DE544100C - Verfahren zur Stoerpegelmessung fuer Traegerfrequenzuebertragungssysteme - Google Patents
Verfahren zur Stoerpegelmessung fuer TraegerfrequenzuebertragungssystemeInfo
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- DE544100C DE544100C DES94436D DES0094436D DE544100C DE 544100 C DE544100 C DE 544100C DE S94436 D DES94436 D DE S94436D DE S0094436 D DES0094436 D DE S0094436D DE 544100 C DE544100 C DE 544100C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04J—MULTIPLEX COMMUNICATION
- H04J1/00—Frequency-division multiplex systems
- H04J1/02—Details
- H04J1/16—Monitoring arrangements
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- Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
13. FEBRUAR 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 544100 KLASSE 21a4 GRUPPE
Siemens & Halske Akt-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Für Trägerfrequenzübertragungssystetne,
insbesondere für Hochfrequenztelephonieanlagen, ist es wichtig, sich vor Einrichtung
von Xeuanlagen ein Bild über die von der betreffenden Leitung zu erwartenden Störspannungen
zu machen. Von den Störspannungen wirken sich nicht nur die innerhalb des Hörbereiches liegenden Frequenzen störend
aus, sondern auch die darüberliegenden, da sie durch Überlagerung mit den Trägerfrequenzen
hörbare Töne geben. Es müssen deshalb für die Beurteilung der Störwirkungen
sämtliche innerhalb des verwendeten Frequenzbandes liegenden Störspannungen berücksichtigt
werden. Man ist bisher so vorgegangen, daß man die Störspannungen des gesamten verwendeten Frequenzspektrums
beispielsweise von 5 bis 40 kHz gleichrichtete und einen Mittelwert feststellte. Dieses Ver-
ao fahren ist jedoch unzweckmäßig, da es keinen genauen Anhaltspunkt für die! zu erwartenden
Störwirkungen gibt. Bei gleichem gemessenem Mittelwert kann z. B. ein knackendes
Geräusch unter Umständen wesentlich stärker störend empfunden werden als gleichmäßige
Töne, die außerdem wegen der starken Verschiedenheit der Gehörempfindlichkeit bei verschiedenen Frequenzen selbst wieder
sehr verschieden zu werten sind. Ferner würden bei dieser Art der Messungen Störspannungen
mitberücksichtigt werden, die nicht in den verwendeten Frequenzkanälen liegen und infolgedessen keine störenden Wirkungen
ergeben.
Um diese Unvollkommenheit der bisherigen Meßverfahren zu beseitigen, werden gemäß
der Erfindung die Störspannungen direkt abgehört, und zwar unter ähnlichen Bedingungen,
wie sie im Betriebe der Leitung auftreten. Zu diesem Zwecke werden die Stör-Spannungen
einer Trägerfrequenz überlagert, um Schwebungstöne zu erhalten. Durch Vergleichen
der Schwebungen mit einem Normalton kann die Störamplitude gemessen werden. Es empfiehlt sich, vor das Telephon
eine Spulenleitung zu schalten, die nur das wirklich verwendete Sprachfrequenzband
durchläßt, damit nur die Schwebungstöne berücksichtigt werden, die mit den normalen
Einrichtungen gehört werden können. Um die in sämtlichen Übertragungskanälen auftretenden
Störungen der Meßeinrichtung zuzuführen, wird die Trägerfrequenz so geändert, daß sie mit allen Frequenzen der Übertragungskanäle
hörbare Überlagerungstöne ergibt.
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens dargestellt.
Die Meßeinrichtung besteht aus einem dreistufigen Hochfrequenzverstärker, dessen Ver-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Karl Scherer in Berlin-Siemensstadt.
stärkerröhren F1, F2, V3 in C-W Schaltunggekoppelt sind. Cg und Wg sind die Gitterkondensatoren
bzw. Gitterwiderstände und Wa die Anodenwiderstände. Der Hochfrequenzverstärker
ist über den Kondensator Cs' und den Widerstand Wg' mit dem Gleichrichter
F4 gekoppelt. Die Gitterkreise der Verstärkerröhren sind an die Gitterbatterien GB
angeschlossen. In dem Ausgangskreis des ίο Gleichrichters liegen das Meßinstrument I
und die Primärwicklung des Ausgangsübertragers Tr2. An die Sekundärwicklung des
Ausgangsübertragers Tr2 ist das Telephon T
über den Umschalter U1 und die Spulenleitung SpL angeschlossen. Durch den Umschalter
U1 kann das Telephon T wahlweise an die Spulenleitung und einen Generator,
beispielsweise einen Summer NS, angeschlossen werden, der die Normalfrequenz liefert.
Die Normalfrequenz wird praktisch zu 800 Hz gewählt.
An den Eingang des Hochfrequenzverstärkers ist über den Eingangsübertrager Tr1, den
Spannungsteiler Sp und den Umschalter U2
die zu untersuchende Leitung / angeschlossen. Zwischen dem Umschalter U2 und der
Leitung liegt das Bandfilter BF, das nur die verwendeten Frequenzkanäle durchläßt.
Mit Hilfe des Meßsummers MS werden die Trägerschwingungen konstanter Amplitude
und einstellbarer Frequenz erzeugt. Der in dem Trägerfrequenzkreis liegende Widerstand
R1 ist über den Kondensator C und den Umschalter U3 in den Gitterkreis des
Gleichrichters eingeschaltet. Über den Umschalter U2 kann ferner ein durch die Widerstände
R3 und R2 einstellbarer Bruchteil der
an dem Widerstand R1 auftretenden Spannung E2 dem Eingang des Hochfrequenzverstärkers
zugeführt werden.
Die Messung des Störpegels geht nun folgendermaßen vor sich. Die Vorspannung
der Gleichrichterröhre wird so gewählt, daß in seinem Anodenkreis ein Anodenruhestrom
J0 (ungefähr 0,2 mA) fließt. An dem Widerstand R1 wird die dem Gleichrichter
zugeführte Spannung der Trägerfrequenz so einreguliert, daß der Anodenstrom des Gleichrichters
auf den Wert I1 (ungefähr 1 mA)
anwächst. Der Eingang des Hochfrequenzverstärkers wird dabei kurzgeschlossen, indem
der Umschalter U2 auf die Mittelstellung II eingestellt wird. Dem Anodenstrom I1
entspricht eine ganz bestimmte Spannung der Trägerfrequenz an dem Widerstand R1 vom
Werte B.2 (ungefähr 5 Volt). Nach dieser
Einregulierung der Trägerfrequenzspannung wird durch Umlegen des Umschalters U2 in
die Stellung I die zu untersuchende Leitung Z an die Meßeinrichtung angeschaltet.
Die über die Leitung I ankommenden Störgeräusche sind nun in dem Telephon T nach
genügender Hochfrequenzverstärkung hörbar. Ihre Amplitude kann durch den Spannungsteiler
Sp so eingeregelt werden, daß sie mögliehst genau der Amplitude des Normaltones
(durch NS erzeugt) entspricht. Durch Umlegen des Schalters U2 in Stellung III kann
die durch Sp einregulierte Hochfrequenzverstärkung gemessen werden. Es wird dabei
durch Umlegen des Schalters U3 die Trägerfrequenz
von dem Gitterkreis der Gleichrichterröhre abgetrennt. Über R3, R2 liegt ein
meßbarer Bruchteil der Spannung E2 an dem Eingang des Hochfrequenzverstärkers. Der
Spannungsteiler Rs, R2 wird so eingestellt,
daß an dem Gitter der Gleichrichterröhre E die gleiche Spannung E2 wie bei Stellung II
des Umschalters U2 liegt, d. h. es wird auf einen Anodenstrom im Gleichrichterkreis I1
einreguliert.
Diese Art der Bestimmung des Verstärkungsfaktors hat den Vorteil, daß keine besonderen
Verstärkungsmeßeinrichtungen notwendig sind und man mit den ohnehin vorhandenen Schaltelementen auskommt.
An dem Spannungsteiler Rs, R„, der unter
Berücksichtigung aller übrigen Konstanten der Schaltung geeicht wird, kann der Störpegel
direkt in Neper abgelesen werden.
Claims (6)
- Patentansprüche:ι. Verfahren zur Störpegelmessung für Trägerfrequenzübertragungssysteme, insbesondere für Hoehfrequenztelephonie, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Durchlässigkeitskanälen der Übertragungsleitung auftretenden Störspannungen zum Zwecke der Erzeugung hörbarer Schwebungstöne einer Trägerfrequenz überlagert werden.
- 2. Verfahren zur Störpegelmessung nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß die Störspannungen erst nach hochfrequenter Verstärkung der Trägerfrequenz überlagert werden.
- 3. Verfahren zur Stöfpegelmessung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke der Messung des Störpegels die Schwebungstöne nach ihrer Gleichrichtung in einem Telephon mit einer Normalfrequenz (beispielsweise 800 Hz) verglichen werden.
- 4. Störpegelmesser zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein zwischen das Telephon und den Gleichrichter geschaltetes Filter, das nur die als wirklich störend empfundenen Frequenzen (beispielsweise bis 2 400 Hz) durchläßt.
- 5. Verfahren zur Störpegelmessung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekenn-zeichnet, daß die zur Erzielung einer der Amplitude der Xormalfrequenz gleichen Störamplitude notwendige Hochfrequenzverstärkung als Masse für den Störpegel dient.
- 6. Verfahren zur Störpegelmessung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Messung der eingestellten Hochfrequenzverstärkung durch Abgleichen mit der Trägerfrequenz erfolgt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES94436D DE544100C (de) | 1929-10-18 | 1929-10-18 | Verfahren zur Stoerpegelmessung fuer Traegerfrequenzuebertragungssysteme |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES94436D DE544100C (de) | 1929-10-18 | 1929-10-18 | Verfahren zur Stoerpegelmessung fuer Traegerfrequenzuebertragungssysteme |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE544100C true DE544100C (de) | 1932-02-13 |
Family
ID=7518699
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES94436D Expired DE544100C (de) | 1929-10-18 | 1929-10-18 | Verfahren zur Stoerpegelmessung fuer Traegerfrequenzuebertragungssysteme |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE544100C (de) |
-
1929
- 1929-10-18 DE DES94436D patent/DE544100C/de not_active Expired
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