DE568645C - Vorrichtung zur Bestimmung der Druckverteilung von Kolbenringen auf dem ganzen Umfang des Ringes - Google Patents

Vorrichtung zur Bestimmung der Druckverteilung von Kolbenringen auf dem ganzen Umfang des Ringes

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DE568645C
DE568645C DEZ16238D DEZ0016238D DE568645C DE 568645 C DE568645 C DE 568645C DE Z16238 D DEZ16238 D DE Z16238D DE Z0016238 D DEZ0016238 D DE Z0016238D DE 568645 C DE568645 C DE 568645C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M13/00Testing of machine parts
    • G01M13/005Sealing rings

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Bestimmung der Druckverteilung von Kolbenringen auf dem ganzen Umfang des Ringes Es sind Vorrichtungen zum Messen des Drukkes eines Kolbenringes mit einer der zylindrischen Innenwand des Zylinders entsprechenden Bohrung bekannt. Hierbei wird eine Anzahl belasteter Hebel verwendet, die von außen gegen den Ring drücken, so daß es bei dieser verhältnismäßig komplizierten Vorrichtung sehr schwierig ist, einen Gleichgewichtszustand zwischen den verschiedenen Kräften zu erhalten; das Meßergebnis ist meistens fehlerhäft. Es sind auch mechanisch arbeitende Prüfvorrichtungen für Kolbenringe bekannt, bei denen die Druckverteilung des zu prüfenden Ringes nacheins ander für jede Stelle seines Umfanges durch mehrfaches Verschieben des Ringes gegenüber der Meßvorrichtung geprüft werden kann. Der Ring ist dabei aber nicht allseitig eingespannt, sondern an drei Punkten. Es kann jedoch auch mit dieser Vorrichtung nicht mit Sicherheit festgestellt werden, ob der Druck an jedem Punkte des Ringumfanges gleich ist. Auch ist die Handhabung bei Vorrichtungen dieser Art schwierig.
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur sicheren Bestimmung der Druckverteilung auf dem ganzen Umfange des Kolbenringes durch mehrfaches Verschieben des Ringes gegenüber der Meßvgrrichtung, wobei letztere nicht rein mechanisch, sondern mit einem bei Druck Elektrizität erzeugenden Mittel (Piezoelement) arbeitet. An sich ist die Anwendung von Piezokristallen zur Druckmessung bekannt. Die Anwendung eines Piezoelementes ermöglicht im vorliegenden Falle, mit Sicherheit auf einfache Weise den Druck an jedem Umfangspunkte des Ringes festzustellen, was bisher nicht oder nur mit erheblichen Schwierigkeiten geschehen konnte.
  • Gemäß der Erfindung besteht die Vorrichtung aus einer Platte mit einer der Zylinderbohrung entsprechenden Bohrung und einer mit dieser, in Verbindung stehenden Ausnehmung zur Aufnahme eines der Bohrung entsprechenden, mit einem Piezoelement verbundenen Bogenstückes (Stempels), das mit im Verhältnis zum Druck des Kolbenringes großer Klemmkraft derart in seine Ausnehmung eingesetzt ist, daß es zwar den Kolbenringdruck auf das Piezoelement überträgt, dabei aber eine praktisch feste, gegenüber der Bohrung unveränderte Lage behält, so daß kein Teil der Zylinderwand bewegt wird. Es besteht also keine Gefahr, daß der Ring etwa in statisch unbestimmtem Zustand eingesetzt wird. Infolgedessen kann sehr leicht ein genaues Ergebnis der Druckmessung erhalten werden. Etwaige Reibungswiderstände zwischen den sich berührenden Flächen des Ringes und der Zylinderwand beim Verschieben des Ringes können leicht durch Zug an z. B. vier über den Ring geschobene Bänder bzw. Schleifen nach der Mitte der Bohrung zu aufgenommen werden. .
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch eine außerordentliche einfache Ausführung und Handhabung aus.
  • Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise' Ausführung der Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt.
  • Abb. i zeigt eine Aufsicht auf die Hauptteile der Meßvorrichtung, Abb. 2 einen Schnitt nach- Linie II-II der Abb. i, Abb. 3 eine Aufsicht auf eine bei der. Meßvorrichtung verwendete Scheibe, Abb. q. einen senkrechten Schnitt durch dieselbe nach Linie IV-IV der Abb. 3, Abb.5 eine Aufsicht auf die Befestigung eines durch DruckElektrizität erzeugenden Teils an der Scheibe und Abb.6 eine schematische Aufsicht auf die ganze Vorrichtung.
  • Abb. 7 und 8 zeigen zwei Druckverteilüngskurven.
  • Eine starke Scheibe a z. B. aus Stahl ist mit einer zylindrischen Bohrung a' versehen, deren. Innendurchmesser dem des Zylinders entspricht; für den der Kolbenring benutzt werden soll. Die Scheibe a hat eine bis zur Bohrung a' reichende Ausnehmung i, in die ein besonderes, aus dem Stoff der Wand hergestelltes, z. B. aus der Scheibe ausgeschnittenes Stück b herausnehmbar so eingesetzt ist, daß seine Innenwand einen Teil der Zylinderwand der Bohrung a' bildet. 'c sind zwei kleine Blöcke aus einem Stoff, der infolge Druck Elektrizität erzeug, z. B. aus Quarz öder Turmalin. Zwischen den beiden Blöcken c ist -eine dünne Kupferplatte J eingeschaltet, und d ist eine Metallplatte Beispielsweise aus Stahl, die als Abstandhalter dient. An dein Stück b ist (s. Abb. 5) -eine Klemmplatte k starr befestigt oder mit ihm aus einem Stück hergestellt. Diese Teile b, k, j, c und d werden durch vier Klemmschrauben e, die durch Flansche a"' der Scheibe a-hindurchgehen, miteinander fest verklemmt.
  • Wie schon erwähnt, wird die Innenwand des beweglichen Teils b so eingestellt, -.daß sie die Innenwand der Bohrung ä' genau ergänzt. Aus später erläuterten Gründen ist die Kraft, mit der- die erwähnten Teile miteinander verbunden sind; so gewählt; daß sie bei weitem größer ist als der Druck des Kolbens auf die Innenwand der Bohrung. Da zwischen der Außenwand der =Klemmbolzen e und der Innenwand der Klemmlöcher in dem Teil k freie Ringräume k' gelassen sind, so wird jeder Druck in Richtung von innen nach außen, d. h. in Richtung des Pfeiles x in Abb. 5, frei auf die. durch Druck Elektrizität erzeugenden Blöcke c - durch die Teile b und k übertragen, während die Stellung dieser Teile zur Wandung der Bohrung a' unverändert bleibt, weil eben die Klemmkraft so groß im Verhältnis zu dem Druck des Kolbenringes gewählt ist, daß sie -nicht durch eine Druckzunahme infolge des Kolbenringes beeinüußt wird. Die Zunahme des Druckes infolge des Kolbenringes beeinflußt jedoch genügend die Blöcke c und die Kupferplatte j, die elektrisch geladen ist; was an einer Anzeigevorrichtung, z. B. an einem Elektrometer, entsprechend dem Werte der Druckzunahme gemessen werden kann.
  • Um den Kolbenring; f in. der Bohrung leichter. handhaben zu können, sind im Abstand einzelne Ringteile h zum Tragen des Ringes an der Unterseite der Scheibe a vorgesehen. Es sind ferner in der Scheibe kleine Ausnehmungen a" in dem Abstand zwischen den Ringteilen lt vorgesehen, durch die Bänder g derart hindurchgeführt werden, daß sie sich uni den Ring legen. Der Zweck dieser Bänder wird weiter unten erläutert.
  • In Abb. 6- stellt- A die Hauptteile . der beschriebenen Vorrichtung dar, während -B einen Elektrometer zum Messen der durch Druck erzeugten Elektrizität zeigt, die. durch die Druckänderung zwischen den Teilen c und y infolge der Zunahme des Druckes auf - die Innenwand des Teils b durch den. Kolbenring erzeugt wird. Die Teile A und B sind elektrisch miteinander verbunden. O ist ein Glasgehäuse mit drei Klemmen, von denen die eine, p, mit der Kupferplatte i durch eine Leitung t und die beiden anderen Klemmen q und r mit den entsprechenden: Polen einer Elektrizitätsquelle m - verbunden sind. l und l' sind die beiden Pole '.des Messers, die entsprechend init rund q verbunden sind, während n eine elastische Metallnadel ist, die an der Klemme p befestigt und normal in der -Mitte zwischen 'den PoIen-L und l' ist, s zeigt eine Gradeinteilung inneihalb des -Gehäuses. -_Das freie Ende der Nadel wird sich aus-seiner neutralen oder -Mittelstellung um. einen Winkel nach rechts, wie dargestellt, entsprechend der Größe des Zuwachses des Kolbenringdruckes, der zu dem Druck zwischen den Teilen c und j hinzukommt, ausbiegen.
  • Die neue Meßvorrichtung arbeitet in folgender Weise Nachdem die Teile b, k, c, i - und d in ihre richtige Stellung in der Scheibe ä gebracht-sind; wird diese auf einem waagerechten Tisch durch Schraubenbolzen, die durch die Löcher w hindurchgehen, befestigt; und es wird ein Kolbenring auf die Ringteile h in die Bohrung a' gelegt und die Kupferplatte i mit dem Elektrizitätsmesser verbunden. Dann werden die Bänder g durchgezogen und-.losgelassen, so daß jede Deformation infolge einer. Reibung zwischen der Innenwand der Bohrung und dem Kolbenring vollkommen ausgeschlossen ist:' Datauf wird das Band gegenüber dem Teil b langsam nach innen gezogen, bis der Kolbenring sich von der Innenwand des Teils b wegbewegt hat. Es tritt dann infolge der Druckänderung in diesem Augenblick eine Abweichung der Nadel in dem Elektrometer ein, die abgelesen wird. Diese Ablesungen sind proportional den Ringdrücken auf den Teil b. Wenn also die Empfindlichkeit des Elektrometers gegeben ist, so kann die Größe des Kolbenringdruckes in dem Punkt, der den Teil b berührt, genau so gemessen werden, als wenn der Kolbenring sich im Arbeitszylinder befinden würde. Es wird darauf der Druck an den verschiedenen Punkten am Umfang des Kolbenringes nacheinander in der beschriebenen Weise gemessen und auf diese Weise die Druckverteilung des Ringes erhalten. Dies geschieht, indem man den Ring nacheinander um bestimmte Stücke dreht und die obige Messung wiederhölt. .
  • Abb.7 und 8 zeigen Diagramme der Verteilung des Druckes von benutzten Kolbenringen, die mit der vorliegenden Meßvorrichtung erhalten sind, und zwar zeigt Abb. 7 das Diagramm eines Kolbenringes, der nach einem bestimmten Verfahren hergestellt ist, während Abb. 8 das Diagramm eines in üblicher Weise hergestellten Ringes zeigt.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCII: Vorrichtung zur Bestimmung der Druckverteilung von Kolbenringen auf dem ganzen Umfang des Ringes durch mehrfaches Verschieben des Ringes gegenüber der Meßvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung aus einer Platte mit einer der. Zylinderbohrung entsprechenden Bohrung und einer mit dieser in Verbindung stehenden Ausnehmung zur Aufnahme eines der Bohrung entsprechenden, mit einem in bekannter Weise zur Druckmessung dienenden Piezoelement verbundenen Bogenstückes (Stempels) besteht, das mit im Verhältnis zum Druck des Kolbenringes großer Klemmkraft derart in seine Ausnehmung eingesetzt ist, daß es zwar den Kolbenringdruck auf das Piezoelement überträgt, dabei aber eine praktisch feste, gegenüber der Bohrung unveränderte Lage behält, so daß kein Teil der Zylinderwand bewegt wird.
DEZ16238D 1926-05-16 1926-08-07 Vorrichtung zur Bestimmung der Druckverteilung von Kolbenringen auf dem ganzen Umfang des Ringes Expired DE568645C (de)

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GB2004726A GB280295A (en) 1926-08-13 1926-08-13 An apparatus for measuring the pressure of a piston ring exerted on the inner wall of a cylinder

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DE568645C true DE568645C (de) 1933-01-25

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