelstiel b die
Löffelmulde a an, deren streifenartiger Metallteil am Stielende c etwa die übliche,
nach dem vorderen Muldenende zu aber eine geringere Breite wie die eigentliche Mulde
besitzt. Alle Ecken und Kanten sind gut -abgerundet. Auf diese Weise entstehen seitliche
Ausschnitte d-d an Stelle der Wangen. Der Metallteil der Löffelmulde wird nun in
üblicher Weise in einen elastischen Stoff eingebettet, welcher die volle Muldenform
besitzt. Da die Metalleinlage in bekannter Weise mit Lochungen versehen ist, in
welche der elastische Stoff eintreten kann, werden beide Seiten des Überzuges in
zweckmäßiger Art miteinander. fest verbunden. Desgleichen ist es zweckmäßig, auch
den Stiel b des Löffels in bekannter Weise mit Durchlochungen zu versehen und denselben
mit dem gleichen elastischen Stoff zu überziehen wie die Löffelmulde.