DE583296C - Vorrichtung an Schleifmaschinen zum Hinundherbewegen von Abrichtwerkzeugen oder Werkstuecken an der Schleifscheibe - Google Patents
Vorrichtung an Schleifmaschinen zum Hinundherbewegen von Abrichtwerkzeugen oder Werkstuecken an der SchleifscheibeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B53/00—Devices or means for dressing or conditioning abrasive surfaces
- B24B53/04—Devices or means for dressing or conditioning abrasive surfaces of cylindrical or conical surfaces on abrasive tools or wheels
- B24B53/053—Devices or means for dressing or conditioning abrasive surfaces of cylindrical or conical surfaces on abrasive tools or wheels using a rotary dressing tool
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung an Schleifmaschinen zum Hinundherbewegen
von Abrichtwerkzeugen oder Werkstücken an der Schleifscheibe.
Bei Präzisionsschleifmaschinen, wie Rund-, Innen- und Universalwerkzeugschleifmaschinen, bietet die Führung des Werkstückes oder des Abrichtwerkzeuges für das Abrichten der Schleifscheibe keine Schwierigkeiten, da bei Maschinen dieser Gattung in der Regel ein in der Längsrichtung beweglicher Tisch vorgesehen ist, der sich in einer von der Arbeitsstelle ziemlich entfernt liegenden, gegen Staub geschützten Laufbahn verschieben läßt.
Bei Präzisionsschleifmaschinen, wie Rund-, Innen- und Universalwerkzeugschleifmaschinen, bietet die Führung des Werkstückes oder des Abrichtwerkzeuges für das Abrichten der Schleifscheibe keine Schwierigkeiten, da bei Maschinen dieser Gattung in der Regel ein in der Längsrichtung beweglicher Tisch vorgesehen ist, der sich in einer von der Arbeitsstelle ziemlich entfernt liegenden, gegen Staub geschützten Laufbahn verschieben läßt.
Bei einfachen Werkzeugschleifmaschinen dagegen, bei denen die Führung aus konstruktiven
Gründen in der Nähe der Schleifscheibe angeordnet werden muß, ergeben sich insofern
große Schwierigkeiten, als in diesem Falle die Führungen dem mit Schleif staub durchsetzten
Schleifwasser oder bei TrockenschlifiE dem Schleif staub direkt ausgesetzt sind, wodurch
die Führungen in kurzer Zeit verdorben werden, indem sie sich entweder festsetzen,
oder die Führungsbahnen schleifen sich aus, derart, daß jegliches einwandfreie Arbeiten
unmöglich werden.
Aus diesem Grunde werden bei solchen einfachen Werkzeugschleifmaschinen Führungen
überhaupt weggelassen. Sowohl das zu schleifende Werkstück· wie auch das Abrichtwerkzeug zum Abrichten der Schleifscheibe wird
von Hand geführt.
Es ist ohne weiteres klar, daß mit einem von Hand geführten Abrichtwerkzeug eine
Schleifscheibe nie oder nur schwer genau rund abgerichtet werden kann. Ebenso schwierig
ist beispielsweise das Schleifen einer einwandfreien Schneide an einem Drehmeißel,
wenn das Werkstück nur von Hand an der Schleifscheibe geführt wird.
Man war sich dieses Mangels bei den einfachen Werkzeugschleifmaschinen immer bewußt,
aber es konnte keine Lösung gefunden werden, die ein einwandfreies Funktionieren
gewährleistete, ohne solche einfachen Maschinen ganz erheblich zu verteuern.
Die Verwendung der hochlegierten Schnelldrehstähle, vor allem der Drehmeißel aus
Hartmetall, wie Widia u. dgl., hat nun das Verlangen nach einer geeigneten Führungseinrichtung
zum dringenden Bedürfnis gemacht. Für das Schleifen eines solchen Hartmetallmeißels
ist das Vorhandensein einer einwandfreien runden Scheibe eine unumgängliehe
Vorbedingung. Außerdem muß das Werkstück mit Gefühl mit einer leichten Anpressung
von Hand in zur Scheibenebene gleichbleibenden Winkellage an der Schleifscheibe
hin und her geführt werden können.
Die vorliegende Erfindung zeigt nun eine
[ Vorrichtung, welche alle diese Anforderungen
erfüllt, ohne jedoch die den bekannten Führungen anhaftenden erwähnten Nachteile aufzuweisen.
Dies wird erreicht durch eine auf dem Rahmen der Schleifmaschine angeordnete
Parallelogrammführung, an welcher da; Abrichtwerkzeug bzw. das Werkstück angeordnet
ist.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise
Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht der Vorrichtung der ersten Ausführungsform,"
Fig. 2 eine teilweise Vorderansieht der
nämlichen Vorrichtung,
t5 Fig. 3 einen Schnitt durch die Vorrichtung der zweiten Ausführungsform und
t5 Fig. 3 einen Schnitt durch die Vorrichtung der zweiten Ausführungsform und
Fig. 4 einen weiteren Schnitt der zweiten Ausführungsform nach der Linie IV-IV der
Fig· 3·
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. ι und 2 ist mit ι der abgebrochen gezeichnete
Maschinenrahmen und mit 2 die Schleifscheibe bezeichnet. 3 ist eine auf den Rahmen
ι aufschraubbare Platte, an welcher zwei
parallel zueinander angeordnete Blattfedern 4
und 5 befestigt sind. Mit 6 ist ein die Blattfedern anderends verbindendes Joch bezeichnet,
an welchem ein in der Schleifscheibenebene schwenkbarer Winkelhebel 7 mittels eines Bolzens 8 befestigt ist. An dem einen
Schenkel Ja des Winkelhebels ist ein mit der
Schleifscheibe 2 zusammenwirkendes Abrichtwerkzeug 9 befestigt, während der andere
., Schenkel Jb mit einer Gewindespindel 10 in
Verbindung steht, welch letztere in einem Lappen 6a des Joches gelagert ist.
Normalerweise befindet sich an Stelle der beschriebenen Vorrichtung ein Tisch auf dem
.. Maschinenrahmen 1. Bei abgenützter Schleifscheibe
wird derselbe entfernt und die beschriebene Vorrichtung zwecks Abrichtens
der Scheibe in der aus Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise aufmontiert. Die Schleifscheibe
: wird nun in Drehung versetzt und die Spindel 10 so lange gedreht, bis das Abrichtwerkzeug
9 mit der Schleifscheibe 2 in Berührung kommt. Gleichzeitig wird dem Joch 6 eine
durch die Pfeile^ angedeutete schwingende Bewegung- erteilt, wobei sich das Abrichtwerkzeug
9 in gleichbleibendem, senkrechtem Abstand von der Schleifscheibenachse an der
Scheibe 2 hin und her bewegt und diese dabei abdreht bzw. abrichtet.
Die Bewegungsbahn, welche das Abrichtwerkzeug beim Hinundherpendeln beschreibt,
entspricht einem Bogenstück, dessen Radius angenähert gleich der Länge der Blattfedern
ist. Dadurch, daß sich das Abrichtwerkzeug nicht geradlinig an der Peripherie der Schleif-
ffo scheibe entlang bewegt, wird die Scheibe
, theoretisch nicht genau zylindrisch abgerichtet. Man kann diesen ungünstigen Einfluß
der bogenförmigen Bewegungsbahn dadurch abschwächen, daß man die Vorrichtung derart
anordnet, daß die Achse des Abrichtwerkzeuges ein weniges über die Schleifscheibenachse
zu liegen kommt, und zwar zweckmäßig um einen Betrag, welcher der halben Bogenhöhe
entspricht, um welche sich das Abrichtwerkzeug beim Hinundherpendeln auf und ab
bewegt.
Ausgleichend wirkt auch, daß die mit Hilfe einer solchen Vorrichtung zu schleifenden
Werkstücke beim Hinundherpendeln die nämliche bogenförmige Bewegungsbahn beschreiben
wie das 'Abrichtwerkzeug selbst.
Die erwähnten Ungenauigkeiten in der Schleifscheibenfläche, welche theoretisch beim
Abrichten mittels der beschriebenen Vorrichtung entstehen, sind jedoch so geringfügig,
daß sie praktisch gar nicht zur feststellbaren Auswirkung kommen, wie dies durch zahlreiche
praktische Versuche" auch bestätigt worden ist, .
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 und 4 bezeichnet 1 wieder den Maschinenrahmen
und 2 die als sogenannte Topf scheibe ausgebildete Schleifscheibe. Die beiden Blattfedern
4 und 5 sind hier mittels der beiden Träger 11 und 12 mit dem Rahmen 1 verbunden.
Mit 6 ist wieder das die Blattfedern anderends verbindende Joch bezeichnet. An
diesem ist mittels der Bolzen.13 und 14 ein
Tisch 15 gegenüber der Ebene der Schleifscheibe neigbar gelagert.; Der Bolzen 14 steht
mit einem Schneckenradsegment 16 in gegen
Drehung gesicherter Verbindung. Das Segment 16 steht im Eingriff mit einer Schnecke
r.7» Diese sitzt fest auf einer Welle 18, welche
einerends in = einem mit einer Skala versehenen Einstellknopf 19 ausmündet.
Bei dieser Ausführungsform dient der Tisch 15 sowohl zur Aufnahme des Abiicht*
Werkzeuges, welches auf dem Tisch aufgeschraubt werden kann, sowie auch als Auflage
für das zu schleif ende Werkstück.
Beim Schleifen eines Drehmeißels beispielsweise
wir4 derselbe auf den Tisch 15 gelegt und dieser mittels- des Einstellknopfes 19 und
des damit in Verbindung stehenden Schriekfceng-etriejbes
16, 17 so weit gegen die Schleifscheibe
geneigt, wie dies der anzuschleifende Schnittwinkel erfordert. Darauf wird dem
Tisch eine schwingende Bewegung erteilt und das zu schleifende Werkstück gleichzeitig von
Hand leicht gegen die Schleifscheibe gedrückt, " Dies kann mit der erforderlichen Sorgfalt und
dem nötigen Gefühl geschehen, da bei einmal eingestellter Neigung der Winkel unverändert
bleibt und der Tisch infolge der durch die
innereFederreibung hervorgerufenen, verhältnismäßig nur geringen Dämpfung mit der
Eigenschwingungszahl weiter pendelt, so daß der die Schleifmaschine bedienende Arbeiter
seine ganze Aufmerksamkeit auf den Vorschub bzw. den Anpressungsdruck des Werlc-Stückes
verlegen kann.
Statt der beschriebenen und gezeichneten Ausführungsform der Parallelogrammführung
könnte auch eine solche vorgesehen sein, bei welcher statt der Blattfeder zwei einerends
mit dem Maschinenrahmen in Verbindung stehende, parallel zueinander angeordnete Gelenkstäbe anderends durch ein Joch
miteinander verbunden sind, wobei Federn vorgesehen sind, welche das Bestreben haben,
die Parallelogrammführung im Ruhezustand zu erhalten.
, Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht eine einwandfreie Führung des mit der
Schleifscheibe zusammenwirkenden Abricht-Werkzeuges bzw. Werkstückes und ist gegen
den Schleifstaub oder das mit diesem durchsetzte Schleif wasser völlig unempfindlich.
Außerdem zeichnet sich die Vorrichtung gemäß Erfindung durch große Billigkeit aus.
Claims (5)
1. Vorrichtung an Schleifmaschinen zum Hinundherbewegen von Abrichtwerkzeugen
oder Werkstücken an der Schleifscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Vermeidung der leicht verschmutzenden Gleitführungen das Abrichtwerkzeug bzw.
das Werkstück an einer auf dem Rahmen der Schleifmaschine angeordneten Parallelogrammführung
angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Parallelogrammführung durch mindestens zwei
einerends mit dem Maschinenrahmen (1) in Verbindung stehende, parallel zueinander
angeordnete Blattfedern (4, 5) gebildet ist, welche anderends durch ein Joch
(6) miteinander verbunden sind, an welch letzterem eine Haltevorrichtung (7) für
das mit der Schleifscheibe zusammenwirkende Abrichtwerkzeug (9) befestigt ist, so daß sich dieses bei schwingender Bewegung der Parallelogrammführung in
gleichbleibendem senkrechtem Abstand von der Schleifscheibenachse bewegt.
3. Vorrichtung nach Anspruchs, dadurch
gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung durch einen am Joch (6) in der
Schleifscheibenachse schwenkbar befestigten Winkelhebel (7) gebildet wird, an dessen einem Schenkel (7") das mit der
Schleifscheibe "zusammenwirkende Abrichtwerkzeug (9) befestigt ist und dessen
anderer Schenkel (76)· mit einer in einem
Lappen (6a) des Joches (6) gelagerten Gewindespindel
(ro) in Verbindung steht, zum Zwecke, den Abstand des Abrichtwerkzeuges
(9) von der Schleifscheibe (2) wahlweise verändern zu können.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Parallelogrammführung
durch mindestens zwei einerends mit dem Maschinenrahmen in
Verbindung stehende, parallel zueinander angeordnete Gelenkstäbe gebildet ist,
welche anderends durch ein Joch miteinander verbunden sind, wobei Federn vorgesehen
sind, welche das Bestreben haben, die Parallelogrammführung im Ruhezustand zu -erhalten.
5. Vorrichtung nach Anspruch. 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Unterlage für das zu bearbeitende Werkstück in
Form eines Tisches (15) vorgesehen ist,
dessen Neigung gegenüber der Ebene der Schleifscheibe wahlweise verändert werden
kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA67605D DE583296C (de) | 1932-11-04 | 1932-11-05 | Vorrichtung an Schleifmaschinen zum Hinundherbewegen von Abrichtwerkzeugen oder Werkstuecken an der Schleifscheibe |
| GB30831/33A GB418868A (en) | 1932-11-04 | 1933-11-06 | Improvements in or relating to grinding or abrading machines |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE418868X | 1932-11-04 | ||
| DEA67605D DE583296C (de) | 1932-11-04 | 1932-11-05 | Vorrichtung an Schleifmaschinen zum Hinundherbewegen von Abrichtwerkzeugen oder Werkstuecken an der Schleifscheibe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE583296C true DE583296C (de) | 1933-08-31 |
Family
ID=25910747
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA67605D Expired DE583296C (de) | 1932-11-04 | 1932-11-05 | Vorrichtung an Schleifmaschinen zum Hinundherbewegen von Abrichtwerkzeugen oder Werkstuecken an der Schleifscheibe |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE583296C (de) |
| GB (1) | GB418868A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2584121A (en) * | 1948-01-29 | 1952-02-05 | John C Garand | Device for contour dressing grinding wheels |
-
1932
- 1932-11-05 DE DEA67605D patent/DE583296C/de not_active Expired
-
1933
- 1933-11-06 GB GB30831/33A patent/GB418868A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB418868A (en) | 1934-11-01 |
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