DE544192C - Verfahren zur mehrstufigen Trocknung zu verschwelender wasserreicher Brennstoffe - Google Patents
Verfahren zur mehrstufigen Trocknung zu verschwelender wasserreicher BrennstoffeInfo
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Description
- Verfahren zur mehrstufigen Trocknung zu verschwelender wasserreicher Brennstoffe Die Trocknung wasserreicher Brennstoffe hat man schon mehrstufig ausgeführt, derart, daß das Gut in den ersten Stufen zunächst mit niedrigeren Temperaturen und in den darauffolgenden Stufen mit höheren Temperaturen behandelt wurde; das Trockenmittel war hierbei in allen Stufen dasselbe. Ferner sind mehrstufige Trockenverfahren für Torf angegeben, bei denen in der ersten Stufe die Trocknung durch Dampf erfolgt, während die Austreibung der Restfeuchtigkeit durch die Abgase einer Feuerung bewirkt wird. Auch die umgekehrte Arbeitsweise ist bekannt, gemäß der die erste Stufe der Trocknung direkt mittels Feuergasen und die zweite Stufe indirekt mittels Dampf beheizt wird.
- In vielen Fällen erfolgt die Trocknung der wasserhaltigen Brennstoffe zu dem Zweck, die Brennstoffe für die Verschwelung vorzubereiten. Hierbei hat man, wenn Feuergastrocknung angewandt wurde, für diese das bei der Schwelung entstehende Gas verwendet und bei stark wasserhaltigen Brennstoffen den notwendigen Wärmebedarf, soweit das Schwelgas nicht ausreichte, durch Gas aus Zusatzgeneratoren gedeckt.
- Es hat sich gezeigt, daß das aus der Kohle entstehende Gas nur bis zu einer Anfangsfeuchtigkeit von 25 bis 35 °lo für die Trocknung ausreicht. Die meisten, insbesondere deutschen Brennstoffe, wie Braunkohle, haben aber erheblich höhere Feuchtigkeitsgehalte. In diesem Falle belasten die Zusatzgeneratoren das Anlagekapital erheblich und können eine dauernde Störungsquelle für den Gesamtbetrieb bilden. Erfindungsgemäß wird nun für die Feuergastrocknung nur das aus der Schwelung entstehende Gas verwendet und zu diesem Zweck der rohe Brennstbff vor der Aufgabe in den Feuergastrockner auf die dem verfügbaren Überschußgas entsprechende Feuchtigkeit gebracht, die nach den Brennstoffen und dem Entgasungsgrad zwischen 25 und 35 °/o schwanken kann. Die Barüberliegende Feuchtigkeit wird durch indirekte Beheizung des nassen Gutes entfernt. Zu diesem Zweck passiert der nasse Brennstoff vor Eintritt in den Bereich der Feuergase mit Dampf oder heißem Wasser beheizte Heizflächen. Diese Heizflächen können je nach den Verhältnissen in der Aufgabevorrichtung des Feuergastrockners oder in einem besonderen Trockner untergebracht werden. In gewissen Fällen, wenn die Anfangsfeuchtigkeit des Brennstoffes nicht zu hoch ist, kann es schon genügen, die in dem Abgas des Feuergastrockners aufgespeicherte Wärme für die Beheizung des vorgeschalteten Oberflächentrockners auszunutzen. Erfahrungsgemäß haben diese aus dem Feuergastrockner abgehenden Gase einen aus der Kohle stammenden Dampfgehalt von etwa 5o °1'o, entsprechend einem Sättigungsgrad von etwa 85' C. Diese Wärme wird erfindungsgemäß dadurch nutzbar gemacht, daß der Abschwaden durch die dem Feuergastrockner vorgeschalteten Heizkörper geleitet und auf diese Weise ein Teil der Wärme durch die Heizflächen hindurch auf die frische Kohle übertragen wird, unter entsprechender Kondensation des im Abschwaden enthaltenen Wasserdampfes. Die Temperatur des Abschwadens erniedrigt sich naturgemäß entsprechend dem Sättigungsgrad von etwa 85° C auf beispielsweise 75° bei Ausnutzung von etwa 4.5 °/o der im Abschwaden enthaltenen Wärme. Soweit sich dadurch bei Brennstoffen von besonders hoher Feuchtigkeit nicht die genügende Vortrocknung erreichen läßt, um die restliche Trocknung mit den verbrannten Schwelgasen durchzuführen, muß für die Beheizung der Heizkörper noch Dampf herangezogen werden. Im allgemeinen steht hierzu der Abdampf der Antriebsmaschinen nahezu kostenlos zur Verfügung.
- Das Wesen der Erfindung liegt also in einer besonderen Abstimmung der Dampftrocknung und Feuergastrocknung aufeinander, die sich richtet nach den aus dem Schwelprozeß anfallenden Gasmengen. Dadurch entsteht der Vorteil, daß die Schwelapparatur sowohl bei Schwelung mit indirekter wie mit direkter Beheizung wesentlich vereinfacht wird, daß die Schwelgase im Verfahren selbst völlig aufgebraucht werden, so daß eine von anderen Betrieben praktisch unabhängige Schwelanlage entsteht, und daß auch die noch erforderliche zusätzliche Vortrocknung leicht durchführbar wird, da für diese auch auf Kohlengruben stets vorhandene Dampftrockner benutzt werden können, deren Betrieb, da nur eine geringe Abtrocknung erforderlich ist, stark beschleunigt werden kann, so daß mit den Trocknern unverhältnismäßig hohe Durchsatzleistungen erzielt werden können. Die durch die Erfindung bedingten Vereinfachungen des Betriebs haben natürlich noch eine wesentliche Ersparnis an Wärmeaufwand und Anlagekosten zur Folge. Demgemäß eignet sich die Erfindung besonders für solche Fälle, wo diese Ersparnisse, wie z. B. bei deutscher Rohbraunkohle, eine wesentliche Rolle für den Erfolg des Schwelverfahrens spielen.
- Bei der Verarbeitung gewisser schwefelhaltiger Brennstoffe nach dem Verfahren gemäß der Erfindung können die Baustoffe der Trockner, die mit den Feuergasen in Berührung treten, dadurch gefährdet werden, daß an ihnen z. B. schweflige Säure enthaltender Wasserdampf kondensiert. Hierdurch werden insbesondere die Teile der Trockner in Mitleidenschaft gezogen, die, wie die Wandungen des indirekten Heizsystems, aus Eisen o. dgl. gefertigt sind. Erfindungsgemäß werden diese Teile in an sich bekannter Weise durch chemisch widerstandsfähige Überzüge, beispielsweise aus Blei, Aluminium, Teer oder Harzprodukte, vor den Angriffen durch die kondensierenden Feuergase geschützt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur mehrstufigen Trocknung zu verschwelender wasserreicher Brennstoffe, die zunächst mit Dampf und darauf direkt mit Feuergasen ausgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Vortrocknung (mit Dampf, Heißwasser o. dgl.) so weit getrieben wird, daß die aus dem ohne Zusatzbrennstoff arbeitenden Schwelbetrieb anfallenden Schwelgase ausreichen, um vermöge ihrer Verbrennungswärme die restliche (Feuergas-) Trocknung der zu schwelenden Brennstoffe durchzuführen.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beheizung der indirekt wirkenden Trockenvorrichtung der hoch mit Wasserdampf gesättigte Überschußschw aden aus der Feuergastrocknung verwandt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizflächen der Trocknung bzw. die Teile derselben, die der Korrosionsgefahr ausgesetzt sind, im Innern in an sich bekannter Weise durch Schutzüberzug gegen den Angriff der Feuerungsgase geschützt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM94996D DE544192C (de) | 1926-06-12 | 1926-06-12 | Verfahren zur mehrstufigen Trocknung zu verschwelender wasserreicher Brennstoffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEM94996D DE544192C (de) | 1926-06-12 | 1926-06-12 | Verfahren zur mehrstufigen Trocknung zu verschwelender wasserreicher Brennstoffe |
Publications (1)
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| DE544192C true DE544192C (de) | 1932-02-15 |
Family
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| DEM94996D Expired DE544192C (de) | 1926-06-12 | 1926-06-12 | Verfahren zur mehrstufigen Trocknung zu verschwelender wasserreicher Brennstoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE544192C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1187584B (de) * | 1954-07-30 | 1965-02-25 | Steinmueller Gmbh L & C | Verfahren zur Vortrocknung von Kohle |
-
1926
- 1926-06-12 DE DEM94996D patent/DE544192C/de not_active Expired
Cited By (1)
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| DE1187584B (de) * | 1954-07-30 | 1965-02-25 | Steinmueller Gmbh L & C | Verfahren zur Vortrocknung von Kohle |
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