DE567804C - Maschine zum Schleifen, insonderheit torischer Innenflaechen an Ringsegmenten - Google Patents

Maschine zum Schleifen, insonderheit torischer Innenflaechen an Ringsegmenten

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DE567804C
DE567804C DE1930567804D DE567804DD DE567804C DE 567804 C DE567804 C DE 567804C DE 1930567804 D DE1930567804 D DE 1930567804D DE 567804D D DE567804D D DE 567804DD DE 567804 C DE567804 C DE 567804C
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    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B19/00Single-purpose machines or devices for particular grinding operations not covered by any other main group

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf
eine Maschine, mit deren Hilfe kreisringförmige, sogenannte torische Flächen von Ringsegmenten innen oder auch außen geschliffen oder anderweitig bearbeitet werden können.
Es sind an sich bereits Einrichtungen zum Ausschleifen torischer Innenflächen bekanntgeworden, bei denen die torischen Flächen nach Art der üblichen Innenschleifmaschinen mittels eines umlaufenden, von außen durch eine Welle angetriebenen Schleifwerkzeuges bearbeitet werden. Bei diesen bekannten Einrichtungen wird das umlaufende Werkzeug durch eine biegsame Welle angetrieben, die in einem nach dem Radius des auszuschleifenden Kreisringes gebogenen Arm gelagert ist, so daß das Werkzeug bei einer Schwingbewegung des Armes auf einer kreisbogenförmigen Bahn vorgeschoben wird. Die Größe des Ringsegmentzentriwinkels, welcher von dem Werkzeug durchfahren werden kann, hängt nun zwar bei derartigen Einrichtungen nur von der zulässigen Länge des gebogenen Armes ab. Dafür besteht aber der Nachteil, daß das umlaufende Werkzeug in jeder Vorschublage genau um die gekrümmte Achse des Kreisringes rotiert, d. h. stets senkrecht zum Radius des Kreisringes steht. Infolgedessen steht das Werkzeug während seines gesamten Vorschubes lediglich mit einer durch seinen größten Kreis bestimmten, sehr schmalen Ringfläche mit der Innenfläche des Kreisringes in Schleifberührung. Das Werkzeug nutzt sich daher trotz der bei diesen Einrichtungen vorgesehenen Möglichkeit zum Ausgleich der Abnutzung sehr rasch ab.
Bei der Bearbeitung von torischen Innen- · flächen kennt man ferner die Verwendung von Kugeln, die aber bisher lediglich zum Kalibrieren benutzt wurden, indem sie lose durch das Innere des Kreisringes hindurchgeschoben wurden.
Gemäß vorliegender Erfindung wird nun zum Bearbeiten der torischen Flächen ein umlaufendes kugelflächenförmiges Werkzeug benutzt, welches mittels einer geraden, starren Welle angetrieben wird, die in bekannter Weise in kreisende Bewegung mit einstellbarer Exzentrizität versetzt werden kann. Zur Erzielung des notwendigen kreisbogenförmigen Arbeitsvorschubes wird hierbei das Werkstück selbst gegenüber der Werkzeugwelle um seine Achse (senkrecht zur Ringebene) geschwungen. Da die Werkzeugwelle gerade und starr ist, wird zur Erzielung des größten von dem Werkstück durchfahrbaren Ringsegmentzentriwinkels die Lage des Werkzeuges so gewählt, daß das Zentrum der Werkzeugkugelfläche beträchtlich unterhalb des Ringdurchmessers senkrecht zur Schleifspindel liegt und letztere selbst den Innenringbogen tangiert.
Durch die Anwendung einer starren, geraden Antriebswelle für das kugelflächenförmige Werkzeug wird vor allem ermöglicht, eine verhältnismäßig breite Äquatorialzone des Werkzeuges auf ihrer ganzen Ausdehnung zur Schleifberührung mit der torischen Fläche zu bringen, und zwar in einer Weise, daß sich die gesamte wirksame Schleiffläche gleichmäßig abnutzt. Diese Abnutzung geht naturgemäß bei der ίο breiteren Schleif zone langsamer vor sich als bei den bekannten Einrichtungen. Ferner ermöglicht die Anwendung der starren, geraden Antriebswelle eine einfache und kräftige Konstruktion der Schleifeinrichtung, wodurch die Arbeitsgenauigkeit und Einstellfähigkeit der Einrichtung erhöht wird.
Die kreisende Bewegung der Schleifspindel wird am zweckmäßigsten in bekannter Weise durch Doppelexzenter mit Zahnradvorgelegen erreicht, die auch in einfacher, ebenfalls bekannter Weise den Drehantrieb der Schleifspindel in allen Lagen der Exzentrizität gestatten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι im Vertikalschnitt eine Schleifmaschine
zur Bearbeitung von Kreisringkammern gemäß der Erfindung, in
Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt nach der Linie A-B der Fig. 1 dargestellt, welcher den Übertragungsmechanismus und die Einstelleinrichtung für die Exzentrizität des Werkzeuges veranschaulicht.
Fig. 3 zeigt im Horizontalschnitt nach der Linie C-D der Fig. 1 den Antriebsmechanismus des Werkzeuges.
Fig. 4 zeigt im Horizontalschnitt nach der Linie E-F der Fig. 1 die' Lage der Exzenter.
Fig. 5 schließlich stellt eine schematische Skizze zur Veranschaulichung der Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes dar.
Zur Erläuterung der durch die Erfindung erzielten Wirkung ist in Fig. 5 schematisch die Bearbeitung einer Hohlringfläche mittels eines kugelflächenförmigen Schleifwerkzeuges veranschaulicht.
Da eine volle Kugel durch den Raum eines geschlossenen Hohlringes ungehindert durchrollen kann, wäre es theoretisch bzw. kinematisch möglich, mit einer Kugel die volle Ringfläche zu bearbeiten, und zwar sowohl ohne Eigendrehung derselben (wie beim bekannten Kalibrieren), in welchem Falle die Arbeitsvorschubbewegung die einzige Schleifebene ganz bildet, als auch mit einer irgendwie herbeigeführten (Innenmotor) Eigendrehung als Hauptschleifbewegung, der gegenüber die schleifende Wirkung der Arbeitsvorschubbewegung (vom Werkstück oder Werkzeug) völlig in den Hintergrund tritt, jene also mit wesentlich erhöhter Spanwirkung. Nun ist, wie ersichtlich, die Eigendrehung des kugelflächigen Werkzeuges (Schleifbewegung) praktisch nur durch eine von außen eingesetzte Welle möglich, die also die Torusfläche durchdringt und so ihren Bearbeitungsumfang mehr oder weniger beschränkt auf Ringsegmente. Während, wie angedeutet, bei bogenförmigen biegsamen Wellen der Segmentzentriwinkel von der möglichen Größe des Kreisbogenarmes abhängt, wird dieser Winkel bei gerader Antriebswelle von der Lage der Welle und der Kugel gegenüber dem Ringzentrum, und zwar in wesentlich engeren Grenzen, beeinflußt. Erfolgt gemäß beiliegender Skizze der Arbeitsvorschub des Werkstückes durch Schwingung um das Ring-Zentrum im Sinne des Uhrzeigers, so ist eine Bearbeitung des Ringsegmentes in dem Falle, wo die gerade Drehachse durch M geht, überhaupt nicht möglich, da einmal der Innenkranz an die Drehachse (Stellung I, Kugel unten), das andere Mal der Außenkranz (Stellung II, Kugel oben) an sie anstößt. Wandert die Achse parallel zu diesem angenommenen Ringdurchmesser DD nach außen, so ergibt sich der maximale Zentriwinkel des bearbeitungsfähigen Werkstückes aus der in Fig. 5 gezeichneten Lage (Stellung III), wo die Drehachse bei unter dem Ringzentrum M liegender Kugel den Innenkreis des Ringes tangiert. Der Winkel, den .der Radius des Ringes durch das Kugelzentrum mit der Drehachse A so bildet, ergibt sich aus der Gleichung sin a
= -7—— (g = Kugelradius). Die Lage, bis zu der
das Werkstück von dieser Ausgangslage im Arbeitsvorschub geschwenkt werden kann, ergibt
sich aus der Gleichung sin γ = —, , wobei γ der Komplementwinkel zu ß, dem Winkel des Ringradius durch den Schnittpunkt der Drehachse A mit dem Außenringkreis ist. Liegt die Kugel z. B. in der unteren punktierten Lage (Stellung IV), dann ist nur ein ganz kleiner Schwingvorschub möglich, da der Innenkranz sehr bald an die Drehachse A anstößt. Liegt sie im waagerechten Ringdurchmesser (StellungV), so wird der Zentriwinkel maximaler Größe um den Winkel δ verkürzt, denn über die obere Grenzlage (Stellung VI) bzw. ß) hinaus ist ein Vorschub überhaupt unmöglich, da der äußere Ringkranz an die Drehachse anstößt. Die tatsächliche Zentriwinkelgröße wird noch etwas vermindert durch die nicht berücksichtigte unvermeidliche Schleifscheibenspindeldicke.
Durch die Lage des Werkzeuges in bezug auf den Ring wird auch die Breite der zur Schleifwirkung kommenden Äquatorialzone des kugelflächenförmigen Werkzeuges bestimmt. Liegt der Werkzeugmittelpunkt beispielsweise in dem waagerechten Ringdurchmesser (Stellung V), so erfolgt die Berührung lediglich auf. dem in der waagerechten Ebene liegenden Kugelkreis,
weicher senkrecht zur Drehachse/1 steht. Befindet sich aber das Werkzeug etwa in der Stellung III, so erfolgt die Berührung des Werkzeuges mit der Ringfläche auf einem zur Drehachse A geneigten Kreis, welcher in der durch den Werkzeugmittelpunkt gehenden Radialebene des Ringes liegt. Daraus ergibt sich, daß die ganze Kugelzone b, welche durch die Schnittpunkte des Ringradius durch das Kugelzentrum mit dem Kugelumfang bestimmt wird, während einer Umdrehung mit der Ringfläche in Berührung kommt, so daß sich das Werkzeug überall gleichmäßig abnutzt. Die Breite des Werkzeuges darf weder größer noch kleiner als b sein. Im ersten Falle würde nicht die ganze Äquatorialzone abgenutzt bzw. benutzt werden, im zweiten Falle würde der vorderste Innenringkranz noch außer Berührung mit der Werkzeugschleiffläche sein.
Um die unvermeidliche Abnutzung des Werkzeuges auszugleichen, kann das Werkzeug neben der Rotationsbewegung um seine eigene Achse eine kreisende Bewegung um eine zu seiner Drehachse parallele Achse ausführen. WTenn sich das Werkzeug abnutzt, so bekommt es die Form eines spindelförmigen Rotationskörpers, welcher durch die Rotation eines Kreisbogens von weniger als Halbkreislänge um eine Achse entsteht, die in der Ebene des Kreisbogens zwischen diesem und dem Kreismittelpunkt liegt. Es genügt nun, die Exzentrizität der kreisenden Drehachse des spindelförmigen Werkzeuges gleich dem Abstand der Spindelachse von dem Kreismittelpunkt zu machen, damit die von dem Werkzeug während seiner kreisenden Bewegung bestrichene Begrenzungsfläche eine Kugel ist. Auf diese Weise wird mit dem abgenutzten, spindelförmigen Werkzeug dieselbe Wirkung erzielt, wie mit einem genau kugelförmigen Werkzeug ohne jede kreisende Bewegung.
Die zu wählende Exzentrizität des Werkzeuges richtet sich nach der Größe der Abnutzung. Zweckmäßig wird eine Vorrichtung vorgesehen, mit deren Hilfe die Exzentrizität des Werkzeuges während des Ganges der Maschine fein eingestellt werden kann.
Man kann auch von Anfang an mit einem spindelförmigen Werkzeug arbeiten, indem man eine entsprechend große Exzentrizität für die kreisende Bewegung anwendet, um das Werkzeug mit der Ringfläche in Berührung zu bringen. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß das Werkzeug leichter in den Kreisring hineingeschoben werden kann, ohne daß es sich gegen die Wandung desselben stemmt oder die Werkzeugwelle abbricht. Man kann ferner die Exzentrizität derart vergrößern, daß man Ringfiächen auch von außen bearbeiten kann, wobei das Werkzeug bei seiner Umlaufbewegung um das Werkstück herumläuft.
Die kreisbogenförmige Vorschubbewegung des Werkstückes wird dadurch erzielt, daß das Werkstück auf einem Werkzeughalter befestigt wird, welcher um eine zur Werkzeugdrehachse senkrechte, mit der Ringachse zusammenfallende Achse schwingbar ist. Dieser Werkzeughalter ist in geeigneter Weise mit Mitteln zur Vorwärts- und Rückwärtsbewegung und zur seitlichen, gegebenenfalls auch zur vertikalen Verschiebung versehen, damit das Werkstück genau auf das Werkzeug eingerichtet werden kann und Kreisringe von verschiedenen Abmessungen (Durchmessern und Krümmungsradien) bearbeitet werden können.
In der Zeichnung ist beispielsweise eine Schleifmaschine mit einem kugelflächenförmigen Schleifstein zur Bearbeitung von Kreisringkammern veranschaulicht. Jedoch kann die Erfindung natürlich auch bei Fräsmaschinen oder sonstigen Maschinen zur Bearbeitung von Ringkammern, " Ringkolben oder anderen vollen oder hohlen Ringkörpern mittels Schleifsteinen, Fräsern und anderen Werkzeugen von geeigneter Form angewendet werden.
In der Zeichnung bedeutet 1 einen Schleifstein, welcher auf das untere Ende einer lotrechten Welle 2 aufgekeilt ist. Die Welle 2 kann in einer am Kopf des Maschinengestelles 21, 22 senkrecht gelagerten zylindrischen Buchse 3 mittels einer an sich bekannten Einrichtung (Doppelexzenter) um eine zur Buchsenachse mehr oder weniger exzentrische Achse in Umlauf versetzt werden. In der Buchse 3 befinden sich ferner die Zahngetriebe, welche die Drehbewegung einer Antriebswelle 4 auf die Werkzeugwelle 2 übertragen. Die Buchse 3 am Gestell 21 wird nach oben vervollständigt durch einen ringförmigen Körper 49', der irgendwie am Gestell befestigt ist, und eine Haube 3' zum Einsetzen der Getriebeteile 1 in die Buchse 3 von oben. Die drei Teile 3, 40/ und 3' sind durch Körnerschrauben 3" miteinander unverdrehbar und unverschraubbar verbunden. An dem Maschinengestell 21, 22 sind die Antriebsmittel angeordnet, welche zur Bewegung des in der 10g Zeichnung nicht näher dargestellten Werkstückhalters 5 dienen. Dieser ist um einen Zapfen 6 drehbar und fest mit einem Zahn segment 7 verbunden, welches mit einer Zahnstange 8 in Eingriff steht. Die Zahnstange 8 besitzt eine innere Bohrung, in deren Wandung ein schraubenlinienförmiger Führungsschlitz eingeschnitten ist. Ein radialer Stift 9, welcher auf einer in der Bohrung der Zahnstange 8 drehbaren vertikalen Welle 10 befestigt ist, greift in den Führungsschlitz der Zahnstange 8 ein, so daß die Zahnstange bei einer Drehung der Welle 10 in vertikaler Richtung hin und her bewegt werden kann.
Die Welle 10 trägt an ihrem oberen Ende ein Kegelrad 11, welches mit einem zweiten Kegelrade 12 kämmt. Das Kegelrad 12 ist verschieb-
bar, aber nicht drehbar auf einer Welle 13 angeordnet, weiche über ein Kegelräderpaar 14 von einer Welle 15 angetrieben wird. Zwischen dieser Welle 15 und der Antriebswelle 4 ist ein aus Schraubenrädern, Kegel- und Stirnzahnrädern bestehendes Wechselgetriebe eingeschaltet.
Der schwingbare Werkstückhalter 5, 7 sowie
die seine Schwingbewegung veranlassenden Getriebe 8 bis 12 werden von einem Schlitten 16 getragen, welcher auf der Grundplatte 17 des Gestells 21 mittels Schraubengetriebes 18, 19 verschiebbar gelagert ist. Die von den Lagern 20, 2o' der Grundplatte 17 getragene Schraubenspindel 19 ist mit einer Keilnutkupplung für eine Handkurbel ausgerüstet.
Die das Werkzeug 1 tragende, nur bis zur Innenstirnwand des zweiten Exzenters 24 reichende Welle 2 ist exzentrisch in einem um die Achse 31 drehbaren Körper, dem Exzenter 23, gelagert, der seinerseits exzentrisch in einem zweiten Exzenter 24 drehbar gelagert ist, dessen Drehachse die Achse der zylindrischen Buchse 3 am Gestellkopf bildet. In den Umfang der Exzenterscheibe 24 ist eine Ringverzahnung 25 eingeschnitten, mit der ein Ritzel 26 zusammenarbeitet. Das Ritzel 26 wird von einem Ritzel 27 auf einer Welle 28 angetrieben, die durch die Hauptantriebswelle 4 in Drehung versetzt wird. Die Hauptantriebswelle 4 treibt über die Kegelräder 29 eine zur Buchse 3 konzentrische, besondere Welle 30 an, mit welcher natürlich die Werkzeugwelle 2 in ihrer zentrischen Einstellung zusammenfällt. Die Welle 30 treibt die Welle 31 des ersten Exzenters 23 mittels der Zahnräder 32 bzw. 33 am unteren bzw. oberen Ende beider Wellen 30, 2 an, und zwar unabhängig von der Lage, welche der Welle 2 durch Drehung des ersten Exzenters erteilt wird zur Herstellung ihrer Exzentrizität gegenüber der Welle 30.
Der erste Exzenter 23 besitzt zu diesem Zwecke an seinem oberen Ende eine Rundverzahnung 34, welche in ein Innenzahnsegment 35 eines Ringes 36 eingreift. Der Ring 36 ist mit einer die Antriebswelle 30 aufnehmenden Hohlwelle 37 fest verbunden. Die Hohlwelle 37 ist an ihrem oberen Ende mit einem steilgängigen Gewinde 38 versehen. Der zweite Exzenter 24 ist seinerseits fest mit einer zweiten Hohlwelle 39 mittels eines Flansches daran verbunden, welche ein Gewinde 40 trägt. Das Gewinde 40 ist dem Gewinde 38 gleich- oder entgegengesetzt gerichtet und besitzt ebenfalls eine große, im ersteren Falle von der Steigung 38 verschiedene Steigung. Die Gewinde 38 und 40 greifen in entsprechende Innengewinde einer Muffe 41 ein, welche frei drehbar in einer Muffe 42 gelagert ist. Die Muffe 41 erhält nur eine Axialbewegung durch die Muffe 42, welche mittels äußerer Rippen 43 in entsprechenden Längsnuten 44 des Zwischenringes 49' zwischen Buchse 3 und .
Haube 3' unverdrehbar geführt wird. Ein mit Innengewinde . versehener Mutternring 45 arbeitet mit einem entsprechenden Gewinde auf der Muffe 42 zusammen. Der Ring 45 trägt an seinem äußeren Umfang eine Schraubenverzahnung. In diese Schraubenverzahnung des Ringes 45 greift ein in der Zeichnung nicht sichtbares, auf einer Welle 46 festgekeiltes Schraubenrad ein. Die Welle 46 ist "mittels eines in der Zeichnung nicht dargestellten Handhebels drehbar, welcher gegenüber einer Verteilerscheibe 47 dreheinstellbar ist.
Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Einrichtung ist die folgende:
Das Werkstück 48, beispielsweise eine in Fig. ι in zwei verschiedenen Lagen angedeutete Ringkammer, wird auf dem Werkzeughalter 5 befestigt. Die Achse der zu bearbeitenden torischen Fläche muß hierbei mit der Schwingungsachse 6 des Werkzeughalters 5 zusammenfallen. Der Werkzeughalter 5 mit dem Werkstück wird zunächst in seine untere Stellung gebracht. Nunmehr wird das Werkstück 48 mittels des Schlittens 16 und einer in der Zeichnung nicht dargestellten Seiteneinstellvorrichtung derart auf den Schleifstein 1 eingestellt, daß dieser genau in die Mündung der Ringkammer paßt. Um den größtmöglichen Ringsegmentzentriwinkel zu erzielen, ist die Lage des Schleifsteins so gewählt, daß das Zentrum der Schleifsteinkugelfläche beträchtlich unterhalb desjenigen Ringdurchmessers "liegt, welcher senkrecht zur Werkzeugwelle 2 liegt, d. h. der Schleifstein liegt unterhalb der durch die Werkzeughalterachse 6 gelegten Horizontalebene. Jedoch könnte der Schleifstein an sich gegebenenfalls auch in oder über dieser Horizontalebene liegen. Der Schleifstein ι wird nun in Rotation versetzt, wobei seine Achse gegebenenfalls eine kreisende Bewegung ausführt. Währenddessen steigt das auf dem Halter 5 befestigte Werkstück 48 langsam auf einem Kreisbogen in die Höhe, wobei der Schleifstein 1 mehr und mehr in die Ringkammer eindringt, bis die obere Endstellung des Werkstückes (s. Fig. 1) erreicht ist. Sodann schwingt das Werkstück 48 wieder abwärts, wobei der Schleifstein zwecks Entfernung einer stärkeren Materialschicht mit einer größeren Exzentrizität kreisen kann. Hat das Werkstück bei seiner Abwärtsbewegung seine Ausgangsstellung erreicht, so kann der Vorgang wiederholt werden, wobei der Schleifstein 1 gegebenenfalls eine noch größere Exzentrizität erhalten kann. Um die Vergrößerung der Werkzeugexzentrizität automatisch bei jeder Schwingung des Werkstückes oder kontinuierlich während des Arbeitsvorganges zu bewirken, kann man auch einen besonderen Mechanismus vorsehen, welcher z. B. mit Exzenter, Treibstange, Sperrrad und Einschnappriegel oder mit Zahnradgetriebe, Schraube usw. arbeitet.
Der Antrieb für die Schwingungsbewegung des Werkstückes 48 wird von dem feststehenden Maschinenteil 49 über das auf der vierkantigen Welle 13 verschiebbare Ritzel 12 auf den Schlitten 16 übertragen. Durch die Verschiebbarkeit des Ritzels 12 wird erreicht, daß die Antriebsbewegung bei jeder Stellung des Ritzels 12 auf der Welle 13 in einwandfreier Weise übertragen wird.
Die Umlauf bewegung des Werkzeuges 1 geschieht mit Hilfe eines Übertragungsmechanismus, welcher an dem den Exzenter 24 treibenden Ritzel 26 endet. In dem Exzenter 24 ruht der Exzenter 23, welcher seinerseits die Werkzeugwelle 2 trägt. Bei einer Drehung des Exzenters 23 wird demgemäß das Werkzeug mehr oder weniger aus der Mittelachse des Exzenters 24 verschoben. Die Werkzeugwelle 2 kann von der in der Zeichnung dargestellten zentrierten Stellung, bei welcher sich die Exzentrizität des Exzenters 23 in bezug auf den Exzenter 24 und diejenige der Werkzeugwelle 2 in bezug auf den Exzenter 2^ gegenseitig aufheben, bis zu der Stellung, bei welcher der Exzenter 2^ um 180c verschoben ist und die beiden genannten Exzentrizitäten sich summieren, nacheinander verschiedene exzentrische Lagen in bezug auf den Exzenter 24 einnehmen. Entsprechend diesen verschiedenen Lagen wächst allmählich die Entfemung der Werkzeugwelle 2 von der Achse des Exzenters 24. Wird also der Exzenter 24 von dem Ritzel 26 in Drehung versetzt, so beschreibt die Werkzeugwelle 2 einen Zylindermantel, dessen Achse mit der Achse des Exzenters 24 zusammenfällt und dessen Halbmesser sich entsprechend der Winkelstellung des Exzenters 23 in bezug auf den Exzenter 24 ändert.
Die Winkelstellung oder Phase des Exzenters
23 in bezug auf den Exzenter 24 kann während des Maschinenbetriebes mit Hilfe eines feststehenden, außerhalb der Maschine angeordneten Organs eingestellt werden. Hierfür genügt es, dem Hohlstück 36, 37, dessen Innenverzahnung 35 in die Verzahnung 34 des Exzenters 23 eingreift, eine relative Verschiebung oder Phasenverschiebung in bezug auf den Exzenter
24 nebst der Hohlwelle 39 zu erteilen. Diese relative Verschiebung muß jedoch durch eine Bewegung hervorgerufen werden, die von der Umlaufbewegung der genannten Organe unabhängig ist. Hierfür ist die Muffe 41 vorgesehen, welche die obenerwähnte relative Phasenverschiebung durch eine axiale Bewegung hervorruft, während sie selbst die Drehbewegung der genannten Organe mitmacht. Die Muffe 42 nimmt ebenfalls an der axialen Verschiebung teil, dagegen macht sie die Drehbewegung nicht mit. Die Muffe 42 ist also an sich schon ein Organ, mit dessen Hilfe die Phasenverschiebung unabhängig von der gemeinsamen Drehbewegung der beiden Organe, die untereinander axial zu verschieben sind, bewirkt werden kann.
Eine Maschine gemäß der vorliegenden Erfindung ist auch für die Bearbeitung der äußeren Fläche von Ringsegmenten dann geeignet, wenn die Werkzeugspindel in kreisende Bewegung versetzt wird und das Werkstück innerhalb des von der kreisenden Schleifscheibe beschriebenen Kreises liegt.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Maschine zum Schleifen, insonderheit torischer Innenflächen an Ringsegmenten mittels eines von außen mit einer Welle angetriebenen umlaufenden Werkzeuges, dadurch gekennzeichnet, daß — zur Heranziehung einer verhältnismäßig breiten Äquatorialzone des umlaufenden kugelflächenförmigen Werkzeuges bei gleichmäßiger Abnutzung der wirksamen Schleiffläche —■ zum Antrieb der so geformten Schleifscheibe eine gerade starre Welle, die in bekannter Wreise (Doppelexzenter mit Innenantrieb durch Vorgelegewellen) in kreisende Bewegung mit einstellbarer Exzentrizität versetzt werden kann, benutzt wird, der gegenüber zur Erzielung des notwendigen kreisbogenförmigen Aibeitsvorschubes das Werkstück um seine Achse (senkrecht zur Ringebene) geschwungen wird, wobei zur Erzielung des größten Ringsegmentzentriwinkels die Lage des Werkzeuges so zu wählen ist, daß das Zentrum der Werkzeugkugelfiäche beträchtlieh unterhalb des Ringdurchmessers senkrecht zur Schleifspindel liegt und diese selbst den Innenringbogen tangiert.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in bekannter Weise Io° auf einer ortsfesten Welle (13) beim Verschieben des Werkstückschlittens (16) wandernde Antriebsritzel (12) eine Welle (10) antreibt, die mit einem Stift (9) in einen in sich geschlossenen Innenschlitz einer außen 1O5 mit Zahnstange versehenen Muffe (8) eingreift, bei deren Auf- und Abwärtsbewegung ein mit der Zahnstange kämmender Zahnbogen (7) am Werkstückhalter hin und her schwingt.
3. Antriebsvorrichtung der kreisenden Werkzeugwelle der Maschine nach den Ansprüchen ι und 2 mit einem durch Differentialgetriebe verstellbaren Doppelexzenter, dadurch gekennzeichnet, daß das Differen- 11S tialgetriebe aus einem mit dem Exzenter (23) fest verbundenen gezahnten Kranzstück (34) besteht, welches in ein verzahntes Stück (35) eines um die Achse des Exzenters (24) drehbaren Kranzes (36) eingreift, wobei der Exzenter (24) und der Kranz (36) mit Hohlwellen (39 bzw. 37) fest verbunden sind.
welche mit steilgängigen Gewinden (40 bzw. 38) versehen sind, auf welche Gewinde (40 bzw. 38) zwei entsprechende Gewinde einer frei drehbaren Hülse (41) aufgeschraubt sind, welche Hülse (41) durch eine Muffe (42), welche durch ihre in feststehenden Rillen (44) gleitende Rippen (43) an einer Drehung verhindert ist, axial verschiebbar ist, wobei die axiale Verschiebung der Muffe (42) durch einen auf die Muffe (42) aufgeschraubten drehbaren und verzahnten Ring (45) geschieht, in dessen Verzahnung eine Schnecke eingreift, welche mittels einer von Hand betätigten Welle (46) drehbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930567804D 1929-10-03 1930-09-27 Maschine zum Schleifen, insonderheit torischer Innenflaechen an Ringsegmenten Expired DE567804C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN115890359A (zh) * 2023-02-22 2023-04-04 烟台富勒姆刀具有限公司 一种深孔钻头加工设备

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