DE723907C - Unstetig steuerbarer Gasentladungsapparat zur Erzeugung von Schwingungen hoher Frequenz - Google Patents

Unstetig steuerbarer Gasentladungsapparat zur Erzeugung von Schwingungen hoher Frequenz

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DE723907C
DE723907C DES122781D DES0122781D DE723907C DE 723907 C DE723907 C DE 723907C DE S122781 D DES122781 D DE S122781D DE S0122781 D DES0122781 D DE S0122781D DE 723907 C DE723907 C DE 723907C
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DE
Germany
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cathode
gas discharge
discharge apparatus
grid
high frequency
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Expired
Application number
DES122781D
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English (en)
Inventor
Dr Karl Etzrodt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • H01J17/50Thermionic-cathode tubes
    • H01J17/52Thermionic-cathode tubes with one cathode and one anode
    • H01J17/54Thermionic-cathode tubes with one cathode and one anode having one or more control electrodes
    • H01J17/56Thermionic-cathode tubes with one cathode and one anode having one or more control electrodes for preventing and then permitting ignition, but thereafter having no control

Landscapes

  • Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)

Description

  • Unstetig steuerbarer Gasentladungsapparat zur Erzeugung von Schwingungen hoher Frequenz Die Erfindung betrifft unstetig steuerbare elektrische Gasentladungsapparate zur Erzeugung von Schwingungen hoher Frequenz mit Steuergitter und Glühkathode.
  • Bekanntlich werden zur Erzeugung hochfrequenter Wechselströme vielfach besondere elektrische Maschinen verwendet, deren Herstellung und Betrieb mit mancherlei Nachtelen verbunden ist. Die Anschaffungskosten solcher Maschinen sind hoch und auch ihr Betrieb ist teuer, da sie ständiger Wartung und Überwachung bedürfen. Es wurde schon deshalb mehrfach versucht, Hochfrequenzmaschinen durch ruhende Apparate, und zwar durch Hochvakuumglühkathodenröhren oder durch Gasentladungsröhren zu ersetzen, welche in der Lage sind,. Gleichstrom in Wechselstrom irgendeiner Frequenz in solchen anderer, beispielsweise höherer Frequenz umzuwandeln. Die Hochvakuumröhren haben den Nachteil, daß sie infolge der auftretenden Raumladung hohe Anodenverluste aufweisen, so daß diese Geräte nur für die Schwachstromtechnik brauchbar sind. Die bekannten Gasentladungsapparate wiederum, welche an sich zur Beherrschung größerer Ströme geeignet sind, haben den Nachteil, daß mit ihnen im allgemeinen nur Ströme von verhältnismäßig niedriger Frequenz erzeugt werden können. Bei solchen Entladungsapparaten gelingt es in der Regel höchstens, Frequenzen von mehreren ioo Hz bis zu aooo Hz zu erzielen. Versucht man z. B. bei Wechselrichtern mit der Frequenz höher zu gehen, so zeigt es sich, daß nach dem Kommutieren das betreffende Rohr die erforderliche Sperrfähigkeit nicht schnell genug erreicht und daher kein sicheres Löschen erzielt wird. Der Verlust der Sperrfähigkeit hat aber erhebliche Betriebsstörungen zur Folge, die zum Kippen des Wechselrichters führen können, womit häufig auch Kurzschlüsse und evtl. Zerstörung des Entladungsapparates verbunden sind. Nur in einzelnen Fällen ist bisher der Betrieb von Gasentladungsröhren von ganz besonderer Bauart bei höheren Frequenzen, insbesondere bis etwa ioo ooo Hz, gelungen.
  • Die Erfindung betrifft nun eine unstetig steuerbare Gasentladungsröhre mit Steuergitter und Glühkathode, bei der die genannten Nachteile vermieden sind, und welche sich dadurch auszeichnet, daß sie einerseits ohne fühlbaren Zeitverlust in Betrieb gesetzt werden kann und andererseits mit ihrer Hilfe sehr hohe Frequenzen verarbeitet werden können. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß man eine direkt beheizte, aus bandförmigem Material hergestellte großflächige Glühkathode verwendet und ihre wirksame Oberfläche so ausbildet und die Form der andern Elektroden der Form der wirksamen Kathodenoberfläche so anpaßt, daß der Feldverlauf im Raum zwischen Gitter und Kathode überall praktisch der gleiche ist. Es hat sich nämlich gezeigt, daß es bei den bisherigen gasgefüllten Entladungsgefäßen deswegen unmöglich war, sehr hohe Frequenzen zu erzeugen, weil der Raum zwischen Gitter und Kathode nach dem Verlöschen der Entladung (also während der Zeit, in der die Anodenspannung unter Null sinkt, oder in der Phase der Anodenwechselspannung, in der die Anode negativ ist) nicht genügend schnell durch Abführung der restlichen Ionen entionisiert werden kann. Diese Entionisierung wird, wie weitere Versucli-edes Erfinders ergeben haben, bei den Entladungsgefäßen der bisherigen Bauarten dadurch verzögert, daß sich zwischen Gitter und Kathode Raumteile befinden, in denen die elektrische Feldstärke nach dem Umpolen der Anodenspannung und der damit erfölgten Abschaltung der Entladung besonders gering ist. Das ist z. B. der Fall in den Hohlräumen einer strahlungsgeschützten Glühkathode, über deren Stirnseite sich ein Gitter befindet. Weiterhin kommen solche Räume zwischen Gitter und Kathode vor, wenn etwa das Gitter topfförmig über der Kathodenöffnung oder über einer Wendelkathode angeordnet ist. Solche für den vorliegenden Zweck nicht brauchbare bekannte Anordnungen zeigen beispielsweise die Abb. i und 2. Abb. i zeigt die Elektrodenanordnung für ein topfförmiges Gitter mit einer Wendelkathode, Abb. 2 eine strahlungsgeschützte Glühkathode, über deren Stirnseite sich ein Gitter befindet. Überhaupt ist jedes Entladungsgefäß, bei dem die Kathode wendelförmig ausgebildet ist, für die Durchführung der Erfindung nicht geeignet, da sich in den Windungen der Kathodenwendel Raumteile befinden, die während der Rückphase nur sehr langsam entionisiert werden können, Bei Röhren gemäß der Erfindung ist es vielmehr notwendig, die Kathode als mit seiner ganzen wirksamen Oberfläche dem Gitter frei gegenüberstehende Körper auszubilden. Bei Röhren, welche mit indirekt geheizten Kathoden ausgerüstet sind, ist dies hin und wieder schon verwirklicht, doch eignen sich solche Röhren für besondere Zwecke, insbesondere für die weiter unten angegebenen praktisch nicht, da die Anheizzeit dieser Glühkathoden zu groß ist und somit eine solche Röhre nur sehr langsam ihre Betriebsbereitschaft gewinnt. Verwendet man andererseits als Katliode, wie es auch schon bekannt ist, nur einen einzelnen gestreckten, direkt beheizten Glühdraht, der konzentrisch von den anderen Elektroden umhüllt ist, dann ist wieder die Elektronenausbeute eine geringe, und man erzielt nur verhältnismäßig kleine Anodenströme. Man bildet daher bei Röhren gemäß der Erfindung die Kathode in Form eines direkt beheizten Bandes aus und bringt die Form der einzelnen Elektroden in die bereits erwähnte Übereinstimmung. Das ermöglicht, den Abstand zwischen Kathodenoberfläche und Gitter sehr gleichmäßig zu halten, wodurch die Gradlinigkeit der Kraftlinien gewährleistet wird. Wenn z. B. zur Vergrößerung der emittierenden Oberfläche bei dein vorhandenen Raum eine Wellung der Kathode erforderlich ist, so ist es im Sinne der Erfindung notwendig, auch die den gewellten Flachen gegenüberliegenden Elektroden dieser Form anzupassen und im besonderen die Steuerelektrode sinngemäß in Wellenform auszubilden, derart, daß ihre Wellungen den Wellungen der Bandkathode folgen. Dann ist auch in diesem Falle der gradlinige Verlauf der elektrischen Kraftlinien vom Gitter zur Kathode gewährleistet und damit bei gegebener Potentialdifferenz an allen Stellen eine möglichst große Feldstärke und der gleiche Feldverlauf erzielt.
  • Derart aufgebaute Röhren haben den Vorteil, daß die Feldverteilung zwischen den einzelnen Elektroden und Hilfselektroden überall so gleichmäßig ist, daß die gesamten in der Nähe der Elektroden liegenden Räume auf schnellstem Wege vollständig entionisiert werden. Es können also im Elektrodensystem keine Restladungen verbleiben, und sämtliche Ionen werden in kürzester Zeit unschädlich gemacht. Daher können solche Röhren auch bei höchsten Frequenzen betrieben werden, da jederzeit die Zündbereitschaft schnellstens wiederhergestellt wird. Die Verwendung der bekannten Entionisierungsgitter erfordert zusätzliche Hilfseinrichtungen, die bei den neuen Hochfrequenzgasentladungsröhren entbehrlich sind. Diese sind daher besonders einfach und billig herzustellen.
  • Zweckmäßigerweise wird der Abstand zwischen Gitter und Kathode möglichst klein gemacht, so daß die Feldstärke möglichst hoch wird. Da jedoch in der Brennphase zwischen den Elektroden die Bildung von Ionen erfolgen muß, darf der genannte Abstand nicht so klein gewählt werden, daß er unterhalb der freien Elektronenweglänge liegt In der Zeichnung (Abb. 3 bis 5) sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
  • Abb. 3 zeigt einen Querschnitt durch einen Gasentladungsapparat mit Bandkathode, Abb. 4 einen Schnitt nach der Linie II-II der Abb. 3. In Abb. 5 ist eine gewellte Bandkathode mit dem zugehörigen Gitter in Seitenansicht dargestellt.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 und 4. befindet sich in dem aus Glas bestehenden Entladungsgefäß i eine ovale Anode a, die ein Steuergitter 3 umschließt. In der Symmetrieebene des Steuergitters 3 liegt die mit Hilfe der Stütze 4 gehaltene Bandkathode 5. Die der wirksamen Kathodenoberfläche gegenüberhegenden Flächen von Steuergitter und Anode verlaufen hier im wesentlichen parallel zur Kathodenoberfläche, so daß der Feldverlauf im Raume zwischen Gitter und Kathode überall praktisch der gleiche ist, In Abb. 5 ist eine Ausführungsform der Kathode als gewelltes Band 6 dargestellt. Die Steuerelektrode 7 folgt iri ihrer Form den Wellungen der Bandkathode. Die anderen (in der Abbildung nicht gezeichneten) Elektroden sind der Form der Elektroden 6 und 7 so anzupassen, daß auch in diesem Falle der Feldverlauf im Raume zwischen Gitter und Kathode überall praktisch der gleiche ist.
  • In besonders vorteilhafter Weise können die neuen Hochfrequenzröhren für Unterwasserschallsender verwendet werden. Besonders empfehlenswert ist auch ihre Anwendung für Flugzeugschallsender, insbesondere für Echolote, bei welchen Frequenzen in Frage kommen, die mit Hilfe der Röhren nach der Erfindung ohne Schwierigkeit erzeugt werden können. Da die notwendige Anodenspannung gering ist, erspart man es sich, schwere Akkumulatorbatterien mitzuführen, so daß die ganze Einrichtung trotz ihrer Leistungsfähigkeit nur ein geringes Gewicht besitzt. Durch die hohe Stromentnahme, welche bei den Röhren nach der Erfindung möglich ist, sind diese auch für Hochfrequenzöfen mit Vorteil anwendbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Unstetig steuerbarer Gasentladungsapparat zur Erzeugung von Schwingungen hoher Frequenz mit Steuergitter und Glühkathode, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Oberfläche der direkt beheizten, aus bandförmigem Material hergestellten, großflächigen Glühkathode so beschaffen und die Form der anderen Elektroden der Form der wirksamen Kathodenoberfläche so angepaßt ist, daß der Feldverlauf im Raume zwischen Gitter und Kathode überall praktisch der gleiche ist. a. Elektrischer Gasentladungsapparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erreichung starker Entionisierungsfelder der Abstand zwischen Kathodenoberfläche und Steuergitter gering ist, jedoch immer noch in der Größenordnung der mittleren freien Weglänge der Elektronen während der Brennphase liegt. 3. Elektrischer Gasentladungsapparat nach den Ansprüchen i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandkathode mit Wellungen versehen ist, denen die gegenüberliegenden Flächen des Steuergitters folgen, so daß der Abstand zwischen Kathodenoberfläche und Gitter an allen Stellen gleich ist. 4. Elektrischer Gasentladungsapparat nach den Ansprüchen i bis 3 für Unterwasserschallsender. 5. Elektrischer Gasentladungsapparat nach den Ansprüchen i bis 4 für Flugzeugschallsender, insbesondere Echolote. 6. Elektrischer Gasentladungsapparat nach den Ansprüchen i bis 5 für Hochfrequenzöfen.
DES122781D 1936-05-26 1936-05-26 Unstetig steuerbarer Gasentladungsapparat zur Erzeugung von Schwingungen hoher Frequenz Expired DE723907C (de)

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