DE552640C - Umsteuerventil - Google Patents
UmsteuerventilInfo
- Publication number
- DE552640C DE552640C DEA61243D DEA0061243D DE552640C DE 552640 C DE552640 C DE 552640C DE A61243 D DEA61243 D DE A61243D DE A0061243 D DEA0061243 D DE A0061243D DE 552640 C DE552640 C DE 552640C
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- Germany
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- valve
- reversing valve
- hollow body
- valve according
- bodies
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- Expired
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F15B13/00—Details of servomotor systems ; Valves for servomotor systems
- F15B13/02—Fluid distribution or supply devices characterised by their adaptation to the control of servomotors
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Safety Valves (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
15. JUNI 1932
15. JUNI 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47gxGRUPPE
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*) Umsteuerventil
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. März 1931 ab
Die Erfindung bezieht sich auf ein Umsteuerventil, wie es insbesondere für hydraulische
Hochdruckleitungen, z. B. zur Steuerung eines hydraulischen Servomotors o. dgl.,
geeignet ist. Diese Ventile haben nach Art der Dreiwegeventile zwei Durchlaßquerschnitte
zu steuern, und zwar zwecks Vermeidung von Druckwasserverlusten derart, daß der eine Querschnitt immer erst dann
to freigegeben wird, wenn der andere bereits geschlossen ist.
Die Erfindung erstrebt, mit einfachen Mitteln ein derartiges Ventil zu schaffen, welches
auch bei hohen Betriebsdrücken stets betriebssicher arbeitet. Dies wird erreicht,
indem von den zur Steuerung der Durchlaßquerschnitte verwendeten Ventilkörpern der
eine in Abhängigkeit von dem Ventilantrieb, ζ. B. von einem Ventilstößel, in die Offen-Stellung
gebracht wird, während die Öffnungsbewegung des anderen selbsttätig in Abhängigkeit
von dem Druckverhältnis vor und hinter dem von diesem gesteuerten Durchlaßquerschnitt
erfolgt. Zweckmäßig ist die An-Ordnung und die Ausbildung der beiden Ventilkörper so getroffen, daß sie als einseitig
geschlossene Hohlkörper ausgebildet sind, welche mit ihren offenen Seiten ineinandergeschoben
eine mit Steueröffnungen versehene Entlastungskammer bilden.
Gegenüber einer bekannten Anordnung, bei welcher die die Durchflußquerschnitte steuernden
Ventilkörper beide von dem Ventilantrieb bewegt werden, hat eine Ausführung nach der Erfindung den Vorteil, daß eine
Durchführung der Ventilspindel durch die Ventilkörper und damit eine dem Hochdruck
ausgesetzte Stopfbuchse in Fortfall kommen kann. Abgesehen von der hierdurch erzielten
Vereinfachung in dem Aufbau und der besseren Abdichtung des Ventils hat der Fortfall
einer besonderen Hochdruckstopfbuchse den Vorteil, daß bei der Bewegung des Ventilantriebes
nur die verhältnismäßig geringe Reibung einer Niederdruckstopfbuchse zu überwinden ist.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung ein Umsteuerventil für die
Steuerung eines hydraulischen Servomotors im Querschnitt dargestellt.
Das Ventilgehäuse besteht aus zwei Teilen, einem Teil 1, welcher die Zuflußöffnung 2
und die Zuführung 3 zum Treibzylinder des Servomotors enthält, und einem Teil 4, welcher
den Ablaufstutzen 5 bildet und gleichzeitig als Träger eines Ventilstößels 6 mit
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Alfred Kästner in Berlin-Lichterfelde.
der Stopfbuchse 7 dient. An diesen Teil 4 des Ventilgehäuses schließt sich der Ventilantrieb
an, welcher in der Zeichnung der Einfachheit halber nicht dargestellt wurde. Der
Antrieb kann in bekannter Weise ein Handantrieb oder ein elektromotorischer Antrieb
sein.
Die zu steuernden Ventilquerschnitte sind der Querschnitt 8 und der Querschnitt 9, von
to denen der erstere in dem Gehäuseteil 1 und der letztere in dem Gehäuseteil 4 sitzt. Zwischen
den beiden Ventilsitzen dieser Querschnitte 8 und 9 liegt der eigentliche Ventilkörper.
Er besteht aus zwei einseitig geschlossenen Hohlkörpern 10 und 11, welche
mit ihren offenen Stirnseiten ineinandergeschoben sind und durch eine im Innern angebrachte
Druckfeder 12 gegen die beiden Ventilsitze gedruckt werden. Der Hohlkörper 11,
welcher den Ablaufquerschnitt 9 steuert, ist hierbei mit einer etwa keilförmigen Ausbuchtung
versehen, in welche der Kopf" des Ventilstößels 6 lose eingreift. Die von den beiden
Ventilkörpern gebildete Kammer steht vermittels der Schlitze 13 in der Wandung des
Hohlkörpers 11 mit der Zuführung zum Treibzylinder und durch eine ringförmige
öffnung 14 in der Stirnfläche des Hohlkörpers 10 mit dem Zufluß in Verbindung.
Die Schlitze 13 werden durch das freie Ende des Hohlkörpers 10 gesteuert, wobei zum
Zwecke einer vollkommenen Abdichtung der Schlitze noch eine Ringdichtung 15 und 16
vorgesehen ist. Die zum Zufluß führende ringförmige öffnung 14 wird durch einen
Bolzen 17 gesteuert, welcher axial durch den Ventilkörper hindurchgeht und mit der geschlossenen
Stirnwandung des Hohlkörpers 11 verbunden ist.
Die Arbeitsweise des Umsteuerventils ist folgende:
In der gezeigten Darstellung befindet sich das Ventil in Ruhe, d.h. der Treibzylinder
steht unter Druck, und die beiden Durchlaßquerschnitte 8 und 9 sind geschlossen. Soll
der Druck vom Treibzylinder fortgenommen werden, so wird vermittels des Ventilantriebs,
bei einem elektrischen Antrieb also durch Einschalten des Motors, der Ventilstößel 6
und von diesem der Ventilkörper 11 nach links bewegt, wodurch der Querschnitt 9 freigegeben
wird, so daß das Druckwasser vom Treibzylinder zu dem Ablauf stutzen 5 gelangen
kann. Bei der Bewegung des Ventilkörpers 11 nach links werden die Steuerungsschlitze 13 · abgedeckt, wobei in der Endstellung
des Ventilkörpers die einander zugeordneten Ringflächen 15, f6 die Öffnungen
vollkommen abdichten. Gleichzeitig wird durch die Bewegung des Ventilkörpers 11 und
die damit verbundene Verschiebung des Steuerbolzens 17 die ringförmige Eintrittsöffnung 14 ein wenig vergrößert, so daß
Druckwasser in die Innenkammer des Ventilkörpers eintreten kann. Auf diese Weise
wird eine Druckgleichheit vor und hinter der Stirnwandung des Ventilkörpers 10 hergestellt,
so daß die Federkraft 12 noch voll zur Geltung kommt und der Ventilkörper in der
Schließstellung bleibt.
Das Druckverhältnis ändert sich, sobald der Ventilkörper 11 nach Ablauf des Druckwassers
aus dem Treibzylinder und Rückgang des Ventilstößels 6 in die Schließstellung zurückgeht. Hierbei werden näm-Hch
die S teuer öffnungen 13 frei, so daß das in der Kammer enthaltene Druckwasser nach
dem Treibzylinder abfließen kann. Bei dieser Rückgangbewegung wird gleichzeitig die
ringförmige Eintrittsöffnung 14 nahezu wieder verschlossen, so daß nur eine geringe
Menge Druckwasser in die Entlastungskammer nachströmen kann. Hierdurch entsteht ein Druckunterschied vor und hinter
der Stirnwandung des Ventilkörpers 10, so daß dieser nunmehr von seinem Sitz abgehoben
wird. Auf diese Weise ist die Verbindung von dem Zufluß 2 zum Treibzylinder 3 hergestellt. Bei der Öffnung des
Ventilkörpers 10 wird wiederum der Steuerquerschnitt 14 vergrößert, so daß nunmehr
eine größere Menge Druckwasser in die Entlastungskammer eintreten kann. Sobald eine
Druckgleichheit hergestellt ist, welches zeitlich mit der Füllung des Treibzylinders zusammenfällt,
geht der Körper 10 in seine Schließstellung zurück, und das Ventil befindet
sich wieder in der Ruhestellung, wie sie in der Zeichnung dargestellt ist.
Wie die Schilderung der Arbeitsweise zeigt, werden bei einem derartigen Ventil
während des Umsteuervorganges Druckverluste praktisch fast vollkommen vermieden,
ein Vorteil, welcher bei den zur Anwendung kommenden hohen Drücken von besonderer
Bedeutung ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das Ventil in dem unter Druck
stehenden Teil keine Stopfbuchsen erfordert, so daß die Abdichtung nach außen sehr leicht
und sicher erfolgen kann. Der Fortfall einer uo großen Stopfbuchsendichtung hat den weiteren
Vorteil, daß bei der Bewegung des Ventils nur eine verhältnismäßig geringe StopfBuchsenreibung zu überwinden ist.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Umsteuerventil, insbesondere für hydraulische Hochdruckleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß von den die beiden Durchlaßquerschnitte (8 und 9) steuernden Ventilkörpern (10 und 11) dereine (ιι) in Abhängigkeit von dem Ventilantrieb (Stößel 6) in die Offenstellung gebracht wird, während die Öffnungsbewegung des anderen (io) selbsttätig in Abhängigkeit \ron dem Druckverhältnis vor und hinter dem von diesem gesteuerten Durchlaßquerschnitt erfolgt.
- 2. Umsteuerventil nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hohlkörper (io und ii) eine Entlastungskammer bilden, welche mit Öffnungen (13 und 14) für den Ein- und Auslaß des zu steuernden Durchlaufmittels versehen ist.
- 3. Umsteuerventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Öffnungsbewegung eines jeden der beiden Hohlkörper (10 und 11) die Austrittsöffnungen (13) abgedichtet werden, indem vorzugsweise die in der Wandung eines der Hohlkörper (11) vorgesehenen Öffnungen von der Mantelfläche des anderen Hohlkörpers (10) abgedeckt werden.
- 4. Umsteuerventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke einer vollkommenen Abdichtung das freie Ende eines der Hohlkörper (10) und eine auf dem anderen Hohlkörper (11) zugeordnete Dichtungsfläche eine Druckdichtung (15, 16) für die Austrittsöffnungen bilden.
- 5. Umsteuerventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsöffnung (14) von einem in der Stirnwandung eines der Hohlkörper (10) vorgesehenen ringförmigen Spalt (14) gebildet wird, dessen Querschnitt von einem mit dem anderen Hohlkörper (11) verbundenen Bolzen (17) o. dgl. gesteuert wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA61243D DE552640C (de) | 1931-03-22 | 1931-03-22 | Umsteuerventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA61243D DE552640C (de) | 1931-03-22 | 1931-03-22 | Umsteuerventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE552640C true DE552640C (de) | 1932-06-15 |
Family
ID=6942507
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA61243D Expired DE552640C (de) | 1931-03-22 | 1931-03-22 | Umsteuerventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE552640C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765823C (de) * | 1941-05-17 | 1953-06-08 | Samson Appbau A G | Zweiwegeventil mit drei Ventilanschlussraeumen |
| US2669330A (en) * | 1948-11-05 | 1954-02-16 | New Prod Corp | Hydraulic control for steering clutches |
| DE1200324B (de) * | 1957-10-17 | 1965-09-09 | Elin Union Ag | Regelventilgruppe fuer Dampf- oder Gasturbinen |
| DE1296909B (de) * | 1965-02-12 | 1969-06-04 | Anatol Dipl Ing | Mehrwegeventil |
-
1931
- 1931-03-22 DE DEA61243D patent/DE552640C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765823C (de) * | 1941-05-17 | 1953-06-08 | Samson Appbau A G | Zweiwegeventil mit drei Ventilanschlussraeumen |
| US2669330A (en) * | 1948-11-05 | 1954-02-16 | New Prod Corp | Hydraulic control for steering clutches |
| DE1200324B (de) * | 1957-10-17 | 1965-09-09 | Elin Union Ag | Regelventilgruppe fuer Dampf- oder Gasturbinen |
| DE1296909B (de) * | 1965-02-12 | 1969-06-04 | Anatol Dipl Ing | Mehrwegeventil |
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