DE577170C - Verfahren zur Bestrahlung zaeher oder dickfluessiger Extrakte tierischer oder pflanzlicher Herkunft - Google Patents

Verfahren zur Bestrahlung zaeher oder dickfluessiger Extrakte tierischer oder pflanzlicher Herkunft

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DE577170C
DE577170C DEH122352D DEH0122352D DE577170C DE 577170 C DE577170 C DE 577170C DE H122352 D DEH122352 D DE H122352D DE H0122352 D DEH0122352 D DE H0122352D DE 577170 C DE577170 C DE 577170C
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Description

  • Verfahren zur Bestrahlung zäher oder dickflüssiger Extrakte tierischer oder pflanzlicher Herkunft Wie im Hauptpatent beschrieben ist, kann die Einwirkung von Strahlen auf einen Extrakt, der ein zu aktivierendes Provitamin - Ergosterin - enthält, dadurch gesteigert werden, daß man den Extrakt durch Umwandlung in einen Schaum mittels Hineinpressens oder Hineinwalzens von Gasen fein verteilt. Es ist nun gefunden worden, daß ein solcher Schaum nicht nur durch Bestrahlung mit ultraviolettem Licht, sondern auch durch Bestrahlung mit Corpuscularstrahlen oder irgendwelchen kurzwelligen Strahlen aktiviert werden kann. Die zur Schaumbildung benutzte Apparatur ist bereits im Hauptpatent beschrieben. Als Quelle für Corpuscularstrahlung kommen radioaktive Stoffe in Betracht, aber auch Kathodenstrahlen oder auf lichtelektrischem Wege erzeugte Elektronen. Eine andere Art von Corpuscularstrahlen, die ebenfalls zu vorliegendem Zweck verwendet werden kann, sind Kanalstrahlen.
  • Außer dem in bekannter Weise erzeugten ultravioletten Licht können als kurzwellige Strahlen Röntgenstrahlen oder beim Zerfall von radioaktiven Substanzen entstehende Strahlen verwendet werden. Den beiden letztgenannten Strahlensorten kommen in manchen Fällen infolge der Kurzwelligkeit und des hohen Energiegehaltes eine besonders große Wirksamkeit zu. Bei der Bestrahlung des zu aktivierenden Provitamins ist es oft günstig, mit möglichst monochromatischer Strahlung zu arbeiten. Zu diesem Zweck schaltet man zwischen der Strahlungsquelle und der zu bestrahlenden, in Schaum verwandelten Flüssigkeit Filter ein, die nur für die gewünschte Strahlenart durchlässig sind, die nicht erwünschten Strahlensorten aber zurückhalten.
  • Da nicht nur die eigentlichen Provitamine durch Bestrahlung aktivierbar sind, sondern auch andere Zellbausteine durch Bestrahlung Heilwirkungen erhalten, so kann das geschilderte Verfahren nicht nur auf Provitamine, sondern auch auf Lösungen, die solche Zellbestandteile, vor allem Lipoide, Sterine, Aminokörper usw., enthalten, ausgedehnt werden. Ja selbst anorganische Stoffe können durch Bestrahlung in einen angeregten Zustand versetzt werden, in dem sie dann ihnen sonst nicht eigene Wirkungen entfalten. Dies ist besonders der Fall, wenn die mineralischen Bestandteile zusammen mit einer der vorerwähnten organischen Verbindungen in der zu bestrahlenden Flüssigkeit enthalten sind.
  • Ferner ist beobachtet worden, daß die Einwirkung der Strahlen in Gegenwart gewisser Aktivatoren starke Verstärkung erfährt. Als solche Aktivatoren können für den vorliegenden Zweck, d. h. für die Aktivierung von Provitamin oder von den im vorhergehenden Absatz erwähnten Stoffen, z. B. kolloidal verteilte Metalle, Cholin, Fluorescein oder ähnliche Stoffe, verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Bestrahlung zäher und dickflüssiger Extrakte tierischer oder pflanzlicher Herkunft gemäß Patent 568 9oo, dadurch gekennzeichnet, daß der Extrakt in feiner Verteilung und Mischung mit Gasen an Stelle von ultravioletten Strahlen der Einwirkung von Corpuscularstrahlen oder irgendeiner kurzwelligen Strahlung ausgesetzt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Corpuscularstrahlung die bei dem Zerfall von radioaktiven Elementen entstehende a- und -(3-Strahlung verwendet wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Corpuscularstrahlung Kathodenstrahlung oder auf lichtelektrischem Wege erzeugte Elektronen verwendet werden. ¢. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Corpuscula.Ystrab.-len Kanalstrahlen verwendet -werden. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als äußerst kurzwellige Strahlung die beim Zerfall von radioaktiven Elementen entstehende y-Strahlung verwendet wird. 6. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als äußerst kurzwellige Strahlung Röntgenstrahlen verwendet werden. 7. Verfahren nach Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die neben der erwünschten Strahlung entstehenden anderen Strahlenarten durch geeignete Filter abgehalten werden, wodurch es z. B. möglich ist, monochromatisches Ultraviolettlicht oder monochromatische Röntgenstrahlung zum Zwecke der Aktivierung zu verwenden. B. Verfahren nach Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Provitamin enthaltenden Lösungen solche Lösungen verwendet werden, die Zellbestandteile, vor allem Lipoide, Sterine, Aininokörper, gegebenenfalls auch verkettet mit Mineralstoffen, enthalten. 9: Verfahren nach Ansprüchen i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Unterstützung der Strahlenwirkung der zu bestrahlenden Flüssigkeit ein geeigneter Aktivator, z. B. kolloidale Metalle, Cholin, Fluorescein oder ähnliche Stoffe, zugesetzt wird.
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