DE565738C - Kuehlvorrichtung fuer die Ofenkoepfe von Siemens-Martin- und aehnlichen OEfen - Google Patents
Kuehlvorrichtung fuer die Ofenkoepfe von Siemens-Martin- und aehnlichen OEfenInfo
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Description
- Kühlvorrichtung für die Ofenköpfe von Siemens-Martin- und ähnlichen Ofen Um die Lebensdauer der aus feuerfesten Stoffen hergestellten Ofenteile von Siemens-Martin- und ähnlichen Ofen zu verlängern und dadurch Stillstände infolge Ausbesserungen dieser Teile zu vermeiden und gute Verbrennungsverhältnisse durch Aufrechterhaltung der Querschnitte der Luft- und Gaszüge zu sichern, sind verschiedene Einrichtungen und Verfahren zur Kühlung des Ofenmauerwerkes bekanntgeworden.
- Sofern bei diesen kalte Luft oder inerte Gase in den Ofen eingeführt werden, beschränken sich alle bekannten Vorschläge darauf, diese in den einziehenden Ofenteil zu führen.
- Es werden z. B. bei einem dieser Verfahren in Zeiten schwachen Ofenganges zur Vermeidung unnötiger Mauerwerksbeanspruchungen kalte verbrannte Gase wieder in den einziehenden Kopf zurückgeleitet. Bei normaler oder starker Ofenbeanspruchung wird aber auf Kühlung verzichtet.
- Andere Kühlverfahren, die insbesondere während starken Ofenbetriebes durchgeführt werden sollen, leiten der einziehenden Flamme kalte Luft zu, wobei zum Teil Wert darauf gelegt wird, daß die eingeführte Luft möglichst nur als Luftpolster zwischen Flamme und Mauerwerk wirkt. Dabei kann aber nicht verhindert werden, daß die Flammentemperatur und besonders die Strahlungswirkung des Mauerwerkes herabgesetzt wird. Ein Schutz des Abzugskopfes des Ofens bei starkem Ofengang ist aber bei keiner der bekannten Einrichtungen beabsichtigt oder auch nur annähernd erreicht.
- Die Lebensdauer von Siemens-Martin-Ofen ist aber gerade von der Haltbarkeit der Ofenköpfe und diese wieder von der Beanspruchung durch die abziehenden Flammen abhängig. Aus dieser Erkenntnis wird beim Verfahren gemäß vorliegender Erfindung die Kühlung des abziehenden Ofenkopfes, und zwar, da an dieser Stelle eine Rücksichtnahme auf den Verbrennungsvorgang nicht mehr notwendig ist, mittels der besonders wirksamen inerten Gase durchgeführt.
- Das neue Verfahren besteht darin, daß den abziehenden heißen Verbrennungsgasen, bevor diese den Ofenkopf berühren, kalte inerte Gase, d. h. solche Gase, die die feuerfesten Stoffe nicht angreifen, z. B. gereinigte Verbrennungsprodukte, die im wesentlichen aus Kohlensäure und Stickstoff bestehen, zugeführt werden, die eine Temperaturverminderung der abziehenden Gase bewirken und durch ihre inerte Eigenschaft deren zerstörende Wirkung auf das Mauerwerk sowohl der Ofenköpfe als auch der Wärmeaustauschkammern und der Verbindungskanäle vermindern oder ganz beseitigen.
- Durch Verwendung inerter Gase, d. h. unbrennbarer Gase, die keinen Wasserdampf, Sauerstoff oder basischen Staub enthalten, z. B. gasförmige Verbrennungsprodukte, wird jede schädliche Einwirkung auf die feuerfesten Ofenbestandteile vermieden.
- Die Tatsache, daß, im Gegensatz zu den bisher bekannten Verfahren beim vorliegenden Kühlverfahren die Kühlgase nicht in den Flammeneintritt oder an diesem benachbarten Stellen, sondern erst unmittelbar vor dem abziehenden Ofenkopf eingeführt werden, bietet den Vorteil, ohne Behinderung des Arbeitsganges und der Flammenführung die oben beschriebene, in ihrer Wirkung und örtlich weitgehende Kühlung der gesamten, in der abziehenden Richtung gelegenen Ofenteile (Ofenkopf, Kanäle und Regenerativkammern) zu erreichen.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen an Hand eines Siemens-Martin-Ofens schematisch veranschaulicht.
- Abb. i -zeigt eine Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens im Längsschnitt und Abb. 2 eine solche im Grundriß.
- Abb. 3 ist eine Ansicht gegen den Ofenkopf. Es bezeichnet H den Ofenraum. Durch den Kanal L wird Luft und durch den KanaI G Gas in bekannter Weise der Mischkammer zugeführt. Das hier sich bildende Gas-Luft-Gemisch kommt im OfenraumH zur Verbrennung. Erfindungsgemäß sind in dem Trennmauerwerk zwischen dem Luftkanal L und dem Gaskanal G eine Anzahl von Kanälen a vorgesehen, die an der Stirnwand des Trennmauerwerkes (Zunge) ausmünden und durch die ein inertes Gas ausgeblasen wird. Außerdem können im Ofenmauerwerk Kanäle b vorgesehen sein, die in unmittelbarer Nähe derjenigen Stelle, an der die abziehenden heißen Gase aus dem Ofenraum H in den Mischraum M eintreten, münden und aus denen gleichfalls die inerten Gase ausgeblasen werden. Diese Gase bringen die obenerwähnte Kühlwirkung hervor. Die Kanäle a und b stehen durch Rohrleitungen a' und b' mit einer gemeinsamen Leitung c in Verbindung. Um die inerten Gase jeweils nur dem abziehenden Kopf zuzuführen, sind natürlich Absperrvorrichtungen vorgesehen, die miteinander verbunden sind und auch mit den Umsteuerorganen des Ofens gekuppelt sein können. Da die obenerwähnten Kanäle in gleicher Weise auch an dem anderen (nicht gezeichneten) Kopf des Siemens-Martin-Ofens vorgesehen sind, wird mit der Umstellung von Gas und Luft für den Ofenbetrieb durch diese Kupplung auch die Zuführungsrichtung der inerten Gase gewechselt. Die Menge des in die einzelnen Kanäle eingeführten Kühlgases wird vorteilhaft durch Schieber oder Ventile geregelt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: -i. Verfahren zum Kühlen der Ofenköpfe von Siemens-Martin- und ähnlichen Öfen, dadurch gekennzeichnet, daß den abziehenden heißen Verbrennungsgasen, bevor diese in den Ofenkopf gelangen, kalte inerte Gase zugeführt werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Ofenmauerwerk Kanäle (a und b) vorgesehen sind, die in der Nähe der Eintrittsstelle der abziehenden Gase in den Ofenkopf oder im Ofenkopf selbst ausmünden.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Leitung der inerten Gase eingefügten Absperrorgane von der Umsteuervorrichtung des Ofens beeinflußt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET39318D DE565738C (de) | 1931-08-16 | 1931-08-16 | Kuehlvorrichtung fuer die Ofenkoepfe von Siemens-Martin- und aehnlichen OEfen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE565738C true DE565738C (de) | 1932-12-06 |
Family
ID=7560458
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE565738C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1143957B (de) * | 1953-10-30 | 1963-02-21 | Didier Werke Ag | Herdofen, vorzugsweise Siemens-Martin-Ofen |
-
1931
- 1931-08-16 DE DET39318D patent/DE565738C/de not_active Expired
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