DE5393C - Privetanlage - Google Patents
PrivetanlageInfo
- Publication number
- DE5393C DE5393C DENDAT5393D DE5393DA DE5393C DE 5393 C DE5393 C DE 5393C DE NDAT5393 D DENDAT5393 D DE NDAT5393D DE 5393D A DE5393D A DE 5393DA DE 5393 C DE5393 C DE 5393C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- air
- bucket
- downpipe
- privetanlage
- ventilation
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
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Links
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03C—DOMESTIC PLUMBING INSTALLATIONS FOR FRESH WATER OR WASTE WATER; SINKS
- E03C1/00—Domestic plumbing installations for fresh water or waste water; Sinks
- E03C1/12—Plumbing installations for waste water; Basins or fountains connected thereto; Sinks
- E03C1/122—Pipe-line systems for waste water in building
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Hydrology & Water Resources (AREA)
- Public Health (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Specific Sealing Or Ventilating Devices For Doors And Windows (AREA)
Description
1S78.
Klasse 86.
AUGUST BERNHARDT BRACK in LEIPZIG. -Pn ve tan lage..
Die auf beiliegender Zeichnung in den Fig. 1
bis 7 dargestellte Privetanlage bezweckt folgendes : Behufs Beseitigung des unangenehmen Geruchs
in den betreffenden Räumen soll eine natürliche Ventilation erzeugt werden," vermöge
welcher alle Gase durch einen Luftschacht über das Dach ins Freie abgeführt werden. Die Abfuhr
und Verwerthung der von einander getrennten festen . und flüssigen Sinkstoffe sollen
möglich sein. \
Zu diesem Zwecke ist das oben bei F hermetisch verschlossene Fallrohr FA G in den,
einem Schornstein ähnlichen Luftschacht JR R eingebaut, welcher von der durchbrochenen
Decke des Kloakenraumes bis übers Dach, aufgemaüert
ist. Letzterer, aus der Kammer B bestehend, in welcher die Sammelkübel KK
aufgestellt sind, ist überwölbt und ungeachtet der Ausgangsthür nach allen Seiten so abgeschlossen,
dafs auf keinem anderen Wege Luft
von aufsen eindringen kann,, als durch den Luftschacht und ein kleines, in der Thür ange-.
brachtes Lufträdchen. Von den Kübeln K'K ist jeweilig immer nur einer in Function, während der andere in Reserve bereit steht. Ist
ein Kübel, gefüllt, dann wird das gekrümmte, verschiebbare Endstück G des Fallrohrs so viel
gehoben, dafs es gedreht, und in den entsprechenden Reservekübel niedergelassen werden
kann, wobei die Krücke k desselben sich auf
den Kübelrand stützt. Nachdem der betreffende Kübel K vor der Indienststellung mit Kalkwasser
soweit gefüllt worden ist, .bis die Mündung des Rohrendes G unter Wasser steht, wird der
Kübelinhalt in demselben Mafse, als er sich durch einfallende Sinkstoffe mehrt, durch das
Rohr L nach dem gegenüberstehenden Kübel K
abfliefsen. Damit aber die festeren Bestandtheile verhindert seien, an diesem Abflufs theilzunehmen,
ist die Mündung des Rohres mit.· einem runden Schutzblech j maskirt. Die Vorfiillurig
des Kübels K mit Kalkwasser geschieht in der Regel nur bei der Inbetriebsetzung der
Anlage; später wird der inzwischen in den anderen Kübel K übergetretene wässerige Inhalt
benutzt werden können, wodurch man die Verwässerung und Verminderung des Düngwerthes
der flüssigen Sinkstoffe vermeidet.
Die aus den Kübeln aufsteigenden Gase können nach dem vorhergesagten nur durch den
Luftschacht zum Abzüge gelangen. Ihr Auftrieb in der atmosphärischen Luft erwächst zum Theil
aus dem Unterschied der speeifischen Gewichte, zum Theil aus der Temperaturdifferenz, welche
durch die in den Kübeln vor sich gehende Zersetzung bedingt ist. Der aufsteigende Gasstrom,
an den schrägen Ausmündungen// des Fallrohres vorbeistreichend, wirkt saugend auf die
in dem letzteren enthaltenen Gase, daher aufser diesen auch die in den Privets befindliche .Luft
durch in den Sitzdeckeln angebrachte Oeffnungen nach dem Fallrohr bezw. Luftschacht abziehen
mufs. Kleine, in jene Oeffnungen eingesetzte Lufträdchen geben durch ihre stetige, schnell
rotirende Bewegung den augenscheinlichen Beweis von der lebhaften Ventilation, wie denn
letztere auch aus der völligen Geruchlosigkeit der ventilirten Räume erkannt werden kann.
Eine gleiche Oeffnung ist auch in der Thür der Kammer B ausgespart, um letzterer, je nach
Mafsgabe der jeweiligen Temperatur- und Witterungsverhältnisse frische Luft von aufsen zuführen
zu können. Sind diese Verhältnisse günstig, dann wird die Ventilation durch die Luftzuführung
wesentlich befördert werden können; andernfalls kann es geboten erscheinen, die Thüröffnung
entweder ganz oder nur theilweise zu schliefscn. Zu diesem Zwecke ist die letztere mit einem
verstellbaren Schieber überdeckt und ein kleines, in derselben angebrachtes Windrädchen giebt
durch seine schnellere oder langsamere Rotation den Mafsstab für die Regulirung der Schieber-Stellung.
Die vorbeschriebene Privetanlage, sowohl für
Wohnhäuser als auch für gröfsere Anstalten geeignet,
ohne auf künstliche Wasserleitung, Kanalisation oder Desinfection angewiesen zu sein,
verbindet daher in der That den Vortheil der
Geruchlosigkeit mit dem der unbeschränkten Verwerthung sämmtlicher Sinkstoffe, und kann
überall mit gleichem Erfolge angewendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Erzeugung einer natürlichen Ventilation durch die saugende Wirkung des aus denKloakenkübcln aufsteigenden Gasstromes.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5393C true DE5393C (de) |
Family
ID=283874
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5393D Active DE5393C (de) | Privetanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5393C (de) |
-
0
- DE DENDAT5393D patent/DE5393C/de active Active
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