DE56066C - Dampfmaschine mit drei Kolben - Google Patents
Dampfmaschine mit drei KolbenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B17/00—Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
- F01B17/02—Engines
- F01B17/04—Steam engines
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B2170/00—Steam engines, e.g. for locomotives or ships
- F01B2170/04—To-be-deleted with administrative transfer to parent group
- F01B2170/0405—To-be-deleted with administrative transfer to parent group
- F01B2170/0447—Machines with more than one piston in a cylinder and with counter moving pistons
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Die Maschine gegenwärtiger Erfindung besitzt einen in drei Theile getheilten Cylinder
mit drei Kolben, von welchen der mittlere Kolben mit vollem Dampfdruck und Dampfexpansion
und die beiden äufseren mit Condensation bezw. mit ä'ufserem Luftdruck arbeiten.
Der vorn und hinten oifene Dampfcylinder A ist durch zwei Scheidewände B in drei Theile
getheilt, in welchen drei auf einer gemeinsamen Kolbenstange C befestigte Kolben sich hin-
und herbewegen und mit einer Lenkerstange F die Maschinen-Kurbelwelle drehen, durch welche
mit den Kegelrädern D die Steuerwelle E und der Regulator bewegt werden. Auf der Steuerwelle
E sitzen hinter einander zwei Excenter G G1, Fig. 3, 5, 6, 7, 9 und 10, mit welchen
zwei obere und zwei untere Drehschieber für den Dampf-Ein- und Austritt gedreht werden.
Die Drehschieber HH und // sind in den auf und unter dem Cylinder A befindlichen,
vorn und hinten geschlossenen Schiebergehäusen K und L untergebracht. Von diesen
ist K durch die weiter hinaufgeführten Scheidewände B des Cylinders A in drei Theile
getheilt, während das untere Drehschiebergehäuse L durch eine mittlere Scheidewand L1
in zwei Theile getheilt ist. Die auf je einer gemeinschaftlichen Welle sitzenden Drehschieber
HH und // werden von den Excentern G G1 aus unter Vermittelung der Zahnstangen
S S' und der auf ihren Wellen sitzenden Zahnräder .R R1 bethätigt.
Beim Anfange des Maschinenganges mögen die Kolben und Drehschieber sich in den in
Fig. 4 gezeichneten Stellungen befinden. Der durch das Einströmungsrohr M kommende
Maschinendampf tritt alsdann durch den oberen hinteren Drehschieber H und Kanal N1 hinter
den mittleren Kolben und schiebt diesen vorwärts, wobei der obere vordere und der untere
hintere Drehschieber die betreffenden Kanäle der mittleren Cylinderabtheilung geschlossen
halten, während der untere vordere Schieber die mittlere mit der vorderen Cylinderabtheilung
verbindet. Die Maschine treibt hierbei die Excenter G und G1 in der in Fig. 9 angedeuteten
Pfeilrichtung um, welche, wie ersichtlich, im Begriffe sind, die vorbeschriebene
Einstellung der Drehschieber vorzunehmen.
Gelangt jetzt der Daumen W3 des Excenters G an den unteren Daumen W, Fig. 10,
so veranlafst er durch die Zahnstange S und das Zahnrad R den oberen hinteren Drehschieber
den Kanal N1 und somit den Dampfzutritt hinter dem Kolben abzusperren. Dies
geschieht, bevor noch der mittlere Kolben seinen Hub vollendet hat, weshalb der Dampf
jetzt nur noch als Expansionsdampf arbeitet, wobei das Excenter G1 den unteren vorderen
Schieber noch in seiner Stellung beläfst.
Beim ersten Kolbengang nach Inbetriebsetzung der Maschine wird keine weitere Wirkung
von dem Dampfe ausgeübt. Angenommen aber, es sei der beschriebene bereits der zweite
Kolbengang, so wird beim Verschieben des mittleren Kolbens der vorhin expandirte Dampf
vor dem Kolben hinter den Kolben der vorderen Cylinderabtheilung gedrückt. Gleichzeitig
wird die vordere Cylinderabtheilung hinter ihren Kolben durch den Schieber P
und das Rohr Q bezw. auch durch den unteren vorderen Schieber und das Rohr Q * mit
einem bezw. zwei Condensatoren verbunden, welche den auf einen sehr geringen Atmosphärendruck
herabgeminderten Expansionsdampf condensiren.
Nachdem der mittlere Kolben bis ans Ende seines Hubes gekommen ist, haben die Excenter
die in Fig. 11 angedeuteten Stellungen
eingenommen, wobei der obere hintere und untere vordere Drehschieber die Kanäle N1
und P1 absperren, während jetzt der obere vordere Schieber den Dampf vor den mittleren
Kolben eintreten läfst und der untere hintere Schieber den expandirten gebrauchten Dampf
vor den Kolben der hinteren Cylinderabtheilung gelangen läfst, welche gleichzeitig durch die
Rohre QJ Q2 mit den Condensatoren verbunden
wird.
Jetzt wirkt auf den mittleren zurückgehenden Kolben der volle Maschinendampf, während
aufserdem in gleicher Richtung der äufsere Atmosphärendruck den vorderen Kolben in
den durch die Condensation entstandenen luftverdünnten Raum der vorderen Cylinderabtheilung
mit gewisser Kraft hineindrücken kann. Nachdem der mittlere Kolben bis an eine gewisse Grenze seines Hubes gekommen
ist, wird, wie vorhin beschrieben, der Maschiriendampf abgesperrt, und es beginnt wieder
die Dampfexpansion in der mittleren Cylinderabtheilung, bis der Kolben am Ende seines
Hubes angekommen ist. Hierauf erfolgt die Drehschieber-Umsteuerung, der mittlere Kolben
geht wieder mit Maschinendampf vorwärts, während jetzt der hintere Kolben durch Atmosphärendruck
vorgeschoben wird. Danach wiederholt sich das Spiel stets von neuem.
Was die besondere Einrichtung der Excenter G G1 anlangt, so haben sie je eine aus
einem kleineren und einem gröfseren Halbkreis bestehende Excenterscheibe und einen Excenterring
mit zwei nach innen stehenden gabelförmigen Daumenpaaren W, welche auf der
Excenterscheibe gleiten. Das Excenter für den Zulafs , und die Absperrung des Maschinendampfes
besitzt aufserdem noch einen am Umfange der Excenterscheibe verstellbaren Daumen
Ws, durch den die Absperrung des Dampfes für die Expansionswirkung besorgt
wird. Je nach seiner Stellung auf der Scheibe tritt die Expansionsthätigkeit früher oder später
ein.
Der Regulator wird von der Steuerwelle E durch konische Räder angetrieben. Auf der
senkrechten Achse des Regulators sitzt mit Keil und Nuth ein schräger Cylinder T, welcher
die auf- und abgehenden Bewegungen des Regulators mitmacht, wodurch er mit der ihn umfassenden Stange U den Drosselschieber
V in dem Dampfeinströmungsrohr M je nach der Geschwindigkeit der Maschine verschiebt,
also den Dampfeintritt regelt.
Der Condensator, Fig. 8, besteht aus einem viereckigen Kasten, in welchen von oben der
Abdampf aus dem Cylinder und von unten das Kühlwasser einströmt. Letzteres steigt in
dem durchlochten Rohr X und an den durchlochten Seitenwänden Y hoch und tritt durch
die Löcher als feiner Sprühregen in den Condensator , während das Condensationswasser
durch Rohr Z abfliefst.
Claims (2)
- Patent-An sp rüche:ι . Eine Dampfmaschine mit einem durch zwei Scheidewände in drei Räume getheilten und mit drei Kolben arbeitenden Dampfcylinder, in'welchem der mittlere Kolben mit Kessel- und Expansionsdampfdruck, die beiden äufseren Kolben unter sich abwechselnd mit Condensation und Atmosphärendruck dadurch arbeiten, dafs in den " oben und unten am Cylinder angebrachten Gehäusen K und L gleitende Drehschieber HH und //in Verbindung mit Excentern G G l stehen, welche den rechtzeitigen Zulafs und die Absperrung des Kesseldampfes sowie das Oeffnen und Schliefsen der Verbindungen zwischen den drei Cylinderabtheilungen und dem Condensator bezw. den Condensatoren in der Weise regeln, dafs der mittlere Kolben im ersten Theil seines Hubes Kesseldampfdruck und im letzten Theil Expansionsdampfdruck erhält, wobei der expandirte Dampf nach seiner Ausnutzung aus der mittleren in eine der anderen Cylinderabtheilungen übertritt und durch seine hier erfolgende Condensation die äufsere Atmosphäre eine Druckwirkung auf einen der äufseren Kolben ausüben läfst.
- 2. Bei der durch Anspruch i. gekennzeichneten Einrichtung die Construction des Excenters G1, dessen äufserer Ring mit seinen Gabeln W1 auf dem Rande der inneren Excenterscheibe gleitet und mittelst der gerade geführten Zahnstange S1 und des Zahnrades Rl die Drehschieber / bethätigt, während das sonst gleich gebildete Excenter G zur Umsteuerung der Drehschieber H für die rechtzeitige Absperrung des Maschinendampfes von der mittleren Cylinderabtheilung noch einen vorspringenden, auf der Excenterscheibe verstellbaren Daumen W3 besitzt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56066C true DE56066C (de) |
Family
ID=330552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56066D Expired - Lifetime DE56066C (de) | Dampfmaschine mit drei Kolben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56066C (de) |
-
0
- DE DENDAT56066D patent/DE56066C/de not_active Expired - Lifetime
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