DE54065C - Schlammfänger und Rohrverbindung für Wasserröhrenkessel - Google Patents
Schlammfänger und Rohrverbindung für WasserröhrenkesselInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F22D11/00—Feed-water supply not provided for in other main groups
- F22D11/006—Arrangements of feedwater cleaning with a boiler
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Description
MV
KAISERLICHES
PATENTAMT
Auf der beiliegenden Zeichnung zeigt:
Fig. ι einen Längsschnitt durch den Wasserröhrenkessel,
;
Fig. 2 einen Verticalschnitt durch denselben in Richtung der Schnittlinie I-I, Fig. r,
Fig. 3 die Röhrenverbindung im Längsschnitt,
Fig. 4 dieselbe im Querschnitt,
Fig. 5 dieselbe im Grundrifs.
Der Dampferzeuger A ist hergestellt aus einzelnen patentgeschweifsten Heizröhren. Die
Grundform eines jeden Heizrohres ist U - förmig, Fig. ι und 3. Diese Schenkelrohre werden
entweder gebildet aus einem dreimal gebogenen Rohr η η 1 oder aus einem einmal gebogenen
Rohr mm1, an welches an beiden Enden Knies.tücke
kkl angeschraubt sind, oder aus zwei
Rohren II1, welche bei hhl gebogen und
andererseits durch ein Doppelkniestück i zusammengeschraubt sind, oder auch aus zwei
geraden Röhren g g \ welche mit einem Doppelkniestück i versehen sind und an beiden Enden
einfache Kniestücke k k1 tragen. Die angeschraubten
Knie - und . Doppelkniestücke i und k kΛ werden aus hämmerbarem Gufseisen
hergestellt.
Beide Schenkel jedes Heizrohres .sind etwas gegen einander geneigt, derart, dafs die Dampfblasen
ungehindert von unten nach oben steigen können. Die beiden Endstücke k k1
eines jeden Schenkelrohres sind concav oder convex zu einer kugelzonenartigen, kegelförmigen
oder cylindrischen Fläche abgedreht oder abgefräst. Mehrere solcher Schenkelrohre
werden neben und über einander in horizontalen, verticalen oder geneigten Reihen in die
entsprechenden Sitze der Verbindungsröhren ν eingelegt. Die Dichtung der cylindrischen Sitzflächen,
Fig. 3 bis 5, geschieht durch eingelegte Asbestringe /?2, dagegen die Dichtung der konischen
oder kugelzonenförmigen Flächen ohne Gummi- oder Asbestring, so dafs in der Verbindung
Metall auf Metall liegt.
Die. Befestigung bezw. das Andrücken der Enden k k1 bezw. h h1 an die Verbindungsröhren ν erfolgt mittelst Schraubenmuttern ρ und
Schrauben o. Die Schraubenmuttern sind ebenso wie-die beiden Schraubenbolzen mit Rechtsund
Linksgewinde versehen; letztere tragen entweder einen T-förmigen Kopf ο1 (s. Fig. 3
oben und Fig. 4 links), welcher in die entsprechenden
Kammern an den Kniestücken eingelegt wird, und bei welchem die Druckflächen etwas schief stehen, damit die Schrauben nicht
aus den entsprechenden T-Schlitzen ausweichen können, oder die Schrauben sind an ihrem
Ende mit Ringen q versehen (s. Fig. 3 unten und Fig. 4 rechts), welche Ringe q die gebogenen
Enden h der Schenkelrohre η nl umschliefsen.
Durch Drehen der Doppelmuttern mittelst eines Schlüssels wird jedes Schenkelrohr
an das obere und untere Verbiridungsrohr ν angedrückt.
Die bei Inbetriebsetzung sich etwa noch vorfindenden Undichtigkeiten in den Sitzflächen
können während des Betriebes leicht beseitigt werden, indem die Doppelmuttern entsprechend
nachgezogen werden.
Jedes der Verbindungsrohre ist gebildet aus einem T- förmigen Rohr oder'aus zwei oder mehreren
zusammengegossenen I-Stücken, welche
mittelst Schraube α (s. Fig. 4 und 5) fest zusammengeschraubt
werden. In Fig. 2 ist der Fall dargestellt, dafs mehrere solcher Verbindungsrohre
zu einem Stück gegossen werden. Dieselben können auch aus patentgeschweifsten Röhren von ähnlichem Querschnitt zusammengeschraubt werden. Die Anordnung der Verbindungsröhren
ν erlaubt, die Heizfläche nachträglich beliebig zu vergröfsern. Die aus den Seitenstücken der Verbindungsrohre gebildeten
senkrechten, rechts und links liegenden Rohre dienen als Fallrohre b b1 und erzielen eine
zwangläufige Wassercirculation. Das beigröfseren Kesseln angelegte Mittelrohr c, Fig. 2, dient
zum theilweisen Entwässern des aufsteigenden Dampfes.
An das Sammelrohr 5 schliefst sich nach oben das Steigrohr d für den Dampf und das
. mitgerissene Wasser an und führt in den Oberkessel. Der cylindrische Oberkessel B ist nur
bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt und nach hinten etwas geneigt. Das oben mit einem
Schlitz versehene Rohr e, welches sich an einen cylindrischen Topf f exzentrisch anschliefst,
dient als Wasserabscheider.
Der Oberkessel enthält ferner den Schlammfänger/, welcher gebildet wird aus zwei parallelen
Blech wänden g1 und gs. Diese Blechwände reichen
vom hinteren Boden des Oberkessels B bis zu dem Steigrohr d und sind oben am hinteren
Ende des Oberkessels B bei t etwas ausgeschnitten, so dafs sie eine Communication
der Wasserräume unter sich herstellen. Zwischen diesen Wänden befinden sich ein oder
mehrere trogförmig gebildete, schief liegende Bleche xx1. Der Oberkessel B ist mit dem
untersten Theil des Dampferzeugers A durch die beiden Fallrohre b b1 verbunden, die in
das Vertheilungsrohr übergehen.
Direct unter dem Dampferzeuger liegt die Feuerung, welche in der beiliegenden Zeich^
nung als Tenbrinck-Feuerung mit Flammenwender
dargestellt ist. Der Flammenwender besteht entweder aus feuerfester Mauerzurige
oder er bildet einen Blechcylinder bezw. Blechkegel für solche Fälle, wo eine sehr unregelmäfsige
Dampfentnahme stattfindet, oder er wird aus eben solchen Schenkelrohren gebildet, aus
denen der Dampferzeuger selbst besteht, wie dies in Fig. 1 und 2 dargestellt ist. Dieser
Flammenwender C steht mit dem Dampferzeuger in directer Verbindung, indem das
Vertheilungsrohr r des Dampferzeugers A sich an das unter 450 schief gelagerte Vertheilungsrohr
r1 des Flammenwenders anschliefst, welches
das Speisewasser dem Flammenwender C zuführt, so dafs dieses aus dem Fallrohr bb1
theilweise in den Dampferzeuger, theilweise nach dem Flammenwender strömt. Das Vertheilungsrohr
r1 und das Sammelrohr s1 sind
unten durch einen Schlammtopf w verbunden, welcher mit einem Hahn zum Ablassen des
Schlammes versehen ist. Der Kessel kann noch vervollständigt werden durch einen Vorwärmer D
für das kalte Speisewasser, welcher sich zwischen dem Oberkessel B und dem Dampferzeuger
A befindet, und der aus den gleichen Schenkelrohren wie der Dampferzeuger und
der Flammenwender besteht. Um die Luft und Dampf blasen schnell aus dem Vorwärmer D
entweichen zu lassen, ist derselbe etwas schief, parallel dem Oberkessel B aufgestellt. Die
Heizgase ziehen so aus der Tenbrinck-Feuerung durch die mit Pfeilen angedeuteten
und durch gufseiserne Platten getheilten Züge und verlassen den Vorwärmer dort, wo das
kalte Speisewasser in denselben eingeführt wird. Da sich auf ihrem Wege die Heizgase allmälig
abkühlen, wirkt vorliegender Kessel als Gegenstromkessel.
Beim Speisen tritt das kalte Speisewasser in das Vertheilungsrohr r2 des Vorwärmers, Fig. i,
und strömt schlangenförmig durch alle Heizrohre entgegen den entweichenden Heizgasen.
Im Speisewasser vorhandene feste Stoffe werden als Schlamm ausgeschieden. Um jedoch
die Ausscheidung rascher und vollkommener durchführen zu können, ohne dafs der Dampfdruck
im Oberkessel dabei bedeutenden Schwankungen unterworfen wird, strömt der in dem
Flammenwender entwickelte Dampf in das Sammelrohr j2 des Vorwärmers und erhitzt das
schon vorgewärmte Wasser auf Dampftemperatur. Das Gemisch von Dampfwasser und Schlamm kommt dann im Oberkessel zwischen
die beiden Scheidewände g2g3, mischt sich
noch weiter mit dem vom Dampf abgetrennten Wasser und fliefst langsam nach der hinteren
Seite des Oberkessels.. Die auf der Oberfläche schwimmenden Schlammtheile werden durch
die trogförmigen Bleche χ χ1 zwischen den Scheidewänden g2 gs im Oberkessel zurückgehalten
und gesammelt. Die schwereren Mineralien setzen sich an der tiefsten Stelle
des Oberkessels fest, wo sie nicht schaden können, und von wo sie beim Reinigen entfernt
werden. Das reinere Wasser steigt.über die Schlitze t der Scheidewände g2 g3, strömt
zurück nach vorn, von wo es durch die Fallröhre b b1 in das Vertheilungsrohr des Dampferzeugers
übertritt.
Wenn. kein Vorwärmer angebracht wird,,
wenn z. B. das Speisewasser durch den Äuspuffdampf der Dampfmaschine vorgewärmt
wird, so wird der Flammenwender direct mit dem Oberkessel verbunden. In das Dampfrohr
des Flammenwenders tritt oben das Speisewasser, wird, bedeutend erhitzt und auf die
Dampftemperatur gebracht, bevor es in den Oberkessel gelangt.
Claims (2)
- Patent-Ansρrüche:
Bei Wasserröhrenkesseln:
Die Anordnung eines Schlammfängers, bestehend aus zwei parallelen, vom hinteren Boden des Oberkessels bis zu dem Steigrohr d reichenden Blechwänden g·2 und g3, welche am hinteren Ende des Oberkessels ausgeschnitten und zwischen welchen schiefliegende, trogförmige Bleche χ χ1 angebracht sind. - 2. Die Verbindung der einzelnen Schenkelrohre des Unterkessels A, des Flammenwenders C oder des Vorwärmers D durch Stücke ν und Kappen hh1 kkl, welche durch Schrauben ο mit Rechts- und Linksgewinde und Muttern ρ gegen ihre cylindrischen, kugelzonenförmigen oder konischen Sitze in den Verbindungsstücken ν geprefst werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54065C true DE54065C (de) |
Family
ID=328679
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54065D Expired - Lifetime DE54065C (de) | Schlammfänger und Rohrverbindung für Wasserröhrenkessel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54065C (de) |
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