DE586174C - Anordnung zur Verhuetung fehlerhaften Ansprechens schnellarbeitender, von Strom und Spannung eines Stromkreises beeinflusster Relais - Google Patents
Anordnung zur Verhuetung fehlerhaften Ansprechens schnellarbeitender, von Strom und Spannung eines Stromkreises beeinflusster RelaisInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H1/00—Details of emergency protective circuit arrangements
- H02H1/04—Arrangements for preventing response to transient abnormal conditions, e.g. to lightning or to short duration over voltage or oscillations; Damping the influence of DC component by short circuits in AC networks
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Description
Bekanntlich geht bei Schaltvorgängen, plötzlichem Spannungsanstieg oder Kurzschluß
in Wechselstromkreisen mit komplexem Widerstand der Strom nicht sprunghaft auf den neuen endgültigen Wert über, sondern
es treten häufig recht beachtliche Gleichstromkomponenten auf. Es besteht die Gefahr,
daß durch diese Überlagerung von Gleich- und Wechselstrom ein schnell arbeitendes
Relais fehlerhafterweise zum Ansprechen kommt, ehe sich die endgültigen Spannungs- und Stromverhältnisse nach Abklingen
des Schaltvorganges, eingestellt haben. Bei Schutzschaltungen sind also die Relais
im ersten Augenblick nach Auftreten des Fehlers falschen Ansprechbedingungen unterworfen,
so daß. die Selektivität der Schutzeinrichtung gestört werden kann. Insbesondere
ist es bei Impedanzrelais möglich, daß infolge der auftretenden Gleichstromkomponente
auch solche Relais zum Ansprechen kommen, die mit Rücksicht auf die Lage des Fehlers nicht arbeiten dürfen und die
auch nicht zum Ansprechen kommen würden, wenn die Relais mit genügender Zeitverzögerung
arbeiten würden.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung zur Verhütung fehlerhaften Artsprechens
schnell arbeitender von Strom und Spannung eines Stromkreises beeinflußter Relais,
durch welche die genannten Schwierigkeiten beseitigt werden. Erfrndungsgemäß
wird eine Einwirkung der als Folge eines Schaltvorganges oder Fehlers vorübergehend
auftretenden Gleichstromkomponente des Stromes auf das Relais dadurch beseitigt, daß
zur Stromwicklung des Relais ein Widerstand parallel geschaltet ist, der im gleichen Verhältnis
Wirk- und Blindkomponenten enthält wie der Widerstand der zu schützenden Anlage.
An Hand der Figuren soll die Erfindung näher erläutert werden.
In Fig. ι stellt die Kurve V die Spannung und die Kurve/ den Strom eines Verteilungs-Stromkreises
dar. Wenn ein unsymmetrischer Fehler zur Zeit t auftritt, werden die ersten
Wechsel des Fehlerstromes anormal verschoben, da sich eine Gleichstromkomponente
dem Augenblickswert des Wechselstromes überlagert. Die geraden Wechsel haben eine
kleinere Amplitude, während die ungeraden Wechsel eine viel größere Amplitude als der
Dauerfehlerstrom haben. Es ist ersichtlich!, daß. ein Relais, welches auf die Größe des
Fehlerstromes anspricht, während der ersten
Wechsel nach Auftreten des Fehlers falschen Auslösebedingungen unterworfen ist.
In Fig. 2 ist ein elektrisches Verteilungssystem dargestellt mit den Unterstationen A,
B und C und einem Verteilungsstromkreis io. Die Transformatoren der Unterstationen mögen
von einem nicht dargestellten Hochspannungsnetz gespeist werden. An den Enden der Leitungsstrecken A, B, C sind Relais und
Schalter angeordnet. Diese sind schematisch dargestellt und mit 11,12,13 un<i 14 bezeichnet.
In einem solchen Verteilungssystem ist es erforderlich, daß die Schalter 11 und
12 bei Auftreten eines Fehlers innerhalb der Leitungsstrecke A, B sofort auslösen; wenn
aber ein Fehler im benachbarten Streckenabschnitt liegt, muß eine Auslösung verhindert
werden.
Unter der Annahme, daß an dem Punkt D ein Fehler auftritt, soll das Relais bei 11
den damit verbundenen Schalter öffnen. Wenn dabei im Fehlerstrom eine Gleichstromkomponente
auftritt, so ist zwar die Wirkung auf die Stromwicklung des Impedanzrelais vergrößert,
da während der ersten wenigen Wechsel nach dem Fehler anormal hohe Stromwerte auftreten, aber die Selektivität bleibt
erhalten. Das Relais am Punkt 11 arbeitet
dann nämlich so, als ob der Fehler am Punkt E aufgetreten wäre, weil das Impedanzrelais
auf die scheinbare Impedanz des Belastungsstromes anspricht, welche im ersten Augenblick niedriger ist als die Dauerimpedanz
des Stromkreises. Der Abstand des Relais ist also größer, als er sich aus Stromstärke
und Spannung am Relaisort ergibt.
Wenn jedoch ein Fehler beim Punkt/7 auftritt,
so arbeitet das Relais 11 in der Weise,
als ob der Fehler bei Gi liegt. In diesem Falle wird also der Schalter 11 unnötigerweise
ausgelöst, da der Fehler in dem Leitungsabschnitti?,
C liegt und es nur erforderlich ist, daß die Schalter 13 und 14 betätigt
werden. Man erkennt daraus, daß es notwendig ist, den Einfluß der Gleichstromkomponente
auf das Relais zu verhindern.
In Fig. 3 ist die Schaltung in der Station· B
herausgezeichnet. Eine Hochspannungsleitung 20 versorgt durch die Transformatoren
21 und 22 die Sammelschienen 23 und 24 der Unterstation, welche durch einen
Kupplungsschalter 25 verbunden werden können. Von der Schiene 23 ist eine Anzahl
Verteilungsstromkreise 26, 27, 28, 29 abgezweigt, die beispielsweise die Speiseleitungien
eines elektrischen Bahnsystems bilden, wie es schematisch bei 30 angedeutet ist. Die Verteilungsleitungen
26, 27, 28, 29 können durch Schalter 31 von der Sammelschiene 23 abgetrennt
werden.
Der Schalter 31 ist mit einer Ausschaltspule
32 versehen, deren Stromkreis von einem Impedanzrelais 33 betätigt wird. Das Impedanzrelais enthält eine Stromwicklung
34, die mit Hilfe eines Stromjwandlers 35. von dem in der Leitung 29 fließenden Stromi
erregt wird. Außerdem ist eine Spannungswicklung3Ö
vorgesehen, die mit Hilfe eines Spannungswandlers 37 von der Sammelschienenspannung
gegen Erde erregt wird. Bei Ansprechen schließt das Relais 33 an seinem
Kontakt 38 den Ausschaltstromkreis für den Schalter 31.
Erfindungsgemäß ist ein Nebenschluß 39, welcher aus einem Ohmschen Widerstand 40
und einem Blindwiderstand 41 besteht, parallel zur Strom wicklung 34 des Impedanzrelais
gelegt. Dieser Nebenschluß 39 enthält im gleichen Verhältnis Wirk- und Blindwiderstände
wie die Leitung.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Anordnung zur Verhütung fehlerhaften Ansprechens schnell arbeitender, von Strom und Spannung eines Stromkreises beeinflußter Relais, insbesondere Schutzrelais, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einwirkung der als Folge eines Schaltvorganges oder Fehlers vorübergehend auftretenden Gleichstromkomponente des Stromes auf das Relais (33) dadurch beseitigt wird, daß zur Stromwicklung (34) des Relais (33) ein Widerstand (39) parallel geschaltet ist, der im gleichen Verhältnis Wirk- und Bundkomponenten enthält wie der Widerstand der zu schützenden Anlage.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ihre. Anwendung für Relais, in welchen Strom und Spannung ίου verglichen werden, insbesondere für Impedanzrelais.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US701386XA | 1929-08-26 | 1929-08-26 | |
| US353732XA | 1929-08-26 | 1929-08-26 | |
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| US422965A US1924307A (en) | 1929-08-26 | 1930-01-23 | Relay system |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE586174C true DE586174C (de) | 1933-10-18 |
Family
ID=49945868
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (4)
| Country | Link |
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Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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| US2600204A (en) * | 1950-04-15 | 1952-06-10 | Westinghouse Electric Corp | Compensated potential device circuits |
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1930
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- 1930-08-22 GB GB25168/30A patent/GB353732A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US1924307A (en) | 1933-08-29 |
| FR701386A (fr) | 1931-03-16 |
| GB353732A (en) | 1931-07-30 |
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