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Plattenwärmeaustauscher Die Erfindung bezieht sich auf Wärmeaustauschvorrichtungen
nach Art der Plattenwärmeaustauscher. Es sind Plattenwärmeaustauscher bekannt, bei
denen die Zwischen räume zwischen parallel zueinander angeordneten Platten an den
Seitenkanten durch U-Eisen abgedeckt sind. Auch ist bereits vorgeschlagen, die Platten
gegen die Innenflächen der U-Eisenflansche anzupressen. Diese Vorrichtungen haben
den Nachteil, daß besonders unter den verschiedenen Temperatureinwirkungen die so
geschaffenen Verbindungen undicht werden, weil bei den bisher bekannten Anordnungen
der Druck jeweils gegen die ganze Plattenfläche berichtet war und somit keine Gewähr
dafür bestand, daß gerade die Ränder über ihre ganze Länge den Andruck erfahren.
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Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beheben und eine Vorrichtung
zu schaffen, durch die nicht nur eine Abdichtung mit Sicherheit erzielt, sondern
auch eine Druckäußerung an den abzudichtenden Stellen ausgeübt werden kann.
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Gemäß der Erfindung wird eine Spreizvorrichtung verwendet, die vom
Innern der U-Eigen her gegen die Ränder der Platten wirkt und diese gegen die Flanschen
der U-Eisen andrückt. Die Spreizvorrichtung ist dabei nachstellbar, so daß etwa
im Betriebe auftretende Undichtigkeiten jederzeit in ein-. facher Weise behoben
werden können.
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Bei im Kreuzstrom arbeitenden Wärmeaustauschern ist es zweckmäßig;
in dieser Weise nicht nur die einzelnen Taschen auszugestalten, sondern diese zu
einem zusammenhängenden Körper zu verbinden, indem jede Platte mit der in ihrer
Reihe vorausgehenden Platte an den Seitenrändern und mit der ihr folgenden Platte
am oberen und unteren Rand durch die ()-Eisen verbunden wird.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung an Hand der Zeichnung (Abb. i bis io), die Ausführungsbeispiele im
Querschnitt darstellt.
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In der Ausbildung gemäß Abb. i besteht die Spreizvorrichtung aus zwei
viereckigen Stangen 42, 43, welche den Raum zwischen den Randteilen der Platten
26 und 27 bis ungefähr zur freien Kante der Flanschen 31 und 32 ausfüllen. Die Stangen
32 und 34 sind in geeigneten Abständen an ihren zugekehrten Flächen versenkt, um
den konisch ausgebildeten Kopf 44 eines Bolzens 45 aufzunehmen, welcher durch eine
Öffnung in dem Steg 3o des Winkeleisens 29 und durch einen Dichtungsring 46 hindurchgeführt
sowie zwischen
dem Eisen 29 und den Stangen 42 und 43 mittels einer
Mutter 47 festgezogen wird. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß, da die Mutter
47 fest auf dem Gewinde des Bolzens 45 sitzt, dieselbe den Dichtungsring 46 eng
gegen den Steg 3o drückt, so daß eine Abdichtung um den Schaft des Bolzens 45 herum
gebildet wird, und gleichzeitig die Stangen 42 und 43 mit Keilwirkung auseinandertreibt,
so daß sie gegen die Platten 26 und 27 gedrückt und letztere fest gegen die Flanschen
31 und 32 des Winkeleisens. 29 festgelegt werden.
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In der Ausführung gemäß Abb. 2 wird eine gebogene Platte 48 mittels
des Bolzens 49 fest' gegen die Platten 26 und 27 gedrückt. Die Platte 48 wird an
den Füllblock 5o fest angedrückt.
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Die Ausführung gemäß Abb. 3 stimmt mit derjenigen in Abb.2 überein,
mit der Ausnahme, daß an Stelle des Blockes 50 eine zweite umgekehrt liegende
gebogene Platte 51
vorgesehen ist. In der in Abb. 4 gezeigten Ausführung wird
ebenfalls eine Platte 48 benutzt, aber hier fällt der Füllblock 5o fort, und die
Kanten der Platten 48 setzen sich unmittelbar gegen die Kanten der Platten 26 und
27 und den Steg 3o des Verbindungseisens.
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Die in Abb. 5 und 6 gezeigten Ausführungen entsprechen denjenigen
in Abb.2 und 3, mit der Ausnahme, daß winklig abgebogene Platten 52 und 53 an Stelle
der gekrümmten Platten .I8 und 51 benutzt werden.
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Abb.7 zeigt eine Ausführung ähnlich der in Abb. z. Hierbei werden
die Stangen 42 und 43 mittels einer keilförmigen Mutter 54 und eines Bolzens 55
auseinandergetrieben.
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In der Ausführung gemäß Abb.8 werden zwei zylindrische Röhrchen bzw.
Stangen 56 und 57 in die Ecken zwischen den Platten 26 und 27 gelegt und
mittels eines größeren zy-. lindrischen Rohres 58 sowie eines Bolzens 59 darin festgedrückt,
wobei der Bolzen dazu dient, den Teil 58 gegen den Steg des Verbindungsseisens
festzuziehen.
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Bei der Ausführung gemäß Abb. 9 besitzt das Winkeleisen einen gehobenen
Teil 6o mit nach oben und nach außen sich erstreckenden Wänden 61 und 62 und mit
einem Verbindungssteg 63, welcher den Abstand zwischen den Platten 26 und 27 überbrückt.
Die Wände 61 und 62 werden durch den Bolzen 64 zusammengedrückt, wobei etwas Spielraum
zwischen dem Schaft des Bolzens und den nach innen liegenden Kanten der Seitenteile
61 und 62 vorhanden ist, so daß, wenn die Mutter auf dem Bolzen festgezogen wird,
die unteren Kanten der Seitenwände 61 und 62 zusammengedrückt werden, so daß sie
sich noch fester gegen die Platten 26 und 27 leger. und dadurch eine größere Abdichtung
zwischen den Platten und den Winkeleisen gewährleisten.
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In Abb. io sind die Platten 26 und 27 bei 64 und 65 nach innen abgesetzt,
wobei die abgesetzten Kanten von den Flanschen 31 und 32 des Winkeleisens 29 umfaßt
sind. Auf diese Weise können die äußeren Flächen der Flansche 31 und 32 in eine
Linie mit den iußeren Flächen der Platten 26 und 27 gebracht werden.
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Die Ausführung gemäß Abb. io zeigt ferner die Verwendung eines Keiles
66 an Stelle der Mutter 47, um den Spreizbolzen fest gegen den Steg des Winkeleisens
zu ziehen. Der Bolzen mit einem ähnlichen Kopf . wie in Abb. t ist nur als Ausführungsbeispiel
dargestellt, und es ist ohne weiteres ersichtlich, daß auch irgendeine andere Keilvorrichtung
in Zusammenwirkung mit dem Keil 66 benutzt werden kann. Die Muttern bzw.
andere Anziehmittel für die Bolzen sind von außerhalb der Wärtneaustauschvorrichtung
leicht zugänglich und durch. Anziehen derselben können die Luft- bzw. Gaskanäle
luftdicht bzw. gasdicht gehalten werden. Sollte trotzdem eine Durchsickerung der
Strömungsmittel stattfinden, so kann dies leicht durch weiteres Anziehen der betreffenden
Bolzen bzw. Muttern ausgeglichen werden.