DE563264C - Beeinflussung der Umwandlungsgeschwindigkeit von Aluminium-Zink-Legierungen - Google Patents

Beeinflussung der Umwandlungsgeschwindigkeit von Aluminium-Zink-Legierungen

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DE563264C
DE563264C DEF59093D DEF0059093D DE563264C DE 563264 C DE563264 C DE 563264C DE F59093 D DEF59093 D DE F59093D DE F0059093 D DEF0059093 D DE F0059093D DE 563264 C DE563264 C DE 563264C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • C22C21/10Alloys based on aluminium with zinc as the next major constituent

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Description

  • Beeinflussung der Umwandlungsgeschwindigkeit von Aluminium-Zink-Legierungen Bekanntlich ist man bei der Metallverarbeitung häufig gezwungen, zur Unterdrükkung von Vorgängen, die in festen Metallen stattfinden, das betreffende Metall - schnell über gewisse Temperaturgebiete abzukühlen, eine Maßnahme, die als Abschrecken bekannt ist. Solche Abschreckungen werden angewandt einmal, um eine bei höheren Temperaturen stabile Gleichgewichtslage zu so niederen Temperaturen zu bringen, daß bei diesen dann die Umwandlung in die bei tieferen Temperaturen stabile Form praktisch überhaupt nicht mehr eintritt, wofür das bekannteste Beispiel das Abschrecken des Stahles ist. Das andere Mal führt die Abschrekkung zu Zuständen, die sich zwar noch weiter verändern, aber deren Veränderung sich charakteristisch von den bei normaler Abkühlung eintretenden unterscheiden, wofür als bekanntestes Beispiel die Veredlungsvorgänge bei den sogenannten vergütbaren Legierungen anzuführen sind.
  • Die Geschwindigkeit, mit der die Abkühlung erfolgen muß, um den gewünschten Abschreckeffekt zu erreichen, ist von Fall zu Fall verschieden, muß aber oft so groß gewählt werden, daß nur die wirksamsten Abschreckmittel, vor allem kaltes Wasser, die beabsichtigte Wirkung hervorrufen. Mit so heftiger Abschreckung sind für das Werkstück aber häufig unangenehme Nebenerscheinungen, wie Verziehen usw., verbunden. Andererseits verlaufen die Vorgänge, die bei tieferen Temperaturen zu den erwähnten Vered-Lungen führen, häufig unerwünscht langsam, und ihre Beschleunigung durch erhöhte Temperatur ist nicht .immer erwünscht oder angängig.
  • Alle diese Tatsachen hängen selbstverständlich mit der Geschwindigkeit zusammen, mit der die Vorgänge, die man verhindern oder deren Eintritt man erreichen will, verlaufen. Diese Geschwindigkeiten zu ändern, stand aber bisher als Mittel nur Temperaturänderung zur Verfügung.
  • Es wurde nun gefunden, daß bei Legierungen des Zinks mit Aluminium mit Aluminiumgehalten zwischen 5 und 7o °lo die in solchen Legierungen bei etwa 26o° eintretende Reaktion hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit durch sehr geringe Mengen von Cadmium, Magnesium außerordentlich stark beeinflussen kann. Die notwendigen Zusätze an den genannten Metallen sind so klein, daß das ganze System dadurch praktisch keine Änderung erleidet. Das Verfahren hat bei Spritzgußlegierungen z. B. den Vorteil, daß man den Übelstand des Verziehens, der durch Vorgänge im festen Metall eintritt, weitgehend verhindern kann, indem man einmal die Reaktion so außerordentlich verlangsamt, daß sie praktisch überhaupt nicht mehr in Erscheinung tritt, oder sie so beschleunigt, daß sie bei der Erstarrung bereits vollständig abgelaufen ist. Als Beispiel sei folgendes angeführt: Schreckt man eine Legierung, von etwa So °1o Zink und 2o 91,, Aluminium von Temperaturen über 256° ab, so kann nur durch sehr wirksame Abschreckung die Umwandlung bei 26o° überhaupt vermieden werden. Sie tritt aber selbst bei o° noch reit so erheblicher Geschwindigkeit ein, daß bei Zimmertemperatur nach 2o Minuten die Reaktion bereits praktisch vollständig abgelaufen ist. Setzt man zu dieser Legierung etwa i °/0o Cadmium zu, so braucht der Vorgang bei Zimmertemperatur ungefähr r Stunde, und bei Zusatz von i 010, Magnesium braucht derselbe Vorgang etwa 2 Monate.
  • In der amerikanischen Patentschrift 778 398 sind zwar bereits die Vorteile eines Zusatzes von Magnesium zu aluminiumhaltigen Zink-Kupfer-Legierungen beschrieben. ,Aus dem Inhalt :dieser Patentschrift geht jedoch hervor, daß es sich hierbei im allgemeinen um Legierungen handelt, bei denen die Umwandlung bei 26o° nicht eintritt. Der dort beschriebene Zusatz von Magnesium kann daher die erfindungsgemäße Wirkung der Verzögerung der Vorgänge- im festen Zustand nicht ausüben.
  • Abgesehen von Zusätzen der Legierungskomponenten, die die Umwandlung im festen Zustand unterdrücken, können naturgemäß geringe Zusätze anderer Metalle zu den Aluminium-Zink-Legierungen in an sich bekannter Weise- beilegiert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Beeinflussung der Geschwindigkeit der bei Aluminium-Zink-Legierungen mit 5 bis 70 % Aluminium mit und ohne Zusatz von geringen Mengen anderer Metalle bei etwa 26o° eintretenden Umwandlung, dadurch gekennzeichnet, daß den Legierungen geringe Mengen von Cadmium oder Magnesium zugesetzt werden.
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