DE55700A - Elektrischer Schmelzofen - Google Patents
Elektrischer SchmelzofenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- JVs 557DP -
KLASSE 4Θ? Hüttenwesen.
Der den Gegenstand dieser Erfindung bildende elektrische Schmelzofen ist dadurch gekennzeichnet,
dafs die üblichen verstellbaren Elektroden aus Metall oder Kohle durch festliegende
Blöcke, Cylinder oder geeignet anders gestaltete Elektroden aus Kohle bezw. Metall
ersetzt sind, und dafs die Regelung der in den Ofen einzuführenden Strommenge durch entsprechende
Regelung der stromerzeugenden Maschine bewirkt wird. Die Elektroden erfahren keine andere Bewegung, als etwa den
zum Ausgleich des Abbrandes nöthigen Vorschub. Das Anfeuern des Ofens bezw. die Eröffnung des Stromweges durch die Beschickung
geschieht mittelst dünner Kohlenoder Metallstäbe, welche bis an die Elektroden der einen Ofenseite herangeschoben oder von
beiden Ofenseiten her gegen einander geschoben werden, und welche man zurückziehen kann,
sobald infolge ihres Erglühens die benachbarte Beschickung die zur Bogenbildung mittelst der
eigentlichen Elektroden^ nöthige Temperatur angenommen hat. Die obige Stromregelung
kann durch eine selbstthätige Regulirvorrichtung so geschehen, dafs diese bei Anwendung
von Wechselströmen auf die Magnete der Erregungsmaschine bezw. bei gleichgerichteten
Strömen auf die Hauptmagnete einwirkt. Diese"''
Vorrichtung kann ferner so regulirt werden, dafs der durch den Ofen zu sendende Strom
beliebig bemessen und einer Verminderung bezw. Verstärkung des Widerstandes sofort begegnet
werden kann.
In dem Verticalschnitt Fig. 1 bedeutet F den Ofenschacht mit Einschütttrichter a in diesem
angeordneten Doppelschieber A A behufs Abschlusses der äufseren Luft bei der Beschickung
und Schnecke B zum Einschieben des durch a eingeschütteten Materials in den Ofenschacht.
In den Schmelzraum G ragen von beiden Seiten her die Elektroden c1 c1 herein; dieselben
sind als Kohlencylinder angenommen und in metallenen Hülsen c c befestigt, welche
durch Leitungsdrähte d mit den betreffenden Polklemmen der Dynamomaschine D verbunden
sind. Die Hülsen c (bezw. auch die Elektroden, wenn dieselben aus Metall hergestellt
sind) können mit einer inneren Wasserkühlung versehen werden, c2 c2 . . . sind die
zum Anfeuern bezw. zur Vermittelung der Herstellung des Stromkreises dienenden dünnen
Kohlen- oder Metallstangen. Dieselben können durch besondere Löcher in' mit den Hülsen c
elektrisch verbundenen Leitern c3, Fig. 1, oder durch centrale Kanäle in den eigentlichen
Elektroden c1 entweder nur von * einer Seite her bis an die gegenüberliegende Elektrode
heran, oder bis zum gegenseitigen Zusammentreffen von beiden Ofenseiten her in den
Schmelzraum hereingeschoben werden (s. Fig. 2).
Entwickelte Gase und Dämpfe ziehen im oberen Schachttheil durch g ab und die
Schlacke wird in h abgelassen, χ sind mit Thonpfropfen ,oder durch Verschmieren mit
Thon zu schliefsende Arbeitslöcher. Zur Regulirung der Stromstärke ist im Beispiel Fig. 2
S5
mit dem Erregungsstromkreis E der Dynamomaschine D mittelst selbsttätige Verstellung
erfahrenden Schalthebels R S eine Widerstandsreihe RRR. . . combinirt.
Um die entwickelte Wärme gleichmäfsig zu vertheilen, kann man den unteren Ofentheil
mit geschmolzenem Metall oder mit einem geeigneten leitenden Bade gefüllt halten. Auch
kann man beim Beschicken den Raum zwischen den Elektroden mit Koksstücken ausfüllen,
die dann ins Glühen gerathen. Um den Abbrand-der Elektroden, wenn aus Kohle
bestehend, auszugleichen, kann man durch die Löcher χ hindurch die Elektrodenenden mit
Kohlenpulver bestreuen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein elektrischer Schmelzofen mit festliegenden Elektroden, bei welchem der Stromweg anfänglich vermittelst kleiner zwischen den Elektroden anzuordnender Kohlenstücke oder mittelst Hülfselektroden (c2) geschlossen wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55700A true DE55700A (de) |
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