DE559740C - Schnellschlussabschlammventil mit einem unter Federdruck stehenden Rueckschlagkegel - Google Patents

Schnellschlussabschlammventil mit einem unter Federdruck stehenden Rueckschlagkegel

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DE559740C
DE559740C DEG79337D DEG0079337D DE559740C DE 559740 C DE559740 C DE 559740C DE G79337 D DEG79337 D DE G79337D DE G0079337 D DEG0079337 D DE G0079337D DE 559740 C DE559740 C DE 559740C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B37/00Component parts or details of steam boilers
    • F22B37/02Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
    • F22B37/48Devices or arrangements for removing water, minerals or sludge from boilers ; Arrangement of cleaning apparatus in boilers; Combinations thereof with boilers
    • F22B37/54De-sludging or blow-down devices
    • F22B37/545Valves specially adapted therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

Zum Abschlämmen von Dampfkesseln werden in neuerer Zeit hauptsächlich Schnellschlußrückschlagventile verwendet, da diese ein bequemes und ^kurzzeitiges Abschlämmen vom Heizerstande aus durch Tritt mit dem Fuß oder durch Zug· an einer Handkette ermöglichen.
Bei diesen Schnellschlußventilen wird der Abschluß durch den auf einen Rückschlagkegel wirkenden Druck des Kesselwassers erzeugt. Dieser Schließdruck genügt aber, wie die Praxis gezeigt hat, häufig nicht, um einen dichten Abschluß des Ventilkegels zu erzielen. Besonders leicht werden solche Ventile dann undicht, wenn der Kessel nur unter geringem Druck steht, z. B. nachts bei gedämpftem Feuer. Auch kommt es bei derartigen Abschlammventilen leicht einmal vor, daß sich zwischen Sitz und Kegel harte Kesselsteinscherben einklemmen, die dann durch, den nur unter Kesseldruck stehenden Kegel nicht zerquetscht werden können, so daß das Ventil überhaupt nicht abschließt und 'gefährliche Wasserverluste entstehen können. Eine weitere Gefahr besteht bei solchen Rückschlagventilen darin, daß sich bei drucklosem Kessel das Ventil öffnet, wenn in der Austrittsleitung etwa durch das Abschlämmen eines benachbarten Kessels ein Druck entsteht. Da hierdurch schwere Unglücksfälle eintreten können, schreiben die Kesselbehörden vor, daß vor jedes Schnellschluß ventil noch ein Spindelventil geschaltet werden muß. Es bestehen also ganz erhebliche Nachteile dieser Schnellschlußventile gegenüber Spindelventilen (Niederschraubventilen). Bei letzteren läßt sich durch die Gewindespindel ein wesentlich, stärkerer Schließdruck erzielen, und es dichten deshalb derartige Niederschraubventile im allgemeinen besser ab. Diese Spindelventile können auch nicht durch Rückdruck geöffnet werden. Da aber das Aufundniederschrauben der Giewindespindel längere Zeit erfordert, so sind die Niederschraubventile weniger für das Abschlämmen geeignet.
Man hat nun versucht, den dichten Abschluß des Niederschraubventils auch bei Schnellschlußventilen dadurch zu erzielen, daß man Federn vorgesehen hat, welche die Schließkraft erhöhen sollen. Die Schließkraft solcher Federn ist aber ebenfalls nicht ausreichend. Eine 'entsprechend kräftige Feder würde außerdem das Betätigen des Ventils zu sehr erschweren.
Durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung werden nun die Nachteile der bekannten Schnellschlußventile vermieden und unter Beibehaltung der leichten Betätigung ein dichter Abschluß erzielt. Diese Wirkung wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß die an sich bekannte Schließfeder nicht unmittelbar auf den Kegel wirkt, sondern auf das Scheitelgelenk eines Kniehebels, dessen einer Arm sich gegen das Gehäuse abstützt und dessen anderer Arm die Kraft der Feder um ein Vielfaches erhöht auf den Kegel überträgt und denselben schließt. Bei geschlos-
senem Ventil ist der Kniehebel dann nahezu geradegestreckt, so daß im Augenblick des Schließens die größte Schließkraft erzielt wird. Bei entsprechender Wahl der Kniehebelstreckung und der Länge der Kniehebelarme läßt sich mit einer verhältnismäßig schwachen Feder ein ganz erheblicher Schließdruck erzielen, so daß sich sogar die Schließkraft der Niederschraubventile übertreffen ίο läßt. Gleichzeitig wird durch diese Kniehebelanordnung· ein Feststellen der Ventilspindel erzielt, so daß der Kegel sich nicht mehr, so wie es bei gewöhnlichen Schnellschlußventilen der Fall ist, durch Rückdruck öffnen kann. Diese Eigenschaft der Kniehebelanordnung ist besonders dann wichtig, wenn mehrere Kessel an eine gemeinsame Abschlammleitung angeschlossen sind. Wird dann einer dieser Kessel gereinigt, so könnte bei einem Schnellschlußventil der bisher bekannten Bauarten beim Abschlämmen eines benachbarten Kessels das heiße Schlammwasser das Rückschlagventil öffnen und in den Kessel hineinströmen. Dieses wäre natürlich für das Bedienungspersonal mit größten Gefahren verbunden. Eine Verhütung solcher Unglücksfälle ist auch nicht durch das von den Kesselbehörden vorgeschriebene vorzuschaltende Spindelventil möglich, da dasselbe nicht in Wirkung tritt, wenn das Absperren vom Personal vergessen wird. Bei der erflndungsgemäßen Kniehebelanordnung ist ein solches Vergessen unmöglich, da der Kniehebel nach jedesmaligem Betätigen selbsttätig das Feststellen der Ventilspindel bewirkt.
Die Abb. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. In dem Ventilgehäuse α ist ein als Rückschlagventil wirkender Kegel b angeordnet, der gegen den Kesseldruck öffnet. Die Spindeln dieses Ventilkegels ist mit dem Kniehebelpaard und e durch das Gelenk/ verbunden. Das Gelenk g" des Kniehebels ist an dem Gehäuse befestigt. Der Schließdruck wird durch die Feder h erzeugt, welche auf den Scheitel des mittleren Gelenks I des Kniehebelpaares drückt. Bei geschlossenem Ventil ist der Kniehebel nahezu geradegestreckt, so daß der Druck der Feder h um ein Vielfaches verstärkt auf die Ventilspindel bei / wirkt und zusammen mit dem Kesseldruck den Kegel zwangsläufig gegen seinen Sitz preßt. Bei der fast geraden Streckung des Kniehebelgelenks ist naturgemäß ein Öffnen des Ventils durch senkrechten Druck von oben, wie dieser durch Rückströmen des Kesselwassers entstehen könnte, so gut wie unmöglich. Durch den Betätigungshebel k läßt sich bei der erfindungsgemäßen Anordnung desselben dagegen das Öffnen leicht und in bequemer Weise bewirken.
Dieser Betätigungshebel k wird in üblicher Weise durch Tritt mit dem Fuß oder Zug an einer Handkette niedergedrückt. Da er bei diesem Ausführungsbeispiel erfindungsgemäß mit einem der Kniehebel fest verbunden ist, wird beim Öffnen der Kniehebel ausgeknickt, so daß der Öffnungswiderstand nicht größer ist als bei einem normalen Schnellschlußventil, welches gegen den Kesseldruck und gegen den Druck einer Feder öffnen muß.
Abb. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Ebenso wie in Abb. 1 stellt α das Ventilgehäuse und b den Ventilkegel, c die Ventilspindel und d, ß das Kniehebelpaar dar. Die Federh bewirkt, wie bei dem Beispiel Abb. 1, durch den gestreckten Kniehebel den Schluß des Ventils. Der Betätigungshebel k ist jedoch bei diesem Ausführungsbeispiel nicht mit dem Kniehebelgestänge verbunden, sondern erfindungsgemäß getrennt davon angeordnet. Wie aus der Abbildung ersichtlich, ist der Hebelk in dem Bolzen/ drehbar gelagert und drückt mit dem Zapfen/n auf eine Muffe«, welche mit der Ventilspindeln fest verbunden ist. Es würde nun nicht ohne weiteres möglich sein, durch diesen Hebel k das Ventil zu öffnen, da der gestreckte Kniehebel, welcher durch den Federdruck gehalten wird, den Ventilkegel feststellt. Um nun aber trotzdem ein leichtes Öffnen des Ventils zu ermöglichen, ist erfindungsgemäß der Hebel k mit einem Ansatz ο versehen, welcher gegen die Feder h drückt. Dieser Ansatz ο ist so bemessen, daß bei geschlossenem Ventil die Feder h den Zapfen m des Hebelsk etwas von der Muffe« abhebt. Wird nun der Hebel k heruntergedrückt, so schiebt erst der Ansatz 0 die Feder h etwas zurück, bevor sich der Zapfentn auf die Muffe« auflegt. Durch dieses Wegdrücken der Feder h wird der Kniehebel entlastet und kann dann leicht beiseitegedrückt werden. Beim weiteren Herunterdrücken des Hebels k wird die Feder h immer weiter zurückgedrückt, so daß sie während des ganzen Öffnungshubes nicht auf das Kniehebelgestänge wirkt. Das Öffnen kann also ohne größere Kxaftanstrengung wie bei einem normalen .Schnellschlußventil erfolgen. Beim Schließen des Ventils drückt die Feder h den Hebel k wieder nach oben, bis die Feder h gegen die Kniehebel anliegt. Erst beim Schließen des Ventils tritt also der .Kniehebel in Tätigkeit. Entgegen dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 werden die Gelenke der Kniehebel nur auf Druck beanspracht; sie sind also nicht als Zuggelenke ausgebildet. Der Seitendruck des Kniehebelgestänges wird bei den Ausführungsbeispielen nach den Abb. 1 und 2 von einer besonderen Gleitbahn/" und einer an der Muffe« vorgesehenen Druckplatte/? aufgehoben, welche mit radialem Spiel auf der Spindel befestigt
ist. Es kann also ein Seitendruck auf den eigentlichen Kegel nicht ausgeübt werden. Abb. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei welchem die Hebelanordnung mit derjenigen nach Abb. 2 übereinstimmt. Der Ausgleich des Seitendruckes erfolgt aber nicht durch ein besonderes Gleitstück, sondern das Gelenk des Kniehebels legt sich, ohne irgendein Zwischenglied gegen die Gleitbahn r.
ίο Bei Abnutzung der Kniehebelgelenke könnte unter Umständen der Kniehebel durch die
- Feder h vollständig geradegestreckt werden.
Bei der Ausführung nach den Abb. 2 und 3, bei welcher der Betätigungshebel unmittelbar auf die Ventilspindel wirkt, würde hierdurch, ein Öffnen des Ventils unmöglich gemacht werden, da der vollständig geradegestreckte Kniehebel auch nach Entlastung vom Federdruck nicht durch senkrechten Druck ausge-
ao knickt werden kann. Um eine derartige Störung zu verhindern, ist erfindungsgemäß an der Gleitbahn r ein Ansatz q vorgesehen, welcher als Anschlag dient und ein vollständiges Geradestrecken des Kniehebels auch bei größerer Abnutzung der Gelenke unmöglich macht.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Schnellschlußabschlammventil mit einem unter Federdruck stehenden- Rückschlagkegel, der durch einen Hebel geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzeugen eines zusätzlichen Schließdruckes ein in seinem Scheitelgelenk (/) durch eine Feder (Ä) belasteter Kniehebel (e, d) vorgesehen ist, der derart an ein am Ventilgehäuse festliegendes Gelenk (g) und an die Ventilspindel (c) angelenkt ist, daß seine Arme (e, d) in der Schlußstellung des Ventilkegels (b) nahezu geradegestreckt sind.
  2. 2. Abschlammventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme des vom Kniehebel (e,d) ausgeübten, senkrecht zur Ventilspindelachse gerichteten Druckes eine Gleitbahn (/·) ' vorgesehen ist, gegen die das an der Ventilspindel angreifende Gelenk (/) des Kniehebels unmittelbar oder über ein Zwischenstück abgestützt ist.
  3. 3. Abschlammventil nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel des Ventils mit dem Kniehebel (e, d) verbunden ist, dessen am Gehäuse angelenkter Arm (d) hierzu einen weiteren Arm (k) aufweist.
  4. 4. Abschlammventil nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der am Ventilgehäuse gelagerte Betätigungshebel (k) unmittelbar an die Ventilspindel (c) angreift und einen beim Öffnen mit der festen Muffe (n) der Ventilspindel (c) zusammenwirkenden Zapfen (m) aufweist sowie eine gegen die Feder (h) anliegende Nase (e) besitzt, die derart bemessen ist, daß bei geschlossenem Ventil (b) die Feder (A) den Zapfen (m) des Betätigungshebels (k) etwas von der Muffe (n) anhebt.
  5. 5. Abschlammventil nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die äußerste Stellung des Kniehebels (e,d) durch einen Anschlag (q) an der Gleitbahn (r) begrenzt wird, so daß der Kniehebel nicht vollständig in die gerade Lage gestreckt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEG79337D 1931-03-31 1931-03-31 Schnellschlussabschlammventil mit einem unter Federdruck stehenden Rueckschlagkegel Expired DE559740C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1173753B (de) * 1959-02-20 1964-07-09 Cameron Iron Works Inc UEberdrucksicherung
DE2641357A1 (de) * 1976-09-14 1978-03-16 Wolff Armaturen Durchgangsventil mit schnellausloesung

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DE1173753B (de) * 1959-02-20 1964-07-09 Cameron Iron Works Inc UEberdrucksicherung
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