DE55920C - Verfahren der Verzuckerung und Vergährung unter Anwendung von Fluorwasserstoffsäure und anderen Fluorverbindungen - Google Patents

Verfahren der Verzuckerung und Vergährung unter Anwendung von Fluorwasserstoffsäure und anderen Fluorverbindungen

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DE55920C
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hydrofluoric acid
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SOCIETE GENERALE DE MALTOSE in Brüssel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/02Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group
    • C12P7/04Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic
    • C12P7/06Ethanol, i.e. non-beverage
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
SOCIETE GENERALE DE MALTOSE in BRÜSSEL.
anderen Fluorverbindungen.
Zusatz zum Patente ΛΙ49141, Kl. 89, vom 18. Dezember
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 13. Oktober 1889 ab. Längste Dauer: 17. Dezember 1903.
Unsere weiteren Erfahrungen haben es ermöglicht, die im Haupt-Patent Nr. 49141 beschriebene Anwendung der Fluorwasserstoffsäure bei der Verzuckerung und alkoholischen Vergährung zu vereinfachen, die erhaltenen Resultate zu verbessern und in der neuen Anwendungsform auch auf im Haupt-Patent nicht berührte Industriezweige auszudehnen.
Wir haben erkannt, dafs bei der Verzuckerung von Getreide, Kartoffeln, Knollen von Helianthus tuberosus und anderen Knollenpflanzen mittelst Malz behufs Gewinnung von Alkohol die Temperatur nur eine untergeordnete Rolle spielt, die Hauptrolle dagegen der Gegenwart der Fluorwasserstoffsäure zuerkannt werden mufs. Wir benutzen infolge dessen die Fluorwasserstoffsäure des Handels nunmehr in Mengen von 5 bis 15 g auf den Hektoliter Würze einfach als Schutzmittel, ohne irgend etwas an den von der Technik innegehaltenen Arbeitsweisen zu ändern,
Der Zusatz der Fluorwasserstoffsäure in angegebener Menge kann vor, während oder nach dem Zusatz der Hefe, während des Verlaufs der Gährung und, bei erheblicher Verstärkung der Dosis, selbst vor dem Kochen unter Druck geschehen, nur mufs man im letzteren Falle nach dem Kochen die zu starke Säuerung entsprechend regeln.
Wir haben ferner erkannt, dafs die schützende Einwirkung der Fluorwasserstoffsäure nicht nur auf die Diastase, sondern auch auf die Hefe bezüglich deren Aufbewahrung . sich erstreckt, sowie dafs man bei der Verzuckerung stärkemehlhaltiger Stoffe durch Säuren eine die gewöhnliche weit übertreffende Ausbeute erzielt, wenn man die Würzen (vor oder nach der Verzuckerung, vor oder nach dem Ansetzen der Hefe oder während der Gährung) mit einer beliebigen, die Gährung nicht beeinträchtigenden Menge von Fluorwasserstoffsäure versetzt. Wir bemerken hierzu, dafs, wenn man beim Kochen stärkemehlhaltiger Stoffe, sei es zur Erzeugung von Stärkezucker, sei es zum Zwecke der Spiritusgewinnung, die Schwefelsäure, Salzsäure, Oxalsäure oder andere angewendete Säure gänzlich durch die Fluorwasserstoffsäure des Handels ersetzt, man nur 1 pC.t. oder mehr davon anzuwenden braucht, um nach zweistündigem Kochen bei etwa 3 Atmosphären Druck eine mindestens bis zu 9J10 verzuckerte Würze zu gewinnen. Hierin liegt ein technisch werthvoller Fortschritt, weil einerseits nur eine verhältnifsmäfsig sehr schwache Menge Fluorwasserstoffsäure Anwendung findet und andererseits das durch die nachfolgende Neutralisation erzeugte Fluorcalcium weit schwerer löslich und damit leichter entfernbar ist als der schwefelsaure Kalk.
Was die Behandlung stärkemehlhaltiger Stoffe behufs Erzeugung von Spiritus betrifft, so genügt es, nach dem Kochen die Neutralisation
(2. Auflage, ausgegeben am g. Januar iSgy.) ■
durch kohlensauren Kalk nur so weit zu treiben, bis die Probe keinen in Hinblick auf die Vergährung zu hohen Säuregehalt mehr ergiebt.
Wir haben ferner festgestellt, dafs bei der Verarbeitung eines beliebigen Rohmaterials behufs Spirituserzeugung mit nutzbaren Rückständen (Viehfutter etc.) der Zusatz von Fluorwasserstoffsäure in Mengen von 5 bis 15 g pro Hektoliter Würze entweder zur vergohrenen Würze oder zu den Rückständen die Dauerhaftigkeit der letzteren bedeutend erhöht. Fügt man den Rückständen noch eine kleine Menge von Kalk, Kali oder Natron, von Alkalisalzen oder von anderen zum Neutralisiren der Fluorwasserstoffsäure tauglichen Salzen hinzu, so erhält man ein sofort brauchbares Product, das auch die Beeinträchtigungen nicht erfährt, welche die Hinausschiebung der Arbeit um einige Stunden gewöhnlich nach sich zieht. Wenn man die Fluorwasserstoffsäure in stärkerer als die obige Dosis anwendet, so erlangen die Rückstände eine fast unbegrenzte Dauerhaftigkeit.
Die Fluorwasserstoffsäure kann auch in allen ihren hier in Frage kommenden Anwendungen durch ihre Salze und einige andere Fluorverbindungen ersetzt werden, indem auch diese die Würze vor dem Sauerwerden schützen, die Milchsäure- und Buttersäuregährung verhindern, der Diastase die Wirkungsfähigkeit bewahren und die Hefe anregen. Wir benutzen als solche Ersatzmittel Fluorkalium, Fluorborgas, Kieselfluorwasserstoffsäure, Fluorborsäure oder deren Salze, und zwar in einer Menge von 20 g pro Hektoliter, direct zum Aufgufs oder zur Würze zugesetzt; ferner Fluorammonium, Fluornatrium, Fluornatriumkalium. Bei der Gährung setzen wir dieselben entweder zur Hefe oder auch direct zur Würze. Die angegebene Menge von 20 g pro Hektoliter ist keine absolute;, so wirken schon 10 g und können andererseits gewisse Salze auch in verhältnifsmäfsig stärkeren Mengen angewendet werden; in gewissen Fällen kann man bis zu g auf den Hektoliter gehen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: .<
1. Bei den durch die Ansprüche 2. und 3. des Haupt-Patentes Nr. 49141 geschützten Anwendungen der Fluorwasserstoffsäure bei der Verzuckerung und Vergährung von stärkemehlhaltigen Substanzen der Zusatz, der Fluorwasserstoffsäure anstatt bei der Bereitung der Diastase direct zur Maische bezw. Würze während einer beliebigen Phase der Operation, sowie Steigerung des Fluorwasserstoffsäurezusatzes ohne Anwendung von Diastase (auf 1 pCt. pro 100 kg Material) unter den üblichen Verzuckerungstemperaturen und vollständige Neutralisation bei Stärkezucker aß Endproduct bezw. Neutralisation auf eine die Vergährung nicht hindernde Acidität bei Spiritus als Endproduct.
2. Bei den nach Anspruch 1. erhaltenen Rückständen der Zusatz von Fluorwasserstoffsäure zum Zwecke der Conservirung.
3. Der Ersatz der Fluorwasserstoffsäure sowohl in den Ansprüchen des Haupt-Patentes als auch dieses Zusatz-Patentes durch Salze der Fluorwasserstoffsäure, Fluornatrium, Fluorkalium , Fluorammonium, Fluorborgas, Fluorborsäure, Kieselfluorwasserstoflsäure, sowie die Salze dieser Säuren.
DENDAT55920D Verfahren der Verzuckerung und Vergährung unter Anwendung von Fluorwasserstoffsäure und anderen Fluorverbindungen Expired - Lifetime DE55920C (de)

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