DE565653C - Vorrichtung zum sichtbaren Anzeigen des Ruderschlagtempos - Google Patents

Vorrichtung zum sichtbaren Anzeigen des Ruderschlagtempos

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DE565653C
DE565653C DESCH95868D DESC095868D DE565653C DE 565653 C DE565653 C DE 565653C DE SCH95868 D DESCH95868 D DE SCH95868D DE SC095868 D DESC095868 D DE SC095868D DE 565653 C DE565653 C DE 565653C
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contact
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electromagnet
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B69/00Training appliances or apparatus for special sports
    • A63B69/06Training appliances or apparatus for special sports for rowing or sculling
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B71/00Games or sports accessories not covered in groups A63B1/00 - A63B69/00
    • A63B71/06Indicating or scoring devices for games or players, or for other sports activities
    • A63B71/0686Timers, rhythm indicators or pacing apparatus using electric or electronic means

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
3. DEZEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 77a GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. November 1931 ab
Es ist bisher den Ruderern infolge Fehlens einer geeigneten Vorrichtung nicht möglich, bei jedem Ruderschlage sofort das geruderte Schlagtempo zu erkennen. Der Ausdruck S Schlagtempo bedeutet: Wenn beispielsweise der Ruderer alle 2 Sekunden einen Ruderschlag ausführt, so würden das in der Minute dreißig Schläge sein. Er rudert also einen Dreißiger-Schlag. Erfolgt alle I1Z2 Sekunden ein Schlag, so rudert er ein Vierziger-Schlagtempo.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ermöglicht nun dem Schlagmann sowie dem Steuermann, bei jedem Ruderschlage zu erkennen, welches Schlagtempo gerudert wird. Gleichzeitig gibt ein Klingelsignal allen Bootsinsassen das Zeichen zum gemeinsamen, gleichzeitigen Einsetzen der Ruder in das Wasser.
so Die Vorrichtung ist für den Ruderlehrer eine gute Unterstützung bei der Ausbildung für Regatta- oder Stilrudern und gewährleistet das Innehalten eines vom Trainer vorgeschriebenen Schlagtempos. Der Steuermann, welcher durch dauerndes lautes »Hauruck«- oder »Jetzt«-Rufen den Ruderern den gemeinsamen Einsatz der Ruder ins Wasser angab, braucht das nicht mehr zu tun, weil das Klingelsignal an Stelle des Steuermanns erschallt. Der Steuermann kann sich also mehr auf das Steuern des Bootes konzentrieren.
Die Vorrichtung besteht aus dem Kasten 1 (Fig. 1), den Kastenhaltern 2 (Fig. 6) und dem Rollsitzauslöser 3. Der Kasten 1 wird durch die Kastenhalter 2, welche auf die Stemmbrettleiste des Schlagmannes aufgeschoben werden, gehalten (Fig. 1). Der Rollsitzauslöser 3 ist auf der von der Bordwand zur Bordwand gehenden Rollbahnleiste aufgesetzt, und zwar so, daß der Rollsitz beim Vorrollen den Kontaktstab in den Auslöser hineindrückt.
Der Inhalt des Kastens selbst besteht aus dem Birnenbrett (Fig. 4), der Batterie 4, dem Lichtkontakt 5 mit einspuligem Magneten 6, der Klingel 7, dem Uhrwerk mit doppelspuligem Magneten 8, Herzkontakt 9, Kontaktscheibe 10 und Uhrzeiger mit Kontaktberührungsstift 11.
Das Birnenbrett (Fig. 4) ist hochklappbar, hat einen dunklen Kunstlederbezug und die in Fassungen eingelassenen Birnen 12. Für jede Birne ist auf dem Kunstlederbezug das Schlagtempo aufgezeichnet. Zum Schütze der Birnen liegt auf dem Birnenbrett eine Celluloidplatte. An der Unterseite des Birnenbrettes liegt parallel zu den beiden Birnenreihen je eine Stromleiste 13, welche mit Zungen 27 versehen ist und die Verbindung mit dem Bleipunktpol der Birnen herstellt. Die Stromleisten sind mit dem Minuspol der Batterie verbunden. Zwischen den Birnenreihen liegen die KaBeI, welche von den einzelnen Birnen zur Kontaktscheibe des Uhrwerks gehen.
Das Uhrwerk hat eine Zeigerumlaufzeit von 6 Sekunden und ist abstellbar. Auf dem
Uhrwerkrahmen ist die Kontaktscheibe io befestigt, durch deren Mitte die Uhrwerkachse ragt. Auf die Uhrwerkachse ist eine nicht leitfähige Hohlachse aufgeschoben, an deren unterem Teil sich der Herzkontakt 9 (Fig. 3) befindet; am oberen Teil ist der Zeiger mit dem Kontaktberührungsstift 11 (Fig. 2). Die aufgeschobene Zeigerhohlachse steht mit der Uhrachse nur durch eine Reibung in Verbindung, so daß der Zeiger noch mitgedreht, wird, ohne starr mit der Uhrachse verbunden zu sein (wie bei der Stoppuhr). Ferner ist auf dem Uhrwerkrahmen der Herzkontaktauslösungshebel 14 (Fig. 3) befestigt, welcher durch eine schwache Feder 28 vom Herzkontakt abgezogen wird. Der eine Hebelarm liegt dicht vor dem Herzkontakt, der andere Arm vor dem seitlich am Uhrwerk gelagerten doppelspuligen Magneten 8, welcher mit dem Minuspol der Batterie in Verbindung steht.
Dicht über dem Zeiger schwebt ein an einem Metallarm 5 befindlicher Metallring 15 (Fig· 3)· Der Metallarm ist mit dem Pluspol der Batterie verbunden und hat am Ende eine Metallplatte 16, welche über dem einspuligen Magneten 6 schwebt.
Die auf der Scheibe eingelegten Kontakte 17 sind so eingelegt, daß zwei Schlagtempi zu einem vereinigt sind. Um bis auf die Kontaktunterbrechungen keine leeren Stellen in der Kontaktskala zu haben, reichen die vereinigten zwei Schlagtempi so weit, bis das dritte Schlagtempo beginnt. Die Klingel 7 ist mit den beiden Kontaktstiften 18 verbunden, welche zur Unterbrechung des Stromkreises dienen. Wenn der zweispulige Uhrmagnet 8 den Herzkontakthebel 14 anzieht, schließt gleichzeitig eine am Hebel befindliche Blattfeder 19 den Klingelkontakt.
Die Trockenbatterie 4 ist zweiteilig, der
erste Teil hat 3 Volt, der zweite Teil 6 Volt.
An die 3 Volt sind die Birnen und die Klingel angeschlossen, die 6 Volt geben den Strom für die Magnete.
Der Schlagtempoanzeiger arbeitet wie folgt:
Der Ruderer rollt mit dem Rollsitz vor, stößt damit gegen den Gummipuffer 20 (Fig. 7) und drückt den Kontaktstab 21 in das Gehäuse zwischen die darin befindlichen Kontaktfedern 22. Der Kontaktstab, auf dem der erste Stromkontakt 22 dauernd schleift, trifft jetzt auf den mittleren Kontakt (Fig.8) und schließt dadurch den Stromkreis mit dem einspuligen Magneten 6. Der Magnet zieht den über ihm schwebenden Arm 5 an sich; der an dem Arm über dem Zeiger befindliche Ring 15 drückt dadurch den Zeiger 11 auf denjenigen Kontakt, über dem er sich gerade befindet. Der Lichtstromkreis ist nun geschlossen, und die Birne des vom Zeiger berührten Kontaktes zeigt durch Aufflammen das Schlagtempo an.
Durch das weitere Vorrollen des Rollsitzes wird der Kontaktstab weiter in das Gehäuse eingedrückt; der um den Kontaktstab bewegliche Hartgummischieber 23 wird durch den Anschlagstift 24 zwischen den mittleren Kontakt geschoben (Fig. 8). Der Stromkreis zu dem einspuligen Magneten und den Birnen ist unterbrochen, der Magnet läßt den Arm mit dem Ring los, er drückt dadurch nicht mehr auf den 'Zeiger, die Birne erlischt. In dem Zeitpunkt, in dem der Hartgummischieber auf dem mittleren Kontakt liegt, stellt die Spitze des Kontaktstabes die Verbindung mit dem hinteren Kontakt 22 her (Fig. 8). Dadurch wird der Stromkreis mit dem doppelspuligen Uhrmagneten geschlossen. Der Magnet zieht jetzt den Herzkontakthebel 14 (Fig. 3) an, und der Hebel dreht das Herz 9 mit dem Zeiger in die Nullstellung. Die am Herzkontakthebel befindliche Blattfeder 19 wurde gleichzeitig an die beiden Klingelkontaktstifte 18 gezogen und setzt dadurch die Klingel 7 in Tätigkeit.
Der Ruderer rollt jetzt zur Ausführung eines neuen Ruderschlages zurück, durch die Feder 25 wird der Kontaktstab 21 aus dem Gehäuse (Fig. 9) herausgezogen, die Stromkreise sind unterbrochen, und der Zeiger beginnt von - seiner Nullstellung wieder zu laufen. Um beim Zurückfedern des Kontakt-Stabes das -Abstreifen des Hartgummischiebers zu verhüten, befindet sich am Ende des Kontaktstabes ein Anschlag 26 (Fig. 8).

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1oo
    i. Vorrichtung zum sichtbaren Anzeigen des jeweiligen Ruderschlagtempos, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch Uhrwerk angetriebener Zeiger (11) nach beendetem Ruderschlag mit einer zentrisch t<>5 zur Uhrwerkachse unterhalb des Zeigers gelagerten Kontaktscheibe (10) dadurch in Berührung gebracht wird, daß ein durch einen Elektromagneten (6) beeinflußbarer Hebel (16) einen mit diesem verbundenen, ebenfalls konzentrisch zur Uhrwerkachse und oberhalb des Zeigers (11) gelagerten Ring (15) auf den Zeiger (11) drückt und dadurch je nach der Berührungsstelle dieses Zeigers auf der Kontaktscheibe (10) eine bestimmte, das jeweilig erzielte Schlagtempo anzeigende elektrische Lampe (12) aufleuchten läßt.
  2. 2. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeiger (11) mit einem herzförmig gestalteten Aufsatzstüek (9) seiner Drehachse fest
    verbunden und nach Beendigung eines Ruderschlages durch einen in den Herzausschnitt des Aufsatzstückes eingreifenden und von einem zweipoligen Elektromagneten (8) beeinflußbaren Hebel (14) in die Nullstellung zurückdrehbar ist.
  3. 3. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Elektromagnete (6,8) vom vorgerollten Rollsitz durch Eindrücken eines Kontakt-Stabes (20, 21) geschaltet werden.
  4. 4. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (8), welcher den Zeiger in die Nullstellung dreht, gleichzeitig einen Federkontakt (19) schließt, welcher ein Signal (7) für gleichzeitigen Rudereinsatz auslöst.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DESCH95868D 1931-11-03 1931-11-03 Vorrichtung zum sichtbaren Anzeigen des Ruderschlagtempos Expired DE565653C (de)

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