DE586459C - Kollektorunterbrecher fuer Schrittschaltwerke in Fernmeldeanlagen - Google Patents
Kollektorunterbrecher fuer Schrittschaltwerke in FernmeldeanlagenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M19/00—Current supply arrangements for telephone systems
- H04M19/02—Current supply arrangements for telephone systems providing ringing current or supervisory tones, e.g. dialling tone or busy tone
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Motor Or Generator Current Collectors (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
21. OKTOBER 1933
21. OKTOBER 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 586459 KLASSE 21 a3 GRUPPE 63 oi
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1931 ab
' Die Unterbrecher zur Erzeugung der Fortschaltestromstöfie
für Schrittschaltwerke in Femsprechanlagen neigen leicht zur Funkenbildung und damit zu einem Verbrennen der
Kontakte, da ein genauer Abgleich der Funkenlöschschaltungen auf die jeweils auftretenden
Belastungen nicht möglich ist. Man hat daher bereits vorgeschlagen, eine stufenweise
Abschaltung der Unterbrecherkontakte
ίο vorzunehmen und aus diesem Grunde Kollektorunterbrecher
gebaut, bei denen auf einem Schleifring in der Bewegungsrichtung mehrere Stxomsehlußstüeke hintereinander
angeordnet waren, zwischen denen Widerstände eingebaut sind. Diese Bauart der Kollektorunterbrecher
hat den Nachteil, daß. die Widerstände in den rotierenden Kollektor mit eingebaut werden müssen und daß auf einem
Schleifring mehrere Stromschlußstücke voneinander isoliert aufgebracht sein müssen, so
daß. der Kollektor verhältnismäßig teuer wird. Beim Übertritt von einer Kollektorlamelle auf
die nächste muß durch die eine Bürste für kurze Zeit die Isolation überbrückt und der
Widerstand kurzgeschlossen werden. Ein etwa auftretendes Bürstenfeuer bei ungenauer Abgleichung
der Widerstände führt zur Zerstörung des Kontaktmaterials gerade an der
Stelle, wo die dünne Isolationsschicht angrenzt. Hierdurch tritt die bekannte Kollektorenstörung
ein, die durch das Heraustreten der Glimmerschicht entsteht und die durch Überdrehen des Kollektors beseitigt
werden muß.
Die Befestigung der Widerstände auf der Welle führt sowohl zu einer Vergrößerung
der bewegten Massen als auch zu 'einer lästigen
Erhöhung der Bauabmessungen. Der Aufbau auf der Welle entzieht die Widerstände der Überwachung im Betriebe und
vor allem der Regelbarkeit.
Die Erfindung bringt eine wesentliche Verbilligung und Vereinfachung dieser Kollektorunterbrecher
und erreicht dies dadurch, daß · sie nach. Art der Kontroller mehrere Schleifringe
nebeneinander auf eine Achse anordnet, von den jeder für eine Stromschließung 'und Unterbrechung nur ein einziges Stroms'chlußstück
trägt. Den einzelnen Schleifringen sind Stromabnehmerbürsten zugeordnet, zwischen denen. regelbare Widerständeangeordnet
sind. Die Länge der einzelnen Stromschlußstücke auf den verschiedenen
Schleifringen ist verschieden, so daßi bei einer Drehung des Kollektors nacheinander
eine stufenweise Abschaltung des Stromes eintritt, die eine Funkenbildung verhindert.
Die einzelnen Schleifringe können in einfacher Form als Metallscheiben ausgebildet
sein, die unter Zwischenfügung von Isolierscheiben zu einem Paket zusammengefügt
werden, . so daß sich die Herstellung der
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Willy Krause in Berlin-Karlshorst.
Kollektoren äußerst billig gestaltet. Die Anordnung der für die stufenweise Abschaltung
benötigten Widerstände außerhalb der rotierenden Teile des Kollektors hat den weiteren
Vorteil, daß. nach dem Einbau in die Anlage ein genauer Abgleich der Abschaltwiderstände
an die vorhandenen Bedürfnisse vorgenommen werden kann.
Eine beispielsweise Ausführungsform des
ίο erfindungsgemäß ausgebildeten Kollektors ist
in der Zeichnung schematisch dargestellt. Auf einer gemeinsamen Achse α sind ein Schleifring
s für die Stromzuführung und vier Schleifringes1 bis s4 mit mehr oder weniger
langen Stromschlußstüoken angeordnet. Der Schleifrings ist auf seinem ganzen Umfang
leitend ausgebildet, auf ihm schleift die Stromzuführungsbürste b.
Für die Schleifringes1 bis s4 sind vier
Bürsten δ1 bis ö4 vorgesehen, zwischen denen
die "Widerstände w1, w2 und w3 angeordnet
sind. Die Stromschlußstücke der Schleifringes1 bis s4 sind leitend mit dem Schleifrings
verbunden. In der gezeichneten Stellung besteht daher eine stromleitende Verbindung
zwischen der Zuleitung c und der Ableitung d, die zu den Schrittschaltwerken
führt. Bei einer Drehung des Kollektors in "Richtung des Pfeiles wird zuerst die
Bürste δ4 das Stromschlußstück .des Schleifringes s4 verlassen und hierdurch den Widerstand
w3 in die Leitung einschalten. Daraufhin
verläßt die Bürste δ3 das Stromschlußstück
des Schleifringes s3 und schaltet zusätzlich noch den Widerstand w2 in die Leitung.
Bei weiterer Drehung verläßt die Bürste δ3 das Stromschlußstück des Schleifringes
s2 und schaltet zusätzlich noch den Widerstand ff1 an die Leitung, so daß, in diesem
Augenblick alle drei Widerstände w1, W2
und w3 eingeschaltet sind.
Wenn nunmehr die Bürste &1 das Stromschlußstück
des Schleifringes s1 verläßt, dann wird über diese Bürste lediglich der durch
Einschaltung der drei Widerstände geschwächte Strom abgeschaltet, wobei eine merkliche Funkenbildung nicht mehr auftritt.
Der Stromschluß- wird über sämtliche vier Bürsten im gleichen Zeitpunkt vorgenommen,
so daß· der Strom sofort in voller Höhe einsetzt.
Zweckmäßig wird die Stromzuführungsbürste b mit dem Minuspol der Batterie verbunden,
während die Stromabnehmerbürste δ1 bis δ4 über die einzelnen Schrittschaltwerke
an den Pluspol der Batterie angeschlossen sind. Dies hat den Vorteil, daß lediglich
an der Kontaktstelle zwischen dem Stromzuführungsschleifrings
und der entsprechenden Bürste & eine Materialbewegung von dem metallischen Schleifring s zu der Kohlebürste
& stattfindet, während an den anderen Kontakten das Kohlematerial der Bürsten b1
bis δ4 nach den Schleifringens1 bis s4 wandert.
Da der Stromzuführungsschleifring s eine Unterbrechungs stelle aufweist, tritt eine
Zerstörung des Kollektors durch Materialabwanderung nicht ein.
Claims (3)
1. Kollektorunterbrecher für Schrittschaltwerke, insbesondere in Fernmeldeanlagen,
dadurch gekennzeichnet, daß nach Art der bekannten Kontroller auf
einer gemeinsamen Achse neben einem vollen Stromzuführungsschleifring mehrere Schleifringe mit je einem gegenüber
dem des benachbarten Schleifringes verschieden langen Stromschlußstück für jede
Stromschließung und Unterbrechung angeordnet sind, und daß zwischen den auf den Schleifringen mit verschieden längen
Stromschlußstücken schleifende Bürstenwiderstände ortsfest eingebaut sind.
2. Kollektorunterbrecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
die zwischen die Stromabnehmerbürsten eingeschalteten Widerstände regelbar ausgebildet
sind. go
3. Kollektorunterbrecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß. die
Stromzuführungsbürste mit dem Pluspol der Batterie verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF71979D DE586459C (de) | 1931-10-08 | 1931-10-08 | Kollektorunterbrecher fuer Schrittschaltwerke in Fernmeldeanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF71979D DE586459C (de) | 1931-10-08 | 1931-10-08 | Kollektorunterbrecher fuer Schrittschaltwerke in Fernmeldeanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE586459C true DE586459C (de) | 1933-10-21 |
Family
ID=7111710
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF71979D Expired DE586459C (de) | 1931-10-08 | 1931-10-08 | Kollektorunterbrecher fuer Schrittschaltwerke in Fernmeldeanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE586459C (de) |
-
1931
- 1931-10-08 DE DEF71979D patent/DE586459C/de not_active Expired
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