DE5596C - Verfahren zur Verbindung von nicht schweifsbarem Gufsstahl mit schmiedbarem Eisengufs, behufs Herstellung von Schneidewerkzeugen - Google Patents

Verfahren zur Verbindung von nicht schweifsbarem Gufsstahl mit schmiedbarem Eisengufs, behufs Herstellung von Schneidewerkzeugen

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D. A. LUDEWIG, Fabrikant, in Elberfeld
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    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
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Description

1878.
Klasse
DIEDR. AUGUST LUDEWIG in ELBERFELD.
Verfahren zur Verbindung von nicht schweißbarem Gursstahi mit schmiedbarem Eisengufs behufs Herstellung von Schneidewerkzeugen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. September 1878 ab.
Während kleinere Schneidewerkzeuge, Grabstichel, Meifsel für Holzbildhauerei u. dergl. aus nicht schweifsbarem Gufsstahl, der sich durch Härte, Feinheit des Schnittes und Widerstandsfähigkeit vorzüglich empfiehlt, angefertigt werden, kann bei den gröfseren Schneidewerkzeugen, Hobeleisen, Stemmeisen, Scheeren aller Art, Werkzeugen für Zimmerleute und Böttcher und sonstigen dahin einschlagenden Artikeln dieser Stahl nicht wohl verwendet werden, weil einerseits der hohe Preis desselben, andererseits die grofse Schwierigkeit des Schleifens der Verwendung entgegenstehen. Man verwendet deshalb bei fast allen gröfseren Schneidewerkzeugen rafnnirten Stahl oder schweifsbaren Gufsstahl, welchem, alle Vorzüge des nicht schweifsbaren Gufsstahls abgehen, indem man denselben mit Schmiedeisen durch Schweifsen in Verbindung bringt.
Es gelang dem Erfinder, verschiedene Werkzeuge von Gufsstahl, trotz der Zähigkeit des Metalles, direct aus dem Gusse faconnirt darzustellen, die an Dichtigkeit und Schneidedauer nichts zu wünschen übrig liefsen. Es stellte sich jedoch heraus, dafs, weil die ganze Schneide des Werkzeuges gleiche Härte hatte, das Anschleifen derselben dem Arbeiter viel zu grofse Schwierigkeiten darbot. Es lag nun nahe, die Vereinigung einer Platte von nicht schweifsbarem Gufsstahl mit schmiedbarem Gufseisen durch Löthen zu bewirken; aber das Loth, von den Seiten angebracht, drang nur wenige Linien breit zwischen die zu vereinigenden Flächen, und eine dünne Platte leichtflüssigen Metalles, welche zwischen diese Flächen gelegt wurde, zog sich beim Schmelzen theilweise zusammen, so dafs die Verbindung beider Platten · durch Lücken unterbrochen war.
Ein zum Ziele führendes Verfahren, z. B. zur Darstellung eines Hobeleisens, ist jedoch folgendes.
Der Körper des Hobeleisens, welcher an entsprechenden Stellen mit kleinen hervorstehenden Zacken versehen ist, wird durch Eisengufs hergestellt und durch anhaltendes Temperiren zu einer solchen Weichheit gebracht, dafs er sich mit Leichtigkeit bearbeiten läfst und ein späteres Glühen und Ablöschen keine Veränderung der Härte desselben hervorbringen kann. Hierauf wird die Stelle, welche mit der Stahlplatte in Verbindung kommen soll, blank gefeilt und ebenso, wie die entsprechende Fläche der Stahlplatte, mit Salzsäure abgebeizt. Dann werden beide Flächen mit Borax und gestofsenem Glase, nafs aufgetragen, versehen; die an dem Gufseisen hervorstehenden Zacken werden über die aufgelegte Stahlplatte umgenietet und das so vorbereitete Werkzeug in einen Tiegel voll leichtflüssigen Neusilber oder leichtflüssigen Messing senkrecht eingetaucht. Der nach oben wirkende Druck des flüssigen Metalles drängt letzteres mit grofser Gewalt in Form einer dünnen Schicht zwischen die beiden zu vereinigenden Flächen und verbindet dieselben in solidester Weise.
Hierauf erfolgt die Fertigstellung des Werkzeuges durch Feilen, Härten, Anlassen und Schleifen, wie gewöhnlich.
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