DE53973C - Leicht zu reinigender Druckmesser für Gase - Google Patents

Leicht zu reinigender Druckmesser für Gase

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DE53973C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L7/00Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements
    • G01L7/18Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements using liquid as the pressure-sensitive medium, e.g. liquid-column gauges

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
(County of Derby, England).
Leicht zu reinigender Druckmesser für Gase.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1890 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche Gasdruckmesser, welche aus zwei unten communicirenden, zum Theil mit Flüssigkeit gefüllten aufrechten Röhren bestehen, von denen die eine oben mit dem Gas, dessen Druck gemessen werden soll, und die andere ebenfalls oben mit der Atmosphäre in Verbindung steht, so dafs die beiden Flüssigkeitsspiegel in den Röhren sich gemä'fs der Gröfse des Druckes verschieden hoch einstellen und dieser Höhenunterschied der Spiegel das Mafs für die Gröfse des Druckes ist.
Die Erfindung bezweckt, diese Druckmesser - so einzurichten, däfs sie einerseits sehr widerstandsfähig sind, also Stöfse und Erschütterungen aushalten, ohne zu zerbrechen, andererseits leicht gereinigt werden können.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein solcher Druckmesser dargestellt. Fig. 1 zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch denselben und Fig. 2 eine äufsere Ansicht. Die Fig. 3, 4 und 5 geben drei verschiedene Querschnittsformen der Röhren. Die Fig. 6, 7 und 8 stellen Einzelheiten dar.
Die beiden communicirenden Röhren sind theils aus Metall und theils aus Glas hergestellt und bilden einen Trog Y, Fig. 3 und 4, welcher durch eine Mittelrippe in zwei Kanäle getheilt ist, oder bestehen aus zwei Trögen Y, Fig. 5, die durch einen Quersteg mit einander verbunden sind. Die vorderen bezw. oberen offenen Seiten der Tröge sind mit einer oder zwei durchsichtigen Platten D aus Glas oder anderem Material abgedeckt, welche innig und gasdicht'mit dem Trog verbunden sind. Solche durchsichtigen Platten D können auch in die äufseren Seiteriwandungen der Tröge eingesetzt sein, wie Fig. 4 erkennen läfst.
Auf der Rückseite dieser durchsichtigen Platten ist der Mafsstab D1 angebracht, welcher in die Rückseite der durchsichtigen Platte D eingravirt oder dort angeklebt oder gemalt sein kann. Der Mafsstab D1 bezw. die Platte D wird vortheilhaft der Länge nach aus mehreren Theilen hergestellt, so dafs, im Falle ein Theil des Mafsstabes oder der Platte beschädigt werden sollte, nur dieser Theil erneuert zu werden braucht.
An ihrem unteren Ende haben die communicirenden Röhren bezw. die beiden Tröge die aus Fig. 1 und 2 ersichtliche Gestalt. Sie stehen durch einen Querkanal -D2 in Verbindung, in dessen Verlängerung sich in den äufseren Seitenwandungen der Tröge zwei durchgehende Löcher befinden, die durch Schraubstöpsel D3 verschlossen sind. Wenn man die letzteren herausschraubt, so kann man den Verbindungskanal D2 bequem reinigen.
■ Nach unten zu in der Richtung ihrer Länge sind die Tröge offen; sie werden dort durch zwei an ihnen drehbar angebrachte Klappen M, Fig. ι und 7, oder durch eine Platte Af1, Fig. 2 und 8, verschlossen.
Die Klappen M, Fig. 1 und 7, werden durch Riegel, Klammern, Schrauben oder in anderer Weise festgestellt, während die Platte Af1, Fig. 2 und 8, am besten auf eine an den Trögen feste Schraube M2 aufgesteckt und
mittelst einer auf letztere aufgeschraubten Flügelmutter Ai3 angeprefst wird.
Zwischen die !Klappen M bezw. die Verschlufsplatte M1 und die Ränder der unteren Oeffnungen der Tröge wird eine geeignete Dichtung gelegt, um einen dichten Verschlufs zu erzielen. Die Dichtung kann auch an der Klappe M bezw. Platte M1 fest angebracht sein.-
Die Klappen M bezw. die Verschlufsplatte Ai1 dienen dem Zweck, ein bequemes Reinigen der Tröge zu gestatten.
Oben sind die Tröge ebenfalls offen, und in die "obere Oeffnung jedes der beiden Tröge ist ein gekrümmtes Metallrohr F, Fig. i, 2 und 6, eingesetzt, von denen das eine oder das andere durch einen Schlauch mit der Gasleitung in Verbindung gesetzt wird. Diejenigen Enden dieser Knierohre F, Fig. 6, welche in die Tröge hineinragen, sind rauh gemacht, um einen darauf geprefsten, im Querschnitt viereckigen Dichtungsring H festzuhalten, welcher den Zweck hat, die Rohre F gegen die Ränder der oberen Oeffnungen der Tröge gut abzudichten. Damit diese Rohre F nicht zu tief in die Tröge eingeschoben werden können, sind die ersteren mit je einem Flantsch G versehen, welche sich gegen die obere Stirnfläche der Tröge anlegen.
Aus dem Vorstehenden ergiebt sich, dafs, wenn man die Knierohre F abnimmt, die Schraubstöpsel D3 herausschraubt und die Klappen M aufmacht bezw. die Platte M1 lockert und um 900 dreht, die Tröge und deren Verbindungskanal leicht und schnell gereinigt werden können. .

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Gasdruckmesser, bei welchem die beiden communicirenden Röhren aus zwei ein Ganzes bildenden Trögen Y aus widerstandsfähigem Material, vornehmlich Metall, bestehen, die:
    a) auf ihrer offenen Seite und nach Bedarf auch in den äufseren Seitenwandungen mit dicht eingesetzten durchsichtigen, den Mafsstab tragenden Platten D versehen sind;
    b) an ihren unteren offenen Enden durch Klappen M oder eine drehbare Platte M1 verschlossen sind und etwas oberhalb 'dieser unteren Oeffnungen in den äufseren Seitenwänden durchgehende, durch Schraubstöpsel D3 verschlossene Löcher haben, welche in der Verlängerung des Verbindungskanals D2 der Tröge liegen, sowie
    c) in ihren oberen, ebenfalls offenen Enden dort eingesetzte, mit Dichtungsring H und Flantsch G versehene Knieröhren F für den Anschlufs der Gasleitung tragen,
    alles zum Zwecke, den Druckmesser widerstandsfähiger zu machen und bequem reinigen zu können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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