DE547749C - Steuervorrichtung fuer stosslos arbeitende Ruettelformmaschinen - Google Patents

Steuervorrichtung fuer stosslos arbeitende Ruettelformmaschinen

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DE547749C
DE547749C DE1930547749D DE547749DD DE547749C DE 547749 C DE547749 C DE 547749C DE 1930547749 D DE1930547749 D DE 1930547749D DE 547749D D DE547749D D DE 547749DD DE 547749 C DE547749 C DE 547749C
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valve
compressed air
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anvil
vibrating
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DE1930547749D
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English (en)
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Sebold & Neff
Badische Maschinenfabrik GmbH
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Sebold & Neff
Badische Maschinenfabrik GmbH
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C15/00Moulding machines characterised by the compacting mechanism; Accessories therefor
    • B22C15/10Compacting by jarring devices only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

Wenn man bei Rüttelformmaschinen eine gleichbleibende Luftmenge zur Bewegung des Rütteltisches einführt, so werden schwere Formkasten schwächer als leichte gerüttelt. Man hat, um diesem Mangel zu begegnen, schon Handsteuerungen vorgesehen, um je nach Größe und Gewicht des Formkastens ungleiche Luftmengen einströmen zu lassen. Wenn solche von Hand verstellbare Steuerkolben aber einmal eingestellt sind, bleibt die von ihnen gelieferte Luftmenge die gleiche. Man müßte infolgedessen für jedes neue Formkastengewicht die Einstellung ändern. Damit würde ein großer Zeitverlust verbunden sein. Ferner läßt sich in der Praxis die Handeinstellung überhaupt nur ungefähr, nämlich für ganze Gewichtsbereiche (beispielsweise Formkasten von 100 bis 200 kg, 200 bis 300 kg usw.), durchführen. Eine genaue Einstellung für jedes einzelne Formkastengewicht läßt sich von Hand nicht erzielen.
Man hat ferner schon vorgeschlagen, die Preßluft für den Rüttelkolben mittels eines Schleppschiebers einzuführen, der im Amboß einer Maschine untergebracht ist, bei der die zum Rütteln benutzte Preßluft unter den Amboß tritt, um eine stoßlose Arbeitsweise herbeizuführen. Der Schieber wird nach einem bestimmten Hube des Rüttelkolbens von diesem mitgenommen, um die Umsteuerung für die Preßluft zu bewirken. Auch bei dieser Vorrichtung ist der Hub der Steuervorrichtung unveränderlich, so daß eine Angleichung des Rüttelvorganges an das Formkastengewicht nicht oder nur in beschränktem Maße eintreten kann.
Man hat auch bereits verwickelte Vorrichtungen vorgeschlagen, die zur Regelung der Preßluftzufuhr unter den Rüttelkolben ein im Preßlufteintrittsraum befindliches Ventil benutzen. Dabei bedient man sich eines Reduzierventiles, um ungleiche Drucke für das Rütteln veränderlicher Lasten zu schaffen. Für verschiedene Belastungen ist aber eine jedesmalige Neueinstellung des Reduzierventiles erforderlich, so daß eine wirkliche Überlegenheit gegenüber von Hand einzustellenden Steuerkolben oder den erwähnten'Schleppschiebern nicht besteht.
Schließlich hat man Rüttelformmaschinen, deren Amboß zwecks stoßlosen Arbeitens durch Federn gestützt wird, mit einer Art von Ringschiebern zur Steuerung der Preßluft ausgerüstet. Entweder an einem zentralen Fortsatz des Gehäuses oder an einem zentralen Fortsatz eines im Gehäuse befindlichen Schlagkörpers sind Durchlaßöffnungen angebracht, mit denen ein am Rütteltisch befestigter Ringkanal zur Deckung gebracht werden kann, um die Preßluft in das Innere des Schlagkörpers hineinzuführen und den Zufluß und Abfluß des Druckmittels zu steuern. Bei dieser Vorrichtung besteht jedoch überhaupt keine Gewähr für eine zuverlässige Steuerung, weil die Relativbewegungen zwischen Schlagkörper und
Rütteltisch störend einwirken. Außerdem ist im Hinblick auf die ausschließlich aus Stoßen bestehenden Bewegungen der Maschine diese. Vorrichtung auch wegen der großen Reibung an den Schieberflächen praktisch unbrauchbar. Demgegenüber löst die vorliegende Erfindung die Aufgabe der Anpassung der Rüttelarbeit an das jeweilige Formkastengewicht in einer überraschend einfachen und zuverlässigen Weise. ίο Beim Erfindungsgegenstande erfolgt die Steuerung der Preßluft durch ein in den Preßlufteintrittsraum hineinragendes Ventil, dessen Spindel sich auf einen Teil des Amboßgehäuses stützt. Der Preßlufteintrittsraum bildet einen Teil des Rüttelkolbens (mit dem Rütteltisch), und der ihn stützende Amboß wird von starken Federn getragen, die auf dem Boden des Amboßgehäuses stehen. Je nach dem Gewicht des Formkastens stellt sich also der Amboß höher oder tiefer in seinem Gehäuse ein, und dementsprechend steht auch der Rüttelkolben oder Rütteltisch höher oder tiefer zum Amboßgehäuse. Infolgedessen ist das Steuerventil bei schwereren Formkasten weiter und bei leichteren Formkasten weniger weit geöffnet. Das Ventil stellt sich nicht nur für gewisse Formkastenbereiche, sondern für jedes einzelne Formkastengewicht völlig selbsttätig in eine bestimmte Öffnungslage ein. Die Preßluftzufuhr wird also dem jeweiligen Formkastengewicht selbsttätig angepaßt, ohne daß irgendein Eingriff von Hand erforderlich ist.
Durch die Erfindung wird der Vorteil erreicht, daß alle Formkasten, für welche die betreffende Maschine gebaut ist, praktisch gleichmäßig gerüttelt werden, die Erzielung der gewünschten -,» Sandverdichtung also nur noch von der Rütteldauer abhängt.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs- no gegenstandes ist auf der Zeichnung dargestellt. Abb. ι zeigt eine stoßlos arbeitende Rüttel- : formmaschine mit der neuen Steuervorrichtung.
Abb. 2 zeigt eine Einzelheit der Steuervorrichtung.
Am Rütteltisch α befindet sich der Rüttelkolben 5, der in einer passenden Bohrung des Ambosses c steckt. Letzterer ruht auf starken Federn d, die auf dem Boden des Gehäuses e stehen.
Wenn die Maschine eine reine Rüttelformmaschine sein soll, ist das Amboßgehäuse e unmittelbar auf dem Fundament befestigt. Soll jedoch die Vorrichtung zugleich auch als Preßformmaschine dienen, so wird das Amboßgehäuse e als Preßkolben benutzt und steckt dann in einem Preßzylinder f, an dem beispielsweise eine Gegendruckplatte g- befestigt ist.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die neue Steuervorrichtung zentral im Rüttelkolben b angebracht, jedoch sind auch andere Anordnungen möglich. In einer Bohrung des Rüttelkolbenbodens steht ein Ventil i mit einer Spindel i'. Letztere ist durch den Boden des Ambosses c hindurchgeführt und steht mit ihrem unteren Ende auf dem Boden e! des Amboßgehäuses e auf.
In Abb. ι ist der Rütteltisch α unbelastet, so daß auf die Federn d nur das Gewicht der Teile a, b und c wirkt, das eine bestimmte Zusammendrückung der Federn g hervorruft. Das Ventil« ist dementsprechend geöffnet. Legt man einen Formkasten auf, so vergrößert sich die Belastung der Federn d genau um das Gewicht des Formkastens mit Sand und Modell. Dementsprechend sinkt der Amboß c noch etwas tiefer, und zwar um so mehr, je größer das Formkastengewicht ist. Um den gleichen Betrag öffnet sich das Ventil i gegenüber Abb. 1 noch mehr.
Bei h tritt die Preßluft ein und strömt am Ventil i vorbei in den Zwischenraum k zwischen Rüttelkolben und Amboß. Der Rütteltisch a wird gehoben, und zugleich senkt sich der Amboß c etwas. Das Ventil i legt sich auf seinen Sitz und sperrt die Luftzufuhr in den Raum /e hinein ab. Das geschieht um so später, je größer das Gewicht des aufgelegten Formkastens ist. Wenn der aufsteigende Rüttelkolben b den Kanal I freigibt, so strömt die Preßluft durch den Austrittskanal» ins Freie. Der Rütteltisch fällt herunter, die Federn d entspannen sich und bewegen den Amboß nach oben, bis Rütteltisch und Amboß aufeinandertreffen, um den Rüttelstoß zu erzeugen,
Im Augenblick des Rüttelstoßes ist das Ventil i schon wieder offen, so daß erneut Preßluft in den Raum k gelangen kann, und während jedes einzelnen Rüttelvorganges wird der Öffnungsgrad des Ventiles i durch das Gewicht des Formkastens bestimmt. Dieses kann bei der neuen Steuervorrichtung ganz nach Belieben wechseln. Ohne irgendwelchen Handeingriff regelt das Formkastengewicht die Eröffnung des Ventiles i selbsttätig.
Da der Preßluftdruck auch auf die Stützfedern d einwirkt, findet der Rüttelstoß in einer etwas höheren Lage als in der Ruhelage statt. Die Länge der Ventilspindel i' wird so gewählt, daß die Öffnungen des Ventiles * bei dieser etwas höheren Stellung eintreten. Infolgedessen ist die Anfangsöffnung des Ventiles i (Ruhelage bei aufgelegtem Formkasten) für den ersten Hub zur Einleitung der Rüttelarbeit ein wenig zu groß. Um zu verhindern, daß der Rüttelkolben δ bei diesem Anfangshube zu hoch geworfen wird und gegebenenfalls nicht in Gleichtakt mit den Amboßschwingungen kommt, ist nach der Erfindung eine Drosselvorrichtung vorgesehen, die lediglich beim ersten Hube einer Rüttelperiode den Luftdurchgang verengt.
Zu diesem Zwecke ist gemäß Abb. 2 auf der
Spindel i' ein Bund oder eine sonstige Verdickung η unterhalb des Ventiles i angeordnet. Der Außendurchmesser des Bundes η ist etwas kleiner als die Bohrung ο im Boden des Rüttelkolbens b.
Abb. 2 zeigt etwa die Ventilstellung im Augenblick des Rüttelstoßes. Die Preßluft kann ungehindert am Bunde» vorbeiströmen. Bei der vorhergegangenen Ruhelage befindet sich aber
ίο der Rüttelkolben b so viel tiefer, daß der Bund η etwas in die Bohrung ο eingreift. Beim Anfangshube wird dadurch der Preßluftdurchgang gedrosselt, so daß die Rüttelvorrichtung ruhig anläuft.
Die neue Steuervorrichtung beeinflußt nicht nur den Verlauf des Rüttelvorganges günstig, sondern sie vermindert auch den Preßluftbedarf.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Steuervorrichtung für stoßlos arbeitende Rüttelformmaschinen, bei denen die Preßluft in das Innere des Rüttelkolbens geführt und durch ein in den Preßlufteintrittsraum hereinragendes Ventil gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Spindel des Steuerventiles auf einen Teil des Amboßgehäuses stützt und die Preßluftzufuhr unter den Rüttelkolben in Abhängigkeit von dem jeweiligen Formkastengewicht durch entsprechend stärkeres oder schwächeres Öffnen der Ventilbohrung selbsttätig regelt.
  2. 2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Bohrung des Rüttelkolbenbodens durchsetzende Spindel (i1) des Steuerventiles (i) den Amboß (c) durchsetzt und mit ihrem unteren Ende auf dem Boden (e') des Amboßgehäuses (e) aufsteht.
  3. 3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (i1) unterhalb des Ventilkegels (i) eine Verdickung (η) besitzt, die bei zu großer Ventilöffnung vorübergehend in die Bohrung (0) des den Preßlufteintrittsraum unten abschließenden Bodens (0') tritt und den Luftdurchgang drosselt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930547749D 1930-08-23 1930-08-23 Steuervorrichtung fuer stosslos arbeitende Ruettelformmaschinen Expired DE547749C (de)

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DE (1) DE547749C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2601656A (en) * 1949-07-19 1952-06-24 Spo Inc Foundry machine
US2619695A (en) * 1949-07-19 1952-12-02 Spo Inc Control for jarring mechanism in foundry machines

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2619695A (en) * 1949-07-19 1952-12-02 Spo Inc Control for jarring mechanism in foundry machines

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