DE556967C - Planrost fuer feinkoernigen Brennstoff - Google Patents

Planrost fuer feinkoernigen Brennstoff

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DE556967C
DE556967C DEB135970D DEB0135970D DE556967C DE 556967 C DE556967 C DE 556967C DE B135970 D DEB135970 D DE B135970D DE B0135970 D DEB0135970 D DE B0135970D DE 556967 C DE556967 C DE 556967C
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    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23HGRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
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Description

  • Planrost für feinkörnigen Brennstoff Bei der Verfeuerung von minderwertigen, feinkörnigen Brennstoffen, wie Koksasche und Feinkohle, auf Planrosten müssen deren Spalten sehr eng gestellt sein, um den Rostdurchfall möglichst zu verringern. Infolge der sich dabei ergebenden geringen freien Rostfläche sind die Leistungen derartiger Roste nicht sehr hoch und es ist außerdem eine hohe Luftpressung unter dem Rost -die minderwertigen Brennstoffe werden durchweg mit Unterwind verfeuert - erforderlich, die den Kraftbedarf für diese Feuerungen stark erhöht.
  • Es ist ein Planrost bekannt, bei welchem der obere Teil der Roststäbe im Winkel zu dem Stabsteg gerichtet ist, und zwar derart, daß auf jeder Hälfte des Rostes der obere abgebogene Teil der Stäbe nach den Seiten gerichtet ist. Bei diesem Rost übergreifen sich die Stabköpfe zwar so weit, daß feinkörniger Brennstoff nicht so tief in die Spalten hineinfallen kann, daß er von den Stabköpfen abzugleiten vermag, indessen hat die in bezug auf die beiden Rostseiten voneinander abgewandte Schrägstellung der Stabköpfe zur Folge, daß die durch die Rostspalten hindurchtretende Verbrennungsluft und mit dieser die aus dem Brennstoff frei werdenden Gase zu den beiden Rostseiten hingelenkt werden, so daß auf der Rostmitte ein nahezu toter Brennstoffstreifen entstehen muß. Ferner sind verhältnismäßig flache Muldenroste bekannt, bei denen die aus den Rostspalten austretende Verbrennungsluft infolge des Umstandes, daß die ebenfalls winklig abgebogenen Stabköpfe der beiden Rosthälften einander zugekehrt sind, zur Rostmitte hingelenkt wird. Da bei diesen Rosten der Brennstoff aber in der Rostmitte höher als an den Seiten geschichtet liegt, so trifft die Verbrennungsluft zum beträchtlichen Teil innerhalb der Brennstoffschicht gegeneinander. Diese Roste bieten demgemäß der Verbrennungsluft einen hohen Durchtrittswiderstand, so daß sie eine verhältnismäßig hohe Windpressung von 3o bis 35 mm WS benötigen; überdies kann bei Verfeuerung minderwertiger gasarmer Brennstoffe das Feuer leicht ersticken.
  • Gemäß der Erfindung werden unter Zugrundelegung eines Planrostes mit längsliegenden, winkelartig abgebogenen Stäben, die mit den abgebogenen Teilen übereinandergreifen, die abgebogenen Stabteile wie bei den bekannten Muldenrosten nach der Rostmitte zu gerichtet. Die Verbrennungsluft sowie die sich entwickelnden Verbrennungsgase gelangen, vielleicht abgesehen von der aus den mittelsten Rostspalten austretenden Verbrennungsluft, oberhalb der Brennstoffschicht zum Zusammenprall, und durch die hierdurch erzielte Wirbelbildung und innige Vermischung der flüchtigen Bestandteile miteinander ergibt sich ohne Anordnung eines Zündgewölbes eine äußerst intensive Verbrennung der Gase, die ihrerseits auch günstig auf die Zündung und Verbrennung der festen Brennstoffbestandteile einwirkt. Ein Rost gemäß der Erfindung besitzt bei Verfeuerung minderwertiger gasarmer Brennstoffe, nämlich von Koksasche oder einem Gemisch von 2/s Koksasche und. 11, Schlamm, eine Rostleistung bis zu 3oo kg/qm Stunde, wobei eine Verdampfungsziffer von ebenfalls 25 bis 3o kg, wie bei guten Brennstoffen, erzielt -wird. Die Verbrennung erfolgte mit einem i, 2-fachen Luftüberschuß, d. h. einem Kohlensäuregehalt der Abgase von 15 bis 15,5 °/o und als Rest Sauerstoff ohne Kohlenoxyd. Die benötigte Windpressung unter dem Rost beträgt io bis 16 mm WS, was in Verbindung mit der großen freien Rostfläche einen geringen Kraftbedarf bedeutet.
  • Außer zur Verfeuerung minderwertiger Brennstoffe ist ein derartiger Rost auch zur Verfeuerung hochwertiger Brennstoffe geeignet, und er ergibt auch. in diesem Fall entsprechend gute Leistungen. Die Wirkung des Rostes kann noch dadurch unterstützt werden, daß die Stabstege seitlich in an sich bekannter Weise mit Rippen versehen werden, wodurch ein sonst einheitlicher langer Verbrennungsgaswirbel in eine Folge von Einzelwirbeln unterteilt wird. Auch begünstigt die durch jene Querwände vergrößerte Roststabmasse die Vorwärmung der Verbrennungsluft.
  • Die Zeichnung veranschaulicht in Abb. i einen Planrost gemäß der Erfindung im Querschnitt als ein Ausführungsbeispiel; Abb.2 zeigt den Einbau des Rostes im Längsschnitt in kleinerem Maßstab; Abb.3 und q. veranschaulichen zwei Ausführungsformen in Draufsicht.
  • Die Köpfe a1 der Roststäbe a sind schräg aufwärts und in bezug auf die beiden Rostseiten gegeneinandergerichtet. Die Steilstellung der Stabköpfe ist so gewählt, daß die aus den Rostspalten austretende Verbrennungsluft, etwa abgesehen von den mittelsten Rostspalten, oberhalb der Brennstoffschicht zum Zusammenprall gelangt, wie in. Abb. i durch Pfeillinien angedeutet ist. Die Stabköpfe übergreifen sich ferner so weit, daß in die Rostspalten fallender Brennstoff, der sich dort im Böschungswinkel einstellt, nicht durch die Rostspalten hindurchzufallen vermag, sondern auf den Stabköpfen liegenbleibt, wie gleichfalls in Abb. i ersichtlich gemacht ist.
  • Bei den dargestellten Ausführungsbeispie-Ieü sind die Stabstege seitlich mit Rippen w versehen, welche die zwischen den Stabstegen befindlichen Zwischenräume in Querrichtung unterteilen, wie dies insbesondere Abb. 2 veranschaulicht. Diese Unterteilung hat zur Folge, daß die Luft nicht in Zugrichtung unterhalb der Stege entlang strömen kann, wenn, wie Abb. 2 veranschaulicht, die Roststäbe in Zugrichtung eingebaut werden, vielmehr ist in diesem Fall die Verbrennungsluft in an sich bekannter Weise gezwungen, abschnittsweise durch die Rostspalten aufwärts zu steigen, was im vorliegenden Fall jedoch die neue Wirkung zeitigt, daß die oberhalb der Brennstoffschicht sich bildenden Verbrennungswirbel in eine Folge von Einzelwirbeln in Feuerungsrichtung unterteilt sind. Die Rippen ,zu enden zweckmäßig oben unterhalb der Stabköpfe, und sie können sich unten bis zum unteren Ende des Stabsteges erstrecken, wie Abb. i links veranschaulicht, oder die Stabstege können, wie Abb. r rechts zeigt, kürzer oder zum Teil sogar erheblich kürzer als die Rippen w bemessen sein. Ferner können, wie Abb. q. zeigt, mehrere Stäbe a durch die Rippen w miteinander vereint sein.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Planrost für feinkörnigen Brennstoff aus längsliegenden, oben winkelartig abgebogenen Stäben, die mit den abgebogenen Teilen übereinandergreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die abgebogenen Stabteile (a1) nach der Rostmitte zu gerichtet sind.
  2. 2. Roststab nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabstege in an sich bekannter Weise mit Rippen (w) versehen sind.
  3. 3. Roststab nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Roststäbe durch die Rippen (w) miteinander verbunden sind.
DEB135970D 1928-02-14 1928-02-14 Planrost fuer feinkoernigen Brennstoff Expired DE556967C (de)

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