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Kalender für Reklamezwecke Man hat bereits vorgeschlagen, eine Streichholzschachtel
an einer mit Kalenderanzeigen oder sonstigen Angaben versehenen aufstellbaren Platte
oder an einem Abreißkalender anzubringen. Ferner ist es nicht mehr neu, einen Tischständer
mit Aschenbecher und Feuerzeug so auszubilden, daß man in ihn Platten mit Werbeanzeigen
oder anderen Darstellungen einstecken kann.
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Die Erfindung bezweckt, einen insbesondere als Werbegabe verwendbaren
Kalender zu schaffen, der dem Spender die Gewähr bietet, daß die damit beabsichtigte
Reklame von dem Beschenkten beachtet wird. Dieser Erfolg wird erfindungsgemäß dadurch
erzielt, daß ein aufstellbar oder aufhängbar ausgebildeter Kalender mit einem Pyrophorfeuerzeug
verbunden wird. Es wird dadurch ein Gesamtgerät erhalten, das eine dauernde Kalenderanzeige
gibt und gleichzeitig ebenfalls über einen erheblichen Zeitbereich, gegebenenfalls
die Kalenderdauer, eine ständige Anzündmöglichkeit bietet und somit einen wirkungsvollen
Werbeartikel sowie auch sonst einen praktisch nützlichen Gebrauchsgegenstand darstellt.
Ein mit einer Streichholzschachtel verbundener Tisch- oder Abreißkalender kann infolge
der ständig notwendigen Wiederholung der Nachfüllung des engbeschränkten Streichholzvorrates
diese vorteilhafte, gebrauchsmäßig zeitliche Verbindung von Kalenderangabe und Feuerbereitschaft
niemals bieten. Der Vereinigung eines Feuerzeuges und eines Aschbechers anderseits
fehlt die einem Kalender eigene einprägsame und ständige Werbewirkung.
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Der Zusammenbau von Kalender und Pyrophorfeuerzeug im Sinne der Erfindung
kann beliebig erfolgen. Vorteilhaft ist es, an der den Kalender tragenden Platte
einen hülsenförmigen Halter anzubringen, in den der Behälter des Pyrophorfeuerzeuges
eingeführt werden kann. Das Pyrophorfeuerzeug kann eine beliebige Ausführungsform
erhalten und beispielsweise als Fackelfeuerzeug ausgestaltet sein, dessen Fackel
an dem an der Tragplatte des Kalenders angebrachten Feuerzeugbehälter bequem greifbar
ist. Zur Erzielung einer möglichst langen Zündbereitschaft des Feuerzeuges kann
dessen Behälter so ausgebildet sein, daß er den Brennstoff in flüssiger Form öhne
Saugmassefüllung sowohl aufnimmt als auch an die Fackel oder den Zünddocht abgibt.
Um die Gebrauchsvorteile des neuen Reklamekalenders noch weiter zu steigern, kann
ferner das Pyrophorfeuerzeug gleichzeitig so ausgeführt sein, daß es auch zur Abgabe
von wohlriechenden Flüssigkeiten benutzbar ist. Zu diesem Zweck kann der Behälter
des Feuerzeuges mit einer nicht nur zum Feueranzünden, sondern auch zur Erfrischung
geeigneten Flüssigkeit, z. B. mit köllnischem Wasser, gefüllt sein und eine Tropf-
oder Spritzeinrichtung zur Abgabe von Flüssigkeit aufweisen.
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Die Zeichnung zeigt den Gegenstand der Erfindung beispielsweise in
zwei Ausführungsformen. Abb. z stellt einen Wandkalender mit
Pyrophorfeuerzeug
in Vorderansicht dar. Abb. 2 läßt das Pyrophorfeuerzeug in vergrößerter Einzeldarstellung
im Längsschnitt nach der Geraden II-II der- Abb. x- erkennen. Abb. 3 zeigt in Vorderansicht
einen aufstellbaren Kalender.
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Gemäß Abb. z ist an der Vorderseite der mit den Aufhängeösen 2 versehenen
Platte i der Abreißkalenderblock 4 angebracht sowie ein Jahreskalender 3 in Almanachform
aufgeklebt oder aufgedruckt. Ferner ist die Platte i mit einem hülsenförmigen Halter
5 versehen, der an ihr mittels der Lappen 6 befestigt ist und zur Aufnahme eines
Feuerzeuges dient, das z. B. als Pyrophorfackelfeuerzeug ausgebildet ist. Der mit
flüssigem Brennstoff gefüllte Behälter 7 des Feuerzeuges, der in die Hülse 5 eingesetzt
wird, weist einen mit Außengewinde versehenen Hals auf, auf den die Kappe 8 aufgeschraubt
ist, die mit dem an ihr drehbar geführten Deckel 9 einen Tropfverschluß beliebiger
Ausführung bildet. Die Tropfverschlußöffnung io kann durch Drehen des Deckels 9
in der einen oder anderen Richtung freigelegt oder geschlossen werden. An der Innenfläche
der Kappe 8 ist seitlich der Öffnung io die Fackel ii angebracht, die in die Brennstoffflüssigkeit
im Behälter 7, z. B. Benzin, taucht. Die Reibfläche des Feuerzeuges kann an der
Außenwand der Hülse 5 befestigt sein.
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Für die Benutzung des Feuerzeuges zu Zündungszwecken wird der Tropfverschluß
8, 9 vom Behälterhals abgeschraubt und die Fackel ii aus dem Behälter ,7 herausgezogen
und an der Reibfläche entzündet, nachdem sie nötigenfalls vorher an einem an der
Außenseite der Hülse 5 vorgesehenen Polster aus Watte oder ähnlichem Stoff abgetupft
worden ist. Soll das Feuerzeug auch zum Parfümieren und Erfrischen verwendbar sein,
so wird in den Behälter 7 eine wohlriechende oder erfrischende und gleichzeitig
entzündbare Flüssigkeit eingeführt, die nach Öffnen des Tropfverschlusses 8, 9 aus
dem Behälter 7 verausgabt werden kann, der hierfür aus der Hülse 5 entnommen wird,
um dann nach Gebrauch wieder in diese eingesetzt zu werden.
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Die Anordnung nach Abb.3 unterscheidet sich von der Ausführungsform
nach Abb. i und 2 nur dadurch, daß statt einer aufhängbaren Platte eine mittels
eines angelenkten Stützbügels 2' aufstellbare Tafel =' als Träger des Abreißkalenderblocks
4, des Almanachs 3 und der Aufhängehülse 5 für das Pyrophorfeuerzeug 7 mit Tropfverschluß'8,
9, io verwendet ist. Der neben und zwischen diesen Teilen vorhandene freie Raum
der Tafel i der Abb. 3 und ebenso auch der Platte i der Abb. i kann zur Anbringung
von beliebigen Reklameangaben benutzt werden.