DE550222C - Hubschraubensystem mit wenigstens zwei konaxialen gegenlaeufigen Hubschrauben - Google Patents
Hubschraubensystem mit wenigstens zwei konaxialen gegenlaeufigen HubschraubenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C27/00—Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
- B64C27/04—Helicopters
- B64C27/08—Helicopters with two or more rotors
- B64C27/10—Helicopters with two or more rotors arranged coaxially
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Description
Die für Hubschraubenflieger bisher bekannt gewordenen Schraubensysteme ermangeln
einer solchen allseitigen Beweglichkeit der Schraubenflügel, wie sie für die Steuerung
und für die selbsttätige Anpassung des Systems an alle Bedingungen des Flugs erforderlich
ist. So sind zwar Hubschrauben bekannt geworden, deren Flügel um ihre Längsachse
drehbar sind und denen durch eine Stabilisierungsfläche Eigenstabilität verliehen
wurde. Jedoch fehlt diesen Systemen die Steuerbarkeit des Anstellwinkels der Schraubenflügel,
und die Schraubenflügel können nur in einer ebenen Fläche umlaufen, nicht aber in einer Kegelfläche. Andere Systeme haben
zwar die letztere Bewegungsmöglichkeit, aber die Steigung der Schraubenflügel kann sich
nicht selbsttätig den Flugbedingungen anpassen. Bei allen bekannten Systemen, die mehrere
Hubschrauben aufweisen, laufen diese mit gleicher Geschwindigkeit um. Jeder äußere Einfluß, welcher auf nur eine Hubschraube
wirkt, verursacht Beanspruchungen auf die Hauptwelle des Systems, die nicht ausgeglichen werden können und den Apparat
aus dem Gleichgewicht bringen oder abstürzen lassen.
Das Hubschraubensystem gemäß der Erfindung unterscheidet sich diesem Stande der
Technik gegenüber durch eine allseitige Beweglichkeit der Schraubenflügel und durch
deren sowohl selbsttätige wie auch steuerbare Einstellungsmöglichkeit und schließlich durch
eine differentiate Verbindung der beiden gegenläufigen Hubschrauben, welche mit verschiedener
Geschwindigkeit umlaufen können und eventuelle ungleichmäßige Reaktionen unter sich ausgleichen, ohne sie auf die
Hauptwelle des Apparats zu übertragen.
Diese Vorteile werden gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß in an sich bekannter
Weise um ihre Längsachse drehbare und mit einer Stabilisierungsfläche ausgestattete
Schraubenflügel derart an die Hubschraubenachse angelenkt werden, daß sie nicht nur in
einer Ebene, sondern in beliebig geneigter Kegelfläche umlaufen können, sowie dadurch,
daß zur Stabilisierungsfläche noch eine steuerbare Fläche tritt, so daß nicht nur eine
selbsttätige Einstellung, sondern auch eine willkürliche Änderung der Schraubensteigung
möglich wird.
In den Abbildungen ist als Ausführungsbeispiel ein Hubschraubenflieger gemäß der *
Erfindung dargestellt, und zwar ist Abb. ι eine Seitenansicht,
Abb. 2 ein Grundriß des Hubschraubenfliegers
mit Schnitt durch die Arme des oberen Flügelpaares, während
Abb. 3 einen in Richtung seiner Längsachse gesehenen Schraubenflügel zeigt.
Der Hubschraubenflieger (Abb. ι und 2) besteht aus einem Rumpf i, in dem außer
dem Führersitz, den Steuerorganen, Behältern usw. auch der Motor 2 untergebracht ist,
ίο der über die vom Führer bediente Friktion 3
und das Kegelradgetriebe 4 einer senkrechten Welle 5 eine rasche Drehbewegung mitteilt.
Diese Welle trägt oben eine Zahnung 6, in welche eine Gruppe von Satelliten 7 eingreift.
Die Drehlagerzapfen dieser Satellitengruppe sind am oberen Ende einer mit der Welle 5
konzentrischen Hohlwelle 8 befestigt, welche im Rumpf in zwei Kugellagern 9 und 10 geführt
ist. Am oberen Ende der Hohlwelle ist ao ferner in geeigneten Lagern das Kronenradgehäuse
11 vorgesehen.
Von den zwei Hubschraubensystemen wird das eine von dem Kronenradgehäuse 11, mit
dem es fest verbunden ist, bewegt, das andere von der Hohlwelle 8. Jeder Schraubenflügel
besteht aus einem Arm 13 und einem Flügel 12. Dieser Flügel ist mit einem Zapfen
14 in Verlängerung der die Schwerpunkte der Flügelprofile verbindenden Achse 15 in
seinem Arm 13 lose drehbar gelagert, wobei diese Schwerachse auch nahe an den Zentren
des aerodynamischen Drucks der Profile vorbeigeht. Die Arme 13 sind ihrerseits mit der
Hohlwelle 8 und dem Gehäuse 11 durch Zapfenlager 16 und 17 gelenkig verbunden, deren
Lagerachsen die Drehachse der Hubschrauben rechtwinklig schneidet.
Jeder Schraubenflügel trägt außerdem außen, d. h. in der Zone der größten Geschwindigkeit,
eine Befiederung, die in passender Entfernung vom hinteren Flügelrand angeordnet
ist und entsprechend den waagerechten Steuerflächen der gewöhnlichen Flugzeuge aus zwei Teilen besteht, einer starr mit dem
Hubschraubenflügel verbundenen Fläche 18 und einer vom Führer als Höhensteuer einzustellenden
Steuerfläche 19.
Wenn der Motor angelassen wird, setzen sich die vom Kronenradgehäuse und die von
der Hohlwelle 8 getragenen Schraubenflügelpaare in entgegengesetztem Drehsinn und mit
gleicher Winkelgeschwindigkeit in Bewegung, so daß sich ihre Momente ausgleichen. Nur
die Drehung der Hohlwelle 8 wird ein Moment erzeugen, das eines besonderen Ausgleichs
bedarf, soll der Kurs eingehalten werden. Diese Aufgabe erfüllt der in der Hauptsache
der Seitensteuerung dienende Propeller 21.
Infolge der Rotation und unter dem Einfluß der Höhensteuerung stellen sich die Hubschraubenflügel,
welche um ihre Schwerachse lose drehbar sind, von selbst auf einen bestimmten Elevationswinkel ein, und es entsteht
ein Auftrieb, der den Apparat vom Boden abhebt. Nicht gezeichnete Dämpfer verhindern
plötzliche Bewegungen der Flügel. Da die Flügelpaare außerdem am Kronenradgehäuse
und der Hohlwelle derart angelenkt sind, daß sich die Flügelenden heben und senken können, so ist der Winkel zwischen
Flügelarmen und Horizontalebene als eine Funktion von Zentrifugalkraft und Auftrieb
veränderlich.
Durch Betätigung der ähnlich wie bei gewohnlichen Flugzeugen gebauten Steuerzüge,
die zum Höhensteuer der Befiederung jedes Schraubenflügels führen, wird der Anstellwinkel
der Hubschrauben und damit der Auftrieb verändert. Plötzliche Windstöße vermögen
das Gleichgewicht des Apparats darum so gut wie gar nicht zu stören, weil alle Momente
an der Mittelachse des Flugzeuges angreifen.
Es versteht sich, daß es zur Höhensteuerung genügt, auf die bewegliche Steuerfläche
der Befiederung der unteren Hubschraube einzuwirken, und daß somit die obere Hubschraube
nur eine starre Befiederung zu haben braucht, so daß ihr Einstellwinkel nicht direkt vom Führer beeinflußt wird. Dagegen
wird der Einstellwinkel der oberen Schraubenflügel sich infolge der veränderten Winkelgeschwindigkeit
dem der unteren Schraubenflügel angleichen.
Bei abgestelltem Motor wirken die Hubschraubenflügel wie die Tragflächen eines
Aeroplane, werden sich aber weiterdrehen. Die Geschwindigkeit des Niedergangs hängt dabei
von der Form und Befiederung der Schraubenflügel ab, welche so zu berechnen ist, daß die Fallgeschwindigkeit so weit gedämpft
wird, daß das Landegestell der Erschütterung beim Aufsetzen gewachsen ist. In das Getriebe zwischen Motorwelle und
Schraubenflügel wird zweckmäßig ein Freilauf eingeschaltet, so daß die Schraubenflügel
das Getriebe nicht bewegen.
Solange der Schraubenflieger sich in Ruhe befindet, halten elastische Bänder 27 die
Schraubenflügel in passender Lage. Diese Bänder greifen etwas vor der Längsdrehachse an
den Schraubenflügeln an, so daß bei der Erschütterung des Landens der Anstellwinkel
des einzelnen Flügels steiler wird, der Stoß gemildert und die Schrauben gebremst werden.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Hubschraubensystem mit wenigstens zwei konaxialen gegenläufigen Hubschrau-ben, deren um ihre Längsachse drehbare Schraubenflügel mit einer Stabilisierungsfläche versehen sind, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anordnung einer gelenkigen Verbindung der Schraubenflügel mit der Hubschraubenachse und einer einstellbaren Fläche hinter der Stabilisierungsfläche der Schraubenflügel.
- 2. Hubschraubensystem nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die An-Ordnung eines Differentialgetriebes zwischen den beiden Hubschrauben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT550222X | 1929-02-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE550222C true DE550222C (de) | 1932-05-13 |
Family
ID=11287639
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930550222D Expired DE550222C (de) | 1929-02-09 | 1930-02-07 | Hubschraubensystem mit wenigstens zwei konaxialen gegenlaeufigen Hubschrauben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE550222C (de) |
-
1930
- 1930-02-07 DE DE1930550222D patent/DE550222C/de not_active Expired
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