DE56246C - Verfahren und Apparat zum Anzeigen und Messen der Phosphorescenz - Google Patents

Verfahren und Apparat zum Anzeigen und Messen der Phosphorescenz

Info

Publication number
DE56246C
DE56246C DENDAT56246D DE56246DA DE56246C DE 56246 C DE56246 C DE 56246C DE NDAT56246 D DENDAT56246 D DE NDAT56246D DE 56246D A DE56246D A DE 56246DA DE 56246 C DE56246 C DE 56246C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosphorescence
scale
pointer mechanism
measuring
perceptible
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT56246D
Other languages
English (en)
Original Assignee
j. RAbinsohn in Grodno, Rufsland
Publication of DE56246C publication Critical patent/DE56246C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J1/00Photometry, e.g. photographic exposure meter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Details Of Measuring And Other Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat zum Anzeigen der Phosphorescenz von Körpern, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dafs die Phosphorescenz des Körpers in einer Sammellinse aufgefangen und dann zerlegt auf eine sehr empfindliche Selenplatte übertragen wird, von der sich die in Wärme umgesetzte Phosphorescenz einer Spiralfeder mittheilt, welche sie in mechanische Arbeit umsetzt, die dem Beobachter dann durch ein Zeigerwerk oder durch ein Mikrophon wahrnehmbar gemacht wird.
Der dem vorliegenden Gegenstande zu Grunde liegende Erfindungsgedanke besteht darin, die Phosphorescenz eines Körpers in thermische Kraft umzusetzen, um sie dann messen bezw. bei sehr schwacher Phosphorescenz überhaupt wahrnehmen zu können.
Der Apparat ist also ein physikalischer, welcher aber für die Praxis von ungemein grofser Wichtigkeit ist, da er zum Auffinden bedeckter oder in der Erde ruhender phosphorescirender Körper benutzt werden kann.
Fast alle Körper der Erde besitzen, wenn einmal dem Licht ausgesetzt gewesen und dann später bedeckt, einen gröfseren oder kleineren Grad von Phosphorescenz, die dann auf den neuen und eigenartigen Apparat wirkt und so die Anwesenheit des phosphorescirenden Körpers anzeigt.
Auf beiliegender Zeichnung ist nun der Phosphorescenzanzeiger im Schnitt dargestellt.
In den durch einen vorstehenden Rand geschützten Boden α eines Kastens K ist eine Sammellinse A eingesetzt und über diese, in einem isolirenden Stoff gebettet, ein Gitterglas B angeordnet, durch welches die von der Linse gesammelte Phosphorescenz des unter letzterem liegenden Körpers X in 1000 und mehr Theile zerlegt wird.
Ueber dem Gitterglas B, in einem Zwischenboden ruhend und durch einen isolirenden Stoff H getrennt, ist parallel zum Gitterglas eine sehr feinfühlige Selenplatte C befestigt, mit welcher eine aus Selen, Gold und Piatina gebildete Spirale D verbunden ist.
Das andere Ende der Spirale D ist mit einem Zeigerwerk E verbunden, welches die Ausdehnung der Spirale kenntlich macht. Aufserdem ist innerhalb des Kastens K noch ein Mikrophon F angeordnet, das durch die Drähte mit einem Telephon verbunden ist.
Dieser Apparat arbeitet nun folgendermafsen:
Setzt man z. B. den Kasten K mit seinem Bodenrand über ein Stück Gold X derart, dafs dem Licht der Zutritt zu letzterem verwehrt ist, so wird die diesem Körper innewohnende Phosphorescenz von der Linse A gesammelt und gegen das Gitter- oder Differenzglas B geworfen.
Dieses 'Gitterglas zertheilt die gesammelte Phosphorescenz in beispielsweise 100 Theile, welche nunmehr durch die Selenplatte C dringen.
Da nun bekanntlich Licht, welches durch ein Hindernifs dringt, Wärme erzeugt, so wird die Selenplatte erwärmt und theilt diese Wärme der mit ihr verbundenen Spirale D mit, welche sich infolge dessen ausdehnt und dadurch das Zeigerwerk bethätigt. Die Phosphorescenz des
Körpers X ist also in Wärme und dann in mechanische Arbeit umgesetzt, welche wiederum durch das Zeigerwerk E auf der Scala sichtbar gemacht ist.
Bei der Ausdehnung der Spirale entsteht aber auch ein Geräusch; dieses wird von dem Mikrophon F aufgefangen und dem Beobachter durch das Telephon vernehmbar gemacht.
Da nun die verschiedenen Körper auch eine verschiedene Phosphorescenz haben, so nimmt der Zeiger des Werkes E für die verschiedenen Stoffe der zur Untersuchung kommenden Körper X auch verschiedene Stellungen auf der Theilung ein. Ist nun die Theilung für' diese verschiedenen Stoffe festgestellt, so zeigt das Zeigerwerk auf derselben auch jedesmal an, aus welchem Stoff der unter dem Apparat sich befindende Körper besteht, wobei es ganz gleichgültig ist, ob dieser Körper von anderen Stoffen bedeckt ist oder nicht.
An Stelle der Spirale kann man natürlich auch jede andere Vorrichtung, wie z. B. dünne gewellte Metallbänder oder Platten, setzen, welche durch Wärme leicht ausgedehnt werden und demnach die bei der Wärmeentwickelung entstehende thermische Arbeit auf das Zeigerwerk übertragen.
Diese Vorrichtungen können beim Messen sehr schwacher Phosphorescenz auch durch eine Magnetnadel ersetzt werden, deren Ausschlag die Gröfse derselben dann anzeigt.
Das bei der Ausdehnuug der Spirale · entstehende Geräusch wird durch das Mikrophon F aufgefangen, so dafs man dasselbe gleichzeitig mit dem Zeigerwerk oder auch an Stelle des Zeigerwerkes anwenden kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Verfahren zum Anzeigen und Messen der Phosphorescenz von Körpern, darin bestehend, dafs man die Phosphorescenz dieses Körpers sammelt, dann möglichst fein zertheilt und darauf durch ein für Wärme sehr empfindliches Hindernifs hindurchgehen läfst, hierdurch die Phosphorescenz in Wärme bezw. Magnetismus umsetzt, die man nun wieder auf einen durch Wärme leicht ausdehnbaren Körper oder den Tnan auf eine Magnetnadel überträgt, zum Zwecke, die in mechanische Arbeit umgesetzte Phosphorescenz mefs- oder doch wahrnehmbar zu machen.
2. Zur Ausübung des unter i. gekennzeichneten Verfahrens ein Apparat, bestehend aus einem Hohlkörper (K), dessen Boden eine Sammellinse (A) enthält, über der ein Gitter- oder Differenzglas (B) mit darüber liegender Selenplatte (C) angeordnet ist, welch letztere dann entweder mit einer Spirale (D), einem dünnen gewellten Band oder einem gleichwerthigen Organ verbunden ist, welches seine Ausdehnung auf ein Zeigerwerk oder direct auf eine Scala überträgt, wobei aber auch ein Mikrophon an Stelle des Zeigerwerkes bezw. der Scala, eventuell gleichzeitig mit dem Zeigerwerk oder der Scala im Innern des Hohlkörpers (K) eingeschlossen werden kann, um das bei der Ausdehnung durch die Wärme entstehende Geräusch wahrnehmbar zu machen, wobei diese Vorrichtungen beim Messen sehr schwacher Phosphorescenz auch durch eine oder mehrere Magnetnadeln ersetzt werden können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT56246D Verfahren und Apparat zum Anzeigen und Messen der Phosphorescenz Expired - Lifetime DE56246C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE56246C true DE56246C (de)

Family

ID=330719

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT56246D Expired - Lifetime DE56246C (de) Verfahren und Apparat zum Anzeigen und Messen der Phosphorescenz

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE56246C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2809227A1 (de) Vorrichtung zur reproduzierbaren messung der festigkeit oder konsistenz oder zaehigkeit eines feststoffes
DE3720625C2 (de)
CH667737A5 (de) Verfahren und geraet zur ortung von rohschaeden mit wenigstens einem mikrophon.
CH617770A5 (de)
CH422383A (de) Schlagprüfeinrichtung
DE56246C (de) Verfahren und Apparat zum Anzeigen und Messen der Phosphorescenz
DE1233170B (de) Vorrichtung zum Ermitteln der sechs Deformationskomponenten in Bauwerken aus Beton
DE870041C (de) Vorrichtung zur Messung mechanischer Verformungen
AT383220B (de) Messwertaufnehmer mit einem piezoelektrischen messelement
DE4411829A1 (de) Verfahren zur Ermittlung von bodenmechanischen Kennwerten und Sonde zur Durchführung der Messung
DE386266C (de) Materialpruefverfahren
DE3330130A1 (de) Reizstromtherapie- und/oder diagnose-geraet
DE938273C (de) Verfahren zum Messen von Druckkraeften
DE446738C (de) Pruefmaschine mit Messvorrichtung
DE815555C (de) Haertepruefer zur Bestimmung der Haertezahl aus der aufgewendeten Belastung
DE367391C (de) Einrichtung zur Bestimmung von Dehnungen und Spannungen fester elastischer Koerper
DE475767C (de) Vorrichtung zum Feststellen der Beschaffenheit, insbesondere des Saeuregehaltes, desMagensaftes
DE64513C (de) Photographischer Expositionsmesser
DE813320C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Pruefen des Rueckfederungsverhaltens von Draehten
AT336909B (de) Einrichtung zur prufung der lagerichtigkeit von bohrungen, frasungen, ausnehmungen, stiften, zentren fur lagerung und dgl.
DE957982C (de) Vorrichtung zum Aufzeichnen der Emdrmgtiefe an Prüflingen bei der Härteprüfung
DE1698211C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Höhe und der Festigkeitseigenschaften des Bodensatzes bei Flüssigkeiten
DE405089C (de) Haertepruefer fuer Metalle, Legierungen o. dgl.
DE1704815U (de) Vorrichtung zur visuellen anzeige oder zur aufzeichnung einer weg - zeitkurve.
DE6939121U (de) Kraftmesser fuer spielzeuge oder demonstrations- und lehrzwecke.