DE528883C - Einrichtung zur Steuerung der Rauchgase von Heizoefen - Google Patents

Einrichtung zur Steuerung der Rauchgase von Heizoefen

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DE528883C
DE528883C DEB131344D DEB0131344D DE528883C DE 528883 C DE528883 C DE 528883C DE B131344 D DEB131344 D DE B131344D DE B0131344 D DEB0131344 D DE B0131344D DE 528883 C DE528883 C DE 528883C
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Description

  • Einrichtung zur Steuerung der Rauchgase von Heizöfen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Steuerung der Rauchgase von Heizöfen, die über dem Feuerraum einen Oberzug und in einem Anbau an der Ofen-Rückseite einen Sockelzug und den Rauchabzug aufweisen.
  • Das Kennzeichen der Erfindung liegt darin, daß in der den Anbau vom Ofenkörper trennenden Wand vier Durchgangsöffnungen für die Rauchgase angeordnet sind, die von einem Steuerglied - etwa einer drehbaren Steuerscheibe - derart beherrscht werden, daß jeweils nur eine der vier Öffnungen freigegeben ist.
  • Es sind bereits Heizöfen bekannt, bei welchen in einer den Ofenkörper von einem den Sockelzug und den Rauchstutzen tragenden Anbau trennenden Wand drei Öffnungen vorhanden sind, die durch einen mit mehreren Öffnungen versehenen Ringschieber -derart gesteuert werden, daß jeweils nur eine öffnung freigegeben ist. Die erfindungsgemäße Anordnung einer vierten Öffnung in der Trennwand schafft eine unmittelbare Verbindung vom Feuerraum zum Sockelzuge. Der hierdurch erreichte Vorteil liegt darin, daß eine weitgehende und sichere Regelung der Wärmeabgabe bei allen Schornsteinverhältnissen erzielt wird und auch bei schwachem Schornsteinauftrieb, der zur überwindung des ihm entgegenwirkenden hintereinandergeschalteten Ober- und Sockelzuges nicht ausreichen würde, ein Betrieb des Ofens mit dem für die Fußbodenerwärmung wichtigen und sehr günstigen Sockelzug gewährleistet ist.
  • In der Zeichnung ist die Einrichtung nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel und in Anwendung bei einem Dauerbrandofen mit Anheiz-, Ober- und Sockelzug dargestellt.
  • Abb. i zeigt einen Aufriß des Ofens gegen die Rückwand dieses gesehen und bei einem Schnitt nach der Linie I-I der Abb. 2, Abb. 2 einen senkrechten Schnitt durch den Ofen nach der Linie II-II der Abb. i, Abb. 3 einen Aufriß des Ofens gegen die Rückwand dieses gesehen nach Fortnahme des Anbaues und der zum Antrieb des Regelorgans dienenden Teile, Abb.4 eine schematische Darstellung der vier durch die Zugumstellungseinrichtung einstellbaren Rauchgaswege.
  • Der bei x auf der Ofenrückwand 2 drehbar gelagerte Zugumstellhebel i verstellt mittels eines Zahnradgetriebes 3, 4, 5, 6 eine ebenfalls in der Rückwand 2 des Ofens drehbar gelagerte Steuerscheibe 7. Diese ist mit einer sich über einen rechten Winkel erstreckenden Öffnung 8 versehen (Abb. i). Der von der Scheibe 7 bedeckte Teil der Ofenrückwand 2 hat vier kreuzweis angeordnete und sich je über einen rechten Winkel erstreckende Öffnungen 9, 1o, i i und 12 (Abb. 3 und 4), die bei Drehung der Scheibe 7 von deren öffnung 8 nacheinander freigegeben werden, und zwar derart, daß immer nur eine der Öffnungen 9 bis 12 voll geöffnet sein kann. Die Trennung der Rauchgaswege vor und hinter den gesteuerten Wandöffnungen erfolgt in bekannter Weise auf der Feuerungsseite durch eine waagerechte, den Füllschacht 14 vom Oberzug trennende Wand 15 und auf der Rauchabzugseite durch eine senkrechte, den Steigezug ig mit dem Rauchrohrstutzen 2o vom Fallzug 18 der Sockelheizung trennende Wand 17, so daß alle in diesen Zug 18 eintretenden Rauchgase nur auf dem Wege über den unter dem Aschenraum 21 (Abb. 2) befindlichen Sockelzug 22 und 23 und den Steigezug ig in den Abzugstutzen 20 gelangen können.
  • Die mit der Zugumstellungseinrichtung zu verwirklichenden Rauchgaswege sind folgende, aus den Abb.2 und q. ersichtlichen: Zug a-a (Anheizzug) geht aus von dem Feuerraum 2q. durch die geöffnete Öffnung g unmittelbar in den Abzugsstutzen 2o.
  • Zug b-b (Oberzug) beginnt gleichfalls im Feuerraum 24 und geht durch den Füllschacht 14 hinter der Trennwand 13 in einem Rauchzuge 1q.' herab, an der Trennwand 15 im rechten Winkel nach hinten und durch die freigegebene Öffnung io in den Abzugsstutzen 2o.
  • Zug c-c (Ober- und Sockelzug) verläuft bis zur Steuerscheibe 7 wie'Zug b-b und von hier, da jetzt die Öffnung io geschlossen ist, durch die Öffnung i i und durch den Fallzug -18 des Anbaues 16, den Sockelzug 22 und 23 und den Steigezug ig in den Abzugsstutzen 2o.
  • Zug d-d (Sockelzug) beginnt ebenfalls in der Feuerung 24 und geht durch die -jetzt allein geöffnete Öffnung 12 unmittelbar in den Fallzug 18, von dort durch den Sockelzug 22 und 23 und den Steigezug ig in den Abzugsstutzen 2o.
  • Der Umstellhebel i gleitet in einer am Oberteil der Rückwand?, befestigten Skalaplatte 25, auf der die den vier Rauchgaswegen entsprechenden Stellungen des Umstellhebels i verzeichnet sind. In der Stellung A des Hebels i (Abb. i) ist die öffnung -g geöffnet, den Rauchgasen also der Weg a-a (Abb.2. Anheizzug) freigegeben. Dementsprechend werden bei den Stellungen B, C und D die Öffnungen -i i, io und 12 geöffnet, so daß die entsprechenden Rauchgaswege b-b (Oberzug), c-c (Ober- und Sokkelzug) und d-d (Sockelzug) freigegeben werden.
  • Die Wirkungsweise der Zugumstellungseinrichtung ist an einem im Betrieb befindlichen Heizofen folgende: Beim Anheizen des Ofens wird der Umstellhebel i auf Anheizung (Stellung A, Abb. i) eingestellt, so daß die Rauchgase ohne wesentlichen Widerstand unmittelbar in den Abzugsstutzen 2o gelangen können; ist der Brennstoff auf dem Rost in Glut geraten, so kann durch Einstellen des Umstellhebels i auf Oberzug oder Ober- und Sockelzug (Stellungen B oder C, Abb. i) eine der Rauchgaswegverlängerung entsprechende Erhöhung der Heizleistung bei gleichzeitiger Verbesserung der Brennstoffausnutzung erzielt werden, vbrausgesetzt, daß infolge der durch die Rauchgaswegverlängerung bedingten Verminderung der Abgastemperatur und der erhöhten Widerstände und Auftriebshöhenverluste durch den Fallzug 18 der Schornsteinauftrieb nicht übermäßig geschwächt wird. Tritt dieser Umstand ein oder sind die baulichen Verhältnisse eines Schornsteins ungünstig, so kann durch Einstellung des Umstellhebels i auf Sockelzug (Stellung D, Abb. i) die zwangläufige Führung aller Rauchgase nur durch den Sockelzug 18, 22, 23, ig, also die für die wirtschaftliche Raumerwärmung wesentliche Fußbodenbestrahlung verwirklicht werden, ohne daß der unter diesen Umständen den Schornsteinauftrieb ungünstig beeinflussende Rauchgasweg durch den Oberzug hierzu erforderlich wäre.
  • Der Erfindung gemäß läßt sich die Einstellung der vier Rauchgaswege auch mit anderen als den beschriebenen und dargestellten Mitteln erreichen, so etwa durch Anwendung eines geradlinig beweglichen Schiebers mit entsprechenden Öffnungen oder durch Anordnung von drehbaren Klappen, die die Rauchgasöffnungen der Reihe nach zu öffnen gestatten. Der Erfindungsgedanke läßt sich sinngemäß auch in Heizöfen, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden, verwirklichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Steuerung der Rauchgase von Heizöfen, die über dem Feuerraum einen Oberzug und in einem Anbau an der Ofen-Rückseite einen Sockelzug und den Rauchabzug aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß in der den Anbau (16) vom Ofenkörper (o) trennenden Wand (2) vier Durchgangsöffnungen (g, io, 11, 12) für die Rauchgase angeordnet sind, die von einem Steuerglied, drehbaren Steuerscheibe (7), derart beherrscht werden, daß jeweils nur eine der vier Durchgangsöffnungen (g, io, 11, 12) freigegeben ist.
DEB131344D 1927-05-07 1927-05-07 Einrichtung zur Steuerung der Rauchgase von Heizoefen Expired DE528883C (de)

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