DE556269C - Entnahme-Zweidrucksteuerung fuer Dampfkraftmaschinen - Google Patents

Entnahme-Zweidrucksteuerung fuer Dampfkraftmaschinen

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DE556269C
DE556269C DEW85796D DEW0085796D DE556269C DE 556269 C DE556269 C DE 556269C DE W85796 D DEW85796 D DE W85796D DE W0085796 D DEW0085796 D DE W0085796D DE 556269 C DE556269 C DE 556269C
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Waggon und Maschinenbau AG WUMAG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B25/00Regulating, controlling or safety means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2250/00Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
    • F01B2250/004Devices for draining or idling of steam cylinders or for uncoupling piston and connecting rod

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
8. AUGUST 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 556 KLASSE 14 g GRUPPE
Waggon- und Maschinenbau A. G. Görlitz in Görlitz
Entnahme-Zweidrucksteuerung für Dampfkraftmaschinen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. April 1931 ab
Die immer weitere Ausdehnung der Wärmewirtschaft und die Einführung von Hochdruckdampf bringen es mit sich, daß nicht nur Anzapfdampf verschiedenster Spannung verlangt wird, sondern auch frei werdender Abdampf oder Mitteldruckdampf den Maschinen wieder zugeführt werden muß. Bisher wurde man diesen Bedingungen dadurch gerecht, daß man Entnahmemaschinen und Abdampf- oder Zweidruckmaschinen aufstellte. Dort, wo nur eine Maschine in Frage kam, war man gezwungen, sowohl die Entnahme- als auch die Zweidrucksteuerung in den bisher bekannten Ausführungen, also zwei an sich schon verwickelte Regelungen, gleichzeitig auszuführen. Es ergaben sich hierdurch teuere, unwirtschaftliche und unübersichtliche Anlagen.
Die vorliegende Erfindung beseitigt den Übelstand dadurch, daß nur eine Steuerung zur Ausführung kommt, die an Einzelmaschinen vorgesehen werden kann und die so ausgebildet ist, daß der Zusatzdampf- und Entnahmebetrieb gleichzeitig möglich wird, ohne die Steuerung wesentlich verwickelter zu machen. Hiernach wird, wenn der Zusatzdampf vor der Entnahme zugeführt wird, an Stelle des Druckreglers der bekannten Entnahmesteuerung ein zweiarmiger Hebel vorgesehen, der an einer Seite mit dem Entnahmedruckregler und an der anderen Seite mit dem Zusatzdampf ventil verbunden ist, wobei letzteres von einem Abdampfdruckregler beeinflußt wird. Bei einer Änderung des Druckes in der Zusatzdampfzufuhr werden das Zusatz- und Entnahmeventil im gleichen Sinn und das Frischdampf ventil im entgegengesetzten Sinn bewegt.
Wird der Zusatzdampf hinter der Entnahme zugeführt, dann wird der vorgenannte zweiarmige Hebel an einer Seite mit dem ursprünglichen Regleranlenkpunkt der Entnahmesteuerung und an der anderen Seite mit dem durch den Zusatzdampfdruckregler gesteuerten Zusatzdampfventil verbunden. Ändert sich der Druck in der Zusatzdampfzufuhr, so bewegen sich das Frischdampfund Entnahmeventil im gleichen und das Zusatzdampfventil im entgegengesetzten Sinn.
Weiter wird erfindungsgemäß die Verbindungsstange des Zusatzdampfventils mit dem Zusatzdampfdruckregler mit einem geeigneten Gestänge derart verbunden, daß der Geschwindigkeitsregler, sobald das Frischdampfventil über seine normalen Endlagen kommt, das Zusatzdampfventil unabhängig von der Stellung des Zusatzdampfdruckreglers schließt bzw. öffnet. Als normale Endlagen des Frischdampfventils sind die Schlußlage, bei der kein Dampf durchgeht, und die Höchstlage, bei der die maximal mögliche Dampfmenge hindurchtritt, gemeint. Der erstere Fall ist erforderlich, um bei Entlastung ein Durchgehen der Maschine zu verhindern, der zweite Fall verhindert den Leistungsrückgang bei begrenzter Frisch-
dampfmenge. Wie das Frischdampfventil muß auch das Entnahmeventil mit den gleichen toten Hüben ausgeführt werden, die in der Abbildung durch einfache federbelastete Ventilteller angedeutet sind.
Die Wirkungsweise soll nun an Hand der beiliegenden schematischen Zeichnungen erläutert werden.
Es sei: R der Geschwindigkeitsregler, ίο B das Entnahmeventil, F1 das Frischdampfventil, F2 das Zusatzdampfventil, D1 der Entnahmedruckregler, D2 der Zusatzdampfdruckregler. Wird der Zusatzdampf vor der Entnahmestufe in die Maschine eingeführt, dann soll erfindungsgemäß der zweiarmige Hebel a, f an Stelle des Druckreglers der normalen Entnahmemaschine, also an den Punkte, angelenkt werden (Abb. 1).
Ist die Belastung konstant und ändert sich die Entnahmedampfmenge, somit der Druckregler D1, während die Zusatzdampfmenge konstant bleibt, also D2 und F2 in Ruhelage sind, dann wirken die Gelenkpunkte α und b als feste Drehpunkte, und das Frischdampfventil F1 und das Entnahmeventil E bewegen sich entgegengesetzt.
Bleibt die Last und die Entnahmedampfmenge konstant und ändert sich nur die Zusatzdampfmenge, somit der Abdampfdruckregler D2, während D1 festbleibt, dann wirken die Gelenkpunkte c, b und / als feste Drehpunkte und bewegen das Zusatzdampfventil F2 und Entnahmeventil E im gleichen Sinn, während das Frischdampfventil F1 im entgegengesetzten Sinn bewegt wird.
Ist die Entnahme- und Zusatzdampfmenge konstant und ändert sich nur die Belastung, dann wirken die Gelenkpunkte d und e als feste Drehpunkte und bewegen das Frischdampfventil F1 und Entnahmeventil E im gleichen Sinn, während das Zusatzdampfventil F2 innerhalb des normalen Hubes des Frischdampfventils F1 in Ruhe bleibt, jedoch bei Überschreitung der normalen Grenzlagen ebenfalls im gleichen Sinn mit den vorerwähnten Ventilen bewegt wird. An Stelle des festen Drehpunktes e treten dann die festen Drehpunkte f, g und h.
Wird der Zusatzdampf hinter der Entnahmestufe in die Maschine eingeführt, dann soll erfindungsgemäß der zweiarmige Hebel a, f am Punkt b angreifen (Abb. 2).
Ist die Belastung konstant, ebenso die Zusatzdampfmenge, also D2 in Ruhe, und ändert sich nur die Entnahmedampfmenge, somit D1, dann wirkt der Gelenkpunkt b als fester Drehpunkt, und das Frischdampfventil F1 und das Entnahmeventil £ bewegen sich entgegengesetzt, während das Zusatzdampfventil P2 unverändert bleibt.
Ist die Belastung konstant und die Entnahmedampfmenge, also D1 in Ruhe, und ändert sich nur die Zusatzdampfmenge, somit D2, dann wirken die Gelenkpunkte C1 m und e als feste Drehpunkte, und das Frischdampfventil F1 und das Entnahmeventil E bewegen sich im gleichen Sinn, während das Zusatzdampfventil F2 im entgegengesetzten Sinn bewegt wird.
Bleiben die Entnahmedampfmenge und die Zusatzdampf menge konstant, also D1 und D2 in Ruhe, und ändert sich nur die Last, dann wirken die Gelenkpunkte d, e und a als feste Drehpunkte, und das Frischdampfventil F1 und Entnahmeventil E bewegen sich im gleichen Sinn, während das Zusatzdampf ventil P2 innerhalb des normalen Hubes des Frischdampfventils P1 in Ruhe bleibt, jedoch bei Überschreitung dieser normalen Grenzlagen sich im gleichen Sinn mit den beiden vorgenannten Ventilen bewegt. Im letzteren Fall werden an Stelle des Gelenkpunktes α die Gelenkpunkte h und g zu festen Drehpunkten. Wie man aus der vorstehenden Beschreibung ersieht, entspricht die Steuerung allen Erfordernissen, die an einen gleichzeitigen Zweidruck- und Entnahmebetrieb gestellt werden müssen. Ein weiterer Vorteil dieser Steuerung liegt darin, daß sie in allen Regelfällen praktisch isodrom wirkt, d. h. im Alleinbetrieb der Maschine bleibt die Drehzahl und im Parallelbetrieb die Leistung praktisch konstant, wenn sich die Entnahmeoder Zusatzdampfmenge ändert.
Sinngemäß kann die vorliegende Erfindung auch für Maschinen mit zwei oder mehr gesteuerten Anzapfstellen und Zweidruckbetrieb Anwendung finden. Wie aus der Abb. 1 zu ersehen ist, ist an Stelle des Druckreglers der normalen Entnahmesteuerung ein zweiarmi- 1Oo ger Hebel getreten, der an einem Ende den Entnahmedruckregler und am anderen das Zusatzdampfventil trägt. Nachdem auch bei zwei oder mehr gesteuerten Anzapfstellen je nach dem Druck des Zusatzdampfes mehrere Einführungsmöglichkeiten bestehen, kann als Regel angesehen werden, daß der vorbenannte zweiarmige Hebel an Stelle des Druckreglers tritt, der die Entnahmestelle, die hinter der Zusatzdampfeinführung liegt, beeinflußt, no

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Entnahme-Zweidrucksteuerung für Dampfkraftmaschinen, bei der ein Geschwindigkeitsregler auf das eine Ende "5 eines zweiarmigen Steuerhebels einwirkt, während am anderen Ende Frischdampfund Entnahmedampfventil angelenkt sind und auf die Steuerung ein Entnahmedruckregler und ein Druckregler für den zugesetzten Mitteldruckdampf einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einfüh-
    rung des Zusatzdampfes vor der Entnahmestelle an den Endpunkt (ο) des zweiarmigen Steuerhebels ein zweiarmiger Hebel (b, e) angelenkt ist, der an das Frischdampfventil (.F1) und das Entnahmeventil (E) angreift und an dessen Endpunkt (e) ein zweiarmiger Hebel (a, m, f) angelenkt ist, mit dessen einer Seite (a) das Dampfzusatzventil (F2) und
    ίο mit dessen anderer Seite (f) der Entnahmedruckregler (D1) verbunden ist, während an der Verbindungsstange zwischen Hebel (α, /) und Zusatzventil (F2) der Druckregler für den Zusatzdampf (D2) angelenkt ist.
  2. 2. Entnahme-Zweidrucksteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einführung des Zusatzdampfes hinter der Entnahmestelle der zweiarmige Hebel (a, f) am Endpunkt des zweiarmigen Steuerhebels (0) und an dem einen Punkt (/) des zweiarmigen Hebels (a, f) der zweiarmige Hebel (b, e) angelenkt ist, der mit dem. Frischdampfventil (F1) und Entnahmeventil (E) verbunden ist, während am Endpunkt (e) der Entnahmedruckregler (D1) angreift und der andere· Punkt (a) des zweiarmigen Hebels (a, f) wieder mit dem Zusatzventil (F2) verbunden und an dieser Verbindung wieder der Dampfzusatzregler (D2) angelenkt ist.
  3. 3. Entnahme-Zweidrucksteuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Geschwindigkeitsregler (R) über ein geeignetes Gestänge das Zusatzdampfventil (F2) erst dann beeinflußt, wenn das Frischdampfventil (F1) über seine normalen Grenzlagen hinauskommt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEW85796D 1931-04-29 1931-04-29 Entnahme-Zweidrucksteuerung fuer Dampfkraftmaschinen Expired DE556269C (de)

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