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Fallbär für Preßluftfallhämmer Die Erfindung betrifft eine Verbesserung
an Preßluftfallhämmern und bezweckt eine solche Bauart des Fallhammers, daß er mit
größerer Genauigkeit und höherem Wirkungsgrad arbeitet. Die mit Druckluft betriebenen
Fallhämmer haben einen Grundsockel mit Amboß, ein Paar senkrechter Säulen, parallel
zueinander zur Aufnahme eines Ouerhauptes, das in seiner Mitte den Zylinder trägt;
in dem Zylinder ist ein Kolben hin und her beweglich, dessen Stange durch ein Mittellager
des Ouerhauptes hindurchgeht und am unteren Ende mit einem schweren Bär unter Verwendung
nachgiebiger Packungen verbunden ist. Druckluft wird in den Zylinder eingeführt,
um den Bär von dem Amboß auf eine vorher bestimmte Höhe zu heben, und dann ausgepufft,
um den Hammer fallen zu lassen.
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Bei Fallhämmern dieser Gattung verursacht die Vibration des Bärs während
seiner Hinundherbewegung eine sehr beträchtliche Abnutzung zwischen den Lagern des
Bärs und den Säulen, auf welchen die Lager hin und her gleiten. Wenn derartige Fallhämmer
für Matrizenarbeit zur Herstellung von Silberwaren benutzt werden, bei denen die
benutzten Matrizen Schmuckgravierungen haben, verursacht selbst eine geringe Abnutzung
der Lager eine derartige Ungenauigkeit im Fallen des Hammers, daß die herzustellenden
Waren ungenau bearbeitet oder gar beschädigt werden.
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Die Erfindung bezweckt daher die Lösung des Problems, eine Abnutzung
der Lager zu vermeiden und dadurch eine genaue Arbeit des Hammers und der von ihnen
getragenen Matrizen sicherzustellen.
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Die Erfindung betrifft eine besondere Bauart des Fallbärs, der mit
in weitem Abstande stehenden oberen und unteren Lagern versehen ist. Jedes Lager
hat eine abwärts gerichtete Bohrung, beginnend an dem oberen Ende und fast bis zum
unteren Ende reichend, welche eine verhältnismäßig weiche Metallbuchse aufnimmt,
die dicht, aber gleitbar in die Säulen eingepaßt ist; die Bauart ist derart, daß
ein wiederholtes Fallenlassen des Hammers auf das Metall der Buchse, welche auf
der unteren Wandung der Bohrung ruht, so einwirkt, daß es verdichtet wird und einen
vollkommenen Gleitsitz herstellt, so daß das senkrechte Niederfallen des Bärs immer
gesichert wird und seitliche Erschütterungen verhindert werden.
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Dabei ist eine neue nachgiebige Verbindung
zwischen
dem Bär und seiner Kolbenstange vorgesehen, in Verbindung mit der Führung des Bärs
auf dem Kolben, wodurch eine übermäßige Abnutzung verhindert wird. In der Zeichnung
zeigen Abb. i eine Teilansicht sowie einen Teilschnitt für die Lagerung des Bärs
auf seinen Säulen, die Verbindung des Bärs mit der Kolbenstange sowie die Vorrichtung,
die den Hammer in der angehobenen Stellung hält, die jedoch nicht zu der Erfindung
gehört, Abb. 2 einen Teilaufriß, teilweise einen Schnitt für den Verschlußblock,
der die Kolbenstange an dem Bär abnehmbar befestigt.
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Die Bauart des Fallhammers ist besonders bestimmt zur Verrichtung
genauer Gesenkarbeit, wie zum Treiben und Formen von Silber oder anderen metallischen
Gegenständen, denen sehr feine Musterungen aufgedrückt werden sollen.
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Der Fallhammer hat einen Amboß i, der das Untergesenk (nicht dargestellt)
trägt. Parallele Säulen 2, 3 sind mit ihren unteren Enden an dem Amboß befestigt
und tragen an ihren oberen Enden das Querhaupt zur Aufnahme des Zylinders, der in
der Mitte zwischen den Säulen liegt und den Kolben trägt, dessen Stange q. nur sichtbar
ist. Das untere Ende der Stange ist nachgiebig in bekannter Weise mit dem Bär 5
verbunden, der mit seitlich ausladenden Lagern auf den Säulen 2, 3 geführt wird.
Der Bär wird durch Druckluft gehoben, die in den Zylinder unter dem Kolben eingeführt
wird und auspufft, sobald der Kolben eine bestimmte Höhe erreicht hat, um dann den
Hammer fallen zu lassen.
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Die gute Führung des Bärs wird erreicht durch in weitem Abstande liegende
Lager 6, 7, die auf den Säulen 2, 3 hin und her beweglich angeordnet sind. Die Lager
haben besondere Buchsen, die einen vollkommenen Gleitsitz auf den Führungen sichern.
Jedes Lager 6, 7 hat Gegenbohrungen, die von den oberen Enden bis nahe an die unteren
Enden reichen, so daß eine ringförmige Aussparung mit Absätzen 8 und g an den unteren
Enden entsteht. Diese ringförmigen Aussparungen werden mit Metallbuchsen io, 1i
ausgefüllt, vorzugsweise einer Lagerbronzelegierung, die unteren Enden der Buchsen
ruhen auf den Absätzen 8, g des ringförmigen Flansches am Ende der Gegenbohrung.
Die Flanschen verhindern, daß die Buchsen durch die Schläge des Hammers verschoben
werden, bewirken aber, daß die wiederholten, vom Hammer ausgeführten Schläge das
Metall der Buchse verdichten, so daß ein vollkommener Gleitsitz auf den Säulen entsteht.
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Der Bär trägt ferner zwischen den Säulen eine senkrechte Aussparung
12, die tief bis in den Bärkörper hineinragt. Eine zylindrische Metallbuchse 13
ist in die Aussparung eingesetzt. Die Kolbenstange q. hat einen unteren Flansch
14 von kleinerem Durchmesser als die Buchse ij. Eine elastische Masse 15, z. B.
Gummi, vorzugsweise in Form einer Kugel, die die Aussparung seitlich nicht ausfüllt,
ist zwischen der unteren ebenen Stirnfläche des Flansches 14 und dem Boden der Aussparung
12 eingelegt und berührt das Ende des Kolbens axial. Eine Anzahl von Unterlagscheiben
16 aus Faserstoff, die zwischen der oberen Fläche des Flansches 14 der Kolbenstange
und einem Verschlußblock 17 eingesetzt ist, hat eine mittlere Aussparung 18 von
größerem Durchmesser als die Kolbenstange q. und schafft in bekannter Weise eine
nachgiebige Verbindung. zwischen der Kolbenstange und dem Kolben, wodurch Berührung
von Metall zu Metall zwischen Kolbenstange und Bär vermieden wird. Diese Bauart
kann die Stöße verteilen, die beim Fallenlassen und Anheben des Bärs auftreten,
vnd so die Wahrscheinlichkeit, daß eine Kristallisation des Kolbens eintritt, auf
ein Mindestmaß verringern.
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Weiterhin betrifft die Erfindung ein neues Mittel, um den Verschlußblock
17 an dem Bär zu befestigen. Die Wandung der Aussparung, die in den Bär hineinreicht,
hat eine Gegenbohrung ig, die von der oberen, Fläche des Bärs abwärts gerichtet
ist, der untere Teil der Versenkung hat gegenüberliegende Aussparungen 2o zur Bildung
eines Sitzes für den Verschlußblock 17. Der Verschlußblock 17 ist im allgemeinen
rechteckförmig, aber an den gegenüberliegenden Ecken 21 nach einer Kurve gebildet,
so daß der Verschlußblock in die Bohrung ig eingesetzt werden kann (Abb. 2, punktiert),
um dann um eine Vierteldrehung in die Aussparungen 2o gedreht zu werden (Abb. 2,
in vollen Linien), so daß die Enden des Verschlußblockes in den Aussparungen 2o
des Bärs liegen und der Verschlußblock fest innerhalb des Bärs gehalten wird.
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Um die Verstellung des Verschlußblockes zu verhindern, dient eine
verjüngte Aussparung 22, die von der oberen Fläche des Bärs abwärts verläuft und
die äußere Wandung der Aussparung 2o kreuzt. Der Verschlußblock 17 ist mit einem
Flansch 23 in Ergänzung zu der Aussparung 22 versehen, um einen verjüngten Sperrstift
24 aufzunehmen, der, wenn er eingetrieben ist, den Verschlußblock in seiner Lage
verriegelt. Das obere Ende des Stiftes 24 ist zylindrisch und mit Gewinde zur Aufnahme
einer Mutter 25 versehen, die, wenn sie in der passenden Richtung gedreht wird,
den verjüngten Stift schnell zurückzieht und so die Drehung und Entfernung des Verschlußblockes
gestattet.