DE548149C - Einrichtung zur Verhinderung des Aussertrittfallens bzw. der Abschaltung von Wechselstrom-Gleichstrom-Umformern bei Stoerungen - Google Patents
Einrichtung zur Verhinderung des Aussertrittfallens bzw. der Abschaltung von Wechselstrom-Gleichstrom-Umformern bei StoerungenInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/10—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers
- H02H7/103—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for rotating converters
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Description
In Umformeranlagen zur Umformung von Wechselstrom in Gleichstrom bewirken Störungen
auf der Wechselstromseite, hervorgerufen z. B. durch mehr oder weniger starke
Kurzschlüsse im Hochspannungsnetz, daß vom Umformeranker große wattlose Ströme nach der Fehlerstelle fließen und das Hauptfeld
des Umformers schwächen.
Mit dieser Feldschwächung verringert sich auch die Gleichstrom-EMK des Umformerankers,
so daß beim Parallelarbeiten- mehrerer Maschinen und Batterien sofort auch ein unzulässig
großer Gleichstromrückstrom in die Wicklung· des Umformers fließt, der eine
Beschleunigung und damit ein Außertrittfallen des Ankers einleitet, was die Abschaltung
des Umformers zur Folge hat.
Diese nachteiligen Betriebsumstände sucht die im folgenden beschriebene Erfindung zu
vermeiden, indem beim Auftreten einer Störung in die Wechselstromhochspannungsoder
Niederspannungsseite induktive oder Ohmsche Widerstände eingeschaltet werden, die die Feldschwächung des Hauptfeldes
«5 durch die starken wattlosen Ströme nur so
weit zulassen, daß der Umformeranker infolge des alsdann stark verkleinerten Gleichstromrückstromes
synchron bzw. nahezu synchron weiterläuft. Nach Wiederkehr normaler Spannungsverhältnisse auf der Wechselstromseite
spricht ein Relaissatz unter diesen Verhältnissen an und schließt die wechselstromseitig
eingeschalteten induktiven bzw. Ohmschen Widerstände kurz, worauf der Umformer wieder normale Betriebsverhältnisse aufweist.
Im nachstehenden soll an Hand der Abbildungen die Erfindung näher erläutert
werden.
Abb. ι zeigt z. B. die Einschaltung von induktiven
oder Ohmschen Widerständen 9, 10 und 11 in die niederspannungsseitigen Verbindungsleitungen
zwischen Transformator 15, 14 und Umformer 1. Diese Widerstände
sind gleichzeitig ganz oder teilweise Glieder der wechselstromseitigen Anlaßeinrichtung.
Der dreipolige Anlaßschalter 7 wird auf die erste Stufe 13 gebracht, wodurch der Um·
former von der Transformatorwicklung 14 zunächst über Kontakt 13 nur eine Teilspannung
erhält und anläuft.
Sobald der Umformer die synchrone Drehzahl erreicht hat, wird der Anlaßschalter 7
in die Stellung 12 gebracht. In dieser sind die Widerstände 9, ίο und 11 noch eingeschaltet,
die unmittelbar darauf selbsttätig von dem dreipoligen Schalter 8 kurzgeschlossen
werden. Damit ist der Anlaufvorgang beendet.
Tritt nun im Betrieb auf der Hochspannungsseite eine Störung durch Kurzschluß
usw. auf, so bewirkt der durch den Umformer fließende Rückstrom die Ausschaltung des
Schalters 8 und damit die Einschaltung der Widerstände 9, 10 und ir, wodurch die sonst
eintretende Feldschwächung des Hauptfeldes des Umformers vermindert wird. Nach der
Störung wird wieder dem Umformer Leistung von der Wechselstromseite zugeführt, so daß er wieder Gleichstrom an die Gleichstromsammelschienen
abgeben kann, worauf der Schalter 8 einschaltet und die Widerstände kurzschließt.
Bemerkt sei hierzu, daß die im Störungsfalle einzuschaltenden Widerstände (Impedanzen)
auch hochspannungsseitig eingebaut werden können.
Bei einem Störungsvorgange der genannten Art wird also weder der hochspannungsseitige
Hauptschalter (ölschalter) noch ein Gleichstromhauptschalter ausgeschaltet, der Umformer
somit weder primär- noch sekundärseitig abgetrennt.
Außer der Einschaltung von induktiven ao bzw. Ohmschen Widerstandskombinationen in
die Wechselstromseite kann bei Störungen auch gleichzeitig Ohmscher Widerstand in den
Gleichstromkreis des Umformers eingeschaltet werden. Die Größe der Widerstände läßt
sich so bestimmen, daß der Umformer während der Störungszeit synchron bzw. nahezu
synchron weiterläuft und nach Beendigung der Störung sofort wieder in den Normalbetrieb
übergeht.
Ein Schaltungsbeispiel hierfür zeigt Abb. 2. Beim Auftreten einer wechselstromseitigen
Störung wird der Gleichstromhilfsschalter 5 ausgelöst und der Gleichstromrückstrom über
den Widerstände geleitet. Die günstigste Erregung des Hauptfeldes des Umformers
während der Störung kann durch Anlegen der Erregerwicklung 2 an die Punkte a, b, c
usw. am Widerstand 6 erreicht werden.
Maschinen, die bei wechselstromseitiger Störung ungünstige Kommutierungsverhältnisse
haben, können durch Änderung des Wendepolfeldes in der !Commutation verbessert
werden. Dies geschieht, indem nach Abb. 3 mit dem Auslösen des Gleichstromhilfsschalters
5 die vom Widerstand 6 beliebig abgezweigte Wendepolwicklung 3 vom Strom durchflossen wird.
In gleicher Weise kann nach Abb. 4 eine Hauptfeldwicklung 4 (Compoundwicklung)
zur Veränderung des Hauptfeldes der Maschine nach dem Auslösen des Schalters 5
durch beliebige Abzweigung der Wicklung 4 von dem Widerstand 6 vom Strom durchflossen
werden.
Je nach Größe der erforderlichen Widerstandswerte und der Auslegung der Wicklungen
3 bzw. 4 kann gegebenenfalls der Widerstand 6 in Fortfall kommen (Abb. 5).
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur Verhinderung des Außertrittfallens von Wechselstrom-Gleichstrom-Einankerumformern und Kaskadenumformern, die gleichstromseitig mit anderen Energiequellen parallel arbeiten, bei wechselstromseitigen Störungen, dadurch gekennzeichnet, daß im Störungsfalle auf der Wechselstromhochspannungsoder Niederspannungsseite des Umformers induktive oder Ohmsche bzw. gemischte Widerstände eingeschaltet werden, die die alsdann auftretende Schwächung des Hauptfeldes des Umformers derartig begrenzen, daß der Umformer durch den Gleichstromrückstrom in synchronem bzw. nahezu synchronem Lauf gehalten wird, und welche nach Wiederkehr der vollen Wechselstromspannung selbsttätig kurzgeschlossen werden.
- 2. Einrichtung zur Beschleunigung bzw. zur Wiederinbetriebnahme von Wechselstrom - Gleichstrom - Einankerumformern und Kaskadenumformern, welche auf ein Gleichstromnetz ohne eigene Energiequellen arbeiten, nach wechselstromseitigen Störungen, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Wechselstromseite vorgesehenen induktiven bzw. Ohmschen Widerstände nach Anspruch 1 für den Beschleunigungs- bzw. Wiederanlaßvorgang des Umformers nach einer Störung dienen, indem sie erst nach Wiedererreichen des synchronen Laufs selbsttätig kurzgeschlossen werden.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Wechselstromseite zur Einschaltung im Störungsfalle vorgesehenen induktiven bzw. Ohmschen Widerstände Teile des Umformeranlassers sind.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 bei mehreren parallel arbeitenden Gleich Stromquellen und mit im Störungsfalle gleichstromseitig einschaltbarem Widerstand, dadurch gekennzeichnet, daß die günstigste Erregung des Hauptfeldes des *°5 Umformers durch entsprechende Abzweigung vom Gleichstromwiderstand erzielt wird und daß die Wendefeldwicklung oder eine Compoundwicklung an beliebigen Abzweigstellen des Gleichstrom-Widerstandes angeschlossen ist oder daß diese Wicklungen im Störungsfalle unmittelbar in den Gleichstromkreis eingeschaltet werden und somit den erforderlichen Gleichstromwiderstand ganz oder "5 teilweise ersetzen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB129782D DE548149C (de) | 1927-02-15 | 1927-02-15 | Einrichtung zur Verhinderung des Aussertrittfallens bzw. der Abschaltung von Wechselstrom-Gleichstrom-Umformern bei Stoerungen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE548149C true DE548149C (de) | 1932-04-11 |
Family
ID=6997458
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB129782D Expired DE548149C (de) | 1927-02-15 | 1927-02-15 | Einrichtung zur Verhinderung des Aussertrittfallens bzw. der Abschaltung von Wechselstrom-Gleichstrom-Umformern bei Stoerungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE548149C (de) |
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1927
- 1927-02-15 DE DEB129782D patent/DE548149C/de not_active Expired
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