DE54967C - Verfahren zur Regelung der Zugkraft und Geschwindigkeit von Wechselstrom - Kraftmaschinen - Google Patents
Verfahren zur Regelung der Zugkraft und Geschwindigkeit von Wechselstrom - KraftmaschinenInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
- H02K19/02—Synchronous motors
- H02K19/10—Synchronous motors for multi-phase current
- H02K19/12—Synchronous motors for multi-phase current characterised by the arrangement of exciting windings, e.g. for self-excitation, compounding or pole-changing
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- Power Engineering (AREA)
- Synchronous Machinery (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bislang hergestellten Wechselstromkraftmaschinen kommen in Bezug auf Wirkungsgrad
den Gleichstromkraftmaschinen nur dann gleich, so lange sie mit einer einzigen,
ganz bestimmten (synchronen) Geschwindigkeit laufen. Verläfst der synchrone Motor diese
Geschwindigkeit, so bleibt er stehen, während bei einer asynchronen Wechselstromkraftmaschine
eine um so erheblichere Menge Kraft nutzlos verzehrt wird, je mehr eine Umlaufsgeschwindigkeit von der synchronen
abweicht. . .
Wollte, man z. B. beim Betriebe mit veränderlicher Geschwindigkeit mit den bisherigen
synchronen Wechselstromkraftmaschinen die zum Angehen erforderliche grofse Zugkraft bei
jener einzigen Geschwindigkeit verfügbar machen, so müfste die Kraftmaschine übermäfsig grofs
gebaut werden. Könnte die Kraftmaschine dagegen zeitweilig auch mit geringerer Geschwindigkeit
leistungsfähig laufen und würde sich dabei seine Zugkraft in gleichem Mafse erhöhen, so wäre er auch, nur für eine mittlere
Belastung berechnet, im Stande, die zum Angehen erforderliche hohe Zugkraft zu entwickeln.
Diesen erwünschten Erfolg zu erzielen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung. Sie
besteht in einem Verfahren, welches ermöglicht , bei Wechselstromkraftmaschinen Geschwindigkeit
und Zugkraft in entgegengesetztem Sinne innerhalb weiter Grenzen zu
verändern.
Das einfachste Mittel, um die Geschwindigkeit des Ankers zu regeln, ist die Veränderung
der Zahl der wirksamen Pole, und diese wird erreicht durch eine veränderliche Schaltung der
Erregerspulen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist dies Verfahren an einer Wechselstromkraftmaschine
nach D. R. P. No. 47885, einem sogen. Tesla-Motor, erläutert.
Indessen läfst sich das. Verfahren auch für
Wechselstromkraftmaschinen anderer Systeme anwenden.
In der Zeichnung ist A der Anker und R ein aus fein zertheiltem Eisen gebildeter Eisenring,
auf welchem sich beispielsweise zwölf Spulen befinden. Die Enden der Spulen gehen
an 24 Stromschlufsstücke 1 bis 24. Die Stromzuführung geschieht durch die vier Schienen
PN und P1N^. Schiebt man die 24 Stromschlufsstücke
beispielsweise auf die Schaltreihe I, so erhält man im Ring R zwei ,rotirende Pole,
schiebt man sie auf die Schaltreihe II, so erhält man vier Pole. Bei zwei Polenv macht
also der Anker Y2, bei vier Polen Y4 Umdrehung
im Verlauf eines Polwechsels. Er hat also bei zwei Polen seine. kleinste Zugkraft,
da er seine gröfste Geschwindigkeit besitzt und das Product aus Zugkraft und Geschwindigkeit
höchstens gleich der gröfsten Zahl PH sein kann. Bei vier Polen, wo er
nur die Hälfte der Umdrehung zu machen braucht, wird seine Zugkraft doppelt so grofs
sein.
In derselben Weise kann man durch eine weitere Schaltreihe in Verbindung mit einer
geeigneten Anzahl Erregungsspulen durch eine einfache Umschaltung der Kraftmaschine 6, 8,
ι ο, η Pole geben, so .dafs seine synchrone Geschwindigkeit
sich zu der mit zwei Polen ver-
, . , .ι ι ι 2 ι
hielte wie —> —> —■> — zu
hielte wie —> —> —■> — zu
3 >4. 5 η 2 ■ .
Es ist auch nicht nöthig, den erregenden Ring R mit so vielen gleichen Wickelungsabtheilungen
zu versehen, dafs durch eine Verbindung gleicher Spulen die gewünschte
Anzahl von Polen herauskommt. Man kann vielmehr den Ring R mit einer fortlaufenden
gleichnamigen Wickelung .versehen, welche für jede Schaltreihe in die geeignete. Anzahl von
Theilen zerlegt wird, und zwar derart, dafs eine Eintheilung ganz unabhängig von. den
anderen durchgeführt wird.
Die Spülenschaltung selber kann entweder mit einem mit der Hand zu bedienenden oder
einem selbstthä'tigen Spulenschalter erfolgen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: . ,An synchronen Wechselstromkraftmaschinen zur beliebigen Regelung der Geschwindigkeit unter gleichzeitiger Erhöhung der Zugkraft bei sinkender Geschwindigkeit das Verfahren, durch verschiedene Schaltung der Erregerspulen mittelst eines mit der Hand zu bedienenden oder selbstthätigen Umschalters die Zahl und die Entfernung der wirksamen Pole zu verändern.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54967C true DE54967C (de) |
Family
ID=329527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54967D Expired - Lifetime DE54967C (de) | Verfahren zur Regelung der Zugkraft und Geschwindigkeit von Wechselstrom - Kraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54967C (de) |
-
0
- DE DENDAT54967D patent/DE54967C/de not_active Expired - Lifetime
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