DE55922C - Verfahren der Behandlung von Kokspulver zur Erhöhung seiner Entfärbungskraft - Google Patents

Verfahren der Behandlung von Kokspulver zur Erhöhung seiner Entfärbungskraft

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DE55922C
DE55922C DENDAT55922D DE55922DA DE55922C DE 55922 C DE55922 C DE 55922C DE NDAT55922 D DENDAT55922 D DE NDAT55922D DE 55922D A DE55922D A DE 55922DA DE 55922 C DE55922 C DE 55922C
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Germany
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coke
water
alkalis
alkali
melting
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DENDAT55922D
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H. KOCH in Halle a. S., Magdeburgerstrafse 51
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/342Preparation characterised by non-gaseous activating agents
    • C01B32/348Metallic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.

Claims (2)

  1. KAISERLICHES
    PATENTAMT
    PATENTSCHRIFT
    KLASSE j3@: Zucker- und Stärkefabrikation.
    Es ist schon wiederholt versucht worden, Koks durch Kochen mit Natronlauge oder Behandeln mit Salzsäure oder anderen Mitteln zum Reinigen schmutziger und gefärbter Flüssigkeiten oder zum- Schönen von Paraffin u. dergl. geeignet ■ zu machen, jedoch ohne genügenden Erfolg.
    Dem Patentinhaber nun ist es gelungen, das Kokspulver so zu erhalten, dafs es selbst bekannte Entfärbungs- und Reinigungsmittel übertrifft, und. zwar durch Schmelzen mit Alkalien bei Kirschrothgluth. Geschmolzen, also wasserfrei und höchst concentrirt, beseitigen die Alkalien alle die Oberfläche des Kohlenstoffs im Koks bedeckenden Bestandteile, welche sein Entfärbungsvermögen beeinträchtigen. Dadurch, dafs der gepulverte Koks in dem schmelzenden Alkali eine Zeit lang suspendirt erhalten wird, wird er,· abgesehen davon, dafs er ganz gereinigt wird,. voluminöser, erhält eine gröfsere Oberfläche, welche bekanntlich seine Eigenschaft, färbende oder verunreinigende Bestandtheile anzuziehen, steigert. Gewöhnlicher grober oder gepulverter Koks dient bekanntlich schon vielfach zum Klären von Wasserleitungswässern, Gruben- und Fabrikwässern; er bildet hierbei aber nur ein einfaches Filter, in welchem die im Wasser umherschwimmenden Schmutzflocken zurückgehalten werden, ohne das Wasser selbst zu verbessern. Durch denselben können nicht dagegen gefärbte Fabrikwässer, Kloaken-Wässer, geschmolzenes Paraffin u. dergl. entfärbt und von ihrem Geruch befreit werden. Wohl aber erzielt man Entfärbung und eine ■ ganz wesentliche Herabminderung des üblen Geruches, wenn man sich des mit geschmolzenem Alkali behandelten Koks bedient. .
    Die Schmelzung führt man folgendermafsen aus: Man schmilzt etwa 3 Theile leicht schmelzender, ätzender oder auch kohlensaurer Alkalien in einem geeigneten Gefäfs, trägt in die dünne Flufsmasse unter Umrühren ca.
  2. 2 Theile gemahlenen Koks, ζ. Β. Braunkohlenkoks, ein und erhält das Gemisch etwa 20 Minuten unter beständigem Umrühren in Rothgluth. Nach dem Erkalten pulvert man die Schmelze und wäscht mit heifsem Wasser das Alkali aus. Den noch alkalischen Rückstand (den Koks) säuert man mit Salzsäure schwach an und wäscht ihn dann wieder mit heifsem Wasser bis zur neutralen Reaction aus und trocknet ihn. Man erhält so das neue Reinigungs- oder Entfärbungsmittel, während das ausgelaugte Alkali zur Wiederverwendung zurückgewonnen wird.
    Versuche, welche z. B. mit Abwässern aus Theerschwelereien, Kloakenwässern und mit geschmolzenem Paraffin angestellt wurden, haben sehr günstige Ergebnisse geliefert.
    Paτ ent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Reinigungs-Bezw. Entfärbungsmittels aus Koks, darin bestehend, dafs man den Koks einer Schmelzung mit ätzenden oder auch kohlensauren Alkalien unterzieht, hierauf die Schmelzmasse pulverisirt, die Alkalien auswäscht, sowie den mit Salzsäure schwach angesäuerten, bis zur neutralen Reaction ausgewaschenen Koks wieder trocknet.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1987001686A1 (en) * 1985-09-24 1987-03-26 The British Petroleum Company P.L.C. Process for the production of adsorbent carbon

Cited By (3)

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WO1987001686A1 (en) * 1985-09-24 1987-03-26 The British Petroleum Company P.L.C. Process for the production of adsorbent carbon
EP0216599A1 (de) * 1985-09-24 1987-04-01 The British Petroleum Company p.l.c. Verfahren zur Herstellung eines adsorbierenden Kohlenstoffes
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