DE548242C - Loeschwasser - Google Patents

Loeschwasser

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DE548242C
DE548242C DEI33821D DEI0033821D DE548242C DE 548242 C DE548242 C DE 548242C DE I33821 D DEI33821 D DE I33821D DE I0033821 D DEI0033821 D DE I0033821D DE 548242 C DE548242 C DE 548242C
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DE
Germany
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extinguishing
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fire
water
fires
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Expired
Application number
DEI33821D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Christian Schneider
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI33821D priority Critical patent/DE548242C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE548242C publication Critical patent/DE548242C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62DCHEMICAL MEANS FOR EXTINGUISHING FIRES OR FOR COMBATING OR PROTECTING AGAINST HARMFUL CHEMICAL AGENTS; CHEMICAL MATERIALS FOR USE IN BREATHING APPARATUS
    • A62D1/00Fire-extinguishing compositions; Use of chemical substances in extinguishing fires
    • A62D1/0028Liquid extinguishing substances
    • A62D1/0035Aqueous solutions
    • A62D1/0042"Wet" water, i.e. containing surfactant

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Fire-Extinguishing Compositions (AREA)

Description

  • Löschwasser Das Löschen von in Brand geratenen, leicht brennbaren Stoffen, z. B. von brennender Kohle, Braunkohle, Kohlenstaub usw., macht bekanntlich Schwierigkeiten und ist auch rhit Explosionsgefahr verbunden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man in Brand geratene oder glühende brennbare Stoffe, wie Kohle, Kohlenstaub, Papier, Holz, Stroh, Baumwolle, Wolle usw., in sehr vorteilhafter Weise ablöschen kann, wenn man ein Löschwasser verwendet, das einen Gehalt an organische Sulfogruppen enthaltenden Netzmitteln aufweist. Man kann diese Stoffe z. B. der Löschflüssigkeit zusetzen. Das Löschmittel kann auf jede beliebige Art auf die brennenden Stoffe gebracht werden. Bei Bränden von Staub, z. B. Braunkohlenstaub, ist es zur Verhinderung der Bildung von Stichflammen wichtig, die Löschflüssigkeit mit Hilfe von Düsen zu zerstäuben, wobei bei genügend hoher Konzentration die Löschflüssigkeit als Schaum aus den Zerstäuberdüsen austritt. Oftmals ist es auch zweckmäßig, brennbare Stoffe, die in großen Mengen gelagert werden, zur Verminderung der Brandgefahr mit den genannten Stoffen zu bestäuben. Im Falle eines Brandes unterstützen die aufgestäubten Stoffe das Benetzen undEindringen derLöschflüssigkeit in das brennbare Gut. Geeignete Mittel für das vorliegende Verfahren sind z. B. seifenartige Stoffe, wie Sulfierungsprodukte von Fetten und ölen, beispielsweise Türkischrotöle, ferner aliphatische, hydroaromatische, partiell hydrierte aromatische und aromatische Sulfosäuren, insbesondere alkylierte, mehrkernige aromatische Sulfosäuren usw. An Stelle der genannten Sulfogruppen enthaltende Verbindungen kann man auch deren Salze verwenden. Die Mengen der anzuwendenden Stoffe können in weiten Grenzen variiert werden; es genügen im allgemeinen schon geringe Mengen der genannten Stoffe.
  • Die vorstehend beschriebenen Löschmittel aus organische Sulfogruppen enthaltenden Netzmitteln sind deshalb besonders vorteilhaft, weil sie sich leicht und rasch und in beliebiger Menge am Brandplatz herstellen lassen, wodurch eine rasche und intensive Bekämpfung des Brandherdes ermöglicht wird. Die Zumischung kann durch einfachen Zusatz der angegebenen Netzmittel zum Löschwasser erfolgen, es können aber auch kontinuierlich arbeitende Mischgeräte Verwendung finden. Im Gegensatz zu den Schaumlöschverfahren, die in der Regel nur mit einer begrenzten Menge an Löschmitteln arbeiten, ist es im vorliegenden Falle möglich, infolge der leichten Herstellungsweise des Löschwassers einen Brand größeren Umfangs wirkungsvoll zu bekämpfen.
  • Man hat zwar schon vorgeschlagen, Sulfitcelluloseablauge beim Löschen von Bränden zu verwenden. Die Wirkungsweise dieses Stoffes ist indessen zu gering, um eine wirksame Bekämpfung von Bränden herbeizuführen, da für diesen Zweck an die zu verwendenden Stoffe besondere Anforderungen hinsichtlich ihrer Netzfähigkeit gestellt werden müssen, um eine erhebliche Steigerung der Löschfähigkeit im Vergleich zu der Verwendung von reinem Wasser hervorzurufen. Gegenüber der Sulfitcellulose besitzen die bei dem beschriebenen Verfahren zur Anwendung kommenden Stoffe ein bedeutend stärkeres Netzvermögen, so daß sie sich mit großem Vorteil bei der Bekämpfung von Bränden verwenden lassen, insbesondere auch solchen, bei denen es z. B. infolge der leicht auftretenden Stichflammenbildung und Staubexplosionen bisher außerordentlich gefährlich bzw. unmöglich war, Lösungen von Sulfitcellulose zu verwenden. Es sind auch Schaumlöschverfahren bekannt, bei denen lösliche Silikate (Wasserglas) und schaumbildende Stoffe, wie Seife oder Saponine, mit oder ohne Zusatz von Salzen zur Verwendung kommen. Diese Verfahren haben mit dem vorliegenden Verfahren nichts zu tun, .denn hier werden die Oberflächenspannung erniedrigenden Mittel in wäßriger Lösung allein angewandt, und eine Erstickung des Feuers durch eine Silikatschaumdecke erfolgt hier nicht.
  • Beispiel i Man gibt zu ioo Teilen Löschwasser i bis 2 Teile des Natriumsalzes einer propylierten oder butylierten Naphthalinsulfosäure. Beim Löschen von Bränden, z. B. Braunkohlenstaubbränden, dringt die so hergestellte Löschflüssigkeit rasch in das brennende Gut ein, und es wird eine überraschend gute Löschwirkung erzielt.
  • An Stelle der genannten Salze von Sulfosäuren kann man auch Türkischrotöl u. dgl. verwenden.
  • Beispiele Brennendes Saatgut, z. B. Leinsamen, läßt sich in vorzüglicher Weise löschen, wenn man dem Lösphwasser etwa i°/, des Natriumsalzes einer butylierten Naphthalinsulfosäure zusetzt und diese Lösung in irgendeiner geeigneten Form auf oder in die brennende Masse bringt. Beispiel 3 Brennender Braunkohlenstaub, insbesondere solcher= der an geeigneten Wänden oder auf Balken in geschlossenen Räumen liegt, oder auch solcher, der sich in schwer zugänglicher Apparatur, z. B. in Transportschnekken, befindet, wird dadurch gelöscht, daß man Dampf in die Räume einführt, dem durch eine geeignete Apparatur wäßrige Lösungen von Diisopropylnaphthalinsulfosäure in fein versprühter Form beigemischt ist. Beispiel q. In Brand geratene Rohbaumwollballen werden mit einer Lösung, die im Liter Wasser i bis 5 g laurinsäureäthylanilidsulfonsaures Natrium enthalten, gelöscht. Die Baumwolle saugt die Löschflüssigkeit sehr schnell auf, und die Löschung gelingt leicht und rasch. Die noch gefährlicheren Brände von losen Baumwollabfällen lassen sich in gleicher Weise oder auch mit einer gleichwertigen Lösung des Natriumsalzes des Olsäureäthylanilidschwefelsäureesters wirkungsvoll bekämpfen. Beispiel s Brennende gebrauchte -Putzwollhaufen, die infolge ihres öl- und Fettgehaltes besonders schwer zu benetzende Brandobjekte darstellen, werden durch Übergießen mit einer 2 g im Liter enthaltenden wäßrigen Lösung von oxyoctodecansulfosaurem Natrium gelöscht. An Stelle des oxyoctodecansulfosauren Natriums läßt sich auch eine gleichkonzentrierte Lösung des Natriumsalzes des sauren Schwefelsäureesters des Oleylalkohols verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Löschwasser, gekennzeichnet durch einen Gehalt an organische Sulfogruppen enthaltenden Netzmitteln.
DEI33821D 1928-03-14 1928-03-15 Loeschwasser Expired DE548242C (de)

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DEI33821D DE548242C (de) 1928-03-14 1928-03-15 Loeschwasser

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE976214C (de) * 1954-10-05 1963-05-02 Bundesrep Deutschland Fluessiges Feuerloeschmittel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE976214C (de) * 1954-10-05 1963-05-02 Bundesrep Deutschland Fluessiges Feuerloeschmittel

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