DE535129C - Elektrischer Zuender - Google Patents

Elektrischer Zuender

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DE535129C
DE535129C DE1930535129D DE535129DD DE535129C DE 535129 C DE535129 C DE 535129C DE 1930535129 D DE1930535129 D DE 1930535129D DE 535129D D DE535129D D DE 535129DD DE 535129 C DE535129 C DE 535129C
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DE
Germany
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tube
discharge tube
electric igniter
electrodes
ignition means
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Expired
Application number
DE1930535129D
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Ruehlemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Original Assignee
Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C11/00Electric fuzes
    • F42C11/06Electric fuzes with time delay by electric circuitry

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Lasers (AREA)
  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

Bei den elektrischen Zündern nach Patent 486 943 ist mit dem elektrischen Zündmittel eine Funkenstrecke in Reihe geschaltet, die Strömen von unterhalb einer gewissen Grenze liegenden Spannungen den Durchtritt und eine Einwirkung auf das Zündmittel verwehrt. Ein Stromfluß durch das Zündmittel tritt erst ein, wenn die Spannung im_.Stromzuführuhgskreis die Zündspannung der Funkenstrecke erreicht und letztere durch Funkenüberschlag überbrückt wird; der Stromfluß hört aber von selbst wieder auf, wenn die zugeführte Spannung um ein bestimmtes Maß auf die Löschspannung der Funkenstrecke herabgesunken ist. Ein solcher Spannungsabfall tritt ein, wenn als Stromquelle im Zündstromkreis bloße Stromspeicher, z. B. Kondensatoren geringerer Kapazität, Verwendung finden.
In der Praxis bedient man sich als Funkenstrecken der sogenannten Entladungsröhren, die die Elektroden in einer gasgefüllten Glasröhre eingeschmolzen enthalten. Um das Zündmittel zur Entzündung zu bringen, muß die Entladungsröhre aber nicht nur so dimensioniert sein, daß sie auch bei Verwendung von Stromquellen kleineren Energieinhalts und bei der "Stromentnahme rasch nachlassender Spannung eine bestimmte Elektrizitätsmenge an sich zum Zündmittel hindurchläßt, sondern dies muß" auch in einer Zeit möglich sein, welche die zur Erwärmung des Zündmittels auf Zündungstemperatur beim Stromdurchgang erforderliche Zeit nicht übersteigt. Versuche haben nun ergeben, daß der zeitliche Transport der Elektrizitätsmenge durch die Entladungsröhre abhängig von deren Elektrodenoberfläche ist, insbesondere derjenigen der Kathode, an der der Hauptenergieumsatz stattfindet; größere Elektrodenoberflächen transportieren die gleiche Elektrizitätsmenge in kürzerer Zeit als kleinere. Diese Erkenntnis ließe jetzt den erforderlichen lebhaften Elektrizitätstransport durch einfache Verwendung bekann- ter Entladungsröhren größeren Formats mit entsprechend großer Oberfläche ihrer tellerförmigen Elektroden möglich erscheinen; jedoch steht einer solchen Maßnahme bei Zündern für Geschosse, Wurfgranaten u. dgl. die geringe Festigkeit und der große Platzbedarf dieser umfangreicheren Röhren hindernd entgegen.
Deshalb sieht die Erfindung unter Nutzbarmachung der über den Einfluß der Elektrodenoberfläche auf den Stromtransport gewonnenen Erkenntnis Entladungsröhren vor, deren Elektrodenoberfläche ein Mehrfaches des Röhrenquerschnitts beträgt. Es genügt, daß wenigstens eine der beiden Elektroden der Entladungsröhre, zweckmäßig die Kathode, eine Oberfläche des i,2fachen der
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Herbert Riihlemann in Sommer da.
ΎΤ
Röhrenquerschnittsfläche besitzt. Dann vermag die Röhre die zur Entzündung des Zündmittels erforderliche Elektrizitätsmenge innerhalb einer Zeitspanne zu transportieren, welche diejenige zur Erwärmung des Zündmittels auf Zündungstemperatur erforderliche nicht übersteigt; es bleiben die äußeren Abmessungen der Röhre in den zulässigen Grenzen, die durch den in Zündkörpern nur beschränkt zur Verfügung stehenden Raum gezogen sind, und auch hinsichtlich der Festigkeit ist die Röhre den bei Zündern an sie. gestellten Forderungen gewachsen.
Um die erforderliche Oberflächengröße zu erhalten, können die Elektroden haubenförmig ausgebildet sein. Da aber als Elektrodenmaterial am besten Eisenblech von größtmöglichem Reineisengehalt, vorzugsweise vakuumgeschmolzenes Elektrolyteisen, verwendet wird, bereitet die Herstellung der Elektroden gewisse Schwierigkeiten, indem sich dieses Material nicht auf das bei den an sich kleinen Elektrodenkörpern erforderliche Maß tiefziehen läßt. Deshalb werden, wie in Abb. 1 der Zeichnung dargestellt ist, die Elektroden erfindungsgemäß aus einem ausgeschnittenen Blechkreuz α hergestellt, das durch Abbiegen seiner Arme in eine Haube b umgeformt wird.
Einen anderen Weg zur Erzielung des erforderlichen raschen Stromtransports in der Röhre durch Vergrößerung deren Elektrodenoberfläche relativ zum Röhrenquerschnitt beschreitet das Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäß Abb. 2. Die dort im Schaltbild veranschaulichte Zeitzündeinrichtung besitzt in bekannter Weise zwei über ein Zündmittel tn und die dazu in Reihe liegende Entladungsröhre u gegeneinandergeschaltete Kondensatoren c, d als Zündstromträger, von denen der Kondensator d zur ungleichmäßigen Spannungsänderung seiner Speicherenergie gegenüber derjenigen des Kondensators c über einen hochohmigen Widerstand q in sich geschlossen ist. Die Wirkungsweise der Zündeinrichtung ist bekannt; durch die Eigenentladung des Kondensators^ über den Widerstand <7 wächst zwischen den beiden über das Zündmittel tn und die Entladungsröhre ti miteinander verbundenen, gleichnamig aufgeladenen Belegungen der zwei Kondensatoren c, d allmählich eine Spannungsdifferenz an, die nach ihrer Steigerung bis auf die Zündspannung der Entladungsröhre κ die letztere unter Funkenbildung durchschlägt und einen Stromfluß durch das Zündmittel tn bewirken läßt.
Erfindungsgemäß ist min die Rohre a eine solche, deren Glaswand an der Innenfläche auf der Seite einer ihrer beiden Elektroden U1, U2 mit einer Verspiegelung «3 metallischen Charakters versehen ist. Diese Verspiegelung^, die für bestimmte Zwecke, beispielsweise zur konstanten Ionisierung der Gasstrecke der Röhre, schon angewendet wird, ist in leitende Verbindung mit der auf ihrer Seite liegenden Elektrode^ gebracht; sie ist dadurch selbst Teil der Elektrode geworden und hat die den Stromtransport bestimmende Elektrodenoberfläche derart vergrößert, daß jetzt auch die bekannten Röhren kleinen Formats mit Sicherheit eine Entzündung des Zündmittels gewährleisten. In besonders zweckmäßiger Weise wird die Röhre, wie gezeichnet, derart in den über das Zündmittel tn führenden Stromkreis eingeschaltet, daß die Elektrode U2 auf der verspiegelten Seite der Röhre Kathode ist, an der bei selbständigen Entladungen der Hauptenergieumsatz stattfindet und die demnach zufolge der Vergrößerung ihrer wirksamen Oberfläche durch die Verspiegelung den Stromtransport für den Zündungsvorgang besonders lebhaft gestaltet.

Claims (4)

  1. 85 Patentansprüche:
    r. Elektrischer Zünder nach Patent 486 943 mit einer dem Zündmittel vorgeschalteten Entladungsröhre für selbständige Entladung, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladungsröhre eine solche ist, bei der die für den Elektrizitätstransport maßgebende Oberfläche von wenigstens einer der beiden Elektroden ein Mehrfaches der Röhrenquerschnittsfläche beträgt.
  2. 2. Elektrischer Zünder nach Anspruch 1, ' gekennzeichnet durch Elektroden in der Entladungsröhre, die aus einem Blechkreuz haubenförmig gebogen sind.
  3. 3. Elektrischer Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Zündmittel vorgeschaltete Entladungsröhre auf der Seite einer ihrer beiden Elektroden eine Verspiegelung aus elektrisch leitfähigem Material besitzt, die mit der auf ihrer Seite liegenden Elektrode in leitender Verbindung steht.
  4. 4. Elektrischer Zünder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladungsröhre derart in den über das Zündmittel führenden Stromkreis eingeschaltet ist, daß die Elektrode auf der verspiegelten Seite der Röhre Kathode ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930535129D 1927-04-28 1930-03-09 Elektrischer Zuender Expired DE535129C (de)

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